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Fast Mapping als von Motherese und Scaffolding unterstützter Lernprozess frühkindlichen Spracherwerbs

Titel: Fast Mapping als von Motherese und Scaffolding unterstützter Lernprozess frühkindlichen Spracherwerbs

Hausarbeit , 2022 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nick Phuong Nguyen (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Rahmen dieser Arbeit wird das Fast Mapping als von Motherese und Scaffolding unterstützter Sprachlernprozess eingehend beleuchtet. Durch die zwei benannten mütterlichen bzw. elterlichen Sprechstile der Motherese und des Scaffolding kann das Kind mit Einsetzen des Wortschatzspurtes signifikant in seiner Sprachentwicklung gefördert werden.

In diesem Sinne braucht das Kind mit Ende des zweiten Lebensjahres, in dem der Wortschatzspurt einsetzt, Erwachsene, aber auch ältere Kinder, die ihm bei seinem Wortschatzerwerb sozial-interaktiv unterstützen. Dies geschieht zum Beispiel durch kindgerechte Intonation, Wiederholung des Gesagtem, langsames Sprechen und Sprechpausen.

Zu Beginn der Arbeit erfolgt eine theoretische Zuordnung des Fast Mappings, indem wichtige Aspekte des frühkindlichen Spracherwerbs aufgezeigt werden und die Auseinandersetzung der damit verbundenen Grammatikentwicklung des Kindes, die die Anfänge des kindlichen Wortschatzspurtes voraussetzt.

Im Kern wird sich mit dem Fast Mapping als Wortlernmechanismus beschäftigt, der in bedeutendem Maße von der Motherese und dem Scaffolding als "lehrende Sprachen" begünstigt werden kann. Hierzu wird im Besonderen die Rolle und die unterstützenden Funktionen der Motherese hinsichtlich des Fast Mappings herausgestellt. Zusätzlich spielen die sprachförderlichen Dialogroutinen des Scaffoldings als unterstützendes "Baugerüst" in den Wortschatzerwerb mit ein.

Abgerundet wird die Arbeit mit einem zusammenfassenden Resümee mit Blick auf den alltagspraktischen Umgang der beleuchteten sprachlichen Varietäten. Dies kann zusammen mit den Ergebnissen aus der Arbeit im Zuge einer Unterstützung der kindlichen Wortschatzerweiterung durch pädagogische Fachkräfte als kompakte, aber nützliche Handreichung gesehen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Frühkindliche Spracherwerb

2.1 Die pragmatische Sprachentwicklung

2.2 Wortschatzerwerb bei Kindern

2.3 Die Anfänge des kindlichen Wortschatzspurts

3 Fast Mapping – Übergang vom langsamen Wortlernen zum Wortschatzspurt

3.1 Wortäußerungen und ihre linguistischen Informationen

3.2 Das mentale Lexikon

3.3 Fast Mapping als von Motherese und Scaffolding unterstützter Sprachlernprozess

3.3.1 Die Rolle der Motherese im frühkindlichen Spracherwerb

3.3.2 Einführung in die Charakteristik der Motherese

3.3.3 Unterstützende Funktionen der Motherese für das Fast Mapping

3.4 Scaffolding als stützende Sprache

3.4.1 Sprachförderliche Dialogroutinen des Scaffoldings

3.4.2 Scaffolding als unterstützendes „Baugerüst“ im Wortschatzerwerb

4 Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des "Fast Mapping" als einen zentralen Wortlernmechanismus im frühkindlichen Spracherwerb. Dabei liegt der Fokus auf der Frage, wie elterliche beziehungsweise pädagogische Sprechstile wie "Motherese" und "Scaffolding" diesen Lernprozess unterstützen, beschleunigen und strukturieren können, um die Wortschatzentwicklung des Kindes effektiv zu fördern.

  • Grundlagen und Verlauf des frühkindlichen Spracherwerbs
  • Funktionsweise und Bedeutung des Fast Mapping
  • Linguistische und kognitive Dimensionen des mentalen Lexikons
  • Einfluss der Motherese auf die Sprachentwicklung
  • Methoden des Scaffoldings zur Sprachförderung

Auszug aus dem Buch

3 Fast Mapping – Übergang vom langsamen Wortlernen zum Wortschatzspurt

Wie bereits in Kap. 2.3 erwähnt, ist das Kind mit Einsetzen des Wortschatzspurtes in der Lage, neue Wörter einfacher und schneller zu erlernen. Angesichts dieser Tatsache, begegnen den Kindern im Rahmen ebendieses schnellen Wortschatzerwerbs grundsätzlich ein Konzept, eine Wortform und ein Referent (s. Abb. 3).

Neben der zuvor behandelten Benenneinsicht gibt es jedoch noch eine weitere Fähigkeit, die für den Wortschatzerwerb ausschlaggebend ist – das sog. Fast Mapping. Dieses steht in enger Relation zum mentalen Lexikon. In diesem werden alle Wörter, die die Kinder kennen und nutzen, abgespeichert. Daneben wird das Fast Mapping wörtlich übersetzt in „das schnelle Abbilden“. Fast Mapping ist also ein Prozess im kindlichen Spracherwerb, bei dem Kinder, wenn sie einem neuen Wort zum ersten Mal begegnen, zuerst eine schnelle, grobe Vermutung entwickeln, was es bedeuten könnte; im weiteren Erwerbsverlauf wird die Vermutung dann verfeinert und angepasst, bis das Kind die zielsprachliche Bedeutung des Wortes erfasst hat.

An dieser Stelle baut sich im Rahmen des Wortschatzerwerbs sehr schnell eine erste Repräsentation (Konzept) eines Wortes auf, d.h. das Kind sieht einen Gegenstand (Referent), bekommt den Namen bzw. die Bedeutung (Wortlaut) erstmalig zu hören und stellt anschließend eine gedankliche Verbindung zwischen Gegenstand und Namen her. Dabei ist die erste Repräsentation oft noch sehr lückenhaft, da das Kind es i. d. R. beim ersten und zweiten Hören nicht schafft, alle nötigen linguistischen Informationen zu verarbeiten – es handelt sich hierbei also um einen vielschichtigen und stufenhaften Prozess. Eine erste und zweite Repräsentation reicht zwar, um das Wort wiederzuerkennen, aber bis es vollständig im mentalen Lexikon abgespeichert ist und produziert werden kann, braucht es meist noch mehrere Anläufe. Das Kind muss dem Wort demnach immer wieder durch Hören, Sprechen und Aufbau von Repräsentationen zu dem Wort und auch anderen Wörtern, begegnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des frühkindlichen Spracherwerbs ein und definiert das Fast Mapping als einen durch spezifische elterliche Sprechstile unterstützten Lernprozess.

2 Der Frühkindliche Spracherwerb: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der pragmatischen Sprachentwicklung sowie den Wortschatzerwerb bei Kindern und beleuchtet das Phänomen des kindlichen Wortschatzspurts.

3 Fast Mapping – Übergang vom langsamen Wortlernen zum Wortschatzspurt: Es wird die Funktionsweise des Fast Mappings beleuchtet, die Rolle des mentalen Lexikons beschrieben sowie der Einfluss von Motherese und Scaffolding als fördernde Strategien im Wortschatzerwerb detailliert dargestellt.

4 Resümee und Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Bedeutung des Fast Mappings für die kindliche Sprachentwicklung zusammen und gibt einen Ausblick auf die praktische Relevanz von Motherese und Scaffolding.

Schlüsselwörter

Fast Mapping, Wortschatzspurt, Kindheitspädagogik, Spracherwerb, Motherese, Scaffolding, Mentales Lexikon, Wortschatzerwerb, Joint Attention, Sprachförderung, Dialogroutinen, Sprachlernmechanismus, Pragmatische Sprachentwicklung, Repräsentation, Kind-Erwachsenen-Interaktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht den frühkindlichen Spracherwerb mit besonderem Fokus auf den "Fast Mapping"-Prozess und die Art und Weise, wie Erwachsene durch gezielte, sprachförderliche Interaktionsstile diesen Prozess unterstützen können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die frühkindliche Sprachkonstruktion, der Wortschatzspurt, die Rolle des mentalen Lexikons sowie die elterlichen Sprechstile Motherese und Scaffolding.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es, das Fast Mapping in seiner Funktion zu erörtern und herauszuarbeiten, wie Motherese und Scaffolding als unterstützende Bezugsgrößen zur Beschleunigung und Optimierung der kindlichen Wortschatzentwicklung dienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine theoretische Auseinandersetzung anhand einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Studien zum frühkindlichen Spracherwerb.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Spracherwerbs und Wortschatzspurts sowie eine tiefgehende Analyse des Fast Mappings und der spezifischen Fördermethoden (Motherese und Scaffolding).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Fast Mapping, Wortschatzspurt, Motherese, Scaffolding, Kindheitspädagogik und Sprachentwicklung charakterisieren.

Warum ist das "mentale Lexikon" für den Spracherwerb so wichtig?

Es fungiert als Speicher für alle bekannten Wörter und die damit verknüpften linguistischen Informationen. Das Fast Mapping beschleunigt den Aufbau von Einträgen in diesem Netzwerk.

Welche Funktion hat die "Motherese" konkret im Prozess?

Durch prosodische Merkmale wie eine höhere Tonlage, langsameres Sprechen und deutliche Segmentation hilft sie dem Kind, Sprache zu erkennen und relevante Wörter besser von ihrer Umgebung abzugrenzen.

Inwiefern beeinflusst das "Scaffolding" das Dialogverhalten?

Scaffolding bildet ein sprachliches "Gerüst" durch Dialogroutinen, in denen Erwachsene auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen, Wiederholungen nutzen und durch gezielte Fragen zur partizipativen Sprachproduktion anregen.

Was ist das entscheidende Kriterium für den Einsatz von "Fast Mapping" als Fördergegenstand?

Gemäß der zitierten Forschung sollte ein Kind mindestens 24 Monate alt sein und bereits etwa 50 Wörter produktiv beherrschen, um von solchen gezielten methodischen Ansätzen optimal zu profitieren.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fast Mapping als von Motherese und Scaffolding unterstützter Lernprozess frühkindlichen Spracherwerbs
Hochschule
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Veranstaltung
Seminar Sprachliche Bildung und Mentoring
Note
1,3
Autor
Nick Phuong Nguyen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
25
Katalognummer
V1285100
ISBN (eBook)
9783346744128
ISBN (Buch)
9783346744135
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachliche Bildung Frühpädagogik Pädagogik Spracherwerb Frühkindlicher Spracherwerb Wortschatzerwerb Sprachentwicklung Wortschatzspurt Wortlernen Mentales Lexikon Fast Mapping Motherese Scaffolding Sprachlernprozess Stützende Sprache Sprache Sprachförderung Joint Attention Sprachlehrstrategien Linguistik Linguistische Informationen Pragmalinguistische Entwicklungsphasen Wortform Konzept Referent Vokabelspurt Lernprozess Spracherwerbsprozess Phonologie Syntax Semantik Morphologie Pragmatik Linguistische Kompetenzen Pragmatische Kompetenzen Prosodische Kompetenzen Turn Taking Babytalk Benennspiele Theory of Mind Late Talker Verstehenswortschatz produktiver Wortschatz Repräsentation Graphematik Kindheitspädagogik
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Arbeit zitieren
Nick Phuong Nguyen (Autor:in), 2022, Fast Mapping als von Motherese und Scaffolding unterstützter Lernprozess frühkindlichen Spracherwerbs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1285100
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Leseprobe aus  25  Seiten
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