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Mykene, Troia und Homer – Der Mythos und seine historischen Hintergründe

Title: Mykene, Troia und Homer – Der Mythos und seine historischen Hintergründe

Essay , 2009 , 5 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Tom Zeddies (Author)

World History - Early and Ancient History
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Es ist der legendärste Krieg aller Zeiten – 1000 Schiffe liefen aus zu Ehren einer einzigen Frau.
Es beginnt mit einem Schönheitswettbewerb und endet in Zerstörung und Verderben.
Historiker, Archäologen und Schriftgelehrte finden immer mehr Anhaltspunkte, dass es die
sagenumwobene Stadt, die durch einen Racheakt zerstört wurde, tatsächlich gegeben hat.
Klares blaues Meer umgibt die Geburtsstätte des antiken Griechenland – die Wiege der
westlichen Zivilisation. Im Westen das griechische Festland, im Osten Kleinasien und
dazwischen dutzende Inseln. Die Ägäis verbindet die Einwohner dieser Region miteinander.
Jahrtausende lang suchten Archäologen und Glücksritter an dieser Küste nach Beweisen des
trojanischen Krieg. Wenn es um Troja geht, erhitzen sich die Gemüter – bis heute herrscht
keine Einigkeit darüber, ob es die Stadt und den Krieg selber überhaupt gegeben hat.
Die Geschichte wurde zur Sage und die Sage wurde zum Mythos – und Mythen sind immer
trügerisch. Wir versuchen im Folgenden den wahren Kern des Mythos zu enthüllen und
historische Begebenheiten ausfindig zu machen. Hierbei ist die Figur des Homer (ca. 8. Jhr. v.
Chr.) und seine beiden Werke die Ilias und die Odyssee von zentraler Bedeutung. Inwieweit
sind also Homers Aussagen und Niederschriften zur Thematik Glauben zu schenken? [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die homerischen Epen: Historizität zwischen Dichtung und Wahrheit

3. Heinrich Schliemann und die archäologische Spurensuche in Hisarlık

4. Archäologische Indizien und stilistische Analyse

5. Fazit: Homers Werke als Quelle für die Altertumsforschung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen den homerischen Epen "Ilias" und "Odyssee" und dem historischen Wahrheitsgehalt rund um den Mythos um Troja. Ziel ist es, durch eine interdisziplinäre Betrachtung archäologischer Funde und literarischer Analyse zu klären, inwieweit die Werke als verlässliche Quellen für das antike Griechenland dienen können.

  • Mythos und historische Realität im Trojanischen Krieg
  • Die Rolle der mündlichen Überlieferung bei der Bewahrung historischer Kerne
  • Archäologische Ausgrabungen und ihre Bedeutung für die Verifizierung homerischer Angaben
  • Stilistischer und inhaltlicher Vergleich zwischen Ilias und Odyssee
  • Bedeutung der Archäologie für die moderne Altertumsforschung

Auszug aus dem Buch

Die Suche nach der historischen Stadt

Können wir heute mittels Homers Überlieferungen des Ort des Geschehens ausfindig machen und nach Authentizität suchen? Diese Frage beschäftigte auch den reichen Kaufmann Heinrich Schliemann (* 6. Januar 1822 in Neubukow; † 26. Dezember 1890 in Neapel). 1968 geht er nach Athen um eine Kampagne loszutreten, die sich den Spuren Homers widmet. Mit der Spitzhacke in der rechten und der Ilias (seiner „Bibel“) in der linken Hand, machte sich Schliemann gemäß den geschilderten Angaben auf die Suche nach einer Gegend, die der von Homer in der Ilias beschriebenen entsprach – eine riesige Ebene auf der zwei große Armeen aufeinander treffen konnten, unweit des ägäischen Meeres, zwischen den Flüssen Scamander und Simois. Schliemann wollte beweisen, dass Homer richtig lag, ihm widmete er sein Leben.

Er entdeckte auf dem Hügel Hisarlık in der als später deklarierten 2ten Schicht (von 8) den Schatz von Priamos, dem Vater Hektors. Erst durch spätere Ausgrabungen von Manfread Korfmann 1988 an der selben Stelle. Er entdeckte einen riesigen Graben mit defensivem Charakter, welcher der 6ten Schicht (repräsentiert die zeit des trojanischen Krieges) angehörte. Auffällig sind die vielen Übereinstimungen im Erscheinungsbild des Grabens und Homers Beschreibung in der Ilias – vergleicht man die Beschreibung der Befestigungsanlagen des griechischen Heerlagers mit dem in der Unterstadt entdeckten Grabens, so ist die Ähnlichkeit erstaunlich. Vielleicht hatte Homer die Anlage vor Augen, als er die Ilias und die Odyssee schrieb. Im Laufe der Jahre finden Korfmann und sein Team zahlreiche Artefakte und Gegenstände, feindliche Pfeil- und Speerspitzen in den Mauern – doch der Beweis für die Größe der Stadt wie von Homer beschrieben bleibt unauffindbar, bis Korfmann seine Theorie der Unterstadt mithilfe etlicher Fundstücke, die auf einen geballten Siedlungsraum schließen ließen, erhärten konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Mythos um Troja ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem historischen Kern der homerischen Epen.

2. Die homerischen Epen: Historizität zwischen Dichtung und Wahrheit: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung der Epen, die Problematik der mündlichen Überlieferung und die Frage der Autorenschaft Homers.

3. Heinrich Schliemann und die archäologische Spurensuche in Hisarlık: Der Fokus liegt auf den Grabungen Heinrich Schliemanns und der wissenschaftlichen Einordnung des Hügels Hisarlık als mögliches Troja.

4. Archäologische Indizien und stilistische Analyse: Hier werden archäologische Funde wie Linear-B-Tafeln mit einer stilistischen Untersuchung und dem Vergleich von Ilias und Odyssee in Beziehung gesetzt.

5. Fazit: Homers Werke als Quelle für die Altertumsforschung: Das Kapitel schließt mit der Einschätzung ab, dass Homers Epen trotz ihrer mythologischen Natur einen wichtigen Wert für die historische Forschung besitzen.

Schlüsselwörter

Homer, Troja, Ilias, Odyssee, Archäologie, Heinrich Schliemann, Mykene, Hisarlık, Manfread Korfmann, Mythos, Altertumsforschung, Mündliche Überlieferung, Bronzezeit, Antike, Geschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Erzählungen Homers über den Trojanischen Krieg einen wahren historischen Kern enthalten und ob die Ilias und Odyssee als archäologisch verwertbare Quellen dienen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die antike Mythologie, die archäologische Erforschung von Hisarlık, die Analyse mündlicher Überlieferung sowie den literaturwissenschaftlichen Vergleich der homerischen Werke.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Wahrheitsgehalt der homerischen Epen kritisch zu prüfen und die Synthese zwischen mythologischer Dichtung und historischer Realität aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine interdisziplinäre Methode angewandt, die archäologische Befunde mit literarischen Analysen verknüpft, um die Authentizität der historischen Beschreibungen zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Person Homers, den Grabungen von Schliemann und Korfmann sowie einer detaillierten Analyse von archäologischen Funden und inhaltlichen Differenzen der Epen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Homer, Troja, Archäologie, Historizität und die Ilias/Odyssee definieren.

Welche Rolle spielte die Linear-B-Schrift bei den Untersuchungen?

Linear-B-Schriftfunde dienten als wichtiger Hinweis, um den Zweck von Opferfesten zu belegen, die Homer in ähnlicher Weise in seinen Texten schildert.

Warum unterscheidet der Autor zwischen der Ilias und der Odyssee in der Analyse?

Der Autor vergleicht beide Werke, um stilistische und inhaltliche Unterschiede – etwa im Einfluss der Götter oder der Charakterzeichnung der Helden – aufzuzeigen, was Rückschlüsse auf die Autorenschaft und die Entstehungszeit zulässt.

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Details

Title
Mykene, Troia und Homer – Der Mythos und seine historischen Hintergründe
College
University of Potsdam
Grade
1,7
Author
Tom Zeddies (Author)
Publication Year
2009
Pages
5
Catalog Number
V128598
ISBN (eBook)
9783640375233
Language
German
Tags
Mykene Troia Homer Mythos Hintergründe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tom Zeddies (Author), 2009, Mykene, Troia und Homer – Der Mythos und seine historischen Hintergründe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128598
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