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Die habsburgisch-osmanische Großbotschaft 1719/20 im Wienerischen Diarium

Edition und Zusammenfassung der Berichterstattung

Titel: Die habsburgisch-osmanische Großbotschaft 1719/20 im Wienerischen Diarium

Masterarbeit , 2022 , 134 Seiten , Note: 1

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschichte - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht die zeitgenössische Berichterstattung über die habsburgisch-osmanische Großbotschaft 1719/20. Im Fokus steht dabei das „Wienerische Diarium“, die älteste, noch erscheinende Tageszeitung der Welt. Neben einer inhaltlichen Zusammenfassung, welche einen Überblick über die Berichte der damaligen Zeit geben soll, enthält diese Arbeit auch einen Editionsteil. Darin sind sämtliche transkribierte Texte der Berichterstattung zu finden. Die Transkription und weitere digitale Aufbereitung, im Zuge derer unter anderem auch das Markieren von bestimmten Wörtern erfolgte, wurde über das Programm „Transkribus“ realisiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Abstract

2. Einleitung

3. Historischer Kontext

3.1. Entstehung und Charakteristika von Großbotschaften

3.2. Die habsburgisch-osmanische Großbotschaft von 1719/20

4. Das Medium Zeitung

4.1. Historische Entwicklung

4.2. Das Wienerische Diarium

5. Methode

5.1. Quellenbeschaffung

5.2. Digitale Aufbereitung mit Transkribus

6. Zusammenfassung der Quellen

6.1. Überblick

6.2. Auswechslung der Großbotschafter

6.3. Audienz des kaiserlichen Großbotschafters bei Sultan Ahmed III.

6.4. Abschließende Worte

7. Editionsteil

8. Bibliographie

8.1. Quellen

8.2. Literatur

8.3. Internetressourcen

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Masterarbeit ist es, die zeitgenössische Berichterstattung des „Wienerischen Diariums“ über die habsburgisch-osmanische Großbotschaft der Jahre 1719/20 zu analysieren und quellenkritisch aufzuarbeiten sowie durch Transkriptionen digital zugänglich zu machen.

  • Charakteristika und Aufgaben historischer Großbotschaften in der Frühen Neuzeit.
  • Die medienhistorische Rolle und inhaltliche Ausgestaltung des „Wienerischen Diariums“ im 18. Jahrhundert.
  • Methodische Anwendung digitaler Tools wie Transkribus zur Erschließung diplomatischer Quellen.
  • Analyse der Berichterstattung über zentrale diplomatische Ereignisse wie die Auswechslung der Großbotschafter und Audienzen am Osmanischen Hof.

Auszug aus dem Buch

Die habsburgisch-osmanische Großbotschaft von 1719/20

Der in dieser Arbeit behandelten Großbotschaft von 1719/20 war der Friede von Passarowitz vorausgegangen. In einem feierlichen Akt wurde am 21. Juli 1718 das Friedensabkommen zwischen Kaiser Karl VI., Sultan Ahmed III. und der Republik Venedig geschlossen. Der Krieg, der mit diesem Friedensschluss beendet wurde, der sogenannte „Venezianisch-Österreichische Türkenkrieg“, hatte seit 1715 bestanden. Nachdem der kaiserliche Oberbefehlshaber Prinz Eugen mit seiner Armee die Festungen Temeswar (1716) und Belgrad (1717) erobern konnte, war der Krieg militärisch zu Ende. Weil ein dauerhafter Frieden mit „Ungläubigen“ für das Osmanische Reich nicht möglich war, da ein solcher nicht dem islamischen Rechtsverständnis entsprochen hätte, wurde der Waffenstillstand nur für die Dauer von 24 Mondjahren festgelegt, wobei ein solches Mondjahr etwa zehn Tage kürzer ist als unser gebräuchliches Sonnenjahr.

Durch den zustande gekommenen Vertrag beim Frieden von Passarowitz hatte die Habsburgermonarchie die weiteste Ausdehnung gegenüber dem Osmanischen Reich auf dem Balkan erreicht. Das „Temescher Banat“, die Kleine Walachei, der Norden Serbiens sowie einen Gebietsstreifen in Nordbosnien konnten die Habsburger fortan für sich beanspruchen. Demgegenüber verlor Venedig die Halbinsel Morea (Peloponnes) an die Osmanen. Zu erwähnen ist an dieser Stelle jedoch auch, dass die habsburgischen Erwerbungen, außer dem Banat, beim Frieden von Belgrad 1739 wieder an das Osmanische Reich abgegeben werden mussten. Großes Interesse an der Entstehung des Friedensvertrages von Passarowitz hatten auch Großbritannien und die Niederländischen Generalstaaten. Dadurch sollten weitere militärische Erfolge der Habsburger sowie eine zusätzliche Schwächung des Osmanischen Reichs unterbunden werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Abstract: Kurze inhaltliche Zusammenfassung der Arbeit und des Editionsteils.

2. Einleitung: Darstellung der historischen Ausgangslage, der Forschungsrelevanz und der Zielsetzung der Arbeit.

3. Historischer Kontext: Erläuterung der Bedeutung von Großbotschaften und der spezifischen diplomatischen Mission von 1719/20.

4. Das Medium Zeitung: Analyse der historischen Entwicklung der Presse und des Wienerischen Diariums als Informationsquelle.

5. Methode: Dokumentation der Quellenbeschaffung und des Einsatzes von Transkribus zur digitalen Edition.

6. Zusammenfassung der Quellen: Synoptische Darstellung und Analyse der Berichterstattung zu den Botschafterreisen.

7. Editionsteil: Transkribierte Quellentexte aus dem Wienerischen Diarium.

8. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Großbotschaft, habsburgisch-osmanische Diplomatie, Wienerisches Diarium, Friede von Passarowitz, Damian Hugo von Virmont, Ibrahim Bassa, Transkribus, digitale Edition, Mediengeschichte, 18. Jahrhundert, Osmanisches Reich, Friedensverhandlungen, Quellenkritik, Diplomatie, Zeitungsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die zeitgenössische Berichterstattung über eine diplomatische Großbotschaft zwischen der Habsburgermonarchie und dem Osmanischen Reich in den Jahren 1719/20 anhand des „Wienerischen Diariums“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das diplomatische Zeremoniell (königliches tractament), die Rolle der Presse als Informationsmedium des 18. Jahrhunderts und die historische Entwicklung der diplomatischen Beziehungen nach dem Frieden von Passarowitz.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Berichterstattung des Wienerischen Diariums zu diesem Ereignis zu geben und diese in einem wissenschaftlichen Editionsteil transkribiert aufzuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methodik der historischen Quellenkritik im Kontext der Mediengeschichte und kombiniert diese mit dem digitalen Instrument „Transkribus“ zur automatisierten Texterkennung von Frakturschrift.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretisch-historische Einbettung, die Beschreibung der verwendeten digitalen Methode sowie eine detaillierte Auswertung der Berichte über die Auswechslung der Botschafter und die Audienzen am Sultanshof.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Großbotschaft, Wienerisches Diarium, Digital Humanities (Transkribus), Habsburg-Osmanische Diplomatie und der Frieden von Passarowitz.

Wer waren die kaiserlichen und osmanischen Hauptakteure?

Die kaiserliche Mission wurde von Damian Hugo von Virmont geleitet, während Ibrahim Bassa als osmanischer Gesandter am Wiener Hof auftrat.

Wie unterscheidet sich die Berichterstattung von modernen Nachrichten?

Die Nachrichten waren oft chronologisch-faktenorientiert, ohne moderne journalistische Schlagzeilen oder bewertende Kommentare, und dienten vorwiegend der neutralen Dokumentation von Reisen, Einzügen und Audienzen.

Warum spielt die Pest in diesem Bericht eine Rolle?

Die Pest in Konstantinopel führte dazu, dass die Gesandten außerhalb der Stadt einquartiert wurden, was ein spezifisches Detail der zeitgenössischen Diplomatie und der Reiseumstände verdeutlicht.

Ende der Leseprobe aus 134 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die habsburgisch-osmanische Großbotschaft 1719/20 im Wienerischen Diarium
Untertitel
Edition und Zusammenfassung der Berichterstattung
Hochschule
Universität Salzburg
Note
1
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
134
Katalognummer
V1286661
ISBN (PDF)
9783346745552
ISBN (Buch)
9783346745569
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Diplomatie Wienerisches Diarium Edition
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Die habsburgisch-osmanische Großbotschaft 1719/20 im Wienerischen Diarium, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1286661
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Leseprobe aus  134  Seiten
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