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Die Entwicklung der Grundstücksübertragung in der Geschichte

Title: Die Entwicklung der Grundstücksübertragung in der Geschichte

Seminar Paper , 2008 , 52 Pages , Grade: 14 Punkte

Autor:in: Susanne Kaiser (Author)

Law - Philosophy, History and Sociology of Law
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Die Bedeutung von Grundstücken und deren Übertragung ist für die heutige Gesellschaft von fast allumfassender Bedeutung und unterlag in der Geschichte der Menschheit ständigen Veränderungen.
Solche sollen in der vorliegenden Arbeit dargestellt werden. Diese Abhandlung wurde im Rahmen eines Rechtsgeschichtlichen Seminars mit dem Titel Schauplätze des Verfahrens verfasst. Zu dieser Zeit stand das Ackerland allen Genossen innerhalb einer Gemeinschaft zu und konnte daher auch frei von jedem genutzt werden. Nach und nach wurde von dem ständigen Wechsel des Lebensraumes abstand genommen und das Sesshaft werden nahm bei den unterschiedlichen Stämmen stark zu, wodurch sich aber auch die dauerhafte Verwendung des Bodens durchsetzen musste. Trotz all dieser Veränderungen im Lebenswandel der Menschen war die rechtsgeschäftliche Einigung und die Übertragung von Grundstücken immer noch eine Ausnahme, da jeder neu entstehende Hof ausreichend Land zugeteilt bekam, um den Genossen und seine Familie zu ernähren. Ein Grundstückserwerb oder gar eine Veräußerung waren daher zu dieser Zeit überflüssig und entwickelten sich erst langsam nach und nach aus der Nutzungs-übertragung. Bei dieser Verteilung wurde Land frei übergeben, um wachsenden Familien eine ausreichende Versorgung zu ermöglichen. Es ist zwar geklärt, dass es hierbei bestimmte öffentliche Handlungen gab, wie die Übergabe des Landstückes vor allen Mitgliedern der Gemeinschaft, jedoch sind keine genauen Formen der Nutzungs-übertragung bekannt, da es an urkundlichen Aufzeichnungen fehlt. Auf Grund dieser Veränderungen nahm in der Folgezeit auch die Grundstücksübertragung zu. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Grundstücksübereignung vor der Zeit der Volksrechte

III. Die Grundstücksübertragung im frühen Mittelalter

1. Die Übereignung der Grundstücke bei den Germanen

a) Sala

b) Investitura

aa) Apprehensionsakt

bb) Auflassung

(1) Erdscholle

(2) Festuca

(3) Wadium

(4) Andalangus

(5) Halm

(6) Urkunde

(7) Zaunsprung

(8) Zeichen für Grundstücksübereignungen von Kirchengrundstücken

(9) Das Pars – Pro – Toto – Symbol

(10) Zwischenergebnis

c) Grundstücksübertragung bei den Germanen und ihre römische Grundlage

2. Die weitere Entwicklung im Frühen Mittelalter

a) Sala

b) Investitur

c) Das Gericht der Grundstücksübertragung

d) Zwischenergebnis

3. Die Bedeutung von Klöstern für die Grundstücksübertragung im Frühen Mittelalter

4. Die Entwicklung von Lehen im Frühen Mittelalter

a) Die Pflichten

b) Die Grundstücksverleihung an Adlige und durch Adlige

aa) Das Allod und seine Bedeutung für die Entwicklung von Lehen

bb) Die Umwandlung von Allod in Lehen

c) Die Aufnahme von Bauern in das Lehnsystem

5. Zwischenergebnis über die Entwicklung im Frühen Mittelalter

IV. Die Entwicklung der Grundstücksübertragung im Hoch – und Spätmittelalter

1. Die gerichtliche Auflassung

a) Das Verhalten vor dem Gericht

aa) Der Erbenlaub und die Verweigerung der Zustimmung durch den Erben

bb) Erbenlaub in den Städten

b) Bedeutung der gerichtlichen Auflassung

2. Die Entwicklung der Grundstücksübertragung in den Städten

a) Die Vorgänger der Grundbücher

b) Die Symbolik neben dem Eintrag in die Vorgänger der Grundbücher

c) Zwischenergebnis

3. Das Lehnrecht auf dem Lande

a) Mehrfachberechtigung an Grund und Boden

aa) Grundholde

bb) Hintersasse

b) Der Erwerb von Lehen

aa) Lehen durch Ersterwerb

(1) Die Lehnvergabe im klassischen Mittelalter

(2) Lehnvergabe im Usus Modernus

bb) Die Lehnvergabe durch den Erbgang

cc) Die Ersitzung von Lehen

c) Die unterschiedlichen Lehnsarten

d) Zwischenergebnis über die Bedeutung des Lehens

4. Der Höhepunkt und der Ausklang des Mittelalters, sowie der Übergang zur Neuzeit

a) Die Veränderung im 13. Jahrhundert

b) Die Erneuerung im 15. Jahrhundert

V. Grundstücksübertragung in der Neuzeit

1. Veränderungen im 18. Jahrhundert

2. Veränderungen im 19. Jahrhundert

a) Das Regulierungsedikt von 1811

b) Die Probleme für die „befreiten“ Bauern

c) Resultate der Bauernbefreiung

d) Separation außerhalb der preußischen Gebiete

3. Rückbesinnung und erneute Aufnahme von früheren Errungenschaften

a) Die Wiederentdeckung des Grundbuchsystems und seine Erweiterungen

aa) Sachsen

bb) Preußen

b) Zwischenergebnis über die Entwicklung im 19. Jahrhundert

V. Die heutigen Verhältnisse seit Beginn des 20. Jahrhunderts

VI. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Grundstücksübertragung von der germanischen Zeit bis zum modernen Sachenrecht des BGB, wobei ein besonderer Fokus auf die Rolle von Symbolik, gerichtlichen Verfahren und gesellschaftlichen Umbrüchen wie der Bauernbefreiung liegt. Ziel ist es, die Evolution der Eigentumsverhältnisse und die Entstehung des Grundbuchsystems nachzuzeichnen.

  • Germanische Symbolik und Übergaberiten
  • Die Bedeutung von Klöstern im frühen Mittelalter
  • Entwicklung des Lehnwesens und dessen wirtschaftliche Auswirkungen
  • Gerichtliche Auflassung und die Entstehung der Grundbücher
  • Preußische Reformen und die Bauernbefreiung

Auszug aus dem Buch

(1) Erdscholle:

Ein häufig im 8. Jahrhundert. verwendetes Symbol war die Übergabe einer Erdscholle, die auch mit den lateinischen Wörtern caspes, terra oder herba bezeichnet wird.10 Über das Geschäft wurde eine Urkunde verfasst und anschließend kam ein Bote (lat. missus) des Erwerbers auf das Grundstück des Veräußerers. Diesem wurde die caspes in die Hand gelegt. Man spricht aus diesem Grund von einer Landübergabe „Herba vel terra de ipso manso“.11

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Kurzer Abriss über die Bedeutung von Grundstücken und deren Übertragung in der menschlichen Geschichte.

II. Die Grundstücksübereignung vor der Zeit der Volksrechte: Beschreibung der gemeinschaftlichen Landnutzung und der Entstehung erster Formen der Übertragung durch sesshaft gewordene Stämme.

III. Die Grundstücksübertragung im frühen Mittelalter: Erläuterung der symbolischen Rechtsakte wie Sala und Investitura sowie der Einfluss des Lehnwesens und kirchlicher Institutionen.

IV. Die Entwicklung der Grundstücksübertragung im Hoch – und Spätmittelalter: Analyse des Übergangs zur gerichtlichen Auflassung und der beginnenden Dokumentation in Stadtbüchern.

V. Grundstücksübertragung in der Neuzeit: Untersuchung der Auswirkungen von Vertragsfreiheit, Bauernbefreiung und der modernen Entwicklung hin zum Grundbuchsystem.

V. Die heutigen Verhältnisse seit Beginn des 20. Jahrhunderts: Darstellung der Konsolidierung des Eigentumsbegriffs im BGB und der gesetzlichen Verankerung der Auflassung.

VI. Zusammenfassung: Fazit zur Bedeutung der historischen Grundlagen für die heutige Rechtsordnung.

Schlüsselwörter

Grundstücksübertragung, Lehnwesen, Auflassung, Sachsenspiegel, Sala, Investitur, Allod, Bauernbefreiung, Grundbuchsystem, Eigentum, Rechtsgeschichte, Mittelalter, Landrecht, Regulierungsedikt, Sachenrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung der Grundstücksübertragung und des Eigentumsrechts, von den frühen germanischen Symbolhandlungen bis zur modernen Grundbucheintragung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung des Lehnrechts, die Rolle der Kirche bei Grundstücksübertragungen, die gerichtliche Auflassung sowie die gesellschaftlichen und rechtlichen Reformen des 19. Jahrhunderts.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den historischen Prozess aufzuzeigen, wie sich unstrukturierte, symbolische Übertragungen zu dem heute gültigen, rechtssicheren Grundbuchsystem und dem Sachenrecht des BGB entwickelt haben.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine rechtsgeschichtliche Untersuchung, die auf der Analyse historischer Quellen, Rechtsbücher wie dem Sachsenspiegel und einschlägiger Literatur basiert.

Was steht im Hauptteil der Untersuchung?

Der Hauptteil gliedert sich chronologisch von der Zeit vor den Volksrechten über das frühe Mittelalter und dessen spezifische Symbole bis hin zur Neuzeit und den preußischen Reformen.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die „Auflassung“, „Sala“, „Investitur“, „Lehnwesen“ und die „Allodifikation“.

Was bedeutet der Begriff "Andalangus"?

Der Begriff Andalangus bezeichnet ein historisches Symbol bei der Grundstücksübertragung, das eng mit dem „Wadium“ (einem Holzstab) verbunden war und vermutlich einen Handschuh oder ähnliches symbolisierte.

Welche Rolle spielten Klöster bei der Grundstücksübertragung?

Klöster waren ab dem 8. Jahrhundert maßgeblich am Rechtsleben beteiligt; sie führten frühe Formen der Dokumentation in sogenannten Traditionsbüchern ein, um den wachsenden Grundstückserwerb zu verwalten.

Warum war die Bauernbefreiung ein Wendepunkt?

Die Bauernbefreiung im 19. Jahrhundert löste die alten feudalen Bindungen und Abhängigkeiten zwischen Landbevölkerung und Gutsherren auf und ebnete den Weg für den freien Eigentumserwerb.

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Details

Title
Die Entwicklung der Grundstücksübertragung in der Geschichte
College
Martin Luther University
Course
Rechtsgeschichtliches Seminar - Schauplätze des Verfahrens
Grade
14 Punkte
Author
Susanne Kaiser (Author)
Publication Year
2008
Pages
52
Catalog Number
V128677
ISBN (eBook)
9783640349418
ISBN (Book)
9783640349111
Language
German
Tags
Entwicklung Grundstücksübertragung Geschichte Punkte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Kaiser (Author), 2008, Die Entwicklung der Grundstücksübertragung in der Geschichte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128677
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