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Interpretation des Vorwortes der Chronik von Otto von Freising

Title: Interpretation des Vorwortes der Chronik von Otto von Freising

Essay , 2008 , 4 Pages , Grade: gut

Autor:in: Natascha Weimar (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Mit dem Vorwort zum achten Buch der Chronik des Otto von Freisings liefert dieser gewissermaßen ein Vorwort für die Chronik, welches an das Vorwort zum ersten Buch thematisch anschließt. Die Chronik bestehe aus drei Teilen, nämlich aus einer Darstellung des Reiches Christi in "seinem diesseitigen wie in seinem jenseitigen Zustand" und dem jetzigen, das "Gut und Böse" in seinem Schoße birge. Beide Staaten, der himmlische und der irdische, würden "Kirche" genannt werden und beanspruchen beide für sich "Christi Reich" zu sein. Der Hinweis auf die Bibelstelle Matthäus 13,41 verdeutlicht, dass Otto von Freising keineswegs den Anspruch erhebt, über gut und böse richten zu wollen. "Gott, der allein weiß, wer sein ist", werde Prüfung und Urteil über jeden Einzelnen treffen. Hier schließt sich der Kreis der zwei Staaten. Otto von Freising sieht die beiden Staaten jeweils in drei verschiedenen Zuständen vorliegen.

Excerpt


Gliederung der wissenschaftlichen Arbeit

1. Argumentationsstruktur

2. Quellenkritik

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit interpretiert das Vorwort zum achten Buch der Chronik des Otto von Freising. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der Argumentationsweise des Autors im Hinblick auf seine heilsgeschichtliche Weltsicht, die Gegenüberstellung von irdischem und himmlischem Staat sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Subjektivität seiner Quellenwahl und seiner theologisch begründeten Urteilspraxis.

  • Analyse der zweistaatlichen Ordnung (Reich Christi vs. irdischer Staat)
  • Untersuchung der drei zeitlichen Zustände nach Otto von Freising
  • Kritische Reflexion der historischen Authentizität und Quellenarbeit
  • Diskussion des Einflusses mittelalterlicher Weltbilder auf die Geschichtsschreibung
  • Bewertung der theologischen Zielsetzung der Chronik als Heilsgeschichte

Auszug aus der Interpretation

Argumentationsstruktur

Mit dem Vorwort zum achten Buch der Chronik des Otto von Freisings liefert dieser gewissermaßen ein Vorwort für die Chronik, welches an das Vorwort zum ersten Buch thematisch anschließt. Die Chronik bestehe aus drei Teilen, nämlich aus einer Darstellung des Reiches Christi in „seinem diesseitigen wie in seinem jenseitigen Zustand“ und dem jetzigen, das „Gut und Böse“ in seinem Schoße birge. Beide Staaten, der himmlische und der irdische, würden „Kirche“ genannt werden und beanspruchen beide für sich „Christi Reich“ zu sein.

Der Hinweis auf die Bibelstelle Matthäus 13,41 verdeutlicht, dass Otto von Freising keineswegs den Anspruch erhebt, über gut und böse richten zu wollen. „Gott, der allein weiß, wer sein ist“, werde Prüfung und Urteil über jeden Einzelnen treffen. Hier schließt sich der Kreis der zwei Staaten. Otto von Freising sieht die beiden Staaten jeweils in drei verschiedenen Zuständen vorliegen. Der erste sei der vor der Gnade, der zweite in der Zeit der Gnade und der dritte nach dem irdischen Leben. Und genau hier unterscheiden sich die beiden Staaten explizit voneinander.

Während der irdische Staat schon elend sein Dasein friste, sich dann sein Zustand verschlimmere und nach dem irdischen Leben nichts mehr von ihm zu sehen sei, verhalte sich der Staat Christi anders. Hier sei die Situation im irdischen Leben eher „gedrückt“, während sich der Zustand dann bis zum dritten Zustand nach dem irdischen Leben stark verbessere. Während in der vorhergegangenen Chronik viel über die ersten beiden Zustände gesprochen worden sei, wolle man sich im achten Buch nun dem dritten Zustand widmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Argumentationsstruktur: In diesem Kapitel wird dargelegt, wie Otto von Freising die zweistaatliche Ordnung von himmlischem und irdischem Staat unter Berücksichtigung verschiedener zeitlicher Zustände begründet. Es verdeutlicht den Übergang von der historischen Rückschau hin zur heilsgeschichtlichen Erwartung des jüngsten Gerichts.

2. Quellenkritik: Dieser Abschnitt analysiert kritisch die subjektive Quellenauswahl des Autors und hinterfragt die theologische Instrumentalisierung historischer Ereignisse. Zudem wird ein Widerspruch zwischen Freisings eigener Urteilspraxis und seinem Anspruch auf göttliche Alleinentscheidung aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Otto von Freising, Chronik, Vorwort zum achten Buch, Weltchronik, Heilsgeschichte, irdischer Staat, Staat Christi, jüngstes Gericht, Quellenkritik, Mittelalter, Theologie, Geschichtsverständnis, zweistaatliche Ordnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer wissenschaftlichen Interpretation des Vorworts zum achten Buch der Chronik des Otto von Freising und analysiert dessen Argumentation und Quellenverständnis.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die heilsgeschichtliche Weltsicht, die Dichotomie zwischen weltlichem und himmlischem Reich sowie die kritische Reflexion der historischen Methodik des Autors.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die interne Logik des Autors offenzulegen, nach der er die Menschheitsgeschichte strukturiert und rechtfertigt, insbesondere im Hinblick auf den Übergang zum jüngsten Gericht.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine textanalytische Untersuchung, die hermeneutische Ansätze der Literaturwissenschaft mit einer quellenkritischen Analyse der Geschichtswissenschaft kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Argumentationsstruktur und eine kritische Auseinandersetzung mit der Vorgehensweise und den Quellen des Autors.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Heilsgeschichte, zweistaatliche Ordnung, theologische Weltanschauung, Quellenkritik und Endzeitvorstellung.

Wie bewertet die Autorin Freisings Anspruch auf göttliche Urteilsfreiheit?

Die Autorin sieht hierin einen Widerspruch: Obwohl Freising betont, dass nur Gott urteilen dürfe, fällt er selbst fortlaufend wertende Urteile über das irdische Leben.

Welche Rolle spielt die christliche Religion für das Verständnis der Chronik?

Das Christentum ist der fundamentale Rahmen; die Geschichte wird ausschließlich als Heilsgeschichte definiert, wobei das irdische Leben als vergänglich und dem himmlischen Staat untergeordnet dargestellt wird.

Warum wird der Begriff "Genugtuung" im Kontext des Vorworts erwähnt?

Das Vorwort wirkt auf die Autorin wie eine Genugtuung, da Freising nach der ausführlichen Darstellung des schrecklichen irdischen Lebens nun den "ewigen Frieden" thematisieren kann.

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Details

Title
Interpretation des Vorwortes der Chronik von Otto von Freising
College
University of Wuppertal
Grade
gut
Author
Natascha Weimar (Author)
Publication Year
2008
Pages
4
Catalog Number
V128813
ISBN (eBook)
9783640341498
Language
German
Tags
Interpretation Vorwortes Chronik Otto Freising
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natascha Weimar (Author), 2008, Interpretation des Vorwortes der Chronik von Otto von Freising, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128813
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