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Die Sprechakttheorien von Austin und Searle

Titel: Die Sprechakttheorien von Austin und Searle

Hausarbeit , 2022 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Bruno Arendt (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit widmet sich der Frage, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede Austins und Searles Sprechakttheorien aufweisen. Der Moralphilosoph John L. Austin stellte in seinen postum veröffentlichen Vorlesungsmanuskripten "how to do things with words" eine erste Sprechakttheorie vor, die er zu Lebzeiten mit seinen Studierenden entwickelte. Sieben Jahre später publizierte einer seiner Schüler, John R. Searle, eine eigene Sprechakttheorie.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Austins Theorie der Sprechakte

2.1 Konstative vs. performative Äußerungen

2.2 Differenzierung performativer Äußerungen

3. Drei Akte der Sprachakttheorie nach Austin

3.1 Lokutionärer Akt

3.2 Illokutionärer Akt

3.3 Perlokutionärer Akt

4. Vier Akte der Sprechakttheorie nach Searle

4.1 Äußerungsakt

4.2 Propositionaler Akt

4.3 Illokutionärer Akt

4.4 Perlokutionärer Akt

5. Die Sprechaktregeln nach Searle

6. Die Klassifikation illokutionärer Sprechakten nach Searle

7. Vergleich zwischen Austins und Searles Sprechakttheorie

8. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen Sprache und Handlung und stellt die Sprechakttheorien von John L. Austin und John R. Searle gegenüber, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihren Konzeptionen aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Pragmatik und der sprechphilosophischen Sprachbetrachtung
  • Detaillierte Analyse der von Austin definierten drei Sprechakt-Kategorien
  • Weiterentwicklung und Erweiterung der Sprechakttheorie durch Searle
  • Untersuchung von Sprechaktregeln und Klassifikationsmöglichkeiten illokutionärer Akte
  • Systematischer Vergleich der Ansätze beider Theoretiker

Auszug aus dem Buch

3. Drei Akte der Sprechakttheorie nach Austin

Die Auseinandersetzung mit Unterscheidungskriterien zwischen konstativen und performativen Äußerungen stellt den Ausgangspunkt der Sprechakttheorie dar. Er gelangt in seiner achten Vorlesung zu dem Schluss, dass die Unterscheidung in diese Kategorien nur begrenzt sinnvoll ist und entwickelt daraus resultierend die Sprechakttheorie mit dem Ziel, zu untersuchen „in wie verschiedener Weise etwas Sagen etwas Tun bedeuten kann" (Austin 1975, S. 108). Diese Theorie besteht nach Austin aus drei Akten, dem sogenannten lokutionären, illokutionären und perlokutionären Akt. Diese Akte laufen interdependent zueinander ab.

Der lokutionäre Akt setzt sich demnach aus drei Teilakten zusammen, beginnend mit dem phonetischen Akt. Dieser phonetische Akt besteht im wesentlichen aus Äußerungen bestimmter Laute, sogenannten Phonen. An zweite Stelle rückt der phatische Akt, die Äußerung von Vokabeln nach den Regeln einer Grammatik. Den letzten Teilakt definiert Austin als rhetischen Akt, konkret als die Verwendung dieser Vokabeln zum Zweck des Sprechens über etwas mehr oder weniger Genaues oder Bestimmtes. Diese drei Teilakte laufen simultan zueinander (vgl. Austin 1975: 111).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die linguistische Pragmatik und Einordnung von Austins und Searles Theorien in den Kontext der sprachphilosophischen Wende.

2. Austins Theorie der Sprechakte: Darlegung der grundlegenden Unterscheidung zwischen konstativen und performativen Äußerungen als Ausgangspunkt für die Theoriebildung.

3. Drei Akte der Sprachakttheorie nach Austin: Beschreibung der drei interdependenten Dimensionen des Sprechakts: lokutionär, illokutionär und perlokutionär.

4. Vier Akte der Sprechakttheorie nach Searle: Präzisierung der Sprechakte durch Searle mit Fokus auf der Unterteilung in Äußerungs-, propositionale, illokutionäre und perlokutionäre Akte.

5. Die Sprechaktregeln nach Searle: Erläuterung der Bedeutung von regulativen und konstitutiven Regeln für das Zustandekommen von Sprechakten.

6. Die Klassifikation illokutionärer Sprechakten nach Searle: Systematik der fünf Großgruppen zur Einteilung illokutionärer Akte basierend auf illokutionärem Zweck und psychischer Einstellung.

7. Vergleich zwischen Austins und Searles Sprechakttheorie: Synoptische Gegenüberstellung, die sowohl den gemeinsamen Handlungscharakter der Sprache als auch die terminologischen und strukturellen Divergenzen aufzeigt.

8. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung des Einflusses von Austin und Searle auf die Linguistik sowie kritische Reflexion der theoretischen Begrenzungen.

Schlüsselwörter

Pragmatik, Sprechakttheorie, John L. Austin, John R. Searle, Sprechakt, Performativität, Illokution, Lokution, Perlokution, Sprachphilosophie, Kommunikationsorientierung, Sprechaktregeln, Äußerungsakt, Proposition, Sprachhandlung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Pragmatik, speziell mit den theoretischen Ansätzen von Austin und Searle, um zu verstehen, wie sprachliche Äußerungen als Handlungen fungieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Abgrenzung von Äußerungstypen, die Struktur von Sprechakten, deren Regelgeleitetheit sowie die Klassifizierung illokutionärer Akte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist der methodische Vergleich der Sprechakttheorien von Austin und Searle, wobei Gemeinsamkeiten und konzeptionelle Differenzen herausgearbeitet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse der maßgeblichen sprachphilosophischen Werke von Austin und Searle basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert schrittweise die Kategorien der Sprechaktheorie bei Austin, die Erweiterungen und Differenzierungen bei Searle sowie die Anwendung von Sprechaktregeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Sprechakt, Performativität, Illokution, Lokution, Perlokution und Sprachhandlung.

Inwiefern unterscheidet sich Searles Ansatz von dem Austins?

Searle erweitert die Dreiteilung der Sprechakte durch eine Vierteilung der Teilakte und führt ein System von Sprechaktregeln ein, um illokutionäre Akte systematischer zu klassifizieren.

Was sind konstitutive Regeln nach Searle?

Dies sind Regeln, die neue Formen des Verhaltens erst ermöglichen bzw. erzeugen, was für die Analyse der Sprechakte als regelgeleitete Tätigkeit essenziell ist.

Was ist der lokutionäre Akt?

Dieser umfasst bei Austin den Akt des Aussprechens von Lauten (phonetisch), Wörtern (phatisch) und die Bezugnahme auf einen Inhalt (rhetisch).

Welches Fazit zieht der Autor?

Der Autor schließt, dass Searles Theorie maßgeblich auf Austins Grundstein aufbaut, diesen jedoch durch detaillierte Regelsysteme spezifiziert und somit die pragmatische Wende in der modernen Gesprächsforschung maßgeblich geprägt hat.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Sprechakttheorien von Austin und Searle
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig  (Institut für Germanistik)
Note
1,7
Autor
Bruno Arendt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
15
Katalognummer
V1288350
ISBN (PDF)
9783346748355
ISBN (Buch)
9783346748362
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Austin Searle Sprechakttheorie Vergleich Sprachphilosophie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bruno Arendt (Autor:in), 2022, Die Sprechakttheorien von Austin und Searle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1288350
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Leseprobe aus  15  Seiten
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