Diese Arbeit beschreibt das Thema Corporate Governance (CG) in seinen Grundzügen und anhand bisher eingetretener Fälle sowie eines aktuellen Ereignisses. Die CG kann aus verschiedenen Verwaltungssystemen, wie monistisch und dualistisch bestehen. Außerdem setzt sich die CG aus verschiedenen Theorien zusammen, wie der neuen Institutionenökonomik, der Property-Rights-Theorie oder der Stewardship-Theorie. Das chinesische CG-System erlebte seine Geburtsstunde im Jahr 1978. Dies war der Anfang einer beginnenden wirtschaftlichen Transformationspolitik des Landes. Die VR China definierte verschiedene Phasen und entwickelte sich durch diese wirtschaftlich bis heute sukzessive weiter.
Durch diverse Umfragen einzelner Unternehmen konnte zukünftig ein deutliches Interesse an FDI ermittelt werden. Die Merkmale, die das chinesische CG-System kennzeichnen und in bestimmten Bereichen für ausländische Investoren attraktiv gestalten, bestehen aus Shareholdern und SOE. Zudem fügt es aus dem sich kontinuierlich weiterentwickelnden Rechtssystem, welches auch das FIL beinhaltet sowie weitere regulatorische Rahmenbedingungen zusammen. Diese Bereiche unterstehen der Aufsicht und Kontrolle verschiedener Staats- oder Aufsichtsorganen wie die CSRC, CBIRC oder auch SASAC.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Historische und potenzielle Wirtschaftskrisen
1.2. Problemstellung des Assignments
1.3. Ziel und Aufbau des Assignments
2. Grundlagen und Hintergründe
2.1. Grundlagen der Corporate Governance
2.2. Systeme, Instrumente und Modelle der Corporate Governance
2.3. Chinas Wirtschaftstransformation
3. Corporate-Governance-Systeme in China
3.1. Entwicklung der FDI im chinesischen Markt
3.2. State-Owned-Enterprises und Shareholder
3.3. Rechtlicher Schutz und regulatorische Rahmenbedingungen
3.4. Aufsichtsorganstruktur des chinesischen CG
4. Fazit
4.1. Zusammenfassung
4.2. Kritische Reflexion des eigenen Vorgehens
4.3. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Dieses Assignment zielt darauf ab, die spezifischen Strukturen und die Beschaffenheit des chinesischen Corporate-Governance-Systems (CG) zu analysieren, staatliche Aufsichtsorgane zu identifizieren und das zunehmende Interesse ausländischer Investoren am chinesischen Markt sowie deren Rahmenbedingungen zu beleuchten.
- Grundlagen und theoretische Ansätze der Corporate Governance
- Die historische Wirtschaftstransformation Chinas
- Entwicklung und Bedeutung von ausländischen Direktinvestitionen (FDI) in China
- Struktur und Herausforderungen von State-Owned-Enterprises (SOE)
- Regulatorische Rahmenbedingungen und Aufsichtsmechanismen für chinesische Unternehmen
Auszug aus dem Buch
3.2. State-Owned-Enterprises und Shareholder
Das Herzstück der chinesischen Wirtschaftsreform bildete die Transformation der SOE. (F. Jiang & Kim, 2020, S.752) Der Aufbau einer chinesischen Kapitalgesellschaftsorganisation ist in Gesellschafter- bzw. Hauptversammlung, Vorstand, Aufsichtsrat und Geschäftsführer aufgeteilt. („Anzeige von Die neue ‚Corporate Governance‘ im chinesischen Gesellschaftsrecht. Ein Kommentar aus deutscher Sicht“, 2009) Die Eigentümerstruktur von A-Share gelisteten Unternehmen4 ist vorrangig pyramidenförmig. Dies konnte durch erhobene Statistiken in den 2000er festgestellt werden. (Jiang & Kim, 2020, S.734-736) Vorrangige Ziele von SOE sind Kapitalinvestitionen, die Steigerung der Produktion sowie die Sicherstellung einer sozialen Stabilität. Die SOE haben verschiedene Phasen in der Transformationspolitik Chinas durchlaufen. In den 1970er betrachtete die Neugestaltung der SOE die Dezentralisierung als Schwerpunkt, in den 1980er ist eine teilweise Privatisierung vorgenommen worden. In den 1990er wurde die Share-Issue-Privatization5 (SIP) durchgeführt, in der Mitte des Jahrzehntes wurden nicht haltbare Mehrheitsbeteiligungen veräußert und seit 2005 wird die Split-Share-Structure6 (SSS) gelebt praktiziert. Zudem änderte die Regierung das Finanzsystem, indem diese nicht mehr die Unternehmensgewinne in die Staatskasse abfließen ließ, sondern die Unternehmen besteuerte. Auch das Kreditsystem erfuhr einen Wandel, da Unternehmen anstatt staatlicher Zuschüsse, die ihnen vorher ausgezahlt wurden, zukünftig Darlehen bei Banken aufnehmen konnten. Doch die Transformation des Finanz- und Kreditsystems funktionierte nicht wie gewünscht, sodass aus den gewonnenen Erkenntnissen ein vertragliches Managementsystem entstand und eingeführt wurde.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Das Kapitel führt in das Thema Corporate Governance ein, beleuchtet historische Wirtschaftskrisen und stellt die Problemstellung sowie den strukturellen Aufbau des Assignments vor.
2. Grundlagen und Hintergründe: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Konzepte von Corporate Governance, die wesentlichen Systeme und Modelle sowie die ökonomische Transformation Chinas von der Plan- zur Marktwirtschaft.
3. Corporate-Governance-Systeme in China: Der Hauptteil analysiert die FDI-Entwicklung, die Rolle der State-Owned-Enterprises, rechtliche Schutzmechanismen sowie die Struktur der chinesischen Aufsichtsorgane.
4. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert kritisch das eigene Vorgehen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe bezüglich geistigen Eigentums.
Schlüsselwörter
Corporate Governance, China, State-Owned-Enterprises, Fremdkapital, Foreign Direct Investment, Wirtschaftsreform, Aufsichtsorgane, Eigentümerstruktur, Rechtsschutz, Planwirtschaft, Marktwirtschaft, Kapitalgesellschaft, Agency-Theorie, Investitionsklima, CSR.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptthema dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich grundsätzlich mit dem Corporate-Governance-System (CG) in China und dessen Entwicklung im Kontext der wirtschaftlichen Transformation des Landes.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der CG, die spezifischen chinesischen Aufsichtsstrukturen, die Rolle von Staatsunternehmen (SOE) und die Bedingungen für ausländische Direktinvestitionen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Beschaffenheit des chinesischen CG-Systems sowie die Struktur der staatlichen Aufsicht darzustellen und das Interesse sowie die Zwänge ausländischer Investoren zu analysieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die Auswertung bestehender Statistiken und Umfrageergebnisse, um das wirtschaftliche Umfeld und die Governance-Strukturen zu beleuchten.
Was umfasst der Hauptteil der Untersuchung?
Im Hauptteil werden die FDI-Entwicklung, die Transformation von Staatsunternehmen, gesetzliche Rahmenbedingungen wie das Foreign Investment Law und die Rollen der Regulierungsbehörden detailliert beschrieben.
Durch welche Begriffe lässt sich die Arbeit zusammenfassen?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Corporate Governance, China, FDI, SOE, Eigentümerstruktur und Wirtschaftsreform charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die Eigentümerstruktur in chinesischen Unternehmen?
Die Arbeit stellt heraus, dass diese oft pyramidenförmig aufgebaut ist und durch eine starke staatliche oder familiäre Mehrheitsbeteiligung sowie begrenzte externe Kontrollmöglichkeiten geprägt ist.
Welche Bedeutung hat das Foreign Investment Law (FIL) in dieser Untersuchung?
Das FIL wird als zentraler gesetzlicher Schutzmechanismus für ausländische Investoren thematisiert, um deren Rechte zu stärken und eine gesunde Marktwirtschaft zu fördern.
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- Björn Ridders (Author), 2022, Governance in China. Corporate-Governance-Systeme in China, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1288597