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Hadrians Reisen

Interpretation der Quellenstelle HA Hadr. 13,1 – 14,4

Title: Hadrians Reisen

Term Paper , 2007 , 10 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Silke Böhm (Author)

World History - Early and Ancient History
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Diese Arbeit widmet sich der Untersuchung einer Quellenstelle aus der Vita Hadriani, in welcher auf die Reisen des Kaisers Hadrian eingegangen wird. Die besagte Quellenstelle beinhaltet die Kapitel 13,1 bis 14,4. Die Vita Hadriani ist eine der Kaiserbiographien, die in der sogenannten Historia Augusta enthalten sind. Diese spätantike Sammlung römischer Kaiserbiographien, die von Hadrian (117-138 n. Chr.) bis Numerianus (seine Regierungszeit endete 285 n. Chr.) reicht, ist angeblich Ende des 3. bzw. Anfang des 4. Jahrhunderts n. Chr. von sechs verschiedenen Autoren niedergeschrieben worden, deren Namen wie folgt lauten: Aelius Spartianus, Iulius Capitolinus, Vulcacius Gallicanus, Aelius Lampridius, Trebellius Pollio und Flavius Vopiscus. Professor Doktor Holger Sonnabend bemerkt zu dieser Sammlung, dass es sich hierbei um „die einzige zusammenhängende literarische Quelle für die Geschichte der römischen Kaiserzeit in der Phase zwischen Hadrian und Numerianus, also zwischen 117 und 285 n. Chr.“ handelt, deren Quellenwert lange Zeit umstritten war. Nicht nur wird angezweifelt, dass sie von sechs verschiedenen Autoren niedergeschrieben wurde, sondern auch dass sie aus der Zeit der Kaiser Diokletian und Konstantin stamme. Heute ist man in der Forschung der Ansicht, dass die Historia Augusta wohl von einem anonymen Autor gegen Ende des 4. Jahrhunderts n. Chr. verfasst worden ist und dass ihr Quellenwert nicht unterschätzt werden darf, da über sämtliche Kaiser (auch die inoffiziellen) von Hadrian bis Numerianus berichtet wird (lediglich die Berichte über die Herrscher zwischen den Jahren 244 und 253 n. Chr. sind verloren gegangen).

Im Folgenden soll nun unter Punkt 2 in knapper Darstellung auf die Vita Hadriani und auf Kaiser Hadrians Reisen eingegangen werden, unter Punkt 3 wird dann besagte Quellenstelle (Kapitel 13,1 bis 14,4) untersucht werden und zwar im Hinblick auf die Reiseziele Hadrians und den mit der Reise verbundenen Zweck, während unter Punkt 4 die neuen Elemente in Hadrians Reisepolitik verglichen mit seinen Vorgängern unter Hinzuziehung von Sekundärliteratur herausgearbeitet werden sollen.

Vgl.: Sonnabend, Holger: Geschichte der antiken Biographie: von Isokrates bis zur Historia Augusta. Stuttgart; Weimar 2002, S.214. Ebd.
Vgl.: ebd., S. 215.
Vgl.: ebd., S. 216.
Vgl.: Benario, Herbert W.: A Commentary on the Vita Hadriani in the Historia Augusta. (American Classical Studies 7), Michigan 1980, S. 1.
Vgl.: Sonnabend, S. 219.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

2.) Die Vita Hadriani

3.) Ziele und Zweck der Reisen

4.) Neue und traditionelle Elemente in Hadrians Reisepolitik

5.) Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die in der "Vita Hadriani" (Kapitel 13,1 bis 14,4) beschriebenen Reisen des Kaisers Hadrian, um die Zielsetzung dieser Reisen, die politische Dimension von Hadrians Reisetätigkeit sowie die darin enthaltenen neuen und traditionellen Elemente im Vergleich zu seinen Vorgängern zu analysieren.

  • Analyse der Quellenstelle HA Hadr. 13,1 – 14,4
  • Untersuchung der Reiseziele und Beweggründe Hadrians
  • Vergleich der Reisepolitik Hadrians mit seinen Vorgängern
  • Bewertung von Hadrian als Wohltäter und Verwalter der Provinzen
  • Kritische Würdigung der Vita Hadriani als literarische Quelle

Auszug aus dem Buch

3.) Ziele und Zweck seiner Reisen:

Die besagte Quellenstelle setzt in Kapitel 13,1 mit Hadrians Besuch in Achaia (gemeint ist die römische Provinz Griechenland) ein, wobei er entlang der kleinasiatischen Küste und über die Inseln (gemeint sind die ägäischen Inseln) reist. In Eleusis wird er nach dem Vorbild des Herkules und des Philippus in die eleusinischen Mysterien eingeweiht. Warum an dieser Stelle „exemplo Herculis Philippique“ erwähnt wird, ist in der Forschung umstritten. Die Erwähnung des Herkules wäre noch erklärbar, da seine Rolle in der Legende der Mysterien bekannt ist. Warum jedoch Philip von Makedonien, ein Feind Athens, erwähnt wird, ist fraglich. Vielleicht wurde Philip ebenfalls in die eleusinischen Mysterien eingeweiht, immerhin beansprucht das makedonische Königshaus für sich, von Herkules abzustammen. Es ist jedoch auch wahrscheinlich, dass diese Formulierung aus der Autobiographie Hadrians stammt, denn Philip war immerhin der Vorkämpfer für den Panhellenismus, den Hadrian so sehr bewunderte. Während seiner Anwesenheit in Athen leistet Hadrian dessen Einwohnern viel Gutes und wohnt den Festspielen (gemeint sind die Dionysien von März 125) als Vorsitzender bei. Anschließend reist er auf dem Seeweg nach Sizilien, wo er den Ätna besteigt, um sich das Schauspiel des Sonnenaufganges anzusehen. Er kehrt schließlich nach Rom zurück, um von dort aus nach Afrika zu reisen und den afrikanischen Provinzen seine Gunst durch die Gewährung zahlreicher Wohltaten zu erweisen. An dieser Stelle ist äußerst augenfällig, wie der Autor die Rückkehr nach Rom, die nachweislich im Jahr 125 n. Chr. erfolgte, und die Abreise nach Afrika im Jahr 128 mit einem einfachen „atque“ verbindet und damit die fast dreijährige Zeitspanne zwischen den beiden Ereignissen einfach ausspart.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Diese Einleitung führt in die Quellenproblematik der "Vita Hadriani" innerhalb der Historia Augusta ein und definiert das Ziel, die Reisekapitel des Kaisers Hadrian wissenschaftlich zu untersuchen.

2.) Die Vita Hadriani: Das Kapitel gliedert die Vita Hadriani in ihre vier inhaltlichen Hauptteile und grenzt den für die Untersuchung relevanten Quellenabschnitt zu Hadrians Reisen ein.

3.) Ziele und Zweck der Reisen: Hier wird der inhaltliche Kern der Quellenstelle analysiert, insbesondere Hadrians Aufenthalte in Achaia, sein Wirken als Wohltäter sowie sein Wissensdrang als Reisebeweggrund.

4.) Neue und traditionelle Elemente in Hadrians Reisepolitik: Dieses Kapitel arbeitet heraus, wie sich Hadrians Reisetätigkeit durch das Ziel der Reichskonsolidierung und Infrastrukturförderung grundlegend von militärisch geprägten Vorgängermodellen abhebt.

5.) Schlussbetrachtung: Das Fazit bewertet die Vita Hadriani als selektive, aber dennoch wertvolle Quelle, die trotz chronologischer Schwächen einen Einblick in das Reiseverhalten Hadrians gewährt.

Schlüsselwörter

Kaiser Hadrian, Historia Augusta, Vita Hadriani, Reisepolitik, Spätantike, Provinzen, Achaia, Kleinasien, Wohltätigkeit, Reichskonsolidierung, Kaiserbiographie, Reiseberichte, antike Biographie, Quellenanalyse, Kaiserzeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse einer spezifischen Quellenstelle aus der "Vita Hadriani", die das Reiseverhalten und die Reisepolitik des römischen Kaisers Hadrian beschreibt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Interpretation historischer Quellen, die Reisemotive des Kaisers, die Differenzierung zwischen Wohltätigkeit und administrativer Strenge sowie den Vergleich von Hadrians Politik mit der seiner Vorgänger.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die in den Kapiteln 13,1 bis 14,4 der Vita Hadriani geschilderten Reisen im Hinblick auf deren politische Intention, die Auswahl der Reiseziele und die Einordnung in den Kontext der spätantiken Geschichtsschreibung zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenkritische Analyse auf Basis der verfügbaren Sekundärliteratur zu den Kaiserbiographien und zur Politik Hadrians angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Vita Hadriani als Quelle, die Erörterung der Reiseziele und Zwecke, sowie eine systematische Gegenüberstellung von neuen und traditionellen Elementen in der Reisepolitik Hadrians.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie "Kaiser Hadrian", "Historia Augusta", "Reisepolitik", "Reichskonsolidierung" und "Quellenanalyse" geprägt.

Warum wird im Text die Parallele zwischen Herkules und Philipp von Makedonien diskutiert?

Die Diskussion zielt darauf ab, die Bedeutung der eleusinischen Mysterien für Hadrian zu ergründen und die mögliche Herkunft dieser Informationen aus Hadrians eigener Autobiographie zu hinterfragen.

Wie bewertet die Autorin die historische Zuverlässigkeit der Vita Hadriani hinsichtlich der Zeitabläufe?

Die Autorin stellt fest, dass der Text zwar eine grobe Reiseroute liefert, jedoch aufgrund zahlreicher Auslassungen und der Verwendung verkürzender Konjunktionen wie "atque" keine präzise chronologische Einordnung ohne zusätzliche Quellen erlaubt.

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Details

Title
Hadrians Reisen
Subtitle
Interpretation der Quellenstelle HA Hadr. 13,1 – 14,4
College
University of Stuttgart  (Alte Geschichte)
Course
Lektürekurs
Grade
2,0
Author
Silke Böhm (Author)
Publication Year
2007
Pages
10
Catalog Number
V128879
ISBN (eBook)
9783640354382
ISBN (Book)
9783640354252
Language
German
Tags
Hadrians Reisen Interpretation Quellenstelle Hadr
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silke Böhm (Author), 2007, Hadrians Reisen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128879
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