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Exegese zu Lk 18,35-43

Title: Exegese zu Lk 18,35-43

Exegesis , 2022 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michael Bachhuber (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

Exegese der Textstelle Lk 18,35-43. Synchrone Textanalyse, synoptischer Vergleich, Motiv-, Textsorten-, Kontextanalyse mit abschließender Interpretation.

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Inhaltsverzeichnis

1. Der Text: Feststellung des Textes (Textkritik)

2. Synchrone Textanalyse

2.1 Übersetzung

2.2 Abgrenzung des Textes

2.3 Sprachlich-Syntaktische Analyse

2.4 Semantische Analyse

2.5 Szenen-, Figurenwechsel und Aufbau

3. Synoptischer Vergleich

4. Motivanalyse

4.1 υἱὲ Δαυίδ

4.2 τυφλός

5. Textsortenanalyse

6. Kontextanalyse

7. Quellenanalyse und Redaktionsanalyse

8. Textpragmatik

9. Interpretation

10. Anhang

10.1 Kolon- und Kohärenzanalyse

10.2 Syntaktische Analyse

10.3 Synoptischer Vergleich

11. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Perikope von der Heilung eines Blinden vor Jericho (Lk 18,35-43) einer eingehenden exegetischen Untersuchung zu unterziehen, um deren strukturelle, semantische und pragmatische Bedeutung innerhalb des Lukasevangeliums sowie ihre Funktion für die lukanische Gemeinde zu erschließen.

  • Methodische synchrone Textanalyse unter Berücksichtigung sprachlich-syntaktischer und semantischer Merkmale.
  • Vergleichende Analyse der Perikope mit parallelen Überlieferungen bei Matthäus und Markus (Synoptischer Vergleich).
  • Analyse zentraler Motive („Sohn Davids“ und „Blindheit“) und deren theologische Bedeutung.
  • Gattungsbestimmung des Textes im Kontext frühchristlicher Wundererzählungen.
  • Kontextuelle Verortung der Heilungsgeschichte innerhalb der lukanischen Reiseerzählung nach Jerusalem.

Auszug aus dem Buch

2.3 Sprachlich-Syntaktische Analyse

Im Folgenden soll der Text in Bezug auf seine sprachlichen und syntaktischen Merkmale untersucht werden. Betrachtet man die Wortarten, so fallen die vielen Personalpronomen (v.a. αὐτὸν) auf, die sich ausschließlich auf Jesus und den Blinden beziehen und die somit den Fokus der Erzählung auf die Interaktion zwischen den beiden Akteuren legen. Adjektive werden kaum verwendet. Es kommen lediglich υφλός (V.35), πολλῷ (V.39) und πᾶς (V.43) vor, welche alle eine beschreibende Funktion aufweisen. Bis auf Ἰεριχὼ (V.35) und ὄχλου (V.36) zu Beginn sowie die vier Subjekte in Vers 43 beziehen sich alle weiteren Subjekte der Perikope auf Jesus. Im Gegensatz zu den selten verwendeten Adjektiven bedient sich Lukas vieler Verben, die eine Einheitlichkeit in Bezug auf die Verwendung der Zeitform aufweisen und den Text dynamisch wirken lassen. Diese Dynamik wird durch die häufige Verwendung von direkter und indirekter Rede verstärkt.

Viele Sätze werden durch δὲ (V. 35,36,37,39,40,41) koordinativ-adversativ und durch καὶ (V.38,39,42,43) koordinativ-kooperativ aneinandergereiht. Die Konjunktionen sorgen für Kohäsion und „δὲ“ hat darüber hinaus den Zweck, die unerwarteten Wendungen und Unterbrechungen in der Perikope zu verdeutlichen. So nähert sich Jesus zunächst der Stadt Jericho. Dort angekommen, sitzt aber (δὲ) am Rand des Weges ein blinder Mann, wodurch eine Unterbrechung des Reisefortgangs angedeutet wird. Der Blinde will wissen, was geschieht und ruft nach Jesus. Er wird zum Schweigen angehalten, fügt sich jedoch nicht, sondern (δὲ) schreit noch lauter (V.39). Ab dem Vers 42 fällt die häufige Verwendung von καὶ auf. Im Gegensatz zu den Sätzen in denen δὲ vorkommt, gibt es in dieser Passage keine Wendungen mehr und keine Ausgrenzung dem Blinden gegenüber, was durch die Häufung von καὶ veranschaulicht wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Text: Feststellung des Textes (Textkritik): Analyse textkritischer Varianten, insbesondere hinsichtlich der Begriffe σιγήσῃ/σιωπήσῃ und der Einfügung von αὐτόν, um die auf Lukas zurückgehende Fassung zu bestimmen.

2. Synchrone Textanalyse: Detaillierte Untersuchung des Textes durch Übersetzung, Abgrenzung, grammatikalische Untersuchung, Wortfeldanalyse und Aufbau, um die inhaltliche Einheit und Kohärenz aufzuzeigen.

3. Synoptischer Vergleich: Gegenüberstellung der Lukanischen Fassung mit Matthäus und Markus, um Gemeinsamkeiten in Struktur und Wortlaut sowie spezifische lukanische Abweichungen herauszuarbeiten.

4. Motivanalyse: Untersuchung der Bedeutung und Funktion der Motive „Sohn Davids“ und „Blindheit“ für die christologische Darstellung und das Verständnis des Gesamtzusammenhangs.

5. Textsortenanalyse: Diskussion der Gattungsfrage, ob es sich um eine Wundererzählung oder eine modifizierte Wundererzählung, eventuell mit Elementen der Berufungserzählung, handelt.

6. Kontextanalyse: Einbettung der Perikope in den lukanischen Reisebericht nach Jerusalem, um ihre Funktion innerhalb der Gesamtkomposition des Evangeliums zu bestimmen.

7. Quellenanalyse und Redaktionsanalyse: Begründung der Annahme, dass Lukas auf Markus zurückgreift, und Analyse der spezifisch lukanischen Redaktion zur Hervorhebung des Nachfolgegedankens.

8. Textpragmatik: Untersuchung der Wirkabsicht des Textes auf die lukanische Gemeinde, insbesondere vor dem Hintergrund lokaler Repressionen und der Ermutigung zum Bekenntnis.

9. Interpretation: Zusammenfassende Auslegung des Textes entlang der Verse, die die Ergebnisse der bisherigen Analysen zu einem theologischen Ertrag bündelt.

10. Anhang: Bereitstellung unterstützender Daten wie Kolon- und Kohärenzanalyse, syntaktische Aufstellungen und synoptische Gegenüberstellungen.

11. Literaturverzeichnis: Auflistung der zur Analyse herangezogenen Fachliteratur, Quellen, Kommentare und Internetressourcen.

Schlüsselwörter

Exegese, Lukasevangelium, Blindenheilung, Jericho, Nachfolge, Sohn Davids, Wundererzählung, Redaktionsanalyse, Synoptik, Textkritik, Textpragmatik, Glauben, Kohärenz, Jesus Christus, lukanische Gemeinde

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung der neutestamentlichen Perikope von der Heilung eines Blinden vor Jericho gemäß Lukas 18,35-43.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Neben der textkritischen Sicherung stehen die synchrone Sprachanalyse, der synoptische Vergleich mit den Fassungen bei Markus und Matthäus sowie eine tiefgehende Motivanalyse der hoheitlichen Anreden und der Symbolik der Blindheit im Mittelpunkt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Es wird untersucht, wie Lukas das überlieferte Material redaktionell bearbeitet hat, um seine eigene Theologie – insbesondere den Nachfolgegedanken und die Bedeutung des Glaubens – innerhalb des Reiseberichts nach Jerusalem hervorzuheben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung folgt den klassischen Methoden der historisch-kritischen Exegese, insbesondere der Redaktions- und Quellenanalyse, ergänzt durch textpragmatische Ansätze zur Bestimmung der Wirkabsicht auf die ursprüngliche Lesergemeinde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die detaillierte synchrone Analyse (Sprache, Aufbau), den synoptischen Vergleich, die Analyse der Motive „Sohn Davids“ und „Blindheit“, die Gattungsdiskussion, die Kontextualisierung im Lukasevangelium sowie eine Untersuchung der textpragmatischen Wirkabsicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Exegese, lukanische Redaktion, Nachfolge, Wundererzählung, Sohn Davids und Jerusalemer Reisebericht.

Warum lässt Lukas den Namen des Blinden weg, den man bei Markus findet?

Der Autor vermutet, dass der aramäische Name „Bartimäus“ für die lukanische heidenchristliche Leserschaft keine Bedeutung hatte und Lukas zudem den Fokus nicht auf die individuelle Person, sondern auf den beispielhaften Glauben und die Nachfolge des nun anonymen Bettlers legen wollte.

Inwiefern dient der Blinde als Gegenspieler zu den Jüngern?

Während die Jünger die dritte Leidensankündigung Jesu nicht verstehen und somit „blind“ für seine Sendung sind, erkennt der körperlich blinde Mann in Jesus den Heiler und Messias, vertraut auf ihn und bringt den festen Willen zur Nachfolge auf – er sieht das Wesentliche.

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Details

Title
Exegese zu Lk 18,35-43
College
LMU Munich
Grade
1,3
Author
Michael Bachhuber (Author)
Publication Year
2022
Pages
29
Catalog Number
V1288863
ISBN (PDF)
9783346749574
ISBN (Book)
9783346749581
Language
German
Tags
Exegese Lukas Evangelium
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Bachhuber (Author), 2022, Exegese zu Lk 18,35-43, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1288863
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