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Silvère und Miette in "La Fortune des Rougon" von Émile Zola

Titel: Silvère und Miette in "La Fortune des Rougon" von Émile Zola

Hausarbeit , 2021 , 19 Seiten , Note: 1

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Französische Philologie - Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Zwei Figuren, an denen Zolas Theorie von Vererbung, Milieu und Leidenschaft besonders deutlich wird, sind Silvère und Miette, zwei Jugendliche, die sich einer Gruppe Aufständischer anschließen und denen ein tragisches Ende zuteilwird.
Diese Arbeit hat zum Ziel, Zolas Theorie am Beispiel dieser zwei Charaktere im Kontext zu demonstrieren. Es soll gezeigt werden, dass Erbmasse, Milieu und Leidenschaft Silvère und Miette in ihrem Tun maßgeblich beeinflussen. Die Arbeit untersucht, ob sich selbst ihr Schicksal durch das Zusammenwirken dieser Faktoren erklären lässt. Diese Analyse soll ein tieferes Verständnis für Zolas Ideologie ermöglichen.

Um zu diesem Ziel zu gelangen, gilt es zunächst genauer zu untersuchen, worum es in Zolas Theorie geht. Dazu dient eine Recherche ausgewählter Werke mit biografischem Hintergrund, die einen Einblick in Zolas Überzeugungen gewähren. Die Ergebnisse dieser Recherche werden im ersten Teil der Arbeit zusammengeführt und präsentiert. Im zweiten Teil der Arbeit werden die Faktoren Erbmasse, Milieu und Leidenschaft anhand der Figuren Silvère und Miette durch repräsentative Textausschnitte analysiert und entsprechend der Theorie Zolas interpretiert. Den Abschluss der Arbeit bildet eine Zusammenfassung, in der die wesentlichen Ergebnisse nochmals dargestellt und weitergeführt werden. 

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Zolas Theorie: Erbmasse, Milieu und Leidenschaft

2. Silvère und Miette in La Fortune des Rougon

2.1 Erbanlagen

2.1.1 Silvère

2.1.2 Miette

2.2 Milieu

2.2.1 Einfaches Volk

2.2.2 Republikaner

2.3 Leidenschaft

2.3.1 Politik

2.3.2 Sexualität

3. Resümee

Zielsetzung & Forschungsschwerpunkte

Diese Proseminararbeit untersucht die Naturalismus-Theorie von Émile Zola, basierend auf den Faktoren Erbmasse, Milieu und Leidenschaft, am konkreten Beispiel der Romanfiguren Silvère und Miette aus dem Werk "La Fortune des Rougon". Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese deterministischen Faktoren das Handeln und das tragische Schicksal der Protagonisten maßgeblich beeinflussen und interpretieren lassen.

  • Analyse der naturalistischen Determinanten nach Zola (Erbmasse, Milieu, Leidenschaft).
  • Untersuchung der erblichen Prägungen von Silvère und Miette.
  • Evaluation des Einflusses des sozialen Umfelds und des Wechsels in verschiedene Gesellschaftsschichten.
  • Darstellung der unterschiedlichen Ausprägungen von Leidenschaft (politisch und sexuell) bei den Figuren.
  • Diskussion der Bedeutung von determinierenden Faktoren versus individueller Entwicklung in Zolas Literatur.

Auszug aus dem Buch

Silvère

Silvère entstammt der Familie Rougon-Macquart. Er ist der Sohn Ursule Macquarts, welche die uneheliche Tochter von Adélaïde Foque, der Stammmutter der gesamten Rougon-Macquart Familie, ist.

Adélaïdes Wesen ist maßgeblich geprägt durch die Hysterie ihres Vaters, die er ihr vererbt. Adélaïde wird als sehr leidenschaftlicher Charakter beschrieben, vor allem wenn es um Leidenschaften sexueller Natur geht. Nachdem ihr Mann stirbt, geht sie schnell eine weitere Beziehung ein, aus welcher zwei Kinder hervorgehen. Aus dieser Partnerschaft entsteht auch Silvères Mutter Ursule, die ähnliche Charakterzüge wie Adélaïde aufweist, wie das folgende Zitat zeigt.

Ursule, fantasque, montrait par moments des sauvageries, des tristesses, des emportements de paria ; puis, le plus souvent, elle rirait par éclats nerveux, elle rêvait avec mollesse, en femme folle du cœur et de la tête.

Auch bei Ursule macht sich die Hysterie ihrer Mutter bemerkbar, wenn auch nicht so stark. Die Krankheit prägt sich in einer anderen Art und Weise aus. Ursule verliert nicht den Verstand wie Adélaïde, jedoch ist sie von Stimmungsschwankungen geplagt. Darüber hinaus wirkt sich die Krankheit Adélaïdes bei Ursule nicht im Kopf aus, sondern in der Lunge. „Les névroses de sa mère s’étaient changées chez elle en une phtisie lente qui l’avait peu à peu consumée.“ Diese schwere Lungenkrankheit kostet ihr am Ende das Leben.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Standardwerk des Naturalismus und Definition der Zielsetzung, Zolas Theorien an den Figuren Silvère und Miette zu demonstrieren.

1. Zolas Theorie: Erbmasse, Milieu und Leidenschaft: Darstellung der wissenschaftlichen Einflüsse auf Zola sowie der theoretischen Grundlagen (Positivismus, Milieutheorie), die sein literarisches Programm prägten.

2. Silvère und Miette in La Fortune des Rougon: Anwendung des theoretischen Modells auf das Hauptpaar, unterteilt in die Einflussbereiche Erbanlagen, Milieu und Leidenschaft.

2.1 Erbanlagen: Untersuchung der familiären Vorbelastung und der erblichen Voraussetzungen der beiden Protagonisten.

2.1.1 Silvère: Analyse der genetischen Prägung durch die Familie Rougon-Macquart und das Erbe der Hysterie.

2.1.2 Miette: Betrachtung des erblichen Hintergrunds durch ihren Vater, den Wilderer Chantegreil.

2.2 Milieu: Analyse der gesellschaftlichen Einflüsse auf die Lebensverhältnisse der Jugendlichen.

2.2.1 Einfaches Volk: Darstellung der Kindheit in ärmlichen Verhältnissen und der sozialen Ausgrenzung.

2.2.2 Republikaner: Untersuchung des Identitätswandels durch den Anschluss an die aufständische Gruppierung.

2.3 Leidenschaft: Differenzierung der Leidenschaft in eine politische und eine sexuelle Komponente.

2.3.1 Politik: Analyse der naiven politischen Begeisterung von Silvère im Kontrast zur familiären Situation.

2.3.2 Sexualität: Untersuchung der Entwicklung der Liebesbeziehung und des Rollentauschs zwischen Silvère und Miette.

3. Resümee: Synthese der Analyseergebnisse und kritische Reflexion über die Determiniertheit des Schicksals unter Einbeziehung weiterer Faktoren wie der Pubertät.

Schlüsselwörter

Émile Zola, La Fortune des Rougon, Naturalismus, Determinismus, Erbmasse, Milieu, Leidenschaft, Silvère, Miette, Rougon-Macquart, Literaturwissenschaft, Französische Literatur, Politische Radikalisierung, Pubertät, Literaturanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Romanwerk "La Fortune des Rougon" von Émile Zola unter Anwendung seiner naturalistischen Theorien auf die Hauptfiguren Silvère und Miette.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Pfeiler sind die Untersuchung von Erbanlagen, der Einfluss des sozialen Milieus und die Ausprägung verschiedener Leidenschaften (politisch und sexuell).

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie die drei Faktoren Erbmasse, Milieu und Leidenschaft das Handeln und das letztlich tragische Ende von Silvère und Miette determinieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt Literaturanalyse und Interpretation. Dabei werden Zolas theoretische Ansätze mit repräsentativen Textausschnitten aus dem Roman in Verbindung gebracht.

Was wird im umfangreichen Hauptteil thematisch behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die drei wissenschaftlichen Kategorien Zolas – Erbe, Umwelt und Trieb – und prüft deren Wirksamkeit bei den Protagonisten Silvère und Miette.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Naturalismus, Determinismus, soziale Ausgrenzung, erbliche Belastung und die Trias aus Erbmasse, Milieu und Leidenschaft charakterisiert.

Welche besondere Rolle nimmt Miette innerhalb der republikanischen Gruppe ein?

Miette fungiert als Ausnahmeerscheinung; sie wird in der männlich dominierten Gruppe als Fahnenträgerin und Glücksbringerin verehrt, nachdem sie ihre bisherige soziale Rolle als Außenseiterin abgelegt hat.

Wie bewertet der Autor den Einfluss der Pubertät auf Zolas Theorie?

Die Pubertät wird als zusätzlicher Faktor identifiziert, der die Natürlichkeit und Unausweichlichkeit der Triebentwicklung unterstreicht und Zolas deterministische Grundideologie ergänzt, ohne sie zu widerlegen.

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Details

Titel
Silvère und Miette in "La Fortune des Rougon" von Émile Zola
Hochschule
Universität Salzburg
Note
1
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
19
Katalognummer
V1289045
ISBN (PDF)
9783346747594
ISBN (Buch)
9783346747600
Sprache
Deutsch
Schlagworte
silvère miette fortune rougon zola
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Silvère und Miette in "La Fortune des Rougon" von Émile Zola, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289045
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Leseprobe aus  19  Seiten
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