Das Thema "Wasserwirtschaft im Ruhrgebiet" ist ein Themenkomplex, der sich vor allem aus den folgenden drei Bereichen zusammensetzt: Wasserver- und Entsorgung, Wasser als Freizeit- und Erholungsschwerpunkt und Wasser als Transportmöglichkeit. Diese Hausarbeit beschäftigt sich ausschließlich mit der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung des Ruhrgebietes.
Für das zum Verstehen der Hausarbeit nötige Hintergrundwissen stelle ich zuerst allgemein das Arbeitsgebiet Ruhrgebiet vor und lege anschließend den Wasserbrauch der Haushalte sowie der Industrie dar. Nun gebe ich eine Definition von der Wasserwirtschaft und beziehe die somit erläuterten Begriffe "aktive und passive Wasserwirtschaft" auf die Situation im Ruhrgebiet. Für die Wasserver- und Entsorgung im Ruhrgebiet sind die vier Flüsse Ruhr, Lippe, Rhein und Emscher von Bedeutung. Aber da sich die Thematik der Flüsse in weiten Teilen überschneidet, beschränke ich mich auf die Vorstellung der beiden wichtigsten Flüsse, die Ruhr und die Emscher.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Allgemeine Daten
2.1 Über das Ruhrgebiet
2.2 Über den Wasserverbrauch der Bevölkerung
2.3 Über den Wasserverbrauch der Industrie
3 Wasserwirtschaft im Ruhrgebiet
3.1 Allgemeine Definition
3.2 Aktive Wasserwirtschaft
3.3 Passive Wasserwirtschaft
4 Ruhr
4.1 Allgemein
4.2 Die Funktion der Ruhr
4.3 Talsperren
4.4 Wassergewinnung aus dem Ruhrtal
4.5 Ruhrverband
4.5.1 Organisationsform des Wasserverband
4.5.2 Entstehung und Funktion des Ruhrverbandes
4.5.3 Kläranlage
4.6 Schadstoffe in der Ruhr
4.6.1 Nährstoffe
4.6.2 Schwermetalle
4.7 Gewässergüte
5 Emscher
5.1 Allgemein
5.2 Die Funktion der Emscher
5.3 Das Emscher- System
5.3.1 Entstehung des Emscher- Systems
5.3.2 Regelung der Vorflut
5.4 Umgestaltung des Emscher- Systems
5.4.1 Beseitigung des Abwassers
5.4.2 Behandlung des Regenwassers
5.4.3 Umgestaltung der Gewässer
5.4.4 Kosten
5.5 Wasserqualität
6 Adressen für die Informationsanforderung
7 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Wasserwirtschaft im Ruhrgebiet mit einem spezifischen Fokus auf die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Zentral ist dabei die Analyse der Funktionen und Probleme der beiden maßgeblichen Flüsse Ruhr und Emscher im Kontext industrieller Anforderungen und des Strukturwandels.
- Methoden der aktiven und passiven Wasserwirtschaft
- Wasserversorgung durch Ruhr-Talsperren und Grundwassergewinnung
- Herausforderungen der Wasserqualität und Schadstoffbelastung
- Historische Entwicklung des Emscher-Systems zur Abwasserentsorgung
- Strategien zur ökologischen Umgestaltung und Renaturierung
Auszug aus dem Buch
4.4 Wassergewinnung aus dem Ruhrtal
Aus dem Ruhrtal wird der überwiegende Teil des benötigten Wassers gewonnen, das dafür die besten Voraussetzungen bietet.
Es hat einen Talgrund, der durch Ruhrsandstein oder Schiefer abgedichtet wird. Darauf lagern eine Kies- und eine Sandschicht, die eine Mächtigkeit von 4 m an der mittleren Ruhr und bis zu 14 m an der unteren Ruhr erreichen können. Darüber liegt eine etwa 1 m mächtige Schicht aus Lehm. Die Kies- und Sandschicht ist ein idealer natürlicher Filter mit einem hohen Porenvolumen. Die Ruhr sammelt in dieser Schicht beiderseits und unter ihrem Flussbett einen breiten und reichen Grundwasserstrom. Aus diesem Strom pumpen Brunnen, die zu Sammelleitungen vereinigt werden, das natürlich gefilterte Wasser.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themen Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung im Ruhrgebiet ein und stellt die Schwerpunkte Ruhr und Emscher vor.
2 Allgemeine Daten: In diesem Kapitel werden grundlegende Fakten zum Ruhrgebiet sowie zum Wasserverbrauch der Bevölkerung und der Industrie dargelegt.
3 Wasserwirtschaft im Ruhrgebiet: Hier werden Definitionen zur aktiven und passiven Wasserwirtschaft gegeben und auf die Situation im Ruhrgebiet angewendet.
4 Ruhr: Dieses Kapitel behandelt detailliert die Funktion, Wassergewinnung, den Ruhrverband, die Schadstoffbelastung und Gewässergüte der Ruhr.
5 Emscher: Dieser Teil befasst sich mit der Entstehung des Emscher-Systems, der Regelung der Vorflut, der Umgestaltung der Gewässer und der Wasserqualität.
6 Adressen für die Informationsanforderung: Hier werden wichtige Anlaufstellen für weitere Informationen zum Thema aufgeführt.
7 Zusammenfassung: Das letzte Kapitel bietet ein Fazit sowie einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen der Wasserwirtschaft in der Region.
Schlüsselwörter
Wasserwirtschaft, Ruhrgebiet, Ruhr, Emscher, Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung, Talsperren, Wasserverband, Trinkwasser, Industrie, Umgestaltung, Renaturierung, Gewässergüte, Strukturwandel, Schadstoffe
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem komplexen Themenkomplex der Wasserwirtschaft im Ruhrgebiet, speziell mit der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Wasserentnahme aus der Ruhr, die Aufgaben der Wasserverbände sowie die ökologische Transformation des Emscher-Systems.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die natürlichen und künstlichen Voraussetzungen der Wasserwirtschaft sowie die Probleme und Lösungsansätze für die Flüsse Ruhr und Emscher aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, die Auswertung von Berichten der Wasserverbände, Zeitungsberichte sowie aktuelle Internetquellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die wasserwirtschaftlichen Strukturen, die Rolle der Talsperren, die Prozesse der Wasserreinigung und die Pläne zur Umgestaltung belasteter Gewässer.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Schlagworte sind Wasserwirtschaft, Ruhr, Emscher, Trinkwasser, Kläranlagen und ökologischer Umbau.
Wie unterscheidet sich die Ruhr von der Emscher in Bezug auf ihre Nutzung?
Die Ruhr dient primär als bedeutender Trinkwasserlieferant, während die Emscher historisch als Schmutzwasserfluss des Ruhrgebietes fungierte.
Was ist das Hauptproblem bei der Umgestaltung des Emscher-Systems?
Die Hauptprobleme sind fehlende Retentionsflächen, eine durch Bergbau veränderte Topographie sowie die hohen finanziellen Mittel, die für den ökologischen Umbau erforderlich sind.
Warum wird die Ruhr als "sauberster Industriefluss" bezeichnet?
Aufgrund umfangreicher Klärbemühungen und kontinuierlicher Überwachung konnte eine Gewässergüte erreicht werden, die einen vielfältigen Fischbestand und ökologische Verbesserungen ermöglicht.
- Quote paper
- Merle Umnirski (Author), 2007, Wasserwirtschaft im Ruhrgebiet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/128910