Einfluss der Epigenetik auf die Entstehung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Risikofaktoren, Verlauf und transgenerationale Weitergabe


Hausarbeit, 2022

17 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen
2.1 Epigenetik Definition
2.2 Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse
2.3 Posttraumatische Belastungsstörung

3 PTBS
3.1 Prävalenz
3.2 Ätiologie
3.3 Symptome/ Krankheitsbild
3.4 Risikofaktoren
3.5 Verlauf

4 Epigenetik
4.1 Mechanismus
4.2 Bedeutung in der Ätiologie
4.3 Epigenetik bei der PTBS
4.4 Transgenerationale Epigenetik

5 Relevante Forschungsergebnisse
5.1 Studie zum Einfluss der HPA-Achse auf die Gene
5.2 Studien Gen-Umwelt-Interaktion

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Die aktuelle Zeitqualität ist gekennzeichnet durch akut bedrohliche Erlebnisfelder, die nicht nur örtlich begrenzt, sondern weltweit zu finden sind. 2020 wurde das Leben durch die Covid-19-Pandemie einschneidend verändert. Hinzu kommt ein Krieg in der Ukraine und eine Energie- und Klimakrise. Durch die akut teils lebensbedrohlichen Krisen ist die Gefahr hoch, dass die Ereignisse traumatisierend sein können und sich daraus die Anzahl der Betroffenen an Posttraumatischer Belastungsstörung deutlich erhöhen kann (Binder & Pape, 2014, S. 1382). Die aktuellen Auswirkungen zeigen sich schon in einem signifikant erhöhten Bedarf an psychologischer Betreuung sowohl im ambulanten als auch im stationären Sektor. Hinzu kommen nicht ausreichend vorhandene Therapieplätze für einen erhöhten Bedarf, welcher durch die vulnerablen Gruppen (traumatisierte Flüchtlinge, Kinder und Jugendliche) aktuell gegeben ist (Zink, 2022, S. 54).

Umwelteinflüsse haben nicht nur eine direkte Auswirkung auf das aktuelle Erleben und Empfinden, sondern auch auf die Gene (Plass-Christl & Artl, 2020, S. 11). Das junge Forschungsfeld der Epigenetik untersucht unter anderem auch die Ursache von Krankheitsentstehung. Betrachtet man die momentane Situation, die multiple schwere, bedrohliche und langanhaltende Umstände mit sich bringen, kann auch hier ein Einfluss auf die Gene vermutet werden. So stellt sich in dieser Arbeit die Frage: Welchen Einfluss hat die Epigenetik auf die Entstehung der PTBS?

Zu Beginn der Arbeit werden die theoretischen Grundlagen vermittelt. Die psychische Erkrankung der Posttraumatischen Belastungsstörung wird nach dem ICD-10 und ICD-11 näher definiert. Des Weiteren werden die Ätiologie, die Risikofaktoren wie auch der Verlauf der PTBS beschrieben. Im zweiten Teil der Arbeit wird die Epigenetik erörtert. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf den Mechanismen der Epigenetik und deren Einfluss auf die Entstehung der PTBS sowie der transgenerationalen Weitergabe. Abschließend werden relevante Forschungsergebnisse anhand zweier Studien vorgestellt.

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Epigenetik Definition

Die Epigenetik ist ein Fachgebiet in der Biologie und ist von der Genetik im klassischen Sinn abgegrenzt zu betrachten. Sie eruiert die Frage, inwiefern Umwelteinflüsse die Gene von Lebewesen prägen. „Epigenetik bedeutet so viel wie ‚oberhalb der Genetik‘ mit dem Unterton ‚zusätzliche zum Genom‘. Der Wortstamm Genetik deutet dabei auf die Vererbbarkeit hin" (Walter & Hümpel, 2017, S. 41). Biologische Mechanismen und chemische Modifikationen an der DNA oder deren Raumstruktur, ohne Einfluss auf die DNA-Sequenz selbst, sind Inhalt der Epigenetik (Ziegler, Schiele, & Domschke, 2018, S. 1034 f). Der Kern der Epigenetik ist ihre Vererbbarkeit. Walter und Hümpel beschreiben dieses als „[...] über Zellteilung hinweg erfolgende, stabile Weitergabe fester epigenetischer Markierungen". Zu beachten ist, dass sich epigenetische Modifikationen von echten Mutationen in der Reversibilität unterscheiden (Walter & Hümpel, 2017, S. 64). Die DNA beinhaltet den gesamten Bauplan für die Entwicklung von Lebewesen. Für das Funktionieren des menschlichen Organismus ist es essenziell, dass nur gewisse Gene in speziellen Zellen zu bestimmten Zeiten abgelesen werden. Für diese Transkription sind Mechanismen nötig, die unter den Begriff der Epigenetik subsumiert werden (Wagner und Jung, 2010, S. 176). Die epigenetischen Prozesse erfolgen durch das Setzen und Entfernen epigenetischer Veränderungen auf den Genen (Walter & Hümpel, 2016, S. 15).

2.2 Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse

Die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) ist im Zusammenspiel mit dem sympathischen Nervensystem bei der Stressreaktion beteiligt. Es handelt sich hier um einen komplexen endokrinologischen Regelkreislauf zwischen dem Hypothalamus, der Hypophyse und der Nebennierenrinde (Schanty, 2016, S. 320). Stressoren wirken in dem Fall auf die neuronalen Schaltkreise im Gehirn ein, welche die Freisetzung des adrenocorticotropen Hormons (ACTH) aus der Hypophyse veranlassen. Das ACTH stimuliert daraufhin die Nebennierenrinde, die Glucocorticoide freisetzt. Der Glucocorticoidspiegel ist unter anderem für zahlreiche Auswirkungen der Stressreaktion verantwortlich (Pinel, 2011, S. 583). Ein Stressor kann u.a. auch ein erlebtes Trauma sein, das die HPA-Achse aktiviert (Bullmann, 2020, S. 136).

2.3 Posttraumatische Belastungsstörung

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine psychische Erkrankung. „Diese entsteht als eine verzögerte oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer, mit außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmaß, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde“ (Dilling & Freyberger, 2019, S. 172).

Nach den ICD-10-Kriterien wird das Trauma in TYP 1 und Typ 2 eingeteilt.

Das Typ-I-Traumaist ein einmaliges bzw. kurzfristiges Trauma, das bspw. durch einen schweren Unfall, eine Naturkatastrophe oder ein berufsbedingtes Trauma (z.B. im Bereich der Polizei, Medizinberufe, etc.) ausgelöst wird. Dieses wird auch als akzidentelles Trauma bezeichnet. Sexuelle Übergriffe oder körperliche Gewalt werden bspw. den interpersonellen Traumen zugeordnet und sind bei Einmaligkeit noch dem Typ I-Trauma zugeordnet.

Das Typ-II-Traumazeichnet sich durch ein langfristiges bzw. mehrfaches Geschehen aus. Hierzu können bspw. langdauernde Naturkatastrophen, technische Probleme, Kriegserleben, sexuelle und körperliche Gewalt/Missbrauch in der Kindheit und im Erwachsenenalter, Geiselhaft und Folter zählen (Hecker & Maercker, 2015, S. 29).

Das DSM-5 erweitert den Ansatz aus dem ICD-10, in Bezug auf die notwendige Bedingung, dass jedem Trauma ein traumatisches Ereignis vorausgegangen ist. Im DSM-5 wird das traumatische Ereignis konkretisiert. Dieses beinhaltet eine Konfrontation mit tatsächlich angedrohtem Tod, schwere Verletzung oder sexuelle Gewalt (Langer, Dymczyk, Brehm & Ronel, 2020, S.9). Hecker gibt an, dass es nur eine geringfügige Unterscheidung in den Symptomkriterien zwischen dem ICD-10 und der DSM-5 gibt (Hecker, 2016, o.S.). Wie in der ICD-10-Definition ist die Basis für die Diagnose PTBS das Erleben einer traumatischen Situation. Im ICD-10 ist das traumatische Ereignis genau definiert. Dieses ist erst als traumatisch zu beschreiben, wenn der Vorfall bei fast jedem tiefe Verzweiflung und Ohnmacht auslöst.

Im ICD-11 ist diese Spezifizierung von Trauma nicht mehr gegeben. Hier finden sich wie im ICD-10 die drei Cluster Wiedererleben, Vermeiden und Bedrohung (nähere Erklärung siehe Punkt 3.3) wieder. Um die Diagnose PTBS nach ICD-11 zu erhalten, muss aus jedem Cluster mindestens 1 Symptom vorhanden sein. Auch ist hier wie im ICD-10 ein Anhalten der Symptomatik über mehrere Wochen und die prägnante Beeinflussung in persönlicher und wichtiger Lebensbereiche (Familie, Beruf, soziales Umfeld etc.) erforderlich, um die Diagnose stellen zu können. Neu ist im ICD-11 ein weiteres Diagnosefeld der PTBS, die komplexe PTBS (kPTBS). Die kPTBS tritt nach einem oder mehreren extrem bedrohlichen, langanhaltenden oder wiederholten Ereignissen auf (Dreßing & Foerster, 2021, 48f.).

In dieser Arbeit wird jedoch nicht näher auf die kPTBS eingegangen.

3 PTBS

3.1 Prävalenz

Aus Forschungsarbeiten, die das Auftreten von PTBS bei Überlebenden des Holocausts untersuchten, geht eine Prävalenzrate zwischen 40 und 74% hervor. Markant war die Beobachtung, dass viele Überlebende trotz des traumatischen Erlebnisses ein hohes Maß an Funktionalität und Normalität in ihrem Alltag entwickelten (Langer et al., 2020, S. 10).

Epidemiologische Studien konnten aufzeigen, dass ein Großteil der Bevölkerung im Laufe des Lebens traumatische Erfahrungen macht. Allerdings liegt die Lebenszeitprävalenz der PTBS in Deutschland nur zwischen 1 und 4 %. Die meisten Betroffenen entwickeln keine PTBS, es zeigt sich hier eine spontane Genesung (Hecker, 2016, o.S.). Bezüglich der Prävalenzangaben weisen Dreßing und Foerster auf die Abhängigkeit der Werte von der zugrunde liegenden Definition hin. So erhalten Patienten unter Anwendung der ICD-11-Kriterien deutlich weniger die Diagnose PTBS als Patienten, die nach ICD-10 diagnostiziert werden (Dreßing & Foerster, 2021, S. 50).

3.2 Ätiologie

Die Entstehung der PTBS kann mit einem multifaktorielles Rahmenmodell erklärt werden, das sich in fünf ätiologische Faktorengruppen einteilen lässt. Hierzu zählen die Risiko- und Schutzfaktoren (prätraumatisch), die Ereignisfaktoren (peritraumatisch), die Aufrechterhaltungsfaktoren (posttraumatisch). Weiterhin beinhaltet das Modell die Ressourcen bzw. die gesundheitsfördernden Faktoren (posttraumatisch) und die posttraumatischen Prozesse sowie Resultate (Maercker & Augsburger, 2019, S. 27). Weitere Faktoren, die für die Aufrechterhaltung und Ausbildung einer PTBS verantwortlich sind, lassen sich ebenfalls in prätraumatische, peritraumatische und posttraumatische Faktoren einteilen (Maercker & Michael, 2009, S. 108). Hecker sieht in der Ausbildung einer PTBS einen gescheiterten Versuch des Organismus, eine existenzbedrohende Situation zu überstehen. Die Erkrankung manifestiert sich, wenn nach dem traumatischen Erlebnis keine zeitnahe Verarbeitung erfolgt. Dieses hat zur Folge, dass die Erinnerungen nicht wie gewohnt im deklarativen Gedächtnis, sondern als einzelne Erinnerungsfragmente (Bilder, Emotionen, Gefühle im Körper etc.) abgespeichert werden. Diese können dann durch äußere oder innere Reize unkontrolliert ins Bewusstsein dringen und Flashbacks auslösen (Hecker, 2016, o.S.).

3.3 Symptome/ Krankheitsbild

Die PTBS weist drei Leitsymptomgruppen auf. Dazu zählen die Intrusion/ das Wiedererleben, die Vermeidung und die Wahrnehmung aktueller Bedrohung (Hyperarousal) (Maercker, 2019, S. 18).

Unter dem Begriff Intrusion werden wiederkehrende Erinnerungen verstanden, die sich als Flashbacks am Tag und durch Alpträume in der Nacht zeigen können. Dieses Wiedererleben der Sinneseindrücke aus dem Trauma resultiert aus der unverarbeiteten Erinnerung. Dieses führt zu einem Traumanetzwerk im Gehirn, sodass durch einen inneren oder äußeren Reiz (Trigger) ein erneutes Erleben des Traumas innerviert wird (Pausch, 2018, S. 29).

Massive Angst bis zu Panikattacken ist eine häufige Reaktion der Betroffenen auf die Flashbacks (Becker, 2011, S. 72).

Die Phase der Vermeidung kann mit verschiedenen dissoziativen Symptomen gekennzeichnet sein. Sowohl eine Einengung der Wahrnehmungs- und Denkprozesse als auch emotionale Taubheit bzw. Apathie sind ein Ausdruck dieser Phase. Das Vermeidungsverhalten der Betroffenen kann sich in extreme Ausmaße steigern. Hinzu kommt die Gefahr von Substanzmissbrauch (Alkohol und Drogen), um das innere emotionale Erleben zu betäuben (Kapfhammer, 2017, S. 2004). Eine wesentliche Vermeidungsreaktion in Bezug auf die „traumatische Realität“ kann in der Phase der Verleugnung beobachtet werden (ebd., S. 2004).

Durch die gesteigerte Wahrnehmung einer aktuellen Bedrohung treten bei den Betroffenen Symptome einer Übererregung (Hyperarousal) auf. Dieses zeigt sich aufgrund des aktivierten autonomen Nervensystems u.a. durch einen schnellen Puls und einen erhöhten Blutdruck (Symptome ausgelöst durch den Sympathikus). Der Betroffene ist daher oft schreckhaft, leidet häufig unter Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen, einer erhöhten Reizbarkeit und ist ständig in einer "Hab-acht-Stellung" (Becker, 2011, S.73). Kognitive Veränderungen und Stimmungswechsel können sich in einer (Teil-)amnesie, anhaltend negativen Grundüberzeugungen, fortdauernden verzerrten Kognitionen, einen konstanten negativen emotionalen Zustand, Interessenverminderung, einem Entfremdungsgefühl und in einem eingeschränkten positiven Affektspielraum zeigen (Maercker, 2019, S. 21).

3.4 Risikofaktoren

Zu den Risikofaktoren, die ein Ausbilden der PTBS nach einem traumatischen Ereignis fördern, zählen frühere Traumatisierung in der Kindheit, jüngeres Alter zum Zeitpunkt der Traumatisierung, geringere Intelligenz/Bildung und weibliches Geschlecht. Kinder und Jugendliche weisen das größte Risiko auf, während bei jungen sowie mittelalten Erwachsenen ein geringeres Risiko zu erwarten ist. Ältere Erwachsene haben hingegen ein erhöhtes Risiko (Maercker & Augsburger, 2019, S. 28). Weiterhin werden ein geringerer sozialer Status, die Art und Schwere der Traumatisierung (sexuelle Gewalt, Krieg, Kampfeinsätze) und psychische Vorerkrankungen sowie die initialen Reaktionen auf das Trauma ebenso zu den Risikofaktoren gezählt. Im weiteren Zeitverlauf nach dem traumatischen Ereignis können mangelnde soziale Unterstützung, fehlende Disclosure und die soziale Stigmatisierung als Opfer das Ausbilden einer PTBS fördern. Ebenso spielen genetische Faktoren eine Rolle (Becker, 2011, S. 76 f). Ein erhöhtes Risiko für das Ausbilden einer PTBS ist auch bei Nachkommen von Eltern bzw. Großeltern mit PTBS zu beobachten. So konnten Familienstudien zeigen, dass Nachkommen von Holocaust-Überlebenden mit PTBS ein erhöhtes Risiko inhärieren, selbst eine PTBS zu entwickeln. Auch in Zwillingsstudien konnte ein erhöhtes Risiko für PTBS bei Kriegsveteranen aufgezeigt werden (Weiss, Parson, Niederstätter, Marksteiner & Lampe, 2019, o.S.).

3.5 Verlauf

Bei Ausbildung einer PTBS zeigt sich oftmals eine Chronifizierung der Symptome. Diese können über Jahre bestehen bleiben (Maercker & Michael, 2009, S. 108). Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten. Kommt es zu einer Ausbildung der PTBS-Symptome, ist eine Spontanremission in den nächsten Wochen und Monaten möglich. Es kann jedoch auch zu einem Auf- und Abschwellen der Symptome, z.B. bei Überlebenden einer Katastrophe, Folter etc., über Jahrzehnte kommen. Allerdings ist der individuelle Verlauf einer PTBS schwer vorherzusagen, da hier individuelle Ressourcen, Persönlichkeitsfaktoren, Umweltbedingungen etc. als Schutzfaktoren einen Einfluss auf den Verlauf ausüben. Neu auftretende negative Lebensereignisse in Form von Krisen können eine Verstärkung der Symptomatik bewirken. Im deutschsprachigen Raum gibt es Anhaltspunkte, dass eine Häufung sowie der Belastungsgrad der unbehandelten PTBS-Symptomatik insbesondere im höheren Lebensalter zunimmt (Maercker, 2019, S. 26 f).

4 Epigenetik

4.1 Mechanismus

„Der bedeutsamste epigenetische Regulationsmechanismus ist die Methylierung der Erbsubstanz DNA, d.h. das enzymatisch katalysierte Anfügen einer Methylgruppe (CH3-Gruppe) an die Nucleobase Cytosin, die eine der vier Grundbausteine der DNA darstellt“ (Schmidt, 2010, S. 224). Epigenetische Mechanismen umfassen biochemische Veränderungen an der DNA oder deren Raumstruktur. Dieses geschieht ohne eine Veränderung der DNA-Sequenz. Aufgrund der Nichtveränderbarkeit der DNA-Sequenz müssen andere Mechanismen internieren, um eine Differenzierung der Ausprägung des Erbguts auszulösen (Ziegler et al., 2018, S. 1305). Die dem Organismus zu Verfügung stehenden genetischen Informationen werden durch die Abfolge der vier DNA-Basen Adenosin, Cytosin, Guanin und Thymidin vorgegeben. Mechanismen der Epigenetik beeinflussen, wie zugänglich bestimmte DNA-Sequenzen für Regulatoren der Gentranskription sein können. Epigenetische Unterschiede beeinflussen nicht den Aufbau einzelner Gene oder DNA-Sequenzen, wie es Genmutationen oder Genvarianten können, sondern wie gut und in welchem Kontext diese abgelesen werden (Binder, 2019, S. 107).

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Einfluss der Epigenetik auf die Entstehung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Risikofaktoren, Verlauf und transgenerationale Weitergabe
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule
Note
1,0
Autor
Jahr
2022
Seiten
17
Katalognummer
V1289294
ISBN (Buch)
9783346753007
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Epigenetik, Posttraumatische Belastungsstörung, PTBS
Arbeit zitieren
Yvonne Fitzner (Autor:in), 2022, Einfluss der Epigenetik auf die Entstehung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Risikofaktoren, Verlauf und transgenerationale Weitergabe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289294

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