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Chinas Agieren gegenüber der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN). Konkurrierende Gebietsansprüche im Südchinesisches Meer

Title: Chinas Agieren gegenüber der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN). Konkurrierende Gebietsansprüche im Südchinesisches Meer

Term Paper , 2022 , 16 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Elisabeth Bergmann (Author)

Politics - Region: South Asia
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen dieser Hausarbeit wird der Forschungsfrage nachgegangen: Wie lässt sich Chinas Agieren im südchinesischen Meer gegenüber den ASEAN-Staaten aus realistischer Sicht erklären?

Der Realismus nach Hans J. Morgenthau und der Neorealismus nach Kenneth Waltz bilden also das theoretische Grundgerüst für diese Arbeit. China verfolgt aus realistischer bzw. neo-realistischer mit seinem Handeln im Südchinesischen Meer pure Machtinteressen, also der Ausbau seiner Machtposition. Für diese Annahmen werden zuerst die Theorien von Morgenthau und Waltz erläutert. Im Anschluss der Begriff Macht definiert, der in beiden Theorien ein zentrales Element ist. Innerhalb dieser Arbeit wird die Definition von Max Weber über Macht verwendet und darauf wiederum aufbauend die Auslegung von Morgenthau und Waltz. In der Theorie des Realismus sind Staaten, also hier China, nach Macht strebende Akteure, weil das internationale System durch Anarchie gekennzeichnet. Innerhalb dieses Systems ist jeder Staat letztendlich für seine eigene Sicherheit verantwortlich und das Maß an der Sicherheit nur eine Frage der Machtverteilung sowie der verfügbaren Machtressourcen.

Aus neorealistischer Sicht lässt sich daraus folgende Hypothese herleiten: Chinas Agieren im südchinesischen Meer ist dadurch zu erklären, dass man durch exklusiven Zugang zu dort vermuteten Rohstoffen sich weiteren ökonomischen Aufstieg sichern will und durch territoriale Kontrolle die Präsenz von den westlichen Staaten ein-schränken will.

In Kapitel Drei wird dies näher erklärt. Durch neue territoriale Ansprüche und die Kontrolle über Rohstoffe werden die militärische als auch wirtschaftlichen Machtressourcen vergrößert. Das Südchinesische Meer bietet China mit seinen Rohstoffen und global verlaufenden Handelsrouten hierfür die besten Möglichkeiten. Es wird ein großes Vorkommen an Erdöl und Erdgas vermutet. Zudem sind die Fischbestände von großer Bedeutung. Das Land verfolgt dies durch seine Belt and Road Initiative, indem neue Handelswege erschlossen werden und sie sich dadurch als Wirtschaftsmacht, in Konkurrenz zu seinen direkten asiatischen Nachbarn, z.B. Japan, als auch global gegenüber der Europäischen Union oder den USA verstärken.

Am Ende soll dann ein Fazit gezogen werden und die o.g. Hypothese zu bestätigen oder zu falsifizieren, die Chinas Politik in der Region erklärt sowie eine Einschätzung, um Chinas Führungsposition in einer globalen Welt abgeben zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Klassischer Realismus

2.2 Neo-Realismus

2.3 Definition von Macht

3. Chinas Agieren im Südchinesischen Meer

3.1 Militarisierung des Südchinesischen Meer

3.2 Rohstoffsicherung

3.3 Handelsrouten

4. Analyse Ergebnisse

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Agieren Chinas im Südchinesischen Meer durch die theoretische Brille des Realismus und Neorealismus. Dabei wird analysiert, inwiefern Chinas territoriale Ansprüche und militärische Präsenz als machtpolitisches Instrument zur Sicherung ökonomischer Ressourcen und zur Etablierung regionaler Hegemonie zu verstehen sind.

  • Klassischer Realismus und Neorealismus als theoretisches Fundament
  • Machtbegriff und Sicherheitsdilemma in der Außenpolitik
  • Strategische Bedeutung von Rohstoffen (Erdöl, Gas, Fisch)
  • Kontrolle über global relevante Seehandelsrouten
  • Konfliktdynamiken mit den ASEAN-Staaten und den USA

Auszug aus dem Buch

3.1 Militarisierung des Südchinesischen Meer

Als Reaktion hat die Region eine zunehmende Militarisierung erfahren, die das Risiko eines potenziellen bewaffneten Konflikts prinzipiell erhöht und die Lösung von Streitigkeiten erschwert. Die ASEAN-Länder, China und westliche Staaten vertreten gegensätzliche Positionen bei Fragen der erlaubten Aktivitäten in den AWZ, freien Seehandel und militärischer Schifffahrten in fremden Hoheitsgewässern. Die Militarisierung wird wie bereits erwähnt mit Chinas Befestigung von Felsen und Sandbänken der Spratly-Inseln assoziiert. Dort ordnete 2014 großräumige Landaufschüttungen an und ließ Arbeits- und Wohnkomplexe für Truppen erbauen. Des Weiteren wurden mehrere breitspurige Landebahnen, Anlegeplätze für größere Schiffe sowie Waffen- und Überwachungssysteme errichtet. Diese Entwicklungen gingen einher mit wachsendem Widerstand gegen ausländischer Seeoperationen, vor allem seitens westlicher Staaten und einer intensivierenden Erschließung von Meeresressourcen.

Chinas Militärausgaben steigen kontinuierlich weiter, von 129 Mrd. USD im Jahr 2010 auf 215 Mrd. USD in 2017 auf 252 Mrd. USD in 2020. Ein Plus von mehr als 50% innerhalb der letzten 10 Jahre (Statista 2022a). Zudem belegt es Platz 1. bei den Staaten mit den größten militärischen Streitkräften nach Truppenstärke im Jahr 2022 mit rund zwei Millionen Soldaten, die USA folgt auf Platz 3 mit ca. 1,39 Millionen Einheiten (Statista 2022b). Für die USA sind die chinesischen Versuche, große Gebiete des Meeres im Zuge seines Mare Nostrum Policy zu kontrollieren und somit die Operationen der amerikanischen Navy im ost- und südchinesischen See abzuschrecken besorgniserregend. Washington Gegenentwurf die „Freedom of Navigation Operations“ mit Unterstützung seiner Verbündeten polarisiert die Situation weiter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die globale Rolle Chinas und die Problemstellung des Territorialkonflikts im Südchinesischen Meer, welcher als Forschungsgegenstand definiert wird.

2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung des klassischen Realismus nach Morgenthau und des Neorealismus nach Waltz sowie Herleitung einer Arbeitsdefinition von Macht nach Max Weber.

3. Chinas Agieren im Südchinesischen Meer: Untersuchung der spezifischen Konfliktfelder, insbesondere die Militarisierung, die Sicherung fossiler Rohstoffe und Fischbestände sowie die Bedeutung der Handelsrouten.

4. Analyse Ergebnisse: Verknüpfung der empirischen Erkenntnisse mit der neorealistischen Theorie zur Erklärung von Chinas Machtstrategie.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Hypothese und Einschätzung der zukünftigen Rolle Chinas als Weltmacht in einem potenziell multipolaren System.

Schlüsselwörter

Südchinesisches Meer, China, ASEAN, Realismus, Neorealismus, Machtpolitik, Militarisierung, Rohstoffsicherung, Handelsrouten, Hegemonie, Sicherheitsdilemma, territoriale Ansprüche, Geopolitik, Weltmacht, Außenpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert das Verhalten der Volksrepublik China im Südchinesischen Meer und bewertet dessen territoriale und militärische Ambitionen im Kontext internationaler politischer Machtstrukturen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der militärischen Aufrüstung, der Sicherung strategischer Rohstoffe und der wirtschaftlichen Bedeutung der dort verlaufenden Seehandelsrouten.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie sich Chinas Agieren gegenüber den ASEAN-Staaten im Südchinesischen Meer anhand realistischer Theorieansätze erklären lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse auf Basis der Großtheorien des Realismus und Neorealismus durchgeführt, wobei aktuelle Daten und geopolitische Ereignisse in die Untersuchung einfließen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die militärischen Entwicklungen, die ökonomische Rohstoffsicherung sowie die Analyse der internationalen Handelsrouten und der damit verbundenen Konflikte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Machtressourcen, Realismus, Sicherheitsdilemma, Multipolarität und regionale Hegemonie.

Welche Rolle spielt der Neorealismus in Bezug auf Chinas Militärstrategie?

Der Neorealismus interpretiert das militärische Aufrüsten Chinas nicht als Selbstzweck, sondern als Sicherheitsmaximierung im anarchischen internationalen System, das den Erhalt der Autonomie garantieren soll.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Fischereirechte im Konflikt?

Fisch wird nicht nur als Nahrungsmittel, sondern als unterschätzter Destabilisator (Food-Power) betrachtet, der zur Durchsetzung territorialer Hoheitsansprüche in Ausschließlichen Wirtschaftszonen genutzt wird.

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Details

Title
Chinas Agieren gegenüber der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN). Konkurrierende Gebietsansprüche im Südchinesisches Meer
College
University of Hagen
Grade
2,3
Author
Elisabeth Bergmann (Author)
Publication Year
2022
Pages
16
Catalog Number
V1289455
ISBN (PDF)
9783346749161
ISBN (Book)
9783346749178
Language
German
Tags
chinas agieren association southeast asian nations asean konkurrierende gebietsansprüche südchinesisches meer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Elisabeth Bergmann (Author), 2022, Chinas Agieren gegenüber der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN). Konkurrierende Gebietsansprüche im Südchinesisches Meer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289455
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