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Legalisierung der aktiven Sterbehilfe. Eine moralische Betrachtung

Titel: Legalisierung der aktiven Sterbehilfe. Eine moralische Betrachtung

Hausarbeit , 2019 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Debatte rund um die Thematik aktive Sterbehilfe. Hierbei gilt es die Argumentationsstränge darzulegen und die einzelnen Positionen mit Beispielen zu belegen. Zunächst werden hierfür die einzelnen Formen und Arten von Sterbehilfe erläutert, um eine begriffliche Differenzierung für eine sinnvolle Diskussion zu schaffen. Anschließend dazu, wird sich der Frage gewidmet, wie der Tod definiert und wann von jenem gesprochen werden kann. Im weiteren Verlauf werden die Unterschiede in Bezug auf die Gesetzeslage in Deutschland, Schweiz und der Niederlande dargestellt. Denn in jüngster Vergangenheit waren speziell die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe in den Niederlanden und die öffentlichkeitswirksamen Initiativen der Schweizer Sterbehilfe-Vereine wie "Exit" und "Dignitas" Gegenstand der Debatten. Kapitel 4 widmet sich der moralischen Betrachtung dieser Debatte selbst. Aufgrund einer unüberschaubaren Vielzahl an Positionierungen, Meinungsäußerungen und Stellungnahmen zum Thema Sterbehilfe werden hier jeweils nur ausgewählte Autor:innen angeführt. Nachdem die Pro- und Kontraargumente erörtert wurden, folgt ein abschließendes Fazit, welches eine kurze Zusammenfassung und einen Ausblick enthält.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. DEFINITIONEN UND EINGRENZUNG

2.1 Sterbehilfe

2.2 Tod aus medizinischer Sicht

3. RECHTSGRUNDLAGE: DEUTSCHLAND VS. SCHWEIZ VS. NIEDERLANDE

4. DEBATTE UM DIE LEGALISIERUNG DER AKTIVEN STERBEHILFE

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Debatte um die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe aus einer moralischen Perspektive, analysiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden und beleuchtet die zentralen Pro- und Kontra-Argumente. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie die aktive Sterbehilfe moralisch bewertet werden kann und welche Faktoren für das Verständnis von Sterben und Tod in diesem Kontext ausschlaggebend sind.

  • Begriffsbestimmung der verschiedenen Formen der Sterbehilfe
  • Medizinische Definitonen von Tod und Sterbeprozess
  • Rechtsvergleich zwischen Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden
  • Moralphilosophische Analyse und Argumentationslinien
  • Diskussion des Arzt-Patienten-Verhältnisses und der Autonomie

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Der Tod ist noch das schlimmste nicht, vielmehr den Tod ersehnen und nicht sterben dürfen“ (Sophokles, Elektra Übersetzung von Schork) – dieser Gedanke herrscht wohl in vielen Menschen, die aufgrund von Krankheiten unerträglich leiden müssen, nicht mehr selbständig leben und sich versorgen können oder gar abhängig von lebensverlängernden Maschinen sind. Wenn dies der Fall ist, ist dann die Hilfe zum Suizid die Lösung? Durch die öffentliche Debatte um die Sterbehilfe stellen sich immer mehr Menschen die Frage nach dem eigenen Tod. Legalisierung der Sterbehilfe ist ein stark diskutiertes Thema in Europa. In Deutschland ist die aktive Sterbehilfe strengstens verboten. Im deutschsprachigen Raum herrscht aktuelle Übereinstimmung lediglich über die Zulässigkeit der passiven Sterbehilfe. Über die aktive Sterbehilfe wird allerdings kontrovers diskutiert.

Klaus Feldmann stellt fest, dass die Debatte von den „Gratwanderungen zwischen scheinbar von allen gewünschter Lebensverlängerung und angeblich von ganz wenigen erlehter Lebensverkürzung, zwischen ‚natürlichem‘ und ‚künstlichem‘ bzw. gemachtem Sterben, zwischen ge- und verbotener Sterbehilfe, zwischen kurativer und palliativer Professionalität, zwischen Luxussterben und unwürdigstem Sterben, zwischen Fremd- und Selbstbestimmung, zwischen Fürsorge und Folter, zwischen legitimen und nicht bzw. weniger legitimen Deutungen, Entscheidungen, Verfahrensweisen und Verletzungen [handelt]“ (Feldmann 2012, S. 7 [Anmerk. J.H.]).

Die vorliegende Arbeit Legalisierung der aktiven Sterbehilfe. Eine moralische Betrachtung beschäftigt sich mit dieser Debatte rund um die Thematik aktive Sterbehilfe. Hierbei gilt es die Argumentationsstränge darzulegen und die einzelnen Positionen mit Beispielen zu belegen. Zunächst werden hierfür die einzelnen Formen und Arten von Sterbehilfe erläutert, um eine begriffliche Differenzierung für eine sinnvolle Diskussion zu schaffen. Anschließend dazu, wird sich der Frage gewidmet, wie der Tod definiert und wann von jenem gesprochen werden kann. Im weiteren Verlauf werden die Unterschiede in Bezug auf die Gesetzeslage in Deutschland, Schweiz und der Niederlande dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einleitung in die Thematik der Sterbehilfe sowie Darstellung des moralischen Spannungsfeldes und der Zielsetzung der Arbeit.

2. DEFINITIONEN UND EINGRENZUNG: Erläuterung der verschiedenen Arten der Sterbehilfe und medizinische Definitionen des Todes, um eine einheitliche Grundlage für die weitere Diskussion zu schaffen.

2.1 Sterbehilfe: Abgrenzung der passiven von der aktiven Sterbehilfe sowie Unterteilung in freiwillige, nicht-freiwillige und unfreiwillige Formen.

2.2 Tod aus medizinischer Sicht: Definition und Abgrenzung von klinischem Tod, Hirntod und biologischem Tod zur Klärung der medizinischen Voraussetzungen.

3. RECHTSGRUNDLAGE: DEUTSCHLAND VS. SCHWEIZ VS. NIEDERLANDE: Darstellung und Vergleich der unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen zum Umgang mit Sterbehilfe in den drei genannten Ländern.

4. DEBATTE UM DIE LEGALISIERUNG DER AKTIVEN STERBEHILFE: Ausführliche Erörterung der ethischen Argumente für und gegen die Legalisierung, basierend auf philosophischen Positionen.

5. FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung der Debatte und der Erkenntnis, dass die Entscheidung für oder gegen aktive Sterbehilfe eine individuelle moralische Gewichtung erfordert.

Schlüsselwörter

Sterbehilfe, Aktive Sterbehilfe, Passive Sterbehilfe, Sterben, Suizid, Tötung auf Verlangen, Patientenautonomie, Medizinische Ethik, Thanatologie, Rechtslage, Moral, Lebensverlängerung, Patientenverfügung, Selbstbestimmung, Palliative Versorgung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der komplexen moralischen und rechtlichen Debatte rund um die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe in Europa.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Definitionen von Sterbehilfe und Tod, den internationalen Rechtsvergleich zwischen Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden sowie die ethischen Pro- und Kontra-Argumente.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Argumentationslinien zur aktiven Sterbehilfe darzulegen, die rechtlichen Unterschiede zu beleuchten und die moralische Dimension einer Tötung auf Verlangen kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse, bei der Argumentationsstränge aus der Fachliteratur und philosophische Positionen (u.a. von Young, Rachels und Birnbacher) gegenübergestellt und bewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Neben der Klärung medizinischer Begriffe (z.B. Hirntod) analysiert der Hauptteil die Gesetzeslagen der drei Vergleichsländer und diskutiert spezifische ethische Argumente wie die Autonomie des Patienten, die Pflicht des Arztes und das Slippery-Slope-Argument.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Sterbehilfe, Autonomie, Tötung auf Verlangen, Palliative Ethik, Patientenverfügung und Rechtsvergleich.

Wie unterscheidet sich die Rechtslage in der Schweiz von der in Deutschland?

Während in Deutschland die aktive Sterbehilfe strengstens verboten ist, ist in der Schweiz die „Beihilfe zum Suizid“ unter bestimmten Bedingungen straffrei, sofern keine selbstsüchtigen Beweggründe vorliegen.

Welche Sorgfaltsbedingungen gelten in den Niederlanden für aktive Sterbehilfe?

In den Niederlanden ist Tötung auf Verlangen unter strikten Auflagen erlaubt, etwa wenn der Patient sein Leiden als unerträglich empfindet, eine unabhängige Zweitmeinung vorliegt und der Zustand unheilbar ist.

Was ist das „Slippery-Slope-Argument“?

Es ist die Befürchtung, dass die Legalisierung der freiwilligen Sterbehilfe dazu führen könnte, dass moralische Hemmschwellen sinken und in der Folge auch nicht-freiwillige Tötungshandlungen akzeptiert werden könnten.

Wie bewerten Philosophen wie Rachels den Unterschied zwischen Tötung und Sterbenlassen?

James Rachels argumentiert, dass der moralische Unterschied zwischen aktivem Töten und passivem Sterbenlassen oft nicht so wesentlich ist, wie er scheint, da in beiden Fällen das Motiv der Hilfe im Vordergrund steht.

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Details

Titel
Legalisierung der aktiven Sterbehilfe. Eine moralische Betrachtung
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Veranstaltung
Seminar: Sterben und Tod
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
15
Katalognummer
V1289653
ISBN (PDF)
9783346752499
ISBN (Buch)
9783346752505
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sterbehilfe Legalisierung Rechtsgrundlage Debatte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Legalisierung der aktiven Sterbehilfe. Eine moralische Betrachtung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289653
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Leseprobe aus  15  Seiten
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