Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Debatte rund um die Thematik aktive Sterbehilfe. Hierbei gilt es die Argumentationsstränge darzulegen und die einzelnen Positionen mit Beispielen zu belegen. Zunächst werden hierfür die einzelnen Formen und Arten von Sterbehilfe erläutert, um eine begriffliche Differenzierung für eine sinnvolle Diskussion zu schaffen. Anschließend dazu, wird sich der Frage gewidmet, wie der Tod definiert und wann von jenem gesprochen werden kann. Im weiteren Verlauf werden die Unterschiede in Bezug auf die Gesetzeslage in Deutschland, Schweiz und der Niederlande dargestellt. Denn in jüngster Vergangenheit waren speziell die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe in den Niederlanden und die öffentlichkeitswirksamen Initiativen der Schweizer Sterbehilfe-Vereine wie "Exit" und "Dignitas" Gegenstand der Debatten. Kapitel 4 widmet sich der moralischen Betrachtung dieser Debatte selbst. Aufgrund einer unüberschaubaren Vielzahl an Positionierungen, Meinungsäußerungen und Stellungnahmen zum Thema Sterbehilfe werden hier jeweils nur ausgewählte Autor:innen angeführt. Nachdem die Pro- und Kontraargumente erörtert wurden, folgt ein abschließendes Fazit, welches eine kurze Zusammenfassung und einen Ausblick enthält.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- DEFINITIONEN UND EINGRENZUNG
- STERBEHILFE
- TOD AUS MEDIZINISCHER SICHT
- RECHTSGRUNDLAGE: DEUTSCHLAND VS. SCHWEIZ VS. NIEDERLANDE
- DEBATTE UM DIE LEGALISIERUNG DER AKTIVEN STERBEHILFE
- FAZIT
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Debatte rund um die Thematik der aktiven Sterbehilfe und untersucht die verschiedenen Argumentationsstränge und Positionen. Ziel ist es, die verschiedenen Formen der Sterbehilfe zu erläutern und die Unterschiede in der Rechtslage zwischen Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden aufzuzeigen. Darüber hinaus wird die moralische Dimension der Debatte beleuchtet und die Pro- und Kontraargumente analysiert.
- Definition und Abgrenzung der verschiedenen Arten der Sterbehilfe
- Die medizinische Definition des Todes
- Rechtslage und Unterschiede in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden
- Moralische Argumente für und gegen die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe
- Zusammenfassende Analyse der Debatte und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die aktuelle Debatte um die Sterbehilfe in Deutschland dar und führt in die Thematik ein. Das zweite Kapitel definiert die verschiedenen Formen der Sterbehilfe und beleuchtet die Unterschiede zwischen passiver und aktiver Sterbehilfe sowie zwischen freiwilliger, nicht-freiwilliger und unfreiwilliger Sterbehilfe. Kapitel 2.2 beschäftigt sich mit der medizinischen Definition des Todes und erläutert die verschiedenen Stadien des Todes (klinischer Tod, Hirntod, biologischer Tod). Im dritten Kapitel werden die rechtlichen Unterschiede in Bezug auf die Sterbehilfe in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden dargestellt. Das vierte Kapitel beleuchtet die moralische Debatte um die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe, indem es ausgewählte Argumente für und gegen eine Legalisierung diskutiert.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Sterbehilfe, aktive Sterbehilfe, passive Sterbehilfe, Tod, medizinische Definition des Todes, Rechtslage, Deutschland, Schweiz, Niederlande, moralische Debatte, Pro- und Kontraargumente, Legalisierung, Selbstbestimmung, Patientenverfügung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Sterbehilfe?
Aktive Sterbehilfe ist die gezielte Herbeiführung des Todes durch eine andere Person. Passive Sterbehilfe bezeichnet den Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen (z.B. Abschalten von Geräten).
Wie unterscheidet sich die Rechtslage in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden?
In den Niederlanden ist aktive Sterbehilfe unter strengen Auflagen legal. In der Schweiz ist vor allem der assistierte Suizid (Dignitas, Exit) bekannt, während in Deutschland die Debatte um die rechtliche Neuregelung sehr restriktiv geführt wird.
Wie wird der Tod aus medizinischer Sicht definiert?
Die Medizin unterscheidet zwischen dem klinischen Tod (Herz-Kreislauf-Stillstand), dem Hirntod (irreversibler Ausfall aller Hirnfunktionen) und dem biologischen Tod.
Was sind die Hauptargumente für eine Legalisierung der aktiven Sterbehilfe?
Befürworter führen vor allem das Recht auf Selbstbestimmung des Patienten und die Vermeidung von unerträglichem Leiden als zentrale moralische Gründe an.
Welche moralischen Bedenken gibt es gegen die aktive Sterbehilfe?
Kritiker fürchten eine „Dammbruch-Gefahr“, bei der altersschwache oder kranke Menschen sich zur Sterbehilfe gedrängt fühlen könnten, sowie einen Verstoß gegen die Unantastbarkeit des Lebens.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2019, Legalisierung der aktiven Sterbehilfe. Eine moralische Betrachtung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289653