Diese Arbeit dreht sich um den Sprachwandel vom "linguistic turn" zu dem "symbolic/semiotic turn", welcher sich wiederum zum "media turn" tansformierte. Wie dieser Wandel detailliert zustande kam, untersucht die vorliegende Arbeit. Dabei wird zunächst auf die Begriffsbestimmungen von Medium und Symbol eingegangen, um anschließend die Transformation vom "linguistic turn" bis zum schlussendlichen "media turn" verständlich darzulegen. Im nächsten Schritt wird darauf eingegangen, inwieweit Cassirer zu dieser Wende beigetragen hat und wie seine Philosophie der symbolischen Formen in der Medienphilosophie zu verorten ist. Im darauf folgenden Fazit werden zusammenfassend alle wichtigen Aspekte der Arbeit aufgezeigt und weitere mögliche Forschungsthemen vorgeschlagen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Sprache als Medium
2.1 Begriffsbestimmungen Medium und Symbol
2.2. Der Wandel vom „linguistic“ zum „media turn“
3. Cassirers Philosophie der symbolischen Formen
4. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht den philosophischen Wandel vom „linguistic turn“ zum „media turn“ und analysiert in diesem Kontext die Philosophie der symbolischen Formen von Ernst Cassirer. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und warum sich das Verständnis von Denken von einer rein sprachgebundenen hin zu einer symbolisch-medialen Konzeption entwickelt hat.
- Grundlagen der Begriffsbestimmungen von Medium und Symbol
- Analyse des Wandels vom sprachlichen zum medialen Paradigma
- Ernst Cassirers Beitrag zur Philosophie der symbolischen Formen
- Die Verknüpfung von Medienphilosophie und Kulturphilosophie
- Die Rolle des Menschen als animal symbolicum
Auszug aus dem Buch
Die Sprache als Medium
In den folgenden Kapiteln werden zunächst die Begriffe „Medium“ und „Symbol“ näher bestimmt, um anschließend den Wandel der Sprache im Bezug auf den „linguistic turn“ bis schließlich zum „media turn“ zu erläutern.
2.1 Begriffsbestimmungen Medium und Symbol
Im alltäglichen Gebrauch fällt die Bestimmung des Begriffs „Medium“ leicht, denn als Beispiel wird gerne ein Fernseher oder ein Magazin genannt. Jedoch trägt das nicht der Definition bei, denn hinter dem Begriff steckt viel mehr. Ursprünglich kommt der Begriff Medium aus dem Lateinischen (medius) und bedeutet so viel wie „in der Mitte, vermittelnd“. Laut dem Wörterbuch Brockhaus versteht man unter dem Medium lediglich ein „Kommunikationsmittel zur Verbreitung von Informationen durch Zeichen und Bilder (Fotographie), Rede, Druck (Buch und Presse), Film, Rundfunk (Hörfunk und Fernsehen), Schallplatte und [...] Tonband [...].“ Demzufolge wird das Medium mit einem Informationsmedium gleichgestellt, welches als Träger fungiert.
Roland Posner, ein Semiotiker und Linguist, beschreibt das Medium als „[...] ein System von Mitteln für die Produktion, Distribution und Rezeption von Zeichen, das den in ihm erzeugten Zeichenprozessen bestimmt gleichbleibende Beschränkungen auferlegt.“ Trotz vieler unterschiedlicher Definitionen haben alle eine Aussage gemein und zwar, dass der Begriff Medium immer für ein Objekt oder ein Phänomen verwendet wird, welches stets die Rolle eines Mittels der Vermittlung übernimmt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Medienphilosophie ein und erläutert den Wandel von einer sprachzentrierten Sichtweise hin zur Erkenntnis, dass menschliches Denken symbolisch-medial geprägt ist.
2. Die Sprache als Medium: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe Medium und Symbol und beschreibt den theoretischen Paradigmenwechsel vom „linguistic turn“ zum „media turn“.
3. Cassirers Philosophie der symbolischen Formen: Der Abschnitt analysiert Cassirers Konzept des Menschen als animal symbolicum und zeigt auf, wie seine Philosophie zur Begründung der Medienphilosophie beitragen kann.
4. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und bekräftigt die These, dass Symbol- und Mediensysteme auf der gleichen Grundstruktur basieren.
Schlüsselwörter
Medienphilosophie, Symbol, Medium, linguistic turn, media turn, Ernst Cassirer, Philosophie der symbolischen Formen, animal symbolicum, Zeichensysteme, Kulturphilosophie, Kommunikation, Sprachkritik, Sinnzusammenhang, Erkenntnistheorie, Medialität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung der Medienphilosophie und untersucht, wie sich die philosophische Betrachtung von Sprache und Symbolen hin zu einer umfassenden Medientheorie gewandelt hat.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinitionen von "Medium" und "Symbol", der philosophische Wandel durch die sogenannten "Turns" sowie Ernst Cassirers Philosophie der symbolischen Formen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie sich der "linguistic turn" zum "media turn" entwickelt hat und inwiefern Cassirers Wirken als wichtige Basis für die heutige Medienphilosophie verstanden werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf der kritischen Auswertung medienphilosophischer und kulturwissenschaftlicher Literatur basiert.
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung von Medium und Symbol, die Analyse der verschiedenen "Turns" in der Philosophie und die detaillierte Untersuchung von Cassirers Theorie.
Welche Schlagworte charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Medienphilosophie, Symboltheorie, Medialität, Paradigmenwechsel und animal symbolicum beschreiben.
Warum ist die Definition des Begriffs "Symbol" bei Cassirer für diese Arbeit so bedeutend?
Cassirers Definition ist essenziell, da er Symbole nicht als statische Abbilder sieht, sondern als veränderliche, sinnstiftende Prozesse, die eine Brücke zwischen materiellen Trägern und geistiger Bedeutung schlagen.
Inwiefern beeinflusst der "media turn" unser Verständnis vom Denken?
Der "media turn" verdeutlicht, dass menschliches Denken nicht autonom existiert, sondern stets durch Medien und Zeichensysteme strukturiert und determiniert ist.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2018, Sprache als Medium. Vom "linguistic" zum "media turn" und der Einfluss Cassirers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289662