In dieser Arbeit sollen fünf Ortsnamen besprochen und in ihrer historischen Entwicklung sowie Etymologie dargestellt werden. Dies ist natürlich nur sehr exemplarisch, aber natürlich kann kein umfassendes Gesamtwerk der Hofer Region in einer Hausarbeit an dieser Stelle vorgelegt werden. So soll es bei einem schlaglichtartigen Überblick über ausgewählte Orte bleiben, bevor im Schluss diese Erkenntnisse in die – der Forschung bekannten – Besiedlungsgeschichte versucht werden einzuhängen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zielstellung
3. Methode
4. Hauptteil
4.1 Hof
4.2 Rehau
4.3 Schwarzenbach am Wald
4.4 Döbra
4.5 Prex
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die historische Entwicklung und Etymologie von fünf ausgewählten Ortsnamen im Hofer Land zu untersuchen und exemplarisch darzustellen, um diese Erkenntnisse in den Kontext der regionalen Besiedlungsgeschichte einzuordnen.
- Historische Etymologie von Ortsnamen in Oberfranken
- Genese der Besiedlung des Hofer Landes
- Analyse von slawischen und deutschen Spracheinflüssen auf regionale Oikonyme
- Vergleichende Untersuchung geografischer Standortfaktoren bei Siedlungsgründungen
- Diskussion archäologischer und schriftlicher Quellen zur mittelalterlichen Siedlungsgeschichte
Auszug aus dem Buch
4.1 Hof
Der größte Ort und namensgebend für die hier zu behandelnde Region ist die freie Kreisstadt Hof an der Saale. Die älteste erwähnte Siedlung hieß um 1160 Rekinzi und 1194 Reginzi. Im Jahr 1214 wurde dieser Ort im Testament des Plebans Albert de Rekkenze als Rekkenze genannt. Namensgebend war das Hydronym Regnitz. Problematisch ist hierbei allerdings, dass dieser Gewässername zweimal innerhalb des heutigen Stadtgebietes vorkommt: Südliche und nördliche Regnitz. Beide Mündungen in die Saale sind aber über 2,5 km von der Keimzelle der späteren Stadt entfernt, während die Saale direkt daran vorbeifließt, mitsamt einer Furt, die sicherlich auch ein Grund für die Anlage der Siedlung an dieser Stelle war. Um diese Diskrepanz zu erklären, interpretiert zum Beispiel Adelheid Weißer, dass die Saale in der Hofer Region im Hochmittelalter noch Regnitz genannt wurde. Dafür fand sie auch einen Beleg in den Quellen, denn es wird noch 1436 die „stad zum Hofe an der Regnitz gelegen“ erwähnt. Saale wird der Fluss erst ab Ende des 15. Jahrhunderts genannt. Bis zu dieser Zeit hatten Fluss, Stadt und Region allerdings alle noch einen an Regnitz angelehnten Namen. Die Erwähnung von 1230 „in Franconia et in Rekkinz“ bezog sich nämlich auf das Gebiet um den Hauptort, das heutige Hof, aus dem der Zehnt verschenkt wurde.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die geografische Lage des Hofer Landes und erläutert die späte Besiedlung der Region aufgrund ungünstiger Standortfaktoren.
2. Zielstellung: Definiert das Vorhaben, die historische Entwicklung und Etymologie fünf ausgewählter Ortsnamen exemplarisch aufzuarbeiten.
3. Methode: Erläutert die Vorgehensweise der Recherche, die aufgrund begrenzter Literatur auf bekannte Orte fokussiert wurde und eine geografische Einordnung sowie etymologische Analyse verfolgt.
4. Hauptteil: Untersucht detailliert die Entstehungsgeschichte und Namensherkunft der Orte Hof, Rehau, Schwarzenbach am Wald, Döbra und Prex.
5. Zusammenfassung: Fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet sie als stimmig in das bekannte Bild der Besiedlungsgeschichte des Hofer Raumes ein.
Schlüsselwörter
Hofer Land, Ortsnamenforschung, Etymologie, Besiedlungsgeschichte, Regnitz, Siedlung, Mittelalter, Oberfranken, Oikonym, Waldrodung, Slawische Einflüsse, Toponyme, Frankenwald, Saale, Landesausbau.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der historischen Etymologie und der Siedlungsgenese von fünf spezifischen Ortsnamen im Hofer Land.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Im Zentrum stehen die Sprachwissenschaft (Etymologie), die Regionalgeschichte des Hofer Raumes sowie die Analyse mittelalterlicher Siedlungsbewegungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist eine exemplarische Erforschung der Namensherkunft, um diese in den breiteren wissenschaftlichen Kontext der regionalen Besiedlungsgeschichte zu integrieren.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Der Autor nutzt eine literaturgestützte Analyse, die geografische Einordnungen, das Studium älterer Urkunden und den Vergleich etymologischer Deutungsansätze kombiniert.
Was beinhaltet der Hauptteil genau?
Der Hauptteil gliedert sich in fünf Fallbeispiele (Hof, Rehau, Schwarzenbach am Wald, Döbra, Prex), für die jeweils die Entwicklung der Ortsnamen bis zur heutigen Form aufgezeigt wird.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Siedlungsgeschichte, oberfränkische Toponomastik sowie die Unterscheidung zwischen slawischen und germanischen Einflüssen.
Warum wird im Fall von Hof eine Diskrepanz bei der Namensdeutung diskutiert?
Da der historische Name „Regnitz“ nicht direkt mit dem heutigen Flussverlauf der Saale korrespondiert, muss die Historie der Flussbenennungen im Mittelalter zur Klärung herangezogen werden.
Welche besondere Hypothese wird bezüglich des Ortes Prex aufgestellt?
Der Autor evaluiert kritisch die slawische Deutung von Prex als „Übergang“ und bevorzugt die germanische Ableitung von „Brak“ (Sumpf), gestützt durch lokale Flurnamen und landschaftliche Gegebenheiten.
- Arbeit zitieren
- Dominik Faber (Autor:in), 2019, Historische Ortsnamen aus dem Hofer Land, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1289959