Der anhaltende Konzentrations- und Konsolidierungsprozess für Unternehmen der Handelsbranche führt zu einer Verschärfung der Wettbewerbsintensität. Ein differenziertes und kundenorientiertes Sortimentsmanagement zur Erhöhung des Umsatzes setzt jedoch genaue Prognosen von Kaufverhalten und Nachfrage voraus. Dabei hilft Unternehmen der Einsatz von Business Intelligence Systemen, kurz BI-Systemen, denn eine zielgruppenspezifische Preis- und Sortimentsgestaltung beginnt mit einer Analyse relevanter Daten.
Der Sinn eines Data-Warehouse-Systems ist die Zusammenführung verschiedener Quellen unterschiedlicher Datenformate zu einem Daten-Pool und einer gleichzeitigen Gewährleistung der Datenaktualität durch eine dauerhafte Synchronisation der Daten mit den Ursprungssystemen wie einem CRM- oder ERP-System. Für die Datenanalyse können Data-Mining-Tools eingesetzt werden, welche das Data Warehouse nutzen und Trends, Zusammenhänge oder auch Nachfrage- und Verhaltensprofile analysieren.
Die Unternehmensberatung UB ist auf die Beratung von Handelsunternehmen im Bereich Business Intelligence spezialisiert. Das mittelständische Handelsunternehmen BioFood beauftragte UB mit der Initiierung eines Beratungsprojekts für die Planung eines zukunftsfähigen BI-Systems, welches der Erlangung entsprechender Wettbewerbsvorteile durch Informationsvorsprünge sowie der Ansprache spezieller Kundengruppen mithilfe von personalisierter Werbung dienen soll.
Die Entwicklung eines BI-Systems ist ein komplexes IT-Projekt und bedarf einer strukturierten Vorgehensweise, wenngleich die Vielzahl vorhandener Vorgehensmodelle die geeignete Auswahl eines Modells erschwert. Dennoch ist die Auswahl eines Projektvorgehens essenziell für den Erfolg eines BI-Projekts. Im Rahmen der Fallstudie werden zunächst die Besonderheiten von BI-Projekten identifiziert und erläutert sowie allgemeine Vorgehensmodelle beschrieben.
Es folgt eine Diskussion, inwiefern diese Modelle im Einzelnen für die Durchführung von BI-Projekten geeignet sind und eine Analyse BI-spezifischer Vorgehensmodelle. Die sich daraus ergebenden Informationen dienen als Grundlage für eine Entwicklung entsprechender Auswahlkriterien, mit welchen eine nachvollziehbare Auswahl von BI-Vorgehensmodellen ermöglicht wird.
Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Besonderheiten von BI-Projekten
- 3. Vorgehensmodelle
- 3.1. Klassische Vorgehensmodelle
- 3.1.1. Beschreibung
- 3.1.2. Eignung für BI-Projekte
- 3.2. Iterative und iterativ-inkrementelle Vorgehensmodelle
- 3.2.1. Beschreibung
- 3.2.2. Eignung für BI-Projekte
- 3.3. Agile Vorgehensmodelle
- 3.3.1. Beschreibung
- 3.3.2. Eignung für BI-Projekte
- 3.4. BI-spezifische Vorgehensmodelle
- 3.1. Klassische Vorgehensmodelle
- 4. Auswahlkriterien für BI-Vorgehensmodelle
- 5. Abschluss
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Fallstudie "BioFood" untersucht die Herausforderungen der Planung und Implementierung eines Business Intelligence (BI)-Systems für ein mittelständisches Handelsunternehmen. Ziel ist es, die Besonderheiten von BI-Projekten im Vergleich zu anderen IT-Projekten aufzuzeigen und verschiedene Vorgehensmodelle hinsichtlich ihrer Eignung für die Durchführung von BI-Projekten zu bewerten.
- Besonderheiten von BI-Projekten
- Vorgehensmodelle für BI-Projekte
- Eignung von klassischen, iterativen und agilen Vorgehensmodellen für BI-Projekte
- BI-spezifische Vorgehensmodelle
- Entwicklung von Auswahlkriterien für BI-Vorgehensmodelle
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Kontext der Fallstudie "BioFood" vor und erläutert die Bedeutung von Business Intelligence für Handelsunternehmen. Kapitel 2 untersucht die Besonderheiten von BI-Projekten, die sie von anderen IT-Projekten abgrenzen. Dazu gehören die Beteiligung mehrerer Unternehmensbereiche, die Diversität der Datenquellen und die Anforderungen an die Datenqualität. Kapitel 3 präsentiert verschiedene Vorgehensmodelle, darunter klassische, iterative und agile Ansätze. Die Eignung dieser Modelle für BI-Projekte wird diskutiert. Außerdem werden BI-spezifische Vorgehensmodelle betrachtet. Kapitel 4 befasst sich mit der Entwicklung von Auswahlkriterien für BI-Vorgehensmodelle. Die Erkenntnisse aus den vorherigen Kapiteln dienen als Grundlage für die Entwicklung einer nachvollziehbaren Methode zur Auswahl eines geeigneten Vorgehensmodells.
Schlüsselwörter
Die Fallstudie "BioFood" beleuchtet die Themen Business Intelligence (BI), BI-Projekte, Vorgehensmodelle, Datenqualität, Data Warehouse, BI-Readiness, BI Competence Center (BICC), und Auswahlkriterien.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Ziel des Business Intelligence Projekts bei BioFood?
Ziel ist die Planung eines zukunftsfähigen BI-Systems, um Wettbewerbsvorteile durch bessere Datenanalysen, personalisierte Werbung und genauere Nachfrageprognosen zu erlangen.
Welche Rolle spielt ein Data Warehouse in diesem Prozess?
Ein Data Warehouse führt Daten aus verschiedenen Quellen (wie CRM oder ERP) zusammen und synchronisiert sie dauerhaft, um eine verlässliche Datenbasis für Analysen zu schaffen.
Warum sind agile Vorgehensmodelle für BI-Projekte interessant?
Die Arbeit diskutiert die Eignung agiler Ansätze, da BI-Projekte oft komplex sind und sich Anforderungen während der Entwicklung ändern können.
Was sind typische Besonderheiten von BI-Projekten?
Dazu gehören die Beteiligung vieler Unternehmensbereiche, die hohe Diversität der Datenquellen und die kritische Bedeutung der Datenqualität.
Was ist ein BICC?
Ein BI Competence Center (BICC) ist eine Organisationseinheit, die das Wissen und die Standards für Business Intelligence im Unternehmen bündelt.
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- Anonym (Autor), 2022, Initiierung eines Beratungsprojekts für die Planung eines zukunftsfähigen BI-Systems für BioFood, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1290092