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Verschwindet 'man' aus dem Wortschatz? Eine Betrachtung des Pronomens 'man' als Sprachwandelphänomen und aus feministischer Perspektive

Titel: Verschwindet 'man' aus dem Wortschatz? Eine Betrachtung des Pronomens 'man' als Sprachwandelphänomen und aus feministischer Perspektive

Hausarbeit , 2020 , 32 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Frederike Gadeberg (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Kontext einer Arbeit im Bereich historischer Sprachwissenschaft verhandelt dieser Text 'man' als ein sprachhistorisches Phänomen. Der Fokus liegt hierbei auf seiner Verlaufskurve und damit einhergehenden Hypothesen über den Wegfall von 'man'.

Die feministische und grammatische Perspektive zum Pronomen werden dennoch nicht ausgeblendet, sondern bilden gemeinsam das Theoriekapitel. Auf der Grundlage eines theoretischen Abrisses zur Morphologie, Syntax und Semantik von man wird daran anschließend ein Kategoriensystem entfaltet, das die deduktiven grammatischen Funktionen von 'man' umfasst. Zufällig ausgewählte Beispiele vier unterschiedlicher Textsorten der Zeitperioden des höchsten und niedrigsten Vorkommens von 'man' bilden den Datenkorpus und werden hinsichtlich ihrer grammatischen und semantischen Funktionen analysiert. Auf welche Weise erscheint 'man' und wie wird es verwendet? Im Sinne einer kritischen Betrachtung von 'man' besteht ein großer Teil der Datenanalyse zudem darin, Alternativen für 'man'-Konstruktionen zu finden und umzusetzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Pronomen man

2.1 Morphologie, Syntax und Semantik

2.2 Sprachhistorischer Hintergrund

2.3 Problematisierung von man aus feministischer Perspektive

3 Korpusanalyse

3.1 Datenauswahl und Analysekriterien

3.2 Analyse und Vergleich der Daten

3.3 Ergebnisdiskussion

3.4 Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund des Sprachwandels und feministischer Sprachbetrachtung

4 Resümee

5 Literaturverzeichnis

7 Anhang

7.1 Kategoriensystems

7.2 Kodierter Datensatz

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Pronomen „man“ als ein Sprachwandelphänomen, wobei der Fokus auf dessen historischer Entwicklung und der Frage liegt, ob und warum das Pronomen an relativer Häufigkeit im deutschen Wortschatz verliert.

  • Analyse der morphologischen, syntaktischen und semantischen Grundlagen von „man“.
  • Untersuchung der Sprachgeschichte und feministischer Sprachkritik am generischen Maskulinum.
  • Empirische Korpusanalyse anhand von Daten aus dem Deutschen Textarchiv und dem DWDS.
  • Vergleichende Untersuchung verschiedener Textklassen zur Identifikation von funktionalen Veränderungen.
  • Diskussion über potenzielle Alternativformulierungen zu man-Sätzen im Deutschen.

Auszug aus dem Buch

Die Problematisierung von man aus feministischer Perspektive

In ihrem Aufsatz arbeitet die Autorin ZIFONUN auf anschauliche Weise die männliche Gestalt des Pronomens man heraus. Damit einhergehend betont sie jedoch, dass man als ein morphologisches Maskulinum nicht „mit dem Bezug auf das männliche Geschlecht gleichzusetzen [sei]. Vielmehr [sei] der Sexusbezug hier ähnlich wie bei der Mensch neutralisiert. Die Begründung für diesen Umstand resultiere historisch aus einer androzentrischen Kultur.

Aus denselben Gründen, die ZIFONUN noch auf neutrale Weise darlegt, problematisieren Akteur*innen der feministischen Sprachwissenschaft das Pronomen man. Denn aus ihrer Perspektive fungiere das morphologische Attribut „männlich“ als Argument dafür, den „generische[n] Gebrauch [von man] prinzipiell infrage“ zu stellen. Der Vorwurf aus feministischer Perspektive scheint gerechtfertigt, denn auch das Suppletivverhältnis von man mit dem Indefinitpronomen einer ergibt sich als problematisch: Es scheint, als stünden beide Pronomen stellvertretend für eine männliche Person oder eine männliche Gruppe. Dies wird in phrasalen Erweiterungen von man-Sätzen deutlich: Man, der man sich seiner selbst bewusst ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Debatte um geschlechtersensible Sprache und positioniert das Pronomen „man“ als grammatisches und soziales Phänomen im Zentrum der Untersuchung.

2 Das Pronomen man: Dieses Kapitel bietet einen theoretischen Abriss zu Morphologie, Syntax und Semantik des Pronomens sowie einen historischen Einblick und eine feministische Einordnung.

3 Korpusanalyse: In diesem Hauptteil wird anhand von Daten aus dem Deutschen Textarchiv und dem DWDS-Korpus die Verwendungshäufigkeit und Funktion von „man“ über zwei Zeitperioden hinweg analysiert.

4 Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert den festgestellten Rückgang des Pronomens im Kontext des Sprachwandels.

7 Anhang: Der Anhang enthält das entwickelte Kategoriensystem sowie den detaillierten kodierten Datensatz für die Korpusanalyse.

Schlüsselwörter

Grammatik, Sprachwandel, Pronomen man, feministische Sprachbetrachtung, Korpusanalyse, Deutsches Textarchiv, DWDS, generisches Maskulinum, Morphologie, Syntax, Semantik, Indefinitpronomen, Sprachgeschichte, Diskurs, Genderlinguistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Pronomen „man“ und der Beobachtung, dass dessen Verwendungshäufigkeit abnimmt, wobei dies aus linguistischer und feministischer Sicht beleuchtet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der grammatischen Einordnung von „man“, dessen historischer Entwicklung und der Kritik am generischen Maskulinum im Kontext der feministischen Linguistik.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob das Pronomen „man“ aus dem Wortschatz verschwindet, ob es sich um ein Sprachwandelphänomen handelt und wie „man“ vor dem Hintergrund feministischer Sprachbetrachtung kritisch zu hinterfragen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine Korpusanalyse, bei der Daten aus dem Deutschen Textarchiv und dem DWDS-Korpus für zwei unterschiedliche Zeitperioden ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung und Problematisierung des Pronomens als auch die empirische Datenauswahl, die Analyse und den Vergleich der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sprachwandel, Genderlinguistik, generisches Maskulinum und Korpusanalyse definiert.

Warum wird dem Aspekt der Satzumstellung so viel Raum gewidmet?

Der Bereich der Satzumstellung ist zentral, da die Arbeit hier untersucht, ob das Deutsche tatsächlich ohne man-Sätze funktionieren könnte und welche alternativen Passiv-Konstruktionen oder Pronomina stattdessen möglich sind.

Welche besondere Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der feministischen Kritik?

Sie kommt zu dem Schluss, dass das „man“-Problem strukturell in der deutschen Sprache verwurzelt ist und die feministische Kritik am generischen Maskulinum durch die morphologische Konstruktion von „man“ legitimiert wird.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Verschwindet 'man' aus dem Wortschatz? Eine Betrachtung des Pronomens 'man' als Sprachwandelphänomen und aus feministischer Perspektive
Note
2,0
Autor
Frederike Gadeberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
32
Katalognummer
V1290546
ISBN (PDF)
9783346757432
ISBN (Buch)
9783346757449
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verschwindet wortschatz eine betrachtung pronomens sprachwandelphänomen perspektive
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Frederike Gadeberg (Autor:in), 2020, Verschwindet 'man' aus dem Wortschatz? Eine Betrachtung des Pronomens 'man' als Sprachwandelphänomen und aus feministischer Perspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1290546
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Leseprobe aus  32  Seiten
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