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Resozialisierung pädophiler Straftäter im Maßregelvollzug NRW. Herausforderungen der forensischen Sozialarbeit

Título: Resozialisierung pädophiler Straftäter im Maßregelvollzug NRW. Herausforderungen der forensischen Sozialarbeit

Tesis (Bachelor) , 2022 , 54 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Trabajo social
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In vorliegender Literaturarbeit befasst sich die Autorin mit der Resozialisierung pädophiler Straftäter im Maßregelvollzug in Nordrhein-Westfalen. Dabei werden die Herausforderungen für die forensische Sozialarbeit dargestellt. Die Fragestellung, inwiefern die Verhältnismäßigkeitserledigung Einfluss auf den Resozialisierungsprozess dieser Patientengruppe hat, wird in diesem Kontext beantwortet.

Sexualstraftäter sind eine stark stigmatisierte Gruppe, der in der Gesellschaft häufig aggressive Vorbehalte entgegengebracht wird. Auch auf politischer Ebene gab es in der Vergangenheit emotionale Äußerungen zu der Thematik. Als Beispiel kann in diesem Kontext ein Zitat des Altbundeskanzlers Gerhard Schröder vom Sommer 2001 genannt werden: „Was die Behandlung von Sexualstraftätern betrifft, komme ich mehr und mehr zu der Auffassung, dass erwachsene Männer, die sich an kleinen Mädchen vergehen, nicht therapierbar sind. Deswegen kann es nur eine Lösung geben: wegschließen – und zwar für immer (Gerhard Schröder in der Bild am Sonntag vom 8.7.2001)“. Diese Aggressionen und Vorbehalte werden durch den fragwürdigen Umgang der Medien mit dem Thema weiter verstärkt. In der Gesellschaft gelten pädosexuelle Taten als ein emotionales Thema. Die angezeigten Straftaten wegen Kindesmissbrauchs blieben in der polizeilichen Kriminalstatistik unverändert hoch. Im Jahr 2020 wurden insgesamt 14 594 Fälle angezeigt. Im Jahr 2021 waren es hingegen 15 507, was einen Anstieg von 6,3 % bedeutet. Diese Zahlen spiegeln jedoch nur das kriminologische Hellfeld wider. Die Taten, die nicht zur Anzeige gebracht wurden, d. h. das Dunkelfeld, wird um einiges höher eingeschätzt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Pädophilie

1.1 Ätiologie

1.1.2 Komorbidität

1.2 Hebephilie

1.3 Pädosexualität

1.4 Sexueller Kindesmissbrauch

2. Pädophilie in den klinischen Klassifikationssystemen ICD-10 und DSM-5

2.1 ICD-10

2.2 DSM-5

3. Typologie für pädosexuelle Täter nach Knight und Prentky

4. Resozialisierung von pädophilen Untergebrachten aus dem Maßregelvollzug

4.1 Resozialisierung

4.2 Der Maßregelvollzug

4.3 Lockerungen

5. Die Verhältnismäßigkeitserledigung und ihre Auswirkung auf die Praxis

6. Behandlungsansätze für Patienten mit einer pädophilen Störung im Maßregelvollzug

6.1 Risk-Need-Responsivity-Modell

6.2 Good-Lives-Modell (GLM)

6.3 Circles of Support and Accountability (CoSa)

7. Soziale Arbeit im Maßregelvollzug

8. Die forensische Nachsorgeambulanz

8.1 Methoden der forensischen Nachsorgeambulanz

8.1.1 Case-Management

8.1.2 Netzwerkarbeit

9. Risikomanagement

9.1 Risikofaktoren und Schutzfaktoren

9.2 KURS

9.3 Krisenintervention nach § 67 h StGB

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen der forensischen Sozialarbeit bei der Resozialisierung pädophiler Straftäter im Maßregelvollzug in Nordrhein-Westfalen, mit einem besonderen Fokus darauf, wie sich die Verhältnismäßigkeitserledigung auf diesen Prozess auswirkt.

  • Herausforderungen in der forensischen Resozialisierung
  • Einfluss der Verhältnismäßigkeitserledigung auf die praktische Arbeit
  • Relevanz von Risikomanagement und therapeutischen Modellen
  • Bedeutung von Case-Management und Netzwerkarbeit
  • Integration in soziale Hilfssysteme und Nachsorgeeinrichtungen

Auszug aus dem Buch

3. Typologie für pädosexuelle Täter nach Knight und Prentky

Tätertypen können als Grundlage für die Beurteilung von Bestrafung, Prävention, Rückfallrisikobewertung und Behandlung dienen, aber auch dazu beitragen, das Problembewusstsein zu schärfen, indem jede Untergruppe mit spezifischen Persönlichkeitsmerkmalen und Motiven definiert wird. Hierdurch wird deutlich, dass es sich um unterschiedliche Täterprofile handelt, die individuelle Rückfallrisiken sowie Ressourcen und Möglichkeiten zur Veränderung mit sich bringen. Jeder Handlungsbereich erfordert eine andere Einordnung. Beispielsweise eignen sich einige Systeme zur Rückfallprognose, während eine auf psychische Störungen fokussierte Typologie als Grundlage für die Behandlungsplanung dienen kann. Kein Klassifizierungssystem ist für alle Anwendungen geeignet (Heyden & Jarosch, 2010, S. 41).

Es liegen mehrere Klassifikationssysteme vor, die teilweise ätiologische Überlegungen aufgreifen. Im Folgenden wird einer der einflussreichsten und am häufigsten diskutierten Typisierungsansätze in der Forschung beschrieben (Niemeczek, 2015, S. 87).

Raymond A. Knight und Robert Alan Prentky veröffentlichten in ihrer Arbeit „A System of Classification of Child Molesters“ ein Klassifikationsmodell für pädophile Täter. Die Klassifizierung basiert auf 177 Straftätern, die wegen Kindesmissbrauchs verurteilt und in einem Behandlungszentrum in Massachusetts behandelt wurden – basierend auf innerhalb der Behandlungszentren erhobenen Daten, wie klinischen Daten, Verhaltensbeobachtungen, Behandlungsberichten, Untersuchungsergebnissen, Gutachten, sowie externen Daten, wie Schul- und Arbeitszeugnissen, Polizeiakten, Gerichtsakten, Führungszeugnis (Knight, Carter & Prentky, 1989, S. 5 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Pädophilie: Definition und Differenzierung pädophiler Orientierungen, inklusive ätiologischer Theorien und komorbider Störungen.

2. Pädophilie in den klinischen Klassifikationssystemen ICD-10 und DSM-5: Erläuterung der diagnostischen Kriterien gemäß der internationalen Klassifikationssysteme.

3. Typologie für pädosexuelle Täter nach Knight und Prentky: Vorstellung des Klassifikationsmodells, das Täter anhand von Fixierung und Kontakthäufigkeit kategorisiert.

4. Resozialisierung von pädophilen Untergebrachten aus dem Maßregelvollzug: Untersuchung des Resozialisierungskonzepts, rechtlicher Grundlagen und des Maßregelvollzugs.

5. Die Verhältnismäßigkeitserledigung und ihre Auswirkung auf die Praxis: Analyse der Auswirkungen rechtlicher Erledigungsentscheidungen auf die forensische Nachsorge.

6. Behandlungsansätze für Patienten mit einer pädophilen Störung im Maßregelvollzug: Vorstellung rehabilitativer Modelle wie RNR und GLM sowie Ansätze wie CoSa.

7. Soziale Arbeit im Maßregelvollzug: Analyse des spezifischen Tätigkeitsfeldes und der professionellen Rolle der Sozialarbeit.

8. Die forensische Nachsorgeambulanz: Darstellung der Methoden, insbesondere Case-Management und Netzwerkarbeit.

9. Risikomanagement: Fokus auf Gefährdungsbeurteilungen, Schutzfaktoren, das KURS-Modell und Kriseninterventionen nach § 67 h StGB.

Schlüsselwörter

Forensische Sozialarbeit, Maßregelvollzug, Pädophilie, Resozialisierung, Verhältnismäßigkeitserledigung, Rückfallrisiko, Case-Management, Nachsorgeambulanz, Risikomanagement, KURS, Good-Lives-Modell, Risk-Need-Responsivity-Modell, Sexualstraftäter, § 63 StGB, Netzwerkarbeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorthesis befasst sich mit den Herausforderungen der forensischen Sozialarbeit bei der Resozialisierung pädophiler Straftäter, die im Maßregelvollzug untergebracht sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen des Maßregelvollzugs, die Auswirkungen der Verhältnismäßigkeitserledigung auf die Praxis sowie therapeutische und sozialarbeiterische Interventionsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Einfluss der Verhältnismäßigkeitserledigung auf den Resozialisierungsprozess pädophiler Patienten zu analysieren und Konsequenzen für die forensische Sozialarbeit aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die bestehende wissenschaftliche Erkenntnisse, Klassifikationsmodelle (wie das von Knight und Prentky) und rehabilitative Ansätze (wie RNR und GLM) systematisch zusammenführt und bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Diagnostik von Pädophilie, Typologien von Straftätern, die rechtliche Situation im Maßregelvollzug nach aktuellen Gesetzesänderungen sowie spezifische Nachsorgemethoden wie Case-Management.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen forensische Sozialarbeit, Resozialisierung, Maßregelvollzug, Verhältnismäßigkeitserledigung, Rückfallrisiko und Risikomanagement.

Wie wirkt sich die Verhältnismäßigkeitserledigung auf die Patienten aus?

Sie führt oft dazu, dass Behandlungen nicht erfolgreich abgeschlossen werden können und die Patienten entlassen werden müssen, obwohl eine ungünstige Legalprognose besteht, was die Nachsorge vor große Herausforderungen stellt.

Warum wird das KURS-Modell in NRW thematisiert?

Das KURS-Modell wird als Sicherheitskonzept zur Optimierung des Informationsaustausches zwischen Polizei und Justiz bei rückfallgefährdeten Sexualstraftätern nach der Entlassung beschrieben.

Final del extracto de 54 páginas  - subir

Detalles

Título
Resozialisierung pädophiler Straftäter im Maßregelvollzug NRW. Herausforderungen der forensischen Sozialarbeit
Universidad
University of Applied Sciences Dortmund
Calificación
2,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
54
No. de catálogo
V1291082
ISBN (PDF)
9783346758385
ISBN (Libro)
9783346758392
Idioma
Alemán
Etiqueta
Maßregelvollzug Pädophilie Resozialisierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2022, Resozialisierung pädophiler Straftäter im Maßregelvollzug NRW. Herausforderungen der forensischen Sozialarbeit, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1291082
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