Ziel dieser Arbeit ist es, relevante Dimensionen betriebsinterner Kommunikation zu filtern und Möglichkeiten der Kommunikationsverbesserung darzustellen, damit dem gewachsenen Abstimmungs- und Kommunikationsaufwand einerseits, und der Mitarbeitermotivation andererseits, angemessen nachgekommen wird.
Auf Basis der theoretischen Grundlagen und empirischen Ergebnisse über die Kommunikation, der Übertragung auf Mitarbeiter und Führungskräfte sowie der Betrachtung der Motivation und des wahrgenommenen Führungsstils, wird die Grundlage zur Präzisierung mehrere Forschungsfragen geschaffen. Die daraus abzuleitenden Dimensionen ermöglichen die Erstellung eines Strukturbaums, der im Zuge eines Fragebogens als Messinstrumente verwirklicht wird. Die anschließende Betrachtung zur Qualität des Messinstrumentes und die Interpretation zur Bedeutung von interner Kommunikation gibt eine Einschätzung zur Wichtigkeit des Themas und Rechtfertigung initiierter Maßnahmen.
Inhaltsverzeichnis der Arbeit
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Übersicht der Arbeit
2. Theoretischer Teil
2.1 Kommunikation und deren kommunikationspsychologischen Modelle
2.1.1 Theoretischer und empirischer Überblick
2.1.2 Mitarbeiter und Führungskraft im Kontext der Konfliktlösung
2.2 Motivation und deren motivationspsychologischen Modelle
2.2.1 Theoretischer und empirischer Überblick
2.2.2 Führungsstilansätze im Kontext der Mitarbeitermotivation
2.3 Eigene Fragestellung
2.3.1 Zusammenfassung und Übertragung auf Fragestellung
3. Methode
3.1 Rahmenbedingungen und Hintergrund
3.2 Vorgehen
3.3 Präzisierung der Dimensionen durch einen Strukturbaum
3.3.1 Erstellung des Fragebogens
3.4 Statistische Analysemethoden
4. Diskussion
4.1 Interpretation zur Bedeutung der internen Kommunikation
4.2 Qualität des eigenen Vorgehens
4.3 Ausblick
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse betriebsinterner Kommunikationsprozesse in einem stark gewachsenen Unternehmen, um die Ursachen für auftretende Informationsstaus zu identifizieren und deren negative Auswirkungen auf die Mitarbeitermotivation durch fundierte Lösungsansätze zu minimieren.
- Grundlagen der Kommunikationspsychologie und relevante Modelle
- Analyse der dyadischen Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter
- Konfliktmanagement und Eskalationsstufen in der Organisation
- Motivationsmodelle und Führungsstilansätze
- Konzeption eines empirischen Messinstrumentariums (Strukturbaum und Fragebogen)
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Theoretischer und empirischer Überblick
Dieses Unterkapitel verschafft dem Leser die nötigen Kenntnisse über den Begriff der Kommunikation und seiner Vielzahl an kommunikationspsycholgischen Modellen. Denn wie schon Paul Watzlawik in seinem Buch „Pragmatics of Human Communication“ in einem seiner fünf Axiome gesagt hat, ist es dem Menschen nicht möglich „nicht nicht zu kommunizieren“ (Schirmer & Woydt, 2016, S.137). Damit beschreibt er das zwischenmenschliche Verhalten, bei dem das Ignorieren, Schweigen oder auch das direkte Ansprechen und miteinander Reden, als Kommunikation verstanden wird. Damit kann postuliert werden, dass Kommunikation sowie Verhalten eines Menschen entsteht, sobald dieser einer anderen Person gegenübertritt.
Aber warum kommunizieren wir Menschen überhaupt? Eine Antwort darauf liefert Frindte (2001, S. 64 ff.), der vier Kommunikationsbedürfnisse als verantwortlich für menschliche Kommunikation ansieht.
Self Disclosure steht für die Selbstöffnung des Menschen und seiner bewussten oder unbewussten Mitteilung, wie er zu dem Gesagten steht. Damit dient dieses Bedürfnis der Abgleichung des Selbstbildes zum Fremdbild durch das wahrgenommene Feedback (deutsch: Reaktion) des Gegenübers.
Das zweite Bedürfnis laut Frindte (2001, S.64 ff.), ist es sich durch das Gesagte selbst positiv darzustellen oder anders gesagt, sich in Szene zu setzen. Hierbei spielt die soziale Anerkennung die Hauptrolle, weshalb der Sprechende, das Denken und die Meinung anderer über die eigene Person beeinflusst, um einen gewünschten Eindruck zu hinterlassen. Man spricht hierbei auch vom Impression Management, weil unterschiedliche Impressionen wie Bedürftigkeit, Aufmerksamkeit, Zuwendung oder Anerkennung erzielt werden sollen (Frindte, 2001, S. 69).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Problemstellung eines expandierenden Unternehmens sowie die Zielsetzung der Arbeit, relevante Kommunikationsdimensionen zu filtern.
2. Theoretischer Teil: Erläutert kommunikationspsychologische Modelle, Motivationsgrundlagen und die Bedeutung verschiedener Führungsstile.
3. Methode: Beschreibt die Herleitung der untersuchten Dimensionen und die Konzeption des Fragebogens als Instrument zur Selbstevaluation.
4. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse der internen Kommunikation, reflektiert die Qualität des Vorgehens und gibt einen Ausblick auf notwendige Maßnahmen.
Schlüsselwörter
Interne Kommunikation, Mitarbeitermotivation, Führungskompetenz, Konfliktmanagement, Arbeitszufriedenheit, Kommunikationsquadrat, Bedürfnispyramide, Organisationswachstum, Fragebogenmethodik, Führungsstile, Informationsmanagement, Strukturbaum, Unternehmenskultur, Leistungsverhalten, Commitment.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die internen Kommunikationsprobleme sowie die daraus resultierenden Motivationsdefizite in einem Unternehmen, das durch starkes Wachstum und Expansion auf mehrere Standorte mit neuen Abstimmungsherausforderungen konfrontiert ist.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit verknüpft psychologische Theorien zur Kommunikation, Konzepte der menschlichen Motivation, verschiedene Führungsstilansätze und Methoden der empirischen Sozialforschung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Identifikation relevanter Dimensionen betriebsinterner Kommunikation, um ein Messinstrument (Fragebogen) zu entwickeln, das bei der Problemanalyse hilft und eine Basis für verbessernde Führungsmaßnahmen bildet.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine primärforscherische Methodik angewandt, die auf der Erstellung eines Strukturbaums als theoretischer Basis für einen Mitarbeiterfragebogen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung von Modellwelten zur Kommunikation und Motivation sowie in den methodischen Teil, der die Ableitung von Variablen zur Befragung der Belegschaft beschreibt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind interne Kommunikation, Führungskompetenz, Konfliktlösung, Unternehmenskultur, Arbeitszufriedenheit und empirische Fragebogentechnik.
Wie definiert die Arbeit Konflikte im Unternehmen?
Konflikte werden nicht zwangsläufig als rein negativ betrachtet, sondern als notwendiger Indikator für Regelungsbedarf, wobei zwischen heißen und kalten sowie offenen und verdeckten Konflikten unterschieden wird.
Welche Rolle spielt die Führungskraft bei der Motivation?
Die Führungskraft fungiert als entscheidender Akteur, der durch das Verständnis von Motivationsbedürfnissen, den gezielten Einsatz von Führungsstilen und die Förderung der Sinnhaftigkeit von Aufgaben das Mitarbeiterengagement maßgeblich beeinflussen kann.
- Arbeit zitieren
- Moritz Borbonus (Autor:in), 2020, Betriebsinterne Kommunikation. Relevante Dimensionen für expandierende Unternehmen mit Abstimmungs- und Mitarbeitermotivationsproblemen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1291459