Das Ziel der Arbeit besteht in der Bearbeitung einer qualitativ inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse zum Thema körperlicher Aktivität und psychischer Gesundheit, die in einem Forschungsbericht resultiert. Zentralste Aufgabe ist die Verdichtung von Informationen durch ein Kategoriesystem entlang einer zentralen Forschungsfrage und Teilforschungsfragen rund um die Auswirkungen körperlicher Aktivität auf psychische Gesundheit.
Dabei werden sowohl emotionale Prozesse, wie die depressiver Erkrankungen, Angst und mögliche Einflussfaktoren wie etwa der des Selbstwertes betrachtet und kognitive Funktionen, deren altersspezifische Entwicklung sowie Erkrankungen wie Demenz ins Zentrum der Analyse gestellt.
Psychische Gesundheit gehörte im Vergleich zur körperlichen Gesundheit lange zu der unbedeutenderen Form für menschliches Wohlbefinden und ist Ausgangspunkt verschiedenster Krankheiten. Mittlerweile weiß man, dass viel mehr körperliche Beschwerden psychosomatisch bedingt sind und der in der heutigen Zeit weitverbreitete Stress, zu psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angst und Panik sowie Burnout führen kann.
Laut Krankenkassen hat sich die Zahl der Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen im Vergleich zu 1997 mehr als verdreifacht. Damit sind in Deutschland hochgerechnet 2,2 Millionen Menschen betroffen, was dazu führt das jeder 18. Arbeitnehmer wegen der Diagnose einer psychischen Störung der Arbeit fern bleibt. Angeführt wird die Zahl der psychisch bedingten Krankheitstage durch die Depression, darauf folgen neurotische und ängstliche Störungen.
Hauptgrund für den raschen Anstieg psychischer Erkrankungen, der durch die Langzeitstudie der DAK dokumentiert wurde, ist zum einen die bessere Diagnostik, der offenere Umgang mit psychischen Erkrankungen in der Gesellschaft sowie chronischer Stress, insbesondere als zu akzeptierende Arbeitsbedingung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung: Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theorieteil
2.1 Gesundheitliche Definitionen im gesellschaftlichen Kontext
2.2 Aktueller Literaturstand psychischer Gesundheit
2.3 Operationalisieren von seelischer bzw. psychischer Gesundheit
2.4 Begriffsabgrenzung „körperliche Aktivität“
2.5 Aktueller Literaturstand körperliche Aktivität & psychische Gesundheit
3. Methode
3.1 Qualitativ inhaltlich strukturierende Inhaltsanalyse
4.2 Kategoriebildung
4. Ergebnisse
4.1 Kategoriebasierte Auswertung und Ergebnisdarstellung
4.2 Kategoriebasierte Auswertung entlang der Hauptthemen
4.2.1 Hauptthema 1 von 2 / Teilforschungsfrage 1 von 8
4.2.2 Hauptthema 1 von 2 / Teilforschungsfrage 2 von 8
4.2.3 Hauptthema 1 von 2 / Teilforschungsfrage 3 von 8
4.2.4 Hauptthema 1 von 2 / Teilforschungsfrage 4 von 8
4.2.5 Hauptthema 2 von 2 / Teilforschungsfrage 5 von 8
4.2.6 Hauptthema 2 von 2 / Teilforschungsfrage 6 von 8
4.2.7 Hauptthema 2 von 2 / Teilforschungsfrage 7 von 8
4.2.8 Hauptthema 2 von 2 / Teilforschungsfrage 8 von 8
5. Diskussion
5.1 Anwendung der vier Gütekriterien nach Lincoln & Guba (1985)
5.1.1. Vertrauenswürdigkeit (Credibility)
5.1.2. Übertragbarkeit (Transferability)
5.1.3. Zuverlässigkeit (Dependability)
5.1.4. Bestätigbarkeit (Confirmability)
5.2 Resümee über die Gütekriterien nach Lincoln & Guba (1985)
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer qualitativ inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse die Auswirkungen von körperlicher Aktivität auf das psychische Wohlbefinden sowie die kognitive Gesundheit bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen. Ziel ist die Verdichtung der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu einer systematischen Forschungsübersicht.
- Wirkungsweise körperlicher Aktivität bei depressiven Störungen
- Einfluss von Sport auf Angststörungen und affektive Störungen
- Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und individuellem Selbstwertgefühl
- Kognitive Effekte sportlicher Betätigung
- Potenzierender Zusammenhang zwischen körperlicher Inaktivität und Stress
Auszug aus dem Buch
1.1 Problemstellung
Psychische Gesundheit gehörte im Vergleich zur körperlichen Gesundheit lange zu der unbedeutenderen Form für menschliches Wohlbefinden und ist Ausgangspunkt verschiedenster Krankheiten. Mittlerweile weiß man, dass viel mehr körperliche Beschwerden psychosomatisch bedingt sind und der in der heutigen Zeit weitverbreitete Stress, zu psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angst und Panik sowie Burnout führen kann. Laut Krankenkassen hat sich die Zahl der Krankschreibungen aufgrund von psychischen Erkrankungen im Vergleich zu 1997 mehr als verdreifacht (DAK, 2019). Damit sind in Deutschland hochgerechnet 2,2 Millionen Menschen betroffen, was dazu führt das jeder 18. Arbeitnehmer wegen der Diagnose einer psychischen Störung der Arbeit fern bleibt. Angeführt wird die Zahl der psychisch bedingten Krankheitstage durch die Depression, darauf folgen neurotische und ängstliche Störungen (Tagesspiegel, 2019). Hauptgrund für den raschen Anstieg psychischer Erkrankungen, der durch die Langzeitstudie der DAK dokumentiert wurde, ist zum einen die bessere Diagnostik, der offenere Umgang mit psychischen Erkrankungen in der Gesellschaft sowie chronischer Stress, insbesondere als zu akzeptierende Arbeitsbedingung (Schröder, L., Urban, H.-J., 2017).
Doch wen betrifft der Anstieg psychischer Erkrankungen? Sind es ausschließlich die Arbeitnehmer aufgrund von immer höheren Erwartungen der Arbeitgeber im Zuge des steigenden Wettbewerbs, dem die Mitarbeiter Gerecht werden müssen oder gibt es auch andere Gruppen die davon betroffen sind? Laut dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) und dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), die ihre Daten auf Basis vertragsärztlicher Abrechnungs- und Verordnungsdaten erheben, stieg die Zahl der Anpassungsstörungen um 57 Prozent, die der Entwicklungsstörungen um 37 Prozent und Störungen des Sozialverhaltens um 22 Prozent. Damit verschieben sich die Behandlungsanlässe in der Pädiatrie immer mehr von starken zu chronischen sowie somatischen zu psychischen Erkrankungen (Aerzteblatt, 2020). Anders als bei den Erwachsenen gehört die Angststörung zu der am häufigsten diagnostizierten Erkrankung bei unter 18-jährigen. So leiden laut BELLA-Studie rund 10 Prozent der Heranwachsenden in Deutschland an einer akuten Angststörung, die beispielsweise durch Trennung bzw. Verlust, Phobien, Objekten, Tieren, sozialer Interaktion oder generalisiert ausgelöst werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Relevanz psychischer Erkrankungen und Definition der forschungsleitenden Zielsetzung.
2. Theorieteil: Darstellung theoretischer Grundlagen zu Gesundheit, psychischem Wohlbefinden und den Begriffsabgrenzungen von körperlicher Aktivität.
3. Methode: Erläuterung des methodischen Vorgehens der qualitativ inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse nach Mayring.
4. Ergebnisse: Darlegung und Kategorisierung der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich emotionaler Prozesse und kognitiver Funktionen.
5. Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse unter Anwendung der vier Gütekriterien qualitativer Forschung nach Lincoln & Guba.
6. Fazit: Zusammenfassende Bilanz der Analyse und Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Schlüsselwörter
Psychische Gesundheit, Körperliche Aktivität, Inhaltsanalyse, Depression, Angststörung, Stressregulation, Kognitive Funktionen, Neuroplastizität, Sportpsychologie, Selbstwertgefühl, Prävention, Stresshormone, Demenz, Gesundheitsförderung, Psychische Belastung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit untersucht, inwiefern körperliche Aktivität einen positiven Einfluss auf die psychische Gesundheit und kognitive Fähigkeiten bei verschiedenen Altersgruppen ausüben kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Auswirkung von Bewegung auf emotionale Prozesse wie Depressionen und Angstzustände sowie auf der Förderung kognitiver Leistungen und der Stressprävention.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, den Wissensstand über körperliche Aktivität als ergänzende Behandlungsmethode systematisch durch eine Inhaltsanalyse des Bundesgesundheitsblattes von 2012 zusammenzufassen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine "qualitativ inhaltlich strukturierende Inhaltsanalyse" nach dem Modell von Philipp Mayring angewandt, um die relevanten Textinhalte zu kategorisieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die methodische Analyse und die detaillierte Ergebnisdarstellung basierend auf einem ausdifferenzierten Kategoriesystem.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind psychische Gesundheit, körperliche Aktivität, Inhaltsanalyse, Depression, Angst, Stressregulation und kognitive Funktionen.
Wie effektiv ist körperliche Aktivität bei Depressionen?
Die Analyse verdeutlicht, dass körperliche Aktivität eine ähnliche Wirksamkeit wie medikamentöse Therapien aufweisen kann und insbesondere zur Senkung der Rezidivrate beiträgt.
Welche Rolle spielt die Stressregeneration?
Sport hilft bei der Stressregeneration und fördert eine schnellere Rückkehr der Stresshormone auf ein Ausgangsniveau, auch wenn eine absolute Stressresistenz nicht zwingend initiiert wird.
- Quote paper
- Moritz Borbonus (Author), 2021, Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und psychischer Gesundheit. Qualitativ inhaltlich strukturierende Inhaltsanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1291462