Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der sprachpsychologischen Frage, wie wir unsere Sprache dazu nutzen, Nähe oder Distanz zu unseren Gesprächspartnern zu regulieren und auszudrücken. In diesem
Zusammenhang stehen einige weitere Fragen, wie beispielsweise ob wir in einem Gespräch einer Person gegenüber verbergen können, ob wir diese mögen oder nicht. Oder etwa: Wie signalisieren wir Gefallen oder Abneigung in Situationen, in denen der direkte Ausdruck unerwünscht ist.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- STRATEGISCHER SPRACHGEBRAUCH
- PRONOMEN
- PRÄDIKATE
- NÄHE UND DISTANZ IN ZWISCHENMENSCHLichen KontexteN — DAS LCM
- SELBST VS. DIE ANDEREN
- NÄHE UND DISTANZ ZWISCHEN GRUPPEN - DER LIB
- DIE CONSTRUAL LEVEL THEORY UND DER LIB
- DIE EXPERIMENTE VON MAAS, SALVI, ARCURI UND SEMIN
- DAS ERste ExperimeNT
- METHODIK
- ERGEBNISSE
- ERGEBNISSe der KorrelatioNSSTUDIE
- DISKUSSION
- DAS ZWEITE EXPERIMENT
- METHODIK
- ERGEBNISSE UND DISKUSSION
- DAS DRITTE EXPERIMENT
- METHODIK
- ERGEBNISSE UND DISKUSSION
- GENERELLE IMPLIKATIONEN
- DISKUSSION DER EMPIRISCHEN BEFUNDE
- IMPLIKATIONEN DES LIB
- OFFENE PROBLEME
- ANWENDUNG DES LIB
- LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit der sprachpsychologischen Frage, wie Sprache zur Regulierung und zum Ausdruck von Nähe oder Distanz in zwischenmenschlichen Beziehungen eingesetzt wird. Die Arbeit untersucht, ob und wie wir in Gesprächen unsere wahren Gefühle gegenüber anderen Personen verbergen können und wie wir Gefallen oder Abneigung in Situationen signalisieren, in denen direkter Ausdruck unerwünscht ist.
- Der Einfluss von Pronomen auf die Wahrnehmung von Nähe und Distanz
- Das Linguistic Category Model (LCM) und die Analyse von Prädikaten in Bezug auf Nähe und Distanz
- Die Rolle des "Linguistic Intergroup Bias" (LIB) bei der sprachlichen Darstellung von Gruppenzugehörigkeit
- Empirische Befunde zu den Auswirkungen von sprachlicher Abstraktion auf die Wahrnehmung von Nähe und Distanz
- Implikationen des LIB für die Intergruppenkommunikation und die soziale Wahrnehmung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der sprachpsychologischen Untersuchung von Nähe und Distanz in zwischenmenschlichen Beziehungen ein. Sie stellt die Forschungsfrage und die zentralen Themen der Arbeit vor.
Das Kapitel "Strategischer Sprachgebrauch" beleuchtet verschiedene sprachliche Mittel, die zur Regulierung und zum Ausdruck von Nähe oder Distanz eingesetzt werden. Es werden Pronomen, Prädikate und das Linguistic Category Model (LCM) als wichtige Elemente der sprachlichen Kommunikation analysiert.
Die Kapitel "Die Experimente von Maas, Salvi, Arcuri und Semin" präsentieren und diskutieren empirische Studien, die den Einfluss von sprachlicher Abstraktion auf die Wahrnehmung von Nähe und Distanz untersuchen. Die Ergebnisse dieser Experimente liefern wichtige Erkenntnisse über die Mechanismen der sprachlichen Steuerung von sozialen Beziehungen.
Das Kapitel "Generelle Implikationen" fasst die wichtigsten Ergebnisse der Arbeit zusammen und diskutiert die Implikationen des LIB für die Intergruppenkommunikation und die soziale Wahrnehmung. Es werden offene Fragen und zukünftige Forschungsrichtungen aufgezeigt.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den sprachlichen Ausdruck von Nähe und Distanz, das Linguistic Category Model (LCM), den Linguistic Intergroup Bias (LIB), die Verwendung von Pronomen und Prädikaten, empirische Forschungsergebnisse zu sprachlicher Abstraktion und die Auswirkungen auf die soziale Wahrnehmung.
Häufig gestellte Fragen
Wie drücken wir soziale Nähe oder Distanz durch Sprache aus?
Dies geschieht durch die Wahl von Pronomen, die Abstraktionsebene von Prädikaten und strategischen Sprachgebrauch in Gesprächen.
Was ist das Linguistic Category Model (LCM)?
Das LCM klassifiziert Verben und Adjektive nach ihrem Abstraktionsgrad, um Rückschlüsse auf die psychologische Distanz des Sprechers zum Thema zu ziehen.
Was bedeutet Linguistic Intergroup Bias (LIB)?
LIB beschreibt die Tendenz, positives Verhalten der eigenen Gruppe abstrakt und negatives Verhalten konkret (und umgekehrt bei Fremdgruppen) darzustellen.
Können wir Abneigung in Gesprächen verbergen?
Oft signalisieren wir Gefallen oder Abneigung unbewusst durch sprachliche Nuancen, selbst wenn wir versuchen, den direkten Ausdruck zu vermeiden.
Welche Rolle spielt die Construal Level Theory dabei?
Diese Theorie besagt, dass wir über psychologisch ferne Dinge abstrakter denken und sprechen als über Dinge, die uns nahestehen.
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- Julia-Doreen Metzner (Author), 2008, Sprache als Hinweis für soziale Nähe oder Distanz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129163