Diese Examensarbeit wird sich mit der Thematik der Verkehrs- und Mobilitätserziehung im Kindesalter und der Vorbereitung und Festigung des Weges zu weiterführenden Schulen, der häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad bewältigt werden muss, befassen. Es ist das angestrebte Ziel, die Kinder und Jugendlichen im Verkehr zu sichern und zu schützen, denn Verkehrsunfälle sind die häufigsten Todesursachen im Kindes- und Jugendalter. Das Ziel, Kinder zu verantwortungsbewussten Verkehrsteilnehmern auszubilden, kann jedoch nur erreicht werden, wenn den Kindern und Jugendlichen verkehrssichere Tipps vermittelt werden und sie sich dementsprechende Verhaltensweisen aneignen.
Doch um Kindern ein verantwortungsvolles und sicheres Verhalten zu ermöglichen, ist eine Unterrichtsform erforderlich, die aktive Teilnahme und eigenständiges Handeln miteinander verbindet. Dies bietet die Projektmethode. Die Projektmethode umfasst lebensnahes Lernen, indem die Öffnung der Schule gewährleistet wird. Es kommt zur Verknüpfung zwischen schulischem und außerschulischem Lebensraum. Besonders für den Bereich der Schulwegsicherung ist die Lehr- und Lernsituation im realen Straßenverkehr mit typischen Verkehrssituationen von immenser Bedeutung.
Allerdings wird in dieser Arbeit nicht ausschließlich theoretisch über projektorientierten Unterricht diskutiert, sondern das Thema Projektunterricht und Verkehrserziehung durch ein Praxisbeispiel verbunden: das Beispiel der EVAG-Busschule.
Inhaltsverzeichnis
A. THEORETISCHER TEIL
1. EINLEITUNG
2. UNTERRICHT
2.1 DEFINITION UND MERKMALE VON UNTERRICHT
2.2 PLANUNG UND ORGANISATION VON UNTERRICHT
2.3 PRINZIPIEN EFFEKTIVEN UNTERRICHTS
3. UNTERRICHTSFORM PROJEKTUNTERRICHT – EIN HISTORISCHER ABRISS
3.1 ENTSTEHUNG UND HERKUNFT DES PROJEKTUNTERRICHTS
3.2 DER PROJEKTGEDANKE BEI JOHN DEWEY UND WILLIAM H. KILPATRICK
3.3 ABGRENZUNG DES PROJEKTBEGRIFFS
4. AKTUELLE KONZEPTIONEN DES PROJEKTUNTERRICHTS
4.1 DIE PROJEKTMETHODE NACH KARL FREY
4.2 DIE PROJEKTMETHODE NACH HERBERT GUDJONS
4.3 FAZIT
5. MERKMALE DES PROJEKTUNTERRICHTS
5.1 HANDLUNGSORIENTIERUNG
5.2 GANZHEITLICHKEIT
5.3 SCHÜLERORIENTIERUNG
5.4 SELBSTORGANISATION
5.5 PRODUKTIONSORIENTIERUNG
6. DIE METHODE DES PROJEKTUNTERRICHTS ALS FORM DES OFFENEN UNTERRICHTS
6.1 DEFINITION, MERKMALE UND ZIELE OFFENEN UNTERRICHTS
6.2 INWIEWEIT IST DER PROJEKTUNTERRICHT OFFEN?
7. ZIELE DES PROJEKTUNTERRICHTS
8. MÖGLICHKEITEN DES PROJEKTUNTERRICHTS
9. NOTWENDIGKEIT DES PROJEKTUNTERRICHTS IN DER SCHULE
9.1 DER WANDEL DER KINDLICHEN LEBENSWELT
9.2 ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGISCHE BEGRÜNDUNG – JEAN PIAGET
9.3 DIE BEDEUTUNG DER VERÄNDERTEN KINDHEIT UND DER ENTWICKLUNGSPSYCHOLOGIE FÜR DIE SCHULE UND DEN UNTERRICHT
10. PROJEKTTYPEN
10.1 ERKUNDUNGSPROJEKTE
10.2 FORSCHUNGSPROJEKTE
10.3 GESTALTUNGSPROJEKT
11. BEWERTEN UND ZENSIEREN IM PROJEKTUNTERRICHT
12. GRENZEN DES PROJEKTUNTERRICHTS
13. MOBILITÄT VON KINDERN UND DIE DAMIT VERBUNDENE NOTWENDIGKEIT DER VERKEHRSERZIEHUNG IN DER SEKUNDARSTUFE I
13.1 DIE NOTWENDIGKEIT DER MOBILITÄTSERZIEHUNG IN DER SCHULE
13.2 ZIELE UND SCHWERPUNKTE DER VERKEHRS- UND MOBILITÄTSERZIEHUNG
13.3 SCHULWEGUNFÄLLE VERSCHIEDENER MOBILITÄTSFORMEN IM STRAßENVERKEHR
13.3.1 Fahrradunfälle
13.3.2 Fußgängerunfälle
13.3.3 ÖPNV- und Schulbusunfälle
13.4 ÖPNV ALS THEMA IN DER MOBILITÄTSERZIEHUNG IN DER SEKUNDARSTUFE I
13.5 POSITIVE FAKTOREN DER NUTZUNG DES ÖPNV
13.6 PRÄVENTIONSMAßNAHMEN
14. VERKEHRSUNTERNEHMEN UND DIE ARBEIT MIT SCHULEN
14.1 VERKEHRSPÄDAGOGISCHE ZUSAMMENARBEIT VON SCHULEN UND BETRIEBEN
14.2 DIE ESSENER VERKEHRS-AG
B PRAKTISCHER TEIL
15. VERKEHRSPÄDAGOGISCHE UNTERRICHTSSEQUENZ IN KOOPERATION VON SCHULEN MIT AUßERSCHULISCHEN PARTNERN IM SINNE DER VERKEHRSERZIEHUNG AM THEMA BUS UND BAHN – EVAG MACHT SCHULE
15.1 GRUNDLAGEN ZUR EVAG-BUSSCHULE
15.2 VORBEREITUNG UND DURCHFÜHRUNG DER BUSSCHULE
15.2.1 Einführender Unterricht
15.2.1.1 Vorstellung der ÖPNV-Mittel
15.2.1.2 Die ALLbert-Folien
15.2.1.3 Der Fahrplan
15.2.1.4 Erklärung des Arbeitsblattes
15.2.1.5 Arbeitsphase
15.2.1.6 Besprechung der Ergebnisse
15.2.2 Übungen auf dem Betriebshof der EVAG
15.2.2.1 Frühstückspause in der Betriebshofkantine
15.2.2.2 Der Nothammer und Notausstieg
15.2.2.3 Erklärung der Schilder im und am Bus
15.2.2.4 Praktische Übung: Die Einklemmprobe
15.2.2.5 Ausschwenkprobe beim An- und Abfahren an der Haltestelle
15.2.2.6 Den Bus aus Sicht des Busfahrers erleben
15.2.2.7 Die Bremsprobe mit Tommy
15.2.3 Die EVAG-Rallye
15.2.3.1 Die Einteilung der Gruppen
15.2.3.2 Die Rallye
15.2.3.3 Der Schoko-Pass
15.2.4 Fazit
16. DIE INTEGRATION DER BUSSCHULE ALS TEILASPEKT EINES MÖGLICHEN PROJEKTS IN DER SEKUNDARSTUFE I
16.1 DIE MÖGLICHE PROJEKTDURCHFÜHRUNG NACH KARL FREY IM DEUTSCHUNTERRICHT
16.2 PROJEKTDURCHFÜHRUNG DES PROJEKTUNTERRICHTS NACH HERBERT GUDJONS IM RELIGIONS- BZW. ETHIKUNTERRICHT
16.2.1 Projektskizze
16.2.2 Der Projekttag
17. SCHLUSSWORT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den Einsatz der Projektmethode als handlungsorientierte Unterrichtsform zur Förderung der Verkehrserziehung in der Sekundarstufe I. Ziel ist es, den Nutzen praxisnaher Lernszenarien wie der „EVAG-Busschule“ aufzuzeigen, um Schüler bei der eigenständigen und sicheren Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu unterstützen.
- Grundlagen des Projektunterrichts und historischer Abriss
- Methodische Konzepte nach Karl Frey und Herbert Gudjons
- Notwendigkeit der Mobilitätserziehung durch veränderte Lebensbedingungen
- Integration praxisorientierter Verkehrsübungen in den Schulalltag
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Diese Examensarbeit wird sich mit der Thematik der Verkehrs- und Mobilitätserziehung im Kindesalter und der Vorbereitung und Festigung des Weges zu weiterführenden Schulen, der häufig mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad bewältigt werden muss, befassen. Es ist das angestrebte Ziel, die Kinder und Jugendlichen im Verkehr zu sichern und zu schützen, denn „Verkehrsunfälle sind die häufigsten Todesursachen im Kindes und Jugendalter.“ Das Ziel, Kinder zu verantwortungsbewussten Verkehrsteilnehmern auszubilden, kann jedoch nur erreicht werden, wenn den Kindern und Jugendlichen verkehrssichere Tipps vermittelt werden und sie sich dementsprechende Verhaltensweisen aneignen. „Mit einer planmäßigen und aktiven Verkehrserziehung kann nicht früh genug begonnen werden.“ So spielen Verkehrs- und Mobilitätserziehung in jeglicher Schulform und Schulstufe eine bedeutende Rolle. Das Bus- und Bahnfahren ist ein wichtiger Bestandteil der Verkehrs- und Mobilitätserziehung geworden.
Doch um Kindern ein verantwortungsvolles und sicheres Verhalten zu ermöglichen, ist eine Unterrichtsform erforderlich, die aktive Teilnahme und eigenständiges Handeln miteinander verbindet. Dies bietet die Projektmethode. Die Projektmethode umfasst lebensnahes Lernen, indem die Öffnung der Schule gewährleistet wird. Es kommt zur Verknüpfung zwischen schulischem und außerschulischem Lebensraum. Besonders für den Bereich der Schulwegsicherung ist die Lehr- und Lernsituation im realen Straßenverkehr mit typischen Verkehrssituationen von immenser Bedeutung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Einleitung umreißt die Notwendigkeit von Mobilitätserziehung und führt in das Konzept des projektorientierten Unterrichts am Beispiel der EVAG-Busschule ein.
2. UNTERRICHT: Dieses Kapitel definiert Unterricht als dynamischen, interaktionalen Prozess und erläutert die Grundlagen der Unterrichtsplanung und -organisation.
3. UNTERRICHTSFORM PROJEKTUNTERRICHT – EIN HISTORISCHER ABRISS: Es wird die historische Genese der Projektmethode betrachtet, wobei der Fokus auf den pragmatischen Ansätzen von John Dewey und William H. Kilpatrick liegt.
4. AKTUELLE KONZEPTIONEN DES PROJEKTUNTERRICHTS: Das Kapitel vergleicht die Ansätze von Karl Frey und Herbert Gudjons und zeigt auf, wie diese die Projektmethode theoretisch strukturieren.
5. MERKMALE DES PROJEKTUNTERRICHTS: Hier werden die fünf zentralen Säulen, wie Handlungsorientierung, Ganzheitlichkeit und Produktionsorientierung, als Skelett der Methode erläutert.
6. DIE METHODE DES PROJEKTUNTERRICHTS ALS FORM DES OFFENEN UNTERRICHTS: Diese Untersuchung zeigt, inwiefern der Projektunterricht Merkmale offenen Unterrichts integriert und dennoch institutionellen Grenzen unterliegt.
7. ZIELE DES PROJEKTUNTERRICHTS: Der Autor thematisiert die vielfältigen Bildungsziele, insbesondere die Entwicklung von Selbstständigkeit, Teamfähigkeit und Eigenverantwortung.
8. MÖGLICHKEITEN DES PROJEKTUNTERRICHTS: Das Kapitel beleuchtet sieben Begründungsebenen, die den hohen Bildungswert des Projektunterrichts unterstreichen.
9. NOTWENDIGKEIT DES PROJEKTUNTERRICHTS IN DER SCHULE: Hier wird der Bedarf an Projektunterricht durch den Wandel der kindlichen Lebenswelt und entwicklungspsychologische Ansätze Piagets legitimiert.
10. PROJEKTTYPEN: Der Autor ordnet die Projektmethode durch die Unterscheidung in Erkundungs-, Forschungs- und Gestaltungsprojekte.
11. BEWERTEN UND ZENSIEREN IM PROJEKTUNTERRICHT: Das Kapitel diskutiert die komplexen Herausforderungen der Leistungsbewertung innerhalb der Projektarbeit.
12. GRENZEN DES PROJEKTUNTERRICHTS: Hier werden situationsbedingte, organisatorische und methodische Grenzen aufgezeigt, die bei der Durchführung beachtet werden müssen.
13. MOBILITÄT VON KINDERN UND DIE DAMIT VERBUNDENE NOTWENDIGKEIT DER VERKEHRSERZIEHUNG IN DER SEKUNDARSTUFE I: Dieses Kapitel fundiert den Bedarf an Mobilitätserziehung durch Unfallstatistiken und den steigenden Bedarf an Verkehrs- und Sicherheitskompetenzen.
14. VERKEHRSUNTERNEHMEN UND DIE ARBEIT MIT SCHULEN: Es wird die Kooperation zwischen Schulen und lokalen Partnern wie der EVAG als wirksame Maßnahme zur Praxisvermittlung dargestellt.
Schlüsselwörter
Projektunterricht, Mobilitätserziehung, Verkehrserziehung, EVAG, Busschule, Handlungsorientierung, Schülerorientierung, Offener Unterricht, Verkehrssicherheit, Sekundarstufe I, Soziales Lernen, Projektmethode, ÖPNV, Pädagogik, Praxisbezug
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Verkehrs- und Mobilitätserziehung in der Schule und wie diese durch die Methode des Projektunterrichts praxisnah gestaltet werden kann.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?
Neben der theoretischen Herleitung des Projektunterrichts bildet die Verkehrssicherheit, insbesondere die Nutzung von Bus und Bahn durch Kinder, das zentrale Themenfeld.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Nutzen handlungsorientierter Lernsequenzen wie der „EVAG-Busschule“ für den Schulalltag darzulegen und Wege für deren Umsetzung in der Sekundarstufe I aufzuzeigen.
Welche wissenschaftlichen Konzepte werden herangezogen?
Die Arbeit stützt sich primär auf die Projektmodelle von Karl Frey und Herbert Gudjons sowie die entwicklungspsychologischen Ansätze von Jean Piaget.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Teil zur Methodik des Projektunterrichts und einen praktischen Teil, der die Durchführung der EVAG-Busschule detailliert dokumentiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Zu den wesentlichen Begriffen gehören Projektmethode, Mobilitätserziehung, Handlungsorientierung, Schülerorientierung und Verkehrssicherheit.
Welche Rolle spielt die EVAG in diesem Projekt?
Die EVAG fungiert als außerschulischer Kooperationspartner, der durch seine "Busschule" Lehrkräften und Schülern praktische Materialien und Lernmöglichkeiten außerhalb des Klassenzimmers bereitstellt.
Warum ist die Busschule für Sekundarstufenschüler relevant?
Sie dient als Vorbereitung auf den Schulweg zur weiterführenden Schule und trägt dazu bei, Gefahrensituationen im ÖPNV zu minimieren und das Sicherheitsbewusstsein zu schärfen.
Welches Fazit zieht die Autorin zur Umsetzbarkeit?
Die Autorin bewertet die Kooperation als sehr effektiv und sieht darin ein richtungsweisendes Modell, um theoretisches Wissen in praktisches, verantwortungsvolles Handeln zu überführen.
- Quote paper
- Vanessa Kleppel (Author), 2009, Mobilitätserziehung in der Sekundarstufe I. Projektorientiertes Lernen bei der Essener Verkehrs-AG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129232