Kind und/oder Karriere

Die Doppelrolle der Frau und die Auswirkungen auf Gesellschaftsstrukturen


Essay, 2006

7 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

In diesem Essay möchte ich auf die Doppelrolle der Frau eingehen und werde versuchen herauszufinden, ob man wirklich noch von einer doppelten Belastung nur für die Frau sprechen kann, oder ob nicht ein inzwischen ein Wandel stattgefunden hat und vielleicht sogar Männer mittlerweile vor dem gleichen Problem stehen. Nämlich dem Problem Beruf und Haushalt gleichzeitig bewältigen zu müssen. Inwiefern hat sich also die Rolle der Frau verändert?

Solange ich denken kann, also etwa die letzten zwanzig Jahre, kann ich mich an eine Diskussion über die Diskriminierung der Frauen erinnern und auch heute ist es ein Thema das ständig analysiert wird. Aber hat sich an der Rolle der Frau wirklich nichts bzw. kaum etwas verändert, wie es viele behaupten, oder gab es schon längst eine entscheidende Veränderung in unserer Gesellschaftsstruktur?

Es ist nicht immer einfach als Frau über die Rolle der Frau zu sprechen, da man schnell in die Schublade der Feministinnen gesteckt wird. Daher möchte ich auch nicht näher darauf eingehen, dass Frauen sich ungerecht behandelt fühlen. Ich werde mein Hauptaugenmerk auf die Analyse der „doppelten Vergesellschaftung“ legen und dabei vor allem die Texte zu diesem Thema von Reinhard Kreckel und Regina Becker-Schmidt heranziehen und mich mit deren Aussagen dazu auseinandersetzen. Zu aller erst möchte ich aber damit beginnen den Begriff der „doppelten Vergesellschaftung“ dieser beiden Autoren näher erläutern:

Reinhard Kreckel sieht die Wurzeln der Geschlechterunterschiede innerhalb der privaten Haushaltsführung vor allem in den historischen Voraussetzungen und verweist dabei auf deren sozialen Zusammenhang. Dieser Voraussetzungen sind, dass Frauen schon immer für den Haushalt und die Erziehung der Kinder verantwortlich waren und die Männer im Gegensatz dazu jagen gegangen sind um für die Erhaltung der Familie zu sorgen. Die Entwicklung zum Kapitalismus führte dann dazu, dass das Familien- und Erwerbsleben immer stärker voneinander getrennt wurde. Die Frau war demnach ausschließlich für die Reproduktionsaufgaben zuständig wodurch sich die Ideal-Arbeitskraft des „Nur-Arbeiters“ mit der „Nur-Hausfrau“ an seiner Seite ergab. Laut Kreckel gab es zwei gesellschaftliche „Faustregeln“. Die erste ist, der Mann ernährt seine Familie und die zweite lautet, Frau und Mann konkurrieren nicht miteinander.

[...]

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Kind und/oder Karriere
Untertitel
Die Doppelrolle der Frau und die Auswirkungen auf Gesellschaftsstrukturen
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Philosophische Fakultät III)
Veranstaltung
GK Sozialstruktur
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
7
Katalognummer
V129252
ISBN (eBook)
9783640379255
Dateigröße
388 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kind, Karriere, Doppelrolle, Frau, Auswirkungen, Gesellschaftsstrukturen
Arbeit zitieren
Susanne Sommer (Autor), 2006, Kind und/oder Karriere, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129252

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