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Krisensymptome der Parteiendemokratie

Title: Krisensymptome der Parteiendemokratie

Essay , 2008 , 9 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Susanne Sommer (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Ziel dieser Untersuchung ist es, der Frage nach zu gehen, ob sich bestimmte Krisensymptome hinsichtlich der Parteiendemokratie oder des Parteienstaates für die Bundesrepublik nachweisen lassen, oder nicht.
Vor diesem Hintergrund werden zunächst politikwissenschaftliche Indikatoren für Krisensymptome der Parteiendemokratie ermittelt. Diese Indikatoren werden dann anhand empirischen Materials überprüft. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass sich alle Krisensymptome empirisch nachweisen lassen.

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Inhaltsverzeichnis

1.0. Einleitung

2.0. Symptome der Krise

2.1. Sinkende Wahlbeteiligung

2.2. Mitgliederschwund der Parteien

2.3. Konzentrationsgrad und Stammwähleranteil

2.4. Politische Skandale und Entfremdung Jugendlicher

2.5. Zwischenfazit

2.6. Sinkendes Vertrauen in Parteien – kein Vertrauen zur Opposition

3.0. Fazit und die Suche nach Ursachen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob sich für die Bundesrepublik Deutschland empirisch belegbare Krisensymptome hinsichtlich der Parteiendemokratie nachweisen lassen. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse politikwissenschaftlicher Indikatoren, um den Wandel des Parteiensystems und dessen Verankerung in der Gesellschaft kritisch zu hinterfragen.

  • Analyse der Wahlbeteiligung als Identifikationsindikator
  • Untersuchung des Mitgliederschwunds der deutschen Parteien
  • Bewertung von Konzentrationsgrad und Bindung von Stammwählern
  • Einfluss politischer Skandale und Entfremdung Jugendlicher
  • Diskussion gesellschaftlicher Ursachen wie Wertewandel und Individualisierung

Auszug aus dem Buch

2.4. Politische Skandale und Entfremdung Jugendlicher

Dass politische Skandale als Krisensymptome bewertet werden, verwundert nicht (Alemann 2000: 184). Dabei geht es nicht um die Existenz etwa von Korruption oder schwarze Kassen. Ob es mehr Skandale gibt als in früheren Zeiträumen oder nicht kann hier nicht behandelt werden. „Ob dies an einer offeneren Berichterstattung oder am wirklichen Anstieg der Missstände liegt, ist zunächst einmal unwichtig, denn die Tatsache der breiteren Debatte zählt für den Leser und den Wähler.“ (Alemann 2000: 184) Fakt ist, dass die Berichterstattung über Skandale zugenommen hat. Und dies hat eine destruktive – gewissermaßen demoralisierende - Wirkung auf das Institutionenvertrauen der Bevölkerung.

Die Entfremdung Jugendlicher von der Politik ist ein Indikator dafür, dass Parteien ihre Sozialisationsfunktionen nicht mehr effektiv ausüben und den politischen Nachwuchs nicht an sich binden können. Messbar ist dies bspw. an der Wahlbeteiligung junger Erwachsener oder der Mitgliedschaft Jugendlicher in Parteien oder auch anderen politisch engagierten Institutionen wie Kirchen und Gewerkschaften (Alemann 2000: 185). Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ist der Nichtwähleranteil junger Erwachsener zwischen 1972 und 1990 überproportional gestiegen (Alemann 2000: 185). Während der allgemeine Nichtwähleranteil 1972 rund 8,9% betrug und bis 1990 auf 22,2% gestiegen ist, ist im selben Zeitraum der Anteil der 18-24 jährigen Nichtwähler von 15,5% auf 37,1% gestiegen. Dies bestätigt die These, dass es einen allgemeinen Trend der Entfremdung Jugendlicher von der Politik gibt.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0. Einleitung: Diese Einleitung führt in die begrifflichen Grundlagen der Parteiendemokratie ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der empirischen Nachweisbarkeit von Krisensymptomen innerhalb des deutschen Parteiensystems.

2.0. Symptome der Krise: Dieses Kapitel identifiziert und analysiert acht spezifische Krisensymptome, darunter die sinkende Wahlbeteiligung, den Mitgliederschwund und das abnehmende Vertrauen in die politischen Institutionen.

3.0. Fazit und die Suche nach Ursachen: Das Fazit fasst die empirischen Befunde zusammen und leitet den Wandel der Parteien aus langfristigen gesellschaftlichen Entwicklungen wie dem Wertewandel und der Individualisierung ab.

Schlüsselwörter

Parteiendemokratie, Parteienstaat, Krisensymptome, Wahlbeteiligung, Mitgliederschwund, Stammwähler, Parteiverdrossenheit, Politikverdrossenheit, Institutionenvertrauen, Wertewandel, Individualisierung, politische Skandale, Partizipation, Sozialstruktur, politische Entfremdung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die aktuelle Lage der deutschen Parteiendemokratie und untersucht, ob verschiedene, in der Fachliteratur diskutierte Krisensymptome empirisch für die Bundesrepublik nachweisbar sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der Wahlbeteiligung, der Rückgang der Parteimitgliedschaften, das schwindende Vertrauen in politische Institutionen sowie der Einfluss von Wertewandel und Individualisierung auf die Bindung der Bürger an Parteien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob sich die häufig postulierten Krisensymptome der Parteiendemokratie anhand von politikwissenschaftlichen Indikatoren und empirischen Daten für die Bundesrepublik belegen lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Ermittlung politikwissenschaftlicher Indikatoren für Krisensymptome, die anschließend anhand von empirischem Material, Statistiken und Sekundärliteratur überprüft werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden spezifische Krisenindikatoren wie Wahlbeteiligung, Mitgliederschwund, Stammwähleranteile, politische Skandale und das Vertrauen zur Opposition detailliert diskutiert und datengestützt belegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Parteiendemokratie, Krisensymptome, Wahlbeteiligung, Mitgliederschwund, Institutionenvertrauen sowie gesellschaftliche Transformationsprozesse wie Wertewandel und Individualisierung.

Warum wird die Entfremdung der Jugend als Krisensymptom gewertet?

Weil sie darauf hindeutet, dass Parteien ihre Funktion als Sozialisationsinstanz nicht mehr erfüllen können und nicht mehr in der Lage sind, den politischen Nachwuchs effektiv an sich zu binden.

Stellt der Rückgang der Stammwähler eine Gefahr für das System dar?

Ja, ein sinkender Stammwähleranteil deutet auf eine abnehmende Bindung der Bürger an Parteien hin, was die Stabilität des politischen Systems schwächen kann, da die Parteien ihre Integrationsfunktion verlieren.

Reicht der Vertrauensverlust in Regierungsparteien allein für eine Systemkrise?

Der Autor argumentiert, dass eine Systemkrise dann vorliegt, wenn auch die Opposition nicht mehr als glaubwürdige Wahlalternative wahrgenommen wird, was die allgemeine Integrationsfähigkeit des Gesamtsystems in Frage stellt.

Wie reagieren die Parteien laut dem Fazit auf die beschriebenen Trends?

Der Autor schlussfolgert, dass Parteien als Großorganisationen massiv von gesellschaftlichen Trends betroffen sind und ihre Prozesse der Meinungsbildung langfristig an die sich wandelnden Bedingungen anpassen müssen.

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Details

Title
Krisensymptome der Parteiendemokratie
College
Humboldt-University of Berlin
Grade
1,7
Author
Susanne Sommer (Author)
Publication Year
2008
Pages
9
Catalog Number
V129273
ISBN (eBook)
9783640379682
ISBN (Book)
9783640379446
Language
German
Tags
Krisensymptome Parteiendemokratie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Sommer (Author), 2008, Krisensymptome der Parteiendemokratie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129273
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