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Investitionen des Immobilien- und Kapitalvermögens. Ein Belastungsvergleich zwischen vermögensverwaltender GmbH und Familienpool

Título: Investitionen des Immobilien- und Kapitalvermögens. Ein Belastungsvergleich zwischen vermögensverwaltender GmbH und Familienpool

Tesis de Máster , 2022 , 90 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Jan-Niklas Eckert (Autor)

Economía - Sector inmobiliario
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Ziel dieser Arbeit ist es, die Besonderheiten der Gewinnermittlung und der Ertragsbesteuerung der vermögensverwaltenden GmbH und des vermögensverwaltenden Familienpools in Form einer Personengesellschaft im Hinblick auf Immobilien- und Kapitalvermögen darzustellen. Es soll untersucht werden, unter welchen Umständen für Investitionen in Immobilien- und Kapitalvermögen die untersuchten Rechtsformen unter ertragsteuerlichen Gesichtspunkten jeweils empfehlenswert sind.

Um diese komplexe Thematik abbilden zu können, muss zunächst ein grundsätzlicher Überblick über die (steuer-)rechtlichen Besonderheiten der Gesellschaften und der daraus resultierenden Ertragsteuerbelastung herausgearbeitet werden. Im Rahmen dieser Untersuchung werden ertragsteuerliche Vergleichsberechnungen durchgeführt sowie Gestaltungs- und Handlungsempfehlungen entwickelt, um Mandanten bezüglich der Investitionen ertragsteueroptimiert beraten zu können.

Die Arbeit gliedert sich in sieben Kapitel. Nach der Einleitung werden in Kapitel zwei zunächst die Grundlagen der vermögensverwaltenden Personengesellschaft und der vermögensverwaltenden GmbH und deren Ertragsteuerpflichten erarbeitet. Ferner erfolgt eine Eingrenzung der Investitionen des Immobilien- und Kapitalvermögens, die im Rahmen dieser Arbeit untersucht werden.

Deshalb soll im dritten Teil dieser Ausarbeitung die Ertragsbesteuerung für die vermögensverwaltende Personengesellschaft untersucht werden, die aus Investitionen in Immobilien- und Kapitalvermögen denkbar sind. Anschließend folgt im vierten Teil die Untersuchung der Ertragsteuerbelastung der vermögensverwaltenden GmbH.

Für die Rechtsformwahl ist die Ertragsteuerbelastung von wesentlicher Bedeutung, da die Liquiditätsabflüsse zum Begleichen der Steuerschuld einerseits das Reinvestitionskapital beeinflusst und andererseits das Vermögen zur freien Verwendung einschränkt. Die gewonnen Erkenntnisse in Bezug auf die ertragsteuerliche Belastung werden im Kapitel fünf im direkten Vergleich dargestellt. Anhand dessen werden die Erkenntnisse, die sich aus der Untersuchung und dem Vergleich ergeben haben, zusammengefasst.

Durch die gewonnenen Erkenntnisse der vorherigen Kapitel werden in Kapitel sechs unterschiedliche Gestaltungsvarianten aufgezeigt. Abschließend werden in Kapitel sieben die Ergebnisse dieser Arbeit zusammengefasst.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Vorgehensweise

2 Investitionen in Immobilien- und Kapitalvermögen

2.1 Investitionen in Kapitalvermögen

2.2 Investitionen in Immobilienvermögen

2.3 Die Rechtsformen und deren Besteuerung

2.3.1 Der vermögensverwaltende Familienpool als Personengesellschaft und die Besteuerung der Gesellschafter

2.3.2 Die vermögensverwaltende GmbH

3 Besteuerung der Einkünfte aus Immobilien- und Kapitalvermögen einer vermögensverwaltenden Personengesellschaft

3.1 Einkünfte aus Kapitalvermögen

3.1.1 Laufende Kapitalerträge nach § 20 Abs. 1 EStG und die Option

3.1.2 Veräußerungen von Kapitalanlagen nach § 20 Abs. 2 EStG

3.1.3 Die Bruchteilsbetrachtung bei Veräußerungen von Beteiligungen an Kapitalgesellschaften

3.2 Einkünfte aus Immobilienvermögen

3.2.1 Laufende Einkünfte aus der Vermietung von Immobilien

3.2.2 Veräußerung von Immobilienvermögen

3.2.3 Die Gefahr des gewerblichen Grundstückshandels

4 Besteuerung der vermögensverwaltenden GmbH

4.1 Körperschaftsteuerliche Betrachtung

4.1.1 Einkünfte aus Kapitalvermögen

4.1.2 Einkünfte aus Immobilienvermögen

4.2 Gewerbesteuerliche Beurteilung

4.2.1 Einkünfte aus Kapitalvermögen

4.2.2 Einkünfte aus Immobilienvermögen

5 Ertragsteuerlicher Belastungsvergleich und Zwischenfazit

5.1 Einkünfte aus Kapitalvermögen

5.2 Einkünfte aus Immobilienvermögen

5.3 Zwischenfazit

6 Gestaltungsempfehlungen

6.1 Steuerliche Implikationen bei dem Erwerb von Immobilien

6.2 Die „Immobilien-Tochter-GmbH“

6.3 AfA-Step-Up für Bestandsimmobilien des Privatvermögens

6.3.1 Veräußerung von Immobilien in gerader Linie

6.3.2 Einlage von privaten Immobilien in Betriebsvermögen

6.4 Real-Estate GmbH als erbschaftsteuerliches Gestaltungsmittel

6.5 Erweiterte Gewerbesteuerkürzung trotz Immobilienüberlassung an einen Gesellschafter

6.5.1 Vermietung zwischen Schwester-GmbH

6.5.2 Immobilien-GmbH im Rahmen einer freiberuflicher Betriebsaufspaltung

6.6 Vorbehaltsnießbrauch und Zuwendungsnießbrauch

7 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themenschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, unter welchen Voraussetzungen Investitionen in Immobilien- und Kapitalvermögen in der Rechtsform einer vermögensverwaltenden GmbH im Vergleich zu einem vermögensverwaltenden Familienpool (Personengesellschaft) ertragsteuerlich vorteilhafter sind, um Mandanten eine fundierte Rechtsformwahl zu ermöglichen.

  • Vergleich der ertragsteuerlichen Belastungen beider Rechtsformen
  • Analyse der Gewinnermittlung bei Immobilien- und Kapitalanlagen
  • Untersuchung von Gestaltungsmöglichkeiten zur Steueroptimierung
  • Bewertung von Liquiditätseffekten durch Thesaurierungsvorteile

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Der vermögensverwaltende Familienpool als Personengesellschaft und die Besteuerung der Gesellschafter

Ein „Familienpool“ ist gesetzlich nicht definiert. Grundsätzlich werden hier als Familienpool vermögensverwaltend tätige Personengesellschaften bezeichnet.

Ein Familienpool in Form einer vermögensverwaltenden Personengesellschaft könnte durch die Gründung einer GbR (§§ 705 – 740 BGB), OHG (§ 105 Abs. 2 HGB) oder KG bzw. GmbH & Co. KG/AG & Co. KG (§§ 161 i. V. m 105 Abs. 2 HGB) erfolgen.

Die Gründung einer Personengesellschaft kann grundsätzlich formfrei erfolgen. So ist es nicht notwendig, dass ein schriftlicher Gesellschaftsvertrag abgeschlossen wird. Ausgenommen von der formfreien Gründung für Personengesellschaften sind durch § 311b Abs. 3 BGB Sachverhalte, in denen die Gründung einer Gesellschaft zur Einbringung von Immobilien verpflichtet.

Eine Personengesellschaft ist teilrechtsfähig nach § 124 HGB. Sie kann kraft Gesetz Eigentum und dingliche Rechte an Grundstücken erwerben. Infolgedessen kann die Personengesellschaft auch Eigentümerin eines Grundstücks werden und ist grundbuchfähig nach § 47 Abs. 2 GBO. Das Vermögen einer Personengesellschaft stellt grundsätzlich Gesamthandsvermögen nach § 718 BGB dar, sofern die Personengesellschaft nach außen auftritt.

Werden mit dem Vermögen der Gesellschaft Einnahmen erzielt, ist stets zu prüfen, welche Einkunftsart i. S. d. EStG verwirklicht wird.

Um die Einkunftsart zu bestimmen ist für die Personengesellschaft zu prüfen, ob die Grenzen der Vermögensverwaltung eingehalten werden und keine fiktive Gewerblichkeit i. S. d. § 15 Abs. 3 EStG anzunehmen ist oder ob es sich um gewerbliche Einkünfte handelt. Diese Abgrenzung hat einen besonderen Einfluss, da für Einkünfte, die nicht gewerbliche Einkünfte i. S. v. § 15 EStG sind, besondere Vorschriften für die Gewinn und Ertragsteuerberechnung Anwendung finden.

Die Tatbestandsmerkmale der Gewerblichkeit nach § 15 Abs. 2 EStG in Form von selbstständiger Tätigkeit und nachhaltiger Gewinnerzielungsabsicht mit Beteiligung am wirtschaftlichen Verkehr (originäre Gewerblichkeit) ist in Teilen oftmals zu bejahen. Grundsätzlich stellt jedoch die bloße Verwaltung des eigenen Vermögens keine gewerbliche Tätigkeit in diesem Sinne dar.

Kapitelzusammenfassungen

1 Einleitung: Stellt die Problemstellung der strategischen Vermögensplanung für vermögende Mandanten dar und definiert die Zielsetzung sowie die Vorgehensweise der Arbeit.

2 Investitionen in Immobilien- und Kapitalvermögen: Erläutert die Grundlagen der Investitionstypen sowie die zivil- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen der vermögensverwaltenden Personengesellschaften und GmbHs.

3 Besteuerung der Einkünfte aus Immobilien- und Kapitalvermögen einer vermögensverwaltenden Personengesellschaft: Untersucht die steuerliche Transparenz und die Ermittlung der Überschusseinkünfte aus unterschiedlichen Vermögensarten im Privatvermögen.

4 Besteuerung der vermögensverwaltenden GmbH: Analysiert die zweistufige Besteuerung auf Gesellschafts- und Gesellschafterebene sowie die Besonderheiten der körperschaft- und gewerbesteuerlichen Gewinnermittlung.

5 Ertragsteuerlicher Belastungsvergleich und Zwischenfazit: Führt einen konkreten Vergleich der Steuerbelastungen durch und beleuchtet die steuerlichen Vor- und Nachteile beider Rechtsformen sowie deren Thesaurierungspotenziale.

6 Gestaltungsempfehlungen: Entwickelt spezifische Handlungsoptionen wie AfA-Step-Up, Share-deals und Nießbrauchsgestaltungen zur gezielten Steueroptimierung für Mandanten.

7 Schlussbetrachtung: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt eine abschließende Empfehlung für eine steueroptimale Rechtsformwahl je nach individuellen Anlagezielen.

Schlüsselwörter

Vermögensverwaltung, Personengesellschaft, GmbH, Ertragsteuerbelastung, Immobilienvermögen, Kapitalvermögen, Abgeltungsteuer, Gewerbesteuer, Steuertransparenz, Thesaurierungseffekt, Anteilsübertragung, Betriebsaufspaltung, Nießbrauch, Familienpool, Steueroptimierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die ertragsteuerlichen Vor- und Nachteile der zwei gängigsten Rechtsformen für die Verwaltung von Immobilien- und Kapitalvermögen – dem Familienpool als Personengesellschaft und der vermögensverwaltenden GmbH.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung der privaten Vermögensverwaltung zur gewerblichen Betätigung, die Ermittlung steuerpflichtiger Einkünfte sowie der Vergleich der laufenden Steuerlast und der Belastung durch Gewinnausschüttungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, unter welchen Kriterien und Rahmenbedingungen (z.B. Anlagehorizont, Gewinnverwendung, Reinvestitionsabsicht) eine der beiden Rechtsformen steuerlich empfehlenswert ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden ertragsteuerliche Vergleichsberechnungen auf Basis des geltenden Steuerrechts (EStG, KStG, GewStG) durchgeführt und durch eine Analyse der aktuellen Rechtsprechung und Verwaltungspraxis fundiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte steuerliche Untersuchung beider Gesellschaftsformen, gefolgt von einem Belastungsvergleich unter verschiedenen Szenarien sowie konkreten Gestaltungsempfehlungen für die Beraterpraxis.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Steuertransparenz des Familienpools, das Trennungsprinzip der GmbH, die erweiterte Gewerbesteuerkürzung, der Thesaurierungsvorteil sowie die Bruchteilsbetrachtung.

Worin liegt der steuerliche Vorteil der GmbH im Vergleich zur Personengesellschaft?

Der Hauptvorteil der GmbH liegt im sogenannten Thesaurierungseffekt, da einbehaltene Gewinne innerhalb der Gesellschaft zu einer deutlich geringeren Steuerbelastung führen, was Reinvestitionen in Immobilien oder Kapitalanlagen begünstigt.

Wann ist ein vermögensverwaltender Familienpool besonders vorteilhaft?

Ein Familienpool (Personengesellschaft) bietet sich vor allem an, wenn Immobilien langfristig gehalten werden (Steuerfreiheit nach 10 Jahren) oder Erträge zeitnah an die Gesellschafter für den Lebensunterhalt ausgeschüttet werden sollen.

Final del extracto de 90 páginas  - subir

Detalles

Título
Investitionen des Immobilien- und Kapitalvermögens. Ein Belastungsvergleich zwischen vermögensverwaltender GmbH und Familienpool
Universidad
University of Applied Sciences Hannover
Calificación
1,7
Autor
Jan-Niklas Eckert (Autor)
Año de publicación
2022
Páginas
90
No. de catálogo
V1294597
ISBN (PDF)
9783346757210
ISBN (Libro)
9783346757227
Idioma
Alemán
Etiqueta
Investition Immobilienvermögen Kapitalvermögen Ertragsteuer GmbH Familienpool Vermögensverwaltung Personengesellschaft Gewinnermittlung Gewerbesteuer
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jan-Niklas Eckert (Autor), 2022, Investitionen des Immobilien- und Kapitalvermögens. Ein Belastungsvergleich zwischen vermögensverwaltender GmbH und Familienpool, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1294597
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