Wie schreiben Schriftsteller journalistische Texte? Die vorliegende Arbeit über Elke Heidenreichs journalistisches Werk liegt dieser Frage zugrunde.
Heidenreich ist sowohl für ihre Literatur als auch für ihre journalistische Arbeit bekannt. Was aber macht ihr Schreiben aus und was bewirkt sie damit? Inwiefern haben ihr literarisches und ihr journalistisches Schreiben einander beeinflusst? Die vorliegende Arbeit gibt auch einen Ausblick darauf welche Entwicklungen sie in ihrem Schreiben vollzogen hat.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Elke Heidenreich – eine Kurzbiografie
2.1. Leben
2.2. Schreiben
2.2.1. Literarisches Schreiben
2.2.2. Journalistisches Schreiben
3. Elke Heidenreichs Glossen in der Frauenzeitschrift „Brigitte“
3.1. Themen
3.2. Stil und Lesepublikum
4. Elke Heidenreichs Artikel in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und im „Spiegel“
4.1. Themen
4.2. Stil und Lesepublikum
5. Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Stil-Merkmale
6. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht das journalistische und literarische Schaffen von Elke Heidenreich. Ziel ist es, die Charakteristika ihres Schreibstils, die thematischen Schwerpunkte in verschiedenen Medienformaten sowie die wechselseitige Beeinflussung von literarischem und journalistischem Wirken zu analysieren und kritisch zu hinterfragen.
- Biografische Hintergründe und Werdegang der Autorin
- Analyse der Glossen in der Frauenzeitschrift "Brigitte"
- Evaluation journalistischer Beiträge in der "F.A.Z." und dem "Spiegel"
- Untersuchung des persönlichen Schreibstils und der Kommunikation mit dem Lesepublikum
- Gegenüberstellung von journalistischer Praxis und literarischem Anspruch
Auszug aus dem Buch
3.1. Themen
Themen, Präsentation und Intention der Glossen, die Elke Heidenreich für die Frauenzeitschrift „Brigitte“ geschrieben hat, unterscheiden sich teilweise sehr deutlich von einander. Auffällig sind bei Heidenreich die Kolumnen, in denen sie sich mit „untypischern“ Themen, als sie sonst in einer Illustrierten für Frauen zu finden sind, befasst. Themen wie Mode, „die perfekte Haarfarbe“ und „den perfekten Mann“ sind im Folgenden ausgespart.
In „Über das Leben in einem Kurort“ beschreibt Heidenreich, wie Geld die Wichtigkeit von Personen bestimmt. Sie schildert die Differenz zwischen der „realen Welt“ und der Oberschicht mit ihren Problemchen. Werden die – vornehmlich jugendlichen – Gäste ohne großes Portemonnaie allerorts vertrieben (vom Rasen der Kurorte, aus den Cafés, aus den Schwimmbädern,…), gibt es mehr und mehr (überflüssiges) Angebot für zahlende Gäste: „In der Kurstadt sind das wichtigste die schönen Bäder, die sind sehr teuer, damit nicht zu viele Jugendliche reingehen und darin herumtoben, und sonst zahlt ja die Kasse.“8
In vielen ihrer „Brigitte“-Glossen befasst sich Elke Heidenreich mit der Auseinandersetzung zwischen der „alten“ und der jungen Generation, sowie deren Problemen. In „Über `die Jugend´´“ wettert sie gegen Verallgemeinerungen und den Entwurf eines Bildes „der Jugend“: „Die Jugend steht auf den Fluren der Arbeitsämter rum und gilt als renitent, wenn sie partout nicht Bäcker werden will, sondern Automechaniker. (…) Die Jugend fixt und liegt besoffen in Parks und Bahnhöfen und geht auf den Strich für den nächsten Schuß. Sie liebt Onkel Donald, die Muppets, die Gruppe Motörhead und findet, Hitler war gar nicht so schlimm. (…) Die Jugend vergewaltigt kleine Mädchen und bildet in New York Truppen, die alte Leute vor Überfällen schützen. (…) Die Jugend gibt es überhaupt nicht“.9
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Beschaffenheit und den Einflüssen von Elke Heidenreichs Schreiben.
2. Elke Heidenreich – eine Kurzbiografie: Dieses Kapitel gibt einen kompakten Überblick über das Leben und den beruflichen Werdegang von Elke Heidenreich als Autorin und Journalistin.
3. Elke Heidenreichs Glossen in der Frauenzeitschrift „Brigitte“: Hier werden die Inhalte und der Stil der "Brigitte"-Kolumnen analysiert, die sich mit gesellschaftlichen Themen und dem Alltag auseinandersetzen.
4. Elke Heidenreichs Artikel in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und im „Spiegel“: Dieses Kapitel untersucht die journalistische Arbeit für diese Publikationen, wobei der Fokus auf Buchrezensionen und gesellschaftspolitischen Kommentaren liegt.
5. Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Stil-Merkmale: Dieses Kapitel fasst die stilistischen Konstanten und Wandlungen in Heidenreichs Schreiben über verschiedene Medien hinweg zusammen.
6. Zusammenfassung: Hier werden die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit gebündelt und der prägende Einfluss von Heidenreichs Persönlichkeit und Bildung auf ihr Werk reflektiert.
Schlüsselwörter
Elke Heidenreich, Journalismus, Literatur, Glossen, Brigitte, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Spiegel, Schreibstil, Medienanalyse, Biografie, Gesellschaftskritik, Kolumne, Rezension, Kultur, Kommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Schaffen von Elke Heidenreich als Journalistin und Schriftstellerin und untersucht, was ihren spezifischen Schreibstil ausmacht.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit analysiert die thematische Bandbreite in Heidenreichs Glossen, ihre journalistische Arbeit in überregionalen Medien sowie ihr Verhältnis zum Lesepublikum.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Ergründung der Wechselwirkungen zwischen ihrem journalistischen und literarischen Schreiben sowie die Identifikation ihrer typischen Stilmerkmale.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Textanalyse ihrer publizierten Werke, Kolumnen und Interviews, ergänzt durch biografische Einordnungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich detailliert der Analyse ihrer "Brigitte"-Glossen sowie ihren Beiträgen in der "F.A.Z." und dem "Spiegel" hinsichtlich Inhalt, Stil und Rezeption.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Elke Heidenreich, Journalismus, Literatur, Kolumnen, Stilmerkmale und Medienanalyse.
Wie unterscheidet sich Heidenreichs Stil in der "Brigitte" von ihren Artikeln in der "F.A.Z."?
Während sie in der "Brigitte" eher alltagsnah und thematisch breiter agierte, zeigen sich ihre F.A.Z.-Beiträge oft kontroverser, ironischer und stärker von ihrer Rolle als Literaturkritikerin geprägt.
Welche Rolle spielt die Provokation in Heidenreichs Schreiben?
Provokation dient Heidenreich als bewusstes Stilmittel, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, festgefahrene Meinungen infrage zu stellen und mit dem Leser auf Augenhöhe zu kommunizieren.
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- Magistra Artium Katharina Kullmer (Author), 2006, Die Journalistin Elke Heidenreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129515