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Gruppenimprovisation

Unterrichtsmodelle für verschiedene Jahrgangsstufen

Title: Gruppenimprovisation

Term Paper , 2008 , 43 Pages , Grade: 1

Autor:in: Dominik Hogl (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Als Ausformung eines handlungsorientierten Unterrichtes, welchen zahlreiche aktuelle musikpädagogische Konzepte empfehlen, wird die Gruppenimprovisation als etwas betrachtet, das sowohl Chancen als auch Schwierigkeiten bietet.
Oftmals wagen sich Musiklehrer selbst nicht an diese Musizierform heran, weshalb dieser Weg erst Recht nicht beim Klassenmusizieren gewählt wird.
Konkrete Modelle für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wurden publiziert, jedoch sind diese meist nicht problemlos auf den schulischen Klassenunterricht zu übertragen. Im Gegenteil wird die „reale“ Situation, die sich durch hohe Schülerzahl und beschränkte zeitliche, räumliche und materielle Mittel auszeichnet, als Worst-Case-Szenario beschrieben.
Die von mir vorgestellten Unterrichtsmodelle sind bewusst der suboptimalen Realsituation angepasst, in der 20 bis 30 Schüler gleichzeitig in einem Raum im zeitlichen Rahmen von maximal 45 Minuten musizieren sollen.
Die Vielfalt in den hier vorgestellten Modellen soll sich in den Formen des Improvisierens (Improvisation über…) ausdrücken, nicht so sehr in den verwendeten Tonerzeugern (Improvisieren auf…).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Didaktisch-methodische Vorüberlegungen unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse

2.1. Begriffsklärung

2.2. Didaktische Begründungen und Ziele

2.3. Methodische Empfehlungen

3. Unterrichtsmodelle in verschiedenen Jahrgangsstufen

3.1. Fünfte Klasse: John Cage: sixty-eight

3.1.1. Informationen zum Werk

3.1.2. Didaktisch-methodisch begründete Modifizierung

3.1.3. Einordnung in den Lehrplan

3.1.4. Planung der zwei Stunden

3.1.4.1. Lernziele

3.1.4.2. Unterrichtsverlauf

3.1.4.2.1. Vorbereitungen

3.1.4.2.2. Erste Stunde

3.1.4.2.3. Zweite Stunde

3.2. Neunte Klasse: Raga

3.2.1. Informationen zum indischem Musiksystem

3.2.2. Didaktisch-methodisch begründete Reduktion

3.2.3. Einordnung in den Lehrplan

3.2.4. Planung der Stunde

3.2.4.1. Lernziele

3.2.4.2. Unterrichtsverlauf

3.2.4.2.1. Vorbereitungen

3.2.4.2.2. Erste Stunde

3.2.4.2.3. Zweite Stunde

3.2.4.2.4. Dritte Stunde

4. Schluss: Eindrücke aus der Praxis

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, praktikable Unterrichtsmodelle für die Gruppenimprovisation in verschiedenen Jahrgangsstufen zu entwickeln, die den Herausforderungen des schulischen Klassenmusizierens wie hoher Schülerzahl und begrenzten zeitlichen sowie materiellen Mitteln gerecht werden.

  • Entwicklung und Erprobung von Modellen zur Gruppenimprovisation
  • Anpassung von Kompositionen (z. B. John Cage) für den Unterstufenunterricht
  • Einführung in außereuropäische Musiktraditionen (Raga) als Impuls für die Improvisation
  • Förderung musikalischer Kompetenzen und sozialer Interaktion in der Lerngruppe
  • Didaktische Reflexion von Improvisationsprozessen und Gestaltungsabsichten

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Als Ausformung eines handlungsorientierten Unterrichtes, welchen zahlreiche aktuelle musikpädagogische Konzepte empfehlen, wird die Gruppenimprovisation als etwas betrachtet, das sowohl Chancen als auch Schwierigkeiten bietet.

Oftmals wagen sich Musiklehrer selbst nicht an diese Musizierform heran, weshalb dieser Weg erst Recht nicht beim Klassenmusizieren gewählt wird. Dies scheint mit der Art der Ausbildung zusammenzuhängen. Durch Instrumentalunterricht und Studium vor allem in notengestützter Reproduktion von Musik geschult, herrscht bei ihnen wohl oft eine psychische Barriere vor. Diese Scheu vor musikalischer Improvisation kann schon bei Kindern beobachtet werden: „Bei der hier praktizierten Art des Musizierens fällt es erfahrungsgemäß in den meisten Fällen den „Nicht-Musiker“ leichter, sich auf diesen musikalischen Prozess einzulassen“ und „gerade Instrumentalschüler haben oft große Schwierigkeiten, frei zu spielen.“ Die Problematik wird allgemein als solche akzeptiert: „In der Ausgestaltung des hier thematisierten Bereichs liegt eine wichtige Zukunftsaufgabe und eine Herausforderung an die Musiklehrerausbildung“

Konkrete Modelle für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wurden publiziert (z.B. Schaarschmidt, Schneider/Niermann), jedoch sind diese meist nicht problemlos auf den schulischen Klassenunterricht zu übertragen. Im Gegenteil wird die „reale“ Situation, die sich durch hohe Schülerzahl und beschränkte zeitliche, räumliche und materielle Mittel auszeichnet, als Worst-Case-Szenario beschrieben: „Hohe Teilnehmerzahlen in Lerngruppen sind problematisch: Entweder verringert man durch wechselnde Teilung in Spieler und Beobachter die Stärke der aktuell musizierenden Gruppe auf Kosten der Spieldauer oder Spielhäufigkeit der einzelnen SchülerInnen. Oder aber die Möglichkeit zur Eigeninitiative und die Wahrscheinlichkeit, dabei Resonanz zu finden, werden stark eingeschränkt.“ Teilt der Lehrer die Klasse in zwei Gruppen auf, die in verschiedenen Räumen proben (räumlich so weit entfernt, dass sie sich nicht gegenseitig stören), verletzt er schlicht und ergreifend seine Aufsichtspflicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Chancen und Schwierigkeiten der Gruppenimprovisation im Musikunterricht und thematisiert die Hemmschwellen sowohl bei Lehrkräften als auch bei Schülern angesichts realer Rahmenbedingungen.

2. Didaktisch-methodische Vorüberlegungen unter Berücksichtigung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse: Dieses Kapitel klärt die Begriffe Improvisation und Klangexperiment, begründet den Einsatz im Unterricht und diskutiert musikpädagogische Voraussetzungen sowie Aspekte musikalischer Kompetenz.

3. Unterrichtsmodelle in verschiedenen Jahrgangsstufen: Hier werden konkrete Unterrichtskonzepte für die 5. Klasse (John Cage) und die 9. Klasse (Raga) inklusive Lernzielen, Vorbereitungen und detaillierten Verlaufsplänen vorgestellt.

4. Schluss: Eindrücke aus der Praxis: Der Autor resümiert die praktische Umsetzung seiner Modelle in verschiedenen Schulklassen und hebt die positive Resonanz sowie die Disziplin der Schüler hervor.

Schlüsselwörter

Gruppenimprovisation, Musikunterricht, John Cage, Sixty-eight, Raga, indische Musik, Klangexperiment, Klassenmusizieren, Musikpädagogik, handlungsorientierter Unterricht, Unterrichtsmodell, Modale Improvisation, Gestaltungsabsicht, Musiktheorie, Schulpraxis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der methodischen Konzeption von Gruppenimprovisation im schulischen Klassenkontext, um den Herausforderungen einer heterogenen Schülerschaft und begrenzter Ressourcen zu begegnen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die didaktische Fundierung der Improvisation, die methodische Abgrenzung vom Klangexperiment sowie die praktische Umsetzung durch Werkbezug und geführte Improvisationsformen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist die Entwicklung und Reflexion von Unterrichtsmodellen, die es Lehrkräften ermöglichen, Improvisation trotz suboptimaler Rahmenbedingungen (Raum, Zeit, Teilnehmerzahl) erfolgreich und handlungsorientiert im Unterricht zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse aktueller musikpädagogischer Literatur und kombiniert diese mit dem empirischen Wissen aus der eigenen Unterrichtspraxis, die er in verschiedenen Jahrgangsstufen erprobt und verfeinert hat.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt zur Didaktik und Methodik sowie einen praktischen Teil, der konkrete Unterrichtsentwürfe für die 5. Klasse (zu John Cages „sixty-eight“) und die 9. Klasse (zum Thema „Raga“) enthält.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören Gruppenimprovisation, handlungsorientierter Unterricht, John Cage, Raga, musikalischer Modus und Klassenmusizieren.

Wie modifiziert der Autor das Werk „sixty-eight“ für die 5. Klasse?

Der Autor verkürzt die Spieldauer des Originals signifikant und passt die Besetzung sowie die Anforderungen an die Instrumentierung an die vorhandenen Mittel und die Kompetenzen der Unterstufenschüler an.

Wie wird das indische System für die 9. Klasse didaktisch reduziert?

Das komplexe System des Raga wird auf die wesentlichen Elemente – einen stetigen Grundton, eine ausgewählte Tonskala und die Verwendung bestimmter Melodiefloskeln – reduziert, um es ohne vertiefte Kenntnisse des Tala-Systems improvisatorisch nutzbar zu machen.

Welchen Stellenwert räumt der Autor der Reflexionsphase ein?

Die Reflexionsphase ist zentral; durch das Anhören eigener Aufnahmen und eine kritische, aber wertschätzende Auswertung sollen die Schüler ihr musikalisches Problembewusstsein schärfen und die Gestaltungsqualität in nachfolgenden Versuchen verbessern.

Wie geht der Autor mit der Leistungsbewertung in der Improvisation um?

Der Autor plädiert dafür, den Druck der Leistungsbewertung zu minimieren, und betont den Leitsatz: „Hab keine Angst, einen Fehler zu machen; scheue dich lediglich davor, uninteressant zu sein.“

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Details

Title
Gruppenimprovisation
Subtitle
Unterrichtsmodelle für verschiedene Jahrgangsstufen
Grade
1
Author
Dominik Hogl (Author)
Publication Year
2008
Pages
43
Catalog Number
V129524
ISBN (eBook)
9783640392087
ISBN (Book)
9783640391943
Language
German
Tags
Gruppenimprovisation Unterrichtsmodelle Jahrgangsstufen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dominik Hogl (Author), 2008, Gruppenimprovisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129524
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