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Plagiate - Ein ständiges Problem an Universitäten

Title: Plagiate - Ein ständiges Problem an Universitäten

Term Paper , 2009 , 9 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Alexandra Krüger (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Als ein deutscher Mathematiker in den 1980er Jahren seine Habilitation größtenteils aus einer sowjetischen Schrift übersetzte und übernahm, hatte er wohl nicht damit gerechnet, dass er viele Jahre später, als er schon längst als Hochschullehrer im Amt war, als Betrüger entlarvt und ihm seine Lehrbefugnis vom Wissenschaftsministeriums entzogen werden würde. Auch eine Klage gegen das Land konnte ihm nicht helfen. Sein studentischer Leichtsinn setzte seiner Karriere als Dozent ein Ende.
Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie gravierend es sein kann, wenn man beim Plagiarismus überführt wird. In der heutigen Zeit kommt es immer öfter dazu, dass Plagiate angefertigt werden und sich die angeblichen Urheber bereichern können. Sei es an Ruhm, Einfluss oder Geld. Auch ein weiterer Schritt auf der Karrierelaufbahn ist ein Motiv, das dazu reizt, ein Plagiat zu verfassen. Insbesondere an Universitäten glaubt man mit Plagiaten schneller ans Ziel zu gelangen und verliert die möglichen Konsequenzen aus dem Blickfeld. Frau Dr. Weber-Wulff geht von einer Plagiatsrate von etwa 30% aus.
Zunächst muss geklärt werden, was ein Plagiat ist und welche Merkmale ein Text aufweisen muss, um als Plagiat zu gelten. Ferner darf die rechtliche Seite nicht ausgelassen werden. Daher wird ein kleiner Einblick in das Urheberrechtsgesetz geworfen, um so die fälschliche Annahme zu verwerfen, dass ein Plagiat nur ein kleines Delikt sei. Ausschlaggebend für die Bestrafung ist unter anderem das Ausmaß der Text- bzw. Werkübernahme, daher wird zwischen acht Varianten differenziert. Es folgen knappe Definitionen der Plagiatvarianten. Im Vordergrund dieser Hausarbeit sollen die Plagiatsfälle an Universitäten stehen. Außerdem wird darauf eingegangen, welche Konsequenzen die Aufdeckung eines Plagiats mit sich bringt. Die von Dr. Debora Weber-Wulff vermutete Quote an Plagiaten und die Gewissheit der Dozenten über die neuen Möglichkeiten diese zu erschaffen, lenken das Augenmerk der Lehrenden auf bestimmte Indizien, um Plagiate als solche zu identifizieren. Die Entwicklung von Programmen zum Aufspüren von Plagiaten sind den Dozenten dabei eine große Hilfe, die hier kurz genannt werden sollen. Die Hausarbeit schließt damit ab, Klarheit über die Plagiatsanfertigung und dessen Konsequenzen zu verschaffen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Plagiate - Ein ständiges Problem an Universitäten

2.1. Definition: Plagiat

2.2. Verhinderung des Plagiatsverdachts

2.3. Plagiatvarianten

3. Konsequenzen und Möglichkeiten der Aufdeckung

3.1. Konsequenzen für Plagiaristen

3.2. Vom Aufspüren der Plagiate

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht das Phänomen des Plagiats im universitären Kontext, beleuchtet die rechtlichen Hintergründe, die verschiedenen Erscheinungsformen sowie die Möglichkeiten zur Aufdeckung durch Lehrende.

  • Definition und rechtliche Einordnung von Plagiaten
  • Differenzierung zwischen verschiedenen Plagiatstypen
  • Rechtliche und akademische Konsequenzen bei Aufdeckung
  • Methoden und technische Hilfsmittel zur Identifikation von Plagiaten
  • Präventionsmöglichkeiten und wissenschaftliche Integrität

Auszug aus dem Buch

2.3. Plagiatvarianten

Plagiate können in unterschiedlichen Variationen angefertigt werden. Die Kriterien der Unterscheidung sind die Art und die Menge des übernommenen Gedankenguts bzw. der Merkmale eines Werkes. Man unterscheidet acht Varianten: das Totalplagiat, das Übersetzungsplagiat, das Teilplagiat, das Ideenplagiat, das altruistische Plagiat, das Autoplagiat sowie das Verbal- und Bildplagiat. Im Folgenden sollen diese Plagiatvarianten näher beschrieben werden:

Das Totalplagiat – der Name spricht bereits für sich – zeichnet sich dadurch aus, dass eine vollkommen und unveränderte Übernahme des Textes stattgefunden hat. Auch wenn sich ein solches Plagiat gut nachweisen lässt, sind die bisher aufgedeckten Fälle eher zufällig enttarnt worden.

Übersetzt man ein Werk aus einer anderen Sprache in die eigene, gestaltet sich das Entlarven als Plagiat schwierig. Man spricht von einem Übersetzungsplagiat. Die Intensivierung von internationalen Kontakten zwischen Wissenschaftlern und die Entwicklung von Übersetzungsprogrammen bieten bessere Möglichkeiten der Verhinderung.

Das wohl am häufigsten vorkommende Plagiat ist das Teilplagiat. Eine Mischung aus eigenen Gedanken und aus fremden Texten ohne die Angabe einer Quelle. Treffend bezeichnet der Österreicher Gerhard Fröhlich das Teilplagiat auch als „wissenschaftliches Cuvée“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Plagiats ein, illustriert die Schwere des Fehlverhaltens anhand eines historischen Fallbeispiels und umreißt den Aufbau der Arbeit.

2. Plagiate - Ein ständiges Problem an Universitäten: Dieses Kapitel definiert den Begriff Plagiat, erläutert Möglichkeiten zur Vermeidung von Plagiatsverdacht durch korrekte Zitation und stellt acht spezifische Plagiatvarianten vor.

3. Konsequenzen und Möglichkeiten der Aufdeckung: Hier werden die juristischen sowie universitären Konsequenzen für Plagiaristen dargelegt und Methoden sowie Software-Tools zur Identifizierung von Plagiaten beschrieben.

4. Resümee: Das Resümee appelliert an die wissenschaftliche Ehrlichkeit und stellt fest, dass durch moderne Prüfmethoden das Risiko einer Entlarvung stetig wächst.

Schlüsselwörter

Plagiat, wissenschaftliches Arbeiten, Zitation, Urheberrecht, Totalplagiat, Teilplagiat, Ideenplagiat, Autoplagiat, Plagiatssoftware, Turnitin, Plagiatsverdacht, Exmatrikulation, Geistiger Diebstahl, Bildplagiat, Selbstplagiat

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Problematik von Plagiaten an Universitäten und beleuchtet deren rechtliche und akademische Auswirkungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definition von Plagiaten, die verschiedenen Arten des Plagiierens sowie die Präventions- und Aufdeckungsmöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Klarheit über die Anfertigung von Plagiaten und die damit verbundenen Konsequenzen zu verschaffen, um ein Bewusstsein für wissenschaftliche Integrität zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur und rechtlichen Grundlagen (Urheberrechtsgesetz) sowie der Analyse von Methoden zur Plagiaterkennung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Plagiatstypen, erklärt, wie man Plagiatsverdacht vermeidet, und diskutiert die Konsequenzen von Plagiaten sowie technische Möglichkeiten der Aufdeckung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Plagiat, Urheberrecht, Zitation, akademische Integrität und Plagiatssoftware.

Was unterscheidet ein Teilplagiat von einem Totalplagiat?

Beim Totalplagiat wird ein Werk vollständig und unverändert übernommen, während das Teilplagiat eine Mischung aus eigenen Gedanken und nicht kenntlich gemachten fremden Textstellen darstellt.

Warum stellt das Internet ein Risiko für Lehrende dar?

Das Internet bietet eine nahezu unbegrenzte Quelle für Texte, die leicht kopiert werden können, was das Plagiieren für Studierende vereinfacht.

Welche technischen Hilfsmittel gibt es zur Aufdeckung?

Es existieren spezialisierte Programme wie der „Plagiarism-Finder“ oder „Turnitin“, die eingereichte Arbeiten automatisiert mit Internetquellen und anderen Textdatenbanken abgleichen.

Ist die Nutzung von eigenen bereits veröffentlichten Arbeiten ein Plagiat?

Ja, in der wissenschaftlichen Praxis wird dies als Autoplagiat (oder Selbstplagiat) bezeichnet, sofern die vorherige Veröffentlichung nicht kenntlich gemacht wurde.

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Details

Title
Plagiate - Ein ständiges Problem an Universitäten
College
University of Hannover  (Deutsches Seminar)
Course
Seminar "Arbeitstechniken Literaturwissenschaft"
Grade
2,0
Author
Alexandra Krüger (Author)
Publication Year
2009
Pages
9
Catalog Number
V129547
ISBN (eBook)
9783640380107
ISBN (Book)
9783640380244
Language
German
Tags
Plagiate Problem Universitäten Thema Plagiat
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandra Krüger (Author), 2009, Plagiate - Ein ständiges Problem an Universitäten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129547
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