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Zu John Rawls - "Die fiktive Situation des Urzustandes"

Eine Analyse

Title: Zu John Rawls - "Die fiktive Situation des Urzustandes"

Term Paper , 2007 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Nicole Kutzner (Author)

Philosophy - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit soll Rawls’ Urzustand aus der Theorie der Gerechtigkeit als Grundlage haben. Aus diesem Grund werde ich mich teilweise mit dem Kapitel 2 und zum größten Teil mit dem Kapitel 3 aus der Theorie der Gerechtigkeit beschäftigen. Da es sich bei der Theorie der Gerechtigkeit, wie es der Titel schon sagt, um eine Theorie handelt, besteht der Hauptteil dieser Arbeit darin den Urzustand näher zu erklären. Aus diesem Grund wird der erste Teil dieser Arbeit keine Fragestellung zur Grundlage haben.
Da Rawls nicht der einzige Philosoph ist, der einen Gesellschaftsvertrag entwickelt hat, werde ich mich im Schlussteil damit auseinandersetzen, inwiefern andere Philosophen Einfluss auf Rawls Theorie der Gerechtigkeit hatten. Die Frage die im Schlussteil im Vordergrund stehen wird, lautet demnach: „Inwiefern wurde Rawls in seiner Theorie der Gerechtigkeit von anderen Philosophen beeinflusst?“ Dabei werde ich kurz einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu den jeweiligen Philosophen aufzeigen. Da es eine ganze Reihe von Philosophen gibt, die Einfluss auf Rawls’ Theorie gehabt haben könnten, werde ich mich im Schlussteil nur auf drei Philosophen beschränken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Bedingungen im Urzustand

1. Der Begriff der Gerechtigkeit und das Wissen um dessen Anwendungsbedingungen

2. Die formalen Bedingungen für den Begriff des Rechten

2.1 Allgemeinheit

2.2 Unbeschränkte Anwendbarkeit

2.3 Öffentlichkeit

2.4 Rangordnung

2.5 Endgültigkeit

3. Der Schleier des Nichtwissens

3.1 Kenntnisse der Menschen im Urzustand

3.2 Der Schleier des Nichtwissens garantiert die Einstimmigkeit der Entscheidung

3.3 Die Vorstellung des Guten der Menschen im Urzustand

3.3.1 Schwache Theorie des Guten

3.4 Die Vernünftigkeit und die Motivation der Menschen im Urzustand

3.4.1 Rationalität

3.4.2 Gegenseitiges Desinteresse

3.4.3 Neidfreiheit

3.4.4 Gerechtigkeitssinn

III. Die Argumentation im Urzustand

1 Entscheidungsproblem im Urzustand

1.1 Wahlmöglichkeiten im Urzustand

2. Entscheidung unter Unsicherheit

2.1 Maximin - Regel

2.2 Laplace – Regel

2.3 Entscheidungstheoretische Argumentation für die beiden Gerechtigkeitsprinzipien

2.4 Entscheidungstheoretische Argumentation für die Maximin – Regel

IV. Der Einfluss ausgewählter Philosophen auf John B. Rawls´ Theorie der Gerechtigkeit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Begriff des „Urzustandes“ aus John B. Rawls’ „Theorie der Gerechtigkeit“ systematisch zu erläutern und dessen philosophische Grundlagen sowie die Argumentationsstruktur innerhalb dieses Gedankenexperiments zu beleuchten. Zudem wird untersucht, inwiefern Rawls von klassischen Denkern wie Marx, Aristoteles und Kant beeinflusst wurde.

  • Analyse der konstitutiven Bedingungen des Urzustandes (Schleier des Nichtwissens).
  • Erläuterung der formalen Bedingungen für den Begriff des Rechten.
  • Untersuchung der Entscheidungstheorie unter Unsicherheit (Maximin-Regel).
  • Vergleichende Analyse des Einflusses von Karl Marx, Aristoteles und Immanuel Kant auf Rawls.

Auszug aus dem Buch

3. Der Schleier des Nichtwissens

Ziel des Urzustandes ist es zu einem fairen Verfahren der Grundsätze zu gelangen. Grundlegend ist es deshalb das Zufälle beseitigt werden, welche die Menschen in ungleiche Situationen bringen und dazu verführen können, „gesellschaftliche und natürliche Umstände zu ihrem Vorteil auszunutzen.“ Aus diesem Grund befinden sich die Menschen hinter einem so genannten Schleier des Nichtwissens. Dieser ermöglicht es, dass die Menschen keine Grundsätze aus eigenem Interesse wählen können, weil sie nicht abschätzen können, wie sich diese auf ihre eigenen Interessen und eventuellen Stellungen in der Gesellschaft auswirken können, sondern nur aus allgemeinen Gesichtspunkten. Daher, dass niemand etwas über sich selbst weiß, kann keine Person zu seinen Gunsten handeln und die gewünschte Unparteilichkeit des Urzustandes ist garantiert.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Zielsetzung ein, den Urzustand bei Rawls zu erklären und dessen philosophische Einflüsse durch Marx, Aristoteles und Kant zu analysieren.

II. Bedingungen im Urzustand: Dieses Kapitel definiert die Rahmenbedingungen wie den Schleier des Nichtwissens, formale Bedingungen des Rechten und die Voraussetzungen für vernünftiges Handeln im Urzustand.

III. Die Argumentation im Urzustand: Hier wird das Entscheidungsproblem unter Unsicherheit behandelt, wobei der Fokus auf Entscheidungsregeln wie der Maximin-Regel und der Laplace-Regel liegt.

IV. Der Einfluss ausgewählter Philosophen auf John B. Rawls´ Theorie der Gerechtigkeit: Dieses Kapitel diskutiert die konzeptionellen Verbindungen zwischen Rawls’ Theorie und den Werken von Karl Marx, Aristoteles und Immanuel Kant.

Schlüsselwörter

Urzustand, Gerechtigkeit, Rawls, Schleier des Nichtwissens, Gesellschaftsvertrag, Fairness, Maximin-Regel, Vernunft, Kant, Aristoteles, Marx, Entscheidungsfreiheit, Moral, Grundgüter, Gerechtigkeitssinn.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit John B. Rawls’ Konzept des „Urzustandes“ aus seinem Hauptwerk „A Theory of Justice“ (Eine Theorie der Gerechtigkeit) und dessen Anwendung als fiktive Ausgangssituation für eine gerechte Gesellschaftsordnung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Bedingungen der Urzustands-Situation, die Anwendung von Gerechtigkeitsprinzipien, die Entscheidungstheorie bei Nichtwissen sowie die philosophische Einbettung von Rawls’ Gedanken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Mechanismus des Urzustandes detailliert zu erläutern und aufzuzeigen, wie Rawls die Ideen klassischer Philosophen in sein eigenes Modell integriert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich primär um eine theoretische Textanalyse der „Theorie der Gerechtigkeit“ von John B. Rawls, ergänzt durch eine vergleichende ideengeschichtliche Betrachtung der Einflüsse durch Marx, Aristoteles und Kant.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Bedingungen im Urzustand (Schleier des Nichtwissens, formale Bedingungen des Rechten) und die Analyse der dortigen Entscheidungsprozesse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Urzustand, Schleier des Nichtwissens, Fairness, Gerechtigkeitsprinzipien, Maximin-Regel und die genannten Philosophen Kant, Marx und Aristoteles charakterisiert.

Warum spielt der „Schleier des Nichtwissens“ eine so zentrale Rolle?

Er dient als methodisches Instrument, um Unparteilichkeit zu garantieren, da die Individuen ihre eigene soziale Stellung oder ihre besonderen Vorteile nicht kennen und somit gezwungen sind, Regeln zu wählen, die für jeden vorteilhaft sind.

Wie unterscheidet sich die Maximin-Regel von anderen Ansätzen?

Im Gegensatz zu Ansätzen, die auf die Glückssumme abzielen, minimiert die Maximin-Regel das Risiko, indem sie den Fokus auf die Verbesserung der Aussichten der am schlechtesten gestellten Personen legt.

Inwiefern hat Kant Rawls beeinflusst?

Rawls sieht seinen Urzustand als verfahrensmäßige Deutung von Kants Begriff der Autonomie und des Kategorischen Imperativs, um moralische Grundsätze als Resultat vernünftiger Entscheidungen freier Individuen zu etablieren.

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Details

Title
Zu John Rawls - "Die fiktive Situation des Urzustandes"
Subtitle
Eine Analyse
College
University of Rostock  (Philosophische Fakultät)
Course
Praktische Philosophie I
Grade
1,3
Author
Nicole Kutzner (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V129587
ISBN (eBook)
9783640346059
ISBN (Book)
9783640345885
Language
German
Tags
John Rawls Situation Urzustandes Eine Analyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicole Kutzner (Author), 2007, Zu John Rawls - "Die fiktive Situation des Urzustandes", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129587
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