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Hölderlins chinesische Rezeptionsgeschichte im 20. Jahrhundert

Titel: Hölderlins chinesische Rezeptionsgeschichte im 20. Jahrhundert

Akademische Arbeit , 16 Seiten

Autor:in: Xia Huang (Autor:in)

Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit geht es um Hölderlins chinesische Rezeptionsgeschichte im 20. Jahrhundert. Bis zu den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts rezipieren die chinesischen Leser Hölderlins Werke zum großen Teil durch die Germanisten oder germanistisch interessierten Philosophen verschiedener Generationen, die Hölderlin unzusammenhängend übersetzt und vorgestellt haben. Schon im Jahre 1907 hat der Ästhetiker und Philosoph Wang Guowei (1877–1927) in seinem Essay über "den großen Dramatiker Hebbel" auch Hölderlin im Vorübergehen erwähnt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Germanistische Perspektiven

2. „Dichterisch wohnet der Mensch auf dieser Erde“ – „Heidegger-Fieber“ und Hölderlins Rezeption in den 1980er Jahren

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische und philosophische Rezeptionsgeschichte von Friedrich Hölderlin in China im 20. Jahrhundert, wobei insbesondere der Einfluss germanistischer Forschungsansätze und die Wirkung der Philosophie Martin Heideggers im Kontext der 1980er Jahre analysiert werden.

  • Die Vermittlung Hölderlins durch chinesische Germanisten der ersten Generation.
  • Die Rolle der Literaturkritik bei der Interpretation Hölderlins im gesellschaftspolitischen Kontext.
  • Die philosophische Verbindung zwischen Hölderlin und Martin Heidegger im chinesischen Diskurs.
  • Die Bedeutung von Tradition und Mystizismus in der chinesischen Heidegger- und Hölderlin-Rezeption.

Auszug aus dem Buch

Die germanistische Rezeption Hölderlins in China

Als der bedeutendste chinesische Germanist des 20. Jahrhunderts hat Feng Zhi zeitlebens viele deutschsprachige Dichter erforscht – Goethe, Heine und Rilke. Anders als Rilke war Hölderlin nicht „der Dichter“, mit dem er sich in seiner wichtigsten Lebensphase identifizieren konnte. Sonst wäre die chinesische Rezeptionsgeschichte Hölderlins wohl anders verlaufen. Trotzdem ist Feng Zhi sehr früh zu der Einsicht gelangt, dass sich Hölderlins Dichtung der chinesischen Ästhetik des 20. Jahrhunderts und dem Gemüt der chinesischen Dichter entgegenkommt. „Was die deutschsprachige Literatur angeht, gibt es zu viele ‚Make you strong‘ Schriften, die überhaupt keine Auswirkung auf mich ausüben. Diejenigen werden hingegen von mir hochgeschätzt, die man nur mit der Laterne suchen kann, zum Beispiel die unglücklichen Dichter Hölderlin, Lenau, Heine [...]“.

Obwohl Feng Zhi mehrere Chancen in seiner Promotion hatte, insbesondere innerhalb der Ausstrahlung des George-Kreis, sich mit Hölderlin auseinanderzusetzen, blieb ihm der deutschsprachige Dichter auch in seiner späteren Forschung und dichterischen Schöpfung fern. „Nachdem ich 1935 nach China zurückgekehrt war, las ich Hölderlin nicht weiter und seitdem ist Hölderlin mir ferngeblieben.“ Erst als der Germanist in den 1950er Jahren begann, Die Kurze Geschichte der deutschen Literatur zu verfassen, entwickelte er eine Vorliebe auch für Hölderlin.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Germanistische Perspektiven: Dieses Kapitel beleuchtet die frühe Vermittlung Hölderlins durch chinesische Germanisten und Intellektuelle wie Feng Zhi und Ji Xianlin, die ihn als Dichter im dualistischen Kontext zu Goethe und später als mystischen Dichter interpretierten.

2. „Dichterisch wohnet der Mensch auf dieser Erde“ – „Heidegger-Fieber“ und Hölderlins Rezeption in den 1980er Jahren: Hier wird der maßgebliche Einfluss Martin Heideggers auf die Wiederentdeckung und philosophische Einordnung Hölderlins in China, insbesondere während des „Heidegger-Fiebers“ der 80er Jahre, detailliert untersucht.

Schlüsselwörter

Friedrich Hölderlin, Martin Heidegger, chinesische Germanistik, Feng Zhi, Ji Xianlin, Rezeptionsgeschichte, deutsche Literatur, Dichtung, Mystizismus, Tradition, Heidegger-Fieber, moderne chinesische Philosophie, Idealismus, griechische Antike, deutsch-chinesischer Kulturaustausch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und philosophische Einbettung der Rezeption von Friedrich Hölderlins Werk in China über das gesamte 20. Jahrhundert hinweg.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Arbeit früher chinesischer Germanisten, die Rezeption durch den Philosophen Martin Heidegger sowie die kulturellen und politischen Rahmenbedingungen, die den Zugang zu Hölderlins Dichtung in China prägten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hölderlin von einem weitgehend unbekannten oder unzusammenhängend rezipierten Autor zu einer zentralen Figur der deutschen Literatur im chinesischen Geistesleben avancierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt philologische und literaturhistorische Analysen sowie die Untersuchung von Forschungsbiographien führender chinesischer Germanisten und Philosophen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die germanistische Sicht durch Pioniere wie Feng Zhi und Ji Xianlin sowie die entscheidende philosophische Vermittlung durch Martin Heidegger.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rezeptionsgeschichte, Hölderlin, Heidegger, chinesische Germanistik und der philosophische Diskurs über das „Dichterische“.

Welche Rolle spielte Feng Zhi bei der Einordnung Hölderlins?

Feng Zhi sah in Hölderlin einen unglücklichen, aber zutiefst ästhetisch bedeutsamen Dichter, dessen Werk im Gegensatz zu populären „Make you strong“-Schriften eine tiefere Resonanz für chinesische Intellektuelle bot.

Was war der Grund für das „Heidegger-Fieber“ in China?

Das „Heidegger-Fieber“ resultierte aus dem Bedürfnis chinesischer Intellektueller nach der Kulturrevolution, über den Begriff der „Tradition“ und Heideggers Auseinandersetzung mit der metaphysischen Geschichte des Abendlandes eine eigene Position in der Moderne zu finden.

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Details

Titel
Hölderlins chinesische Rezeptionsgeschichte im 20. Jahrhundert
Autor
Xia Huang (Autor:in)
Seiten
16
Katalognummer
V1296565
ISBN (PDF)
9783346762740
ISBN (Buch)
9783346762757
Sprache
Deutsch
Schlagworte
hölderlins rezeptionsgeschichte jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Xia Huang (Autor:in), Hölderlins chinesische Rezeptionsgeschichte im 20. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1296565
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Leseprobe aus  16  Seiten
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