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Konstruktivismus in der Erwachsenenbildung - Theorie und Praxis

Title: Konstruktivismus in der Erwachsenenbildung - Theorie und Praxis

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Magistra Artium Melanie Bilzer (Author)

Pedagogy - Adult Education
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Durch den raschen technologischen und technischen Fortschritt, den u.a. daraus resultierenden Anforderungen an die Kompetenzen des Einzelnen und dem veränderten Ansprüchen der Wissens- und Informationsgesellschaft – in der wir uns befinden - an den Umgang mit Wissen, hat lebenslanges Lernen – und somit die Erwachsenenbildung an Bedeutung gewonnen.
Die Erwachsenenbildung (EB) wird nicht durch eine allgemeingültige Theorie fundiert. Die Pluralität der Bildungseinrichtungen erfordert auch eine Pluralität der Theorien. Die Suche nach der Theorie ist also nicht sinnvoll. Vielmehr arbeitet die EB mit vielen verschiedenen theoretischen Ansätzen, wie z.B. sozialisationstheoretische Ansätze, systemisch-ökologischen Ansätzen, konstruktivistische Ansätze etc., die sich gegenseitig nicht zwangsläufig ausschließen, sondern sich vielmehr ergänzen.

Diese Arbeit beschäftigt sich im Folgenden ausschließlich mit der konstruktivistischen Erwachsenenbildung. Hierbei wird sowohl auf den theoretischen Ansatz des Konstruktivismus wie auch auf die praktische Umsetzung dieser Theorie näher eingegangen. Abschließend wird die konstruktivistische Theorie kritisch beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Die Theorie des Konstruktivismus

3. Konstruktivismus in der Erwachsenenbildung

4. Praktische Umsetzung der konstruktivistischen Theorie

4.1 Methodenkompetenz, Methoden und Prinzipien des Lehrens

4.2 Das SANTIAGO-Prinzip

5. Kritische Betrachtung des konstruktivistischen Ansatzes

6. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Stellenwert und die praktische Anwendbarkeit konstruktivistischer Ansätze innerhalb der Erwachsenenbildung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich durch den Paradigmenwechsel vom instruierenden Lehrenden hin zum Lernberater ein selbstgesteuerter Wissenserwerb ermöglichen lässt, der die individuellen Deutungen und die Eigenverantwortung der Lernenden in den Mittelpunkt stellt.

  • Grundlagen und Kernthesen der konstruktivistischen Theorie
  • Transformation der Rollen von Lehrenden und Lernenden
  • Methodische Gestaltung konstruktivistischer Lernumgebungen
  • Das SANTIAGO-Prinzip als Führungs- und Entwicklungskonzept in Unternehmen
  • Kritische Analyse der Chancen und Grenzen des konstruktivistischen Ansatzes

Auszug aus dem Buch

4.1 Methodenkompetenz, Methoden und Prinzipien des Lehrens

Unter Methoden versteht Horst Siebert Wege, die zu Lernzielen führen. Dabei ist wichtig, dass die angewendeten Methoden nicht wie vorgefertigte Schablonen immer und immer wieder eingesetzt werden, sondern von Veranstaltung zu Veranstaltung neu überarbeitet und auf die jeweilige Situation und den Bedürfnissen der Teilnehmer abgestimmt werden.

Während sich in der schulischen Bildungsarbeit die Methoden meist nur auf die Unterrichtsformen beschränken, ist der Methodenbegriff in der außerschulischen Bildungsarbeit weiter gefasst. Er beinhaltet hier Aktionsformen wie z.B. lesen, zuhören, diskutieren, Sozial- (Einzelarbeit, Teamwork etc.) und Organisationsformen (Vortrag, Seminar), den Einsatz von Medien wie z.B. PowerPoint-Präsentationen, Formen der Verständigung (u.a. Konfliktregelungen etc.) sowie Wirkungskontrollen und Prüfungen. Aber auch geeignet gestaltete Lernräumlichkeiten, feste Zeiten, Sitzordnungen wie auch die Vorbereitung und Bereitstellung von Lernmaterialien gehören zum Methodikbegriff.

Die folgende Abbildung 2 zeigt, dass Lehrende und Lernende einander gegenübergestellt werden. Jedoch ist von dieser definierenden Bezeichnung abzusehen, da sowohl die Kursleiter wie auch die Teilnehmer lehren und lernen können. Ein Kursteilnehmer kann zum Beispiel dann als „Experte“ agieren, wenn er als Zeitzeuge über historische Ereignisse spricht. Lehrende hingegen werden in solchen Situationen zu Lernenden. Ein Kurs wird umso erfolgreicher verlaufen, wenn alle Beteiligten offen für Neues sind. Reflexion bezüglich der angewendeten Methoden sowie die nötige Flexibilität sind auf Seiten der Lehrenden unerlässlich. Die Fähigkeit, Kurssituationen zu erfassen und angemessen darauf zu reagieren wird in der Erwachsenenbildung häufig als Situations- und Teilnehmerorientierung bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Es wird die wachsende Bedeutung des lebenslangen Lernens vor dem Hintergrund der Informationsgesellschaft dargelegt und die Notwendigkeit einer pluralistischen Theoriebildung für die Erwachsenenbildung betont.

2. Die Theorie des Konstruktivismus: Dieses Kapitel erläutert die Grundannahme, dass Wissen nicht abgebildet, sondern vom Subjekt aktiv konstruiert wird, und stellt Konzepte wie die Nicht-Erkennbarkeit der Welt und pragmatische Gelassenheit vor.

3. Konstruktivismus in der Erwachsenenbildung: Hier wird der Transfer der Theorie auf die Erwachsenenbildung vollzogen, wobei der Fokus auf der Abkehr von reinem Input-Lernen hin zur Förderung der Reflexion subjektiver Deutungen liegt.

4. Praktische Umsetzung der konstruktivistischen Theorie: Dieses Kapitel behandelt die methodischen Anforderungen an Lehrende sowie das SANTIAGO-Prinzip als ganzheitlichen Ansatz für Führung und Personalentwicklung.

5. Kritische Betrachtung des konstruktivistischen Ansatzes: Es werden die Stärken des Modells gegen kritische Stimmen abgewogen, insbesondere hinsichtlich der Vernachlässigung von Sozialisationsfaktoren und der Frage nach gesellschaftlicher Verantwortung.

6. Schlusswort: Die Autorin resümiert, dass der Konstruktivismus ein wichtiger, wenn auch nicht unumstrittener Ansatz ist, der Pädagogen zu größerer Flexibilität und zur Anerkennung individueller Lernprozesse anregen sollte.

Schlüsselwörter

Konstruktivismus, Erwachsenenbildung, Selbstorganisation, Wissenskonstruktion, Deutungslernen, Lernberater, SANTIAGO-Prinzip, Personalentwicklung, Lernende Organisation, Autopoiesis, Reflexion, Methodenkompetenz, Deutungsmuster, Situationsorientierung, Lebenslanges Lernen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Anwendung konstruktivistischer Theorien in der Erwachsenenpädagogik und wie diese das Verständnis von Lehren und Lernen transformieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Konstruktivismus, die veränderte Rolle von Lehrenden, praktische Methoden der Bildungsarbeit sowie die Anwendung dieser Prinzipien auf die Personalentwicklung in Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Nutzen konstruktivistischer Ansätze darzustellen, um Lernen als einen aktiven, selbstgesteuerten Prozess zu begreifen und die pädagogische Praxis entsprechend zu optimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Hausarbeit, die auf Basis bestehender Literatur (u.a. Arnold, Siebert, Glasersfeld) die konstruktivistische Theorie expliziert und kritisch diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die spezifische Betrachtung der Erwachsenenbildung, die praktische Umsetzung mittels Methoden und Prinzipien (wie das SANTIAGO-Prinzip) sowie eine kritische Reflektion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Selbstorganisation, Deutungslernen, Konstruktivismus, Lernberater und die Forderung nach einer Ermöglichungsdidaktik.

Was besagt das SANTIAGO-Prinzip genau?

Es ist ein Führungskonzept, das für Stellvertretende Führung, Autopoiesis, Nachhaltigkeit, Transformation, Interpretation, Arrangement, Gelassenheit und Organisationslernen steht, um Personalentwicklung moderner zu gestalten.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Lehrenden laut dieser Arbeit?

Der Lehrende tritt nicht mehr als reiner Wissensvermittler auf, sondern agiert als Lernberater, der Lernarrangements schafft und Impulse gibt, statt Lernprozesse direkt zu instruieren.

Warum üben Kritiker Skepsis am Konstruktivismus?

Kritiker bemängeln, dass die Betonung der individuellen Selbstorganisation die Bedeutung der Sozialisation und die gesellschaftliche Verantwortung des Einzelnen vernachlässigen könnte.

Was bedeutet "Wirklichkeit zweiter Ordnung" in diesem Kontext?

Der Begriff beschreibt die subjektive Bewertung oder den spezifischen Sinn, den ein Mensch einer allgemein beschriebenen Tatsache verleiht.

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Details

Title
Konstruktivismus in der Erwachsenenbildung - Theorie und Praxis
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl für Pädagogik)
Course
Erwachsenenbildung
Grade
1,3
Author
Magistra Artium Melanie Bilzer (Author)
Publication Year
2007
Pages
24
Catalog Number
V129689
ISBN (eBook)
9783640358649
ISBN (Book)
9783640358182
Language
German
Tags
Konstruktivismus Erwachsenenbildung Theorie Praxis
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Melanie Bilzer (Author), 2007, Konstruktivismus in der Erwachsenenbildung - Theorie und Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129689
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