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Analyse und Interpretation des Theatertextes "Iphigenie Königskind" (1989) von Pauline Mol

Title: Analyse und Interpretation des Theatertextes  "Iphigenie Königskind" (1989) von Pauline Mol

Term Paper , 2007 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Magistra Artium Katharina Kullmer (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Die Geschichte der jungen Iphigenie ist in der Version des klassischen griechischen Dichters Euripides bekannt. Die holländische Autorin Pauline Mol hat mit „Iphigenie Königskind“ (1989) eine moderne Version des Stückes für Kinder und jugendliche geschaffen, empfohlen hat sie den Stoff für Erwachsene und Kinder ab zehn Jahren.
In der vorliegenden Arbeit wird das Stück analysiert und interpretiert; zudem wird untersucht inwiefern sich das Stück im Vergleich zur klassischen Vorlage verändert hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

I. Paraphrase und Leseeindruck

II. Charaktere - Analyse der dramatis personae

III. Werkimmanente Interpretation – Erkenntnisthese

IV. Textaufbau und Sprache

V. Hintergrund, Verweise und Themen

VI. Zur Autorin und zur Entstehung des Stücks

VII. Hermeneutische Interpretation

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die moderne Theateradaption „Iphigenie Königskind“ (1989) von Pauline Mol und untersucht, wie der antike Stoff von Euripides für ein junges Publikum neu interpretiert wird. Der Fokus liegt dabei auf der psychologischen Ausgestaltung der Figuren, der symbolischen Spaltung der Protagonistin sowie den Generationenkonflikten und Machtstrukturen innerhalb der modernen Familienwelt.

  • Die Spaltung der Hauptfigur in „Iphigenie“ und „das Kind“ als Ausdruck innerer Zerrissenheit.
  • Die kritische Darstellung der Erwachsenenwelt und deren Egoismus.
  • Die Funktion der Sprache als Barriere zwischen Kindern und Erwachsenen.
  • Die Neuinterpretation des antiken Mythos unter Berücksichtigung von Themen wie Verantwortung und Opferbereitschaft.

Auszug aus dem Buch

II. Charaktere - Analyse der dramatis personae

Bei ihren Charakteren und deren Zeichnung hat Pauline Mol ihren eigenen Stil sehr durchscheinen lassen. Am bedeutsamsten ist ihre Ergänzung der Figur Iphigenie, die sie in das heranwachsende Mädchen Iphigenie und „das Kind“ aufspaltet. Iphigenie ist die Hauptfigur des Stückes, durch sie kommt auch die Handlung in Gang, denn ihre Existenz sorgt dafür, dass ihr Vater vor der Entscheidung steht eine Tochter zu opfern. Das Kind ist neben erklärender Instanz für das Publikum auch ein Teil der Hauptfigur. Diese Spaltung der Figur der Iphigenie symbolisiert auch eine Zerrissenheit des Mädchens. Erklärt wird dies im Stück nicht, die Rechtfertigung der Existenz des Kindes wird gar heruntergespielt.

Die Zuschauer sehen zwei Figuren: Iphigenie und das Kind. Auf der Bühne selbst sieht aber nur Iphigenie das Kind, alle anderen Figuren nehmen dessen Existenz nicht wahr. Das Kind symbolisiert den Teil Iphigenies, der sich der Welt der Erwachsenen nicht anpasst, der Widerstand bietet. Es zeigt die Gefühle und auch das Unbewusste, dass sich im Seelenleben Iphigenies abspielt. Das Kind wirkt als „Mittler unverfälschten Wissens und dechiffriert die Scheinwahrheiten der Eltern“. Iphigenie ist der Teil der Gesamtfigur, der sich den Erwartungen der Erwachsenen anpasst und sich ihren Wünschen beugt. Sie lässt sich unterdrücken, nimmt den Wahn ihrer Eltern in Schutz und opfert sich aus Liebe für sie. Im Laufe des Stücks nimmt sie immer mehr die Ideen und Ansichten ihrer Eltern an.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Vorstellung des Themas und des gewählten methodischen Schemas für die Untersuchung des Stücks.

I. Paraphrase und Leseeindruck: Darstellung der Handlung und erste Eindrücke von der modernen Bearbeitung des klassischen Stoffes.

II. Charaktere - Analyse der dramatis personae: Analyse der Figurenkonstellation mit Schwerpunkt auf der Aufspaltung von Iphigenie und der kritischen Zeichnung der Erwachsenen.

III. Werkimmanente Interpretation – Erkenntnisthese: Formulierung der zentralen Fragen und Zielsetzungen für die weitere Interpretation des Stückes.

IV. Textaufbau und Sprache: Untersuchung der dramaturgischen Struktur, der Rolle von Prolog/Epilog und der spezifischen Sprachwahl der Charaktere.

V. Hintergrund, Verweise und Themen: Einordnung der modernen Aspekte, der Frauenrollen und zentraler Themen wie Einsamkeit und Machtstrukturen.

VI. Zur Autorin und zur Entstehung des Stücks: Hintergrundinformationen zu Pauline Mol und ihrem künstlerischen Ansatz für das Kinder- und Jugendtheater.

VII. Hermeneutische Interpretation: Abschließende philosophische Deutung des Generationenkonflikts und der universellen Bedeutung des Stücks.

Schlüsselwörter

Iphigenie Königskind, Pauline Mol, Theaterpädagogik, Euripides, Kindertheater, Erwachsenwerden, Generationenkonflikt, Identität, Machtstrukturen, griechische Mythologie, Opferbereitschaft, Familienkonflikte, Dramenanalyse, Moderne Adaption, Selbstdarstellung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die moderne Theateradaption „Iphigenie Königskind“ der niederländischen Autorin Pauline Mol und vergleicht diese mit der antiken Vorlage von Euripides.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die kindliche Wahrnehmung, der Konflikt zwischen den Generationen, Machtstrukturen in der Erwachsenenwelt sowie Fragen der Identitätsfindung und Selbstaufgabe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Beweggründe der Autorin für die inhaltlichen Ergänzungen zu verstehen und aufzuzeigen, wie das Stück die Sehnsucht eines Kindes nach Liebe und Anerkennung thematisiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine werkimmanente Interpretation, ergänzt durch eine hermeneutische Analyse, um die psychologische Tiefe und den sozialen Kontext des Stücks zu durchleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Figuren (insbesondere der gespaltenen Iphigenie), dem Textaufbau, der Sprachverwendung und dem modernen Hintergrund der dargestellten Welt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Iphigenie Königskind, Pauline Mol, Generationenkonflikt, Identitätsfindung, moderne Mythos-Adaption und kindliche Perspektive.

Warum spaltet Pauline Mol die Figur der Iphigenie?

Die Aufspaltung in „Iphigenie“ und „das Kind“ dient dazu, die innere Zerrissenheit des Mädchens zu visualisieren, wobei das Kind als unbewusste, kritische Stimme fungiert, die sich den Erwartungen der Erwachsenen widersetzt.

Wie endet das Stück bei Pauline Mol?

Ähnlich wie bei Euripides rettet die Göttin Artemis das Mädchen, doch bei Mol wird dies primär vom „Kind“ wahrgenommen, was Hoffnung auf eine spätere Versöhnung und Entwicklung des Kindes lässt.

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Details

Title
Analyse und Interpretation des Theatertextes "Iphigenie Königskind" (1989) von Pauline Mol
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,7
Author
Magistra Artium Katharina Kullmer (Author)
Publication Year
2007
Pages
20
Catalog Number
V129706
ISBN (eBook)
9783640362783
ISBN (Book)
9783640363148
Language
German
Tags
Pauline Mol
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Katharina Kullmer (Author), 2007, Analyse und Interpretation des Theatertextes "Iphigenie Königskind" (1989) von Pauline Mol, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129706
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