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Die Darstellung der maurischen Kulturüberreste von deutschen Spanienreisenden zwischen 1914 und 1932

Titre: Die Darstellung der maurischen Kulturüberreste von deutschen Spanienreisenden zwischen 1914 und 1932

Dossier / Travail , 2021 , 17 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Anton Spieker (Auteur)

Philologie classique - Autres
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Wie war die Darstellung der maurischen Kulturüberreste von deutschen Spanienreisenden? Relevant ist die Fragestellung vor allem vor dem Hintergrund des weit verbreiteten Stereotypenbildes vom Spanier als Araber. Die Basis der Arbeit legt das Buch "Das unbekannte Spanien" von Kurt Hielscher, zuerst veröffentlicht im Jahr 1922, welches als Primärquelle benutzt wird. Es gibt schon Ausarbeitungen, die sich mit den Überresten der Mauren befassen, allerdings gibt es eher weniger Literatur, welche sich explizit mit Hielschers Darstellung der maurischen Überreste beschäftigt.

Im Zuge dessen werden zu Beginn der Arbeit die historischen Rahmenbedingungen erläutert. Ebenso wird auf die Entstehung und die Rolle der Stereotypen eingegangen, um zu schauen, welchen Faktor diese bei Hielschers Aussagen hatten. Um zu klären welchen Gehalt, bzw. welche Aussagekraft die Bilder in seinem Buch hatten wird sich weiterhin damit befasst, ob Hielschers Bilder die Realität eines Alltags in Spanien widerspiegeln. Zur finalen Beantwortung der Fragestellung wird gegen Ende Hielschers Darstellung der maurischen Kulturüberreste mit denen anderer Autoren des frühen 20. Jhd. verglichen, die ebenfalls durch Spanien gereist sind und vielfältig über ihre Wahrnehmung berichten. Gleichzeitig soll im Schluss ein weiterer Aspekt geklärt werden, nämlich der, ob unter Umständen kommerzielle Interessen die Motivwahl Hielschers beeinflusst haben.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einordnung in den historischen Kontext

2.1 Spanien aus deutscher Sicht - Traditionelle Stereotypen und ihre Entstehung

3. Kurt Hielscher und sein Wirken

4. Hielschers Werk: Das unbekannte Spanien

4.1 Hielschers Erfassung der Realität

4.2 Analyse von Das unbekannte Spanien

5. Analyse der Darstellung maurischer Kulturüberreste

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie deutsche Spanienreisende zwischen 1914 und 1932 maurische Kulturüberreste wahrgenommen und dargestellt haben, wobei der Fokus primär auf Kurt Hielschers Fotobuch "Das unbekannte Spanien" liegt. Dabei wird analysiert, inwieweit Hielscher bestehende Stereotypen bediente und welche Rolle inszenierte Bildmotive bei der Konstruktion eines exotisierten Spanienbildes spielten.

  • Historische Einordnung des Spanienbildes und traditioneller Stereotypen
  • Biografie und dokumentarisches Wirken von Kurt Hielscher
  • Analyse des Fotobuchs "Das unbekannte Spanien" als Medium und historische Quelle
  • Darstellung maurischer Architektur und kultureller Überreste
  • Bedeutung kommerzieller Interessen für die Motivwahl und Bildinszenierung

Auszug aus dem Buch

4.2 Analyse von Das unbekannte Spanien

„Meine Bilder sollen für sich reden.“ Diese Worte wählt Hielscher in seiner Einleitung. Für mich stellt sich die Frage, ob im Werk wirklich nur die Bilder sprechen oder ob nicht auch darauf Einfluss genommen wurde, was die Fotographien zeigen und aussagen. Denn es muss beim Betrachten hinterfragt werden, warum sich Hielscher für, beziehungsweise gegen bestimmte Motive entschieden hat. Ich stelle die Vermutung auf, dass FotografInnen nur das fotografieren, was für sie so interessant ist, dass es weitergezeigt werden soll. Bilder können natürlich ein Statement sein, doch zeigen sie nur das, was Hielscher für interessant und vor allem relevant hielt.

Hielscher muss außerdem von dem Sepia-Tönungseffekt welcher im letzten Kapitel vorgestellt wurde gewusst haben, denn er bestand vehement darauf, nur in diesem Druckverfahren zu veröffentlichen. Er achtete auf die ästhetische Darstellung seiner Bilder und wollte sie nicht um jeden Preis veröffentlichen, nur um etwas veröffentlicht zu haben. Er hatte bereits Angebote von diversen Verlagen, die jedoch nicht seinen Forderungen nachkamen, das teurere Kupferdruckverfahren zu verwenden. Der Effekt passte wohl in die Vorstellung, die Hielscher versucht hatte dem/der BetrachterIn näher zu bringen, die Vorstellung eines eher alt wirkenden und konservierten Spaniens. Diesen Aspekt untermalt sein erster Satz in seinem Buch, in dem er schreibt: „Spanien ist ein einziges großes Freilichtmuseum, das Schätze des Kulturlebens der verschiedensten Zeiten und Völker birgt [...].“ In einem Museum werden generell Dinge dargestellt, die man eher nicht im Alltag vorfindet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an der Darstellung maurischer Kultur durch deutsche Reisende vor dem Hintergrund des damaligen Orient-Stereotyps und führt die methodische Basis ein.

2. Einordnung in den historischen Kontext: Dieses Kapitel spannt den Bogen von der historischen Reconquista bis zum 18. Jahrhundert und analysiert die Entstehung von Spanienbildern als Spiegel europäischer Machtinteressen.

2.1 Spanien aus deutscher Sicht - Traditionelle Stereotypen und ihre Entstehung: Hier wird untersucht, wie Vorurteile und die Theorie der "leyenda negra" das deutsche Bild vom Spanier als "Araber" mitformten.

3. Kurt Hielscher und sein Wirken: Das Kapitel biographiert den Fotografen und beschreibt die zufällige Entstehung seines umfangreichen Reisebildmaterials während des Ersten Weltkriegs.

4. Hielschers Werk: Das unbekannte Spanien: Es wird die formale Beschaffenheit des Fotobuchs von 1922 als Pionierwerk der Reisebildliteratur und dessen Wirkung im damaligen Zeitgeist analysiert.

4.1 Hielschers Erfassung der Realität: Hier steht die kritische Hinterfragung der vermeintlichen Authentizität von Fotografie im Kontext technischer Gestaltungsmittel wie Druckverfahren und Sepia-Tönung im Fokus.

4.2 Analyse von Das unbekannte Spanien: Diese Analyse deckt auf, wie Hielscher durch bewusste Motivwahl ein "konserviertes" Spanien konstruiert und dadurch bestehende Vorurteile bedient.

5. Analyse der Darstellung maurischer Kulturüberreste: Dieses Kapitel vergleicht die Sichtweisen Hielschers und anderer Autoren des Zeitraums auf maurische Architektur und kulturelle Spuren wie etwa die Alhambra.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass Hielschers Darstellung zwar eine hohe ästhetische Wirkung erzielt, jedoch aufgrund kommerzieller Erwägungen und der bewussten Nutzung von Stereotypen kritisch als zeitgebundene Konstruktion zu werten ist.

Schlüsselwörter

Kurt Hielscher, Das unbekannte Spanien, maurische Kultur, Spanienreise, Fotobuch, Stereotypen, Orient, Orientierung, Reisebild, Andalusien, Alhambra, Kulturüberreste, Repräsentation, 1914-1932, Bildinszenierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Art und Weise, wie deutsche Reisende im frühen 20. Jahrhundert die maurischen Kulturspuren in Spanien wahrnahmen und in Bild und Text dokumentierten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Spanien als Bindeglied zwischen Orient und Okzident, die Rolle von Stereotypen in der Reisebildliteratur und die mediale Konstruktion von Exotik durch Fotografie.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es zu klären, ob Kurt Hielschers Darstellung der maurischen Kulturüberreste eine objektive Realität abbildet oder ob sie gezielt inszeniert wurde, um verbreitete Klischees zu bedienen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, indem sie primäres Bildmaterial von Kurt Hielscher mit zeitgenössischer Sekundärliteratur vergleicht und kritisch kontextualisiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der historischen Rahmenbedingungen, die Untersuchung von Hielschers biografischem Kontext, die technische Auswertung seiner Fotobücher sowie die spezifische Exegese seiner Darstellung maurischer Bauwerke.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Stereotypisierung, Exotisierung, Bildinszenierung, maurische Architektur und die 1920er Jahre als kulturelle Umbruchszeit geprägt.

Warum spielt die Sepia-Tönung in der Analyse eine wichtige Rolle?

Sie dient als Indiz dafür, dass Hielscher bewusst eine künstlerische Ästhetik wählte, um das Bild eines "altertümlichen" und konservierten Spaniens zu erzeugen und von der technischen Realität abzuweichen.

Inwieweit beeinflussten kommerzielle Faktoren Hielschers Werk?

Hielscher wählte Motive gezielt so aus, dass sie das "Unbekannte" und "Exotische" betonten, da dies seine Fotobücher für ein europäisches Publikum attraktiver und somit vermarktungsfähiger machte.

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Résumé des informations

Titre
Die Darstellung der maurischen Kulturüberreste von deutschen Spanienreisenden zwischen 1914 und 1932
Université
University of Göttingen  (Seminar für romanische Philologie)
Note
1,7
Auteur
Anton Spieker (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
17
N° de catalogue
V1297553
ISBN (PDF)
9783346761835
ISBN (Livre)
9783346761842
Langue
allemand
mots-clé
Mauren Kultur Historie Geschichte Spanien Spanische Geschichte Kulturüberreste Maurische Kultur Darstellung Fotografie 20. Jahrhundert Spanische Landeswissenschaft Landeswissenschaft Reisen Reisende Buch Spanische Kultur Kulturtourismus Alhambra Anthtopologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anton Spieker (Auteur), 2021, Die Darstellung der maurischen Kulturüberreste von deutschen Spanienreisenden zwischen 1914 und 1932, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1297553
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Extrait de  17  pages
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