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Das deutsche System der sozialen Absicherung im internationalen Vergleich

Am Beispiel Schweden und Deutschland

Title: Das deutsche System der sozialen Absicherung im internationalen Vergleich

Essay , 2008 , 7 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Roman Behrens (Author)

Sociology - Social System and Social Structure
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„Das Übel erkennen heißt schon, ihm teilweise abhelfen...“

Das wohl größte Übel im ausgehenden 19.Jahrhundert war das Elend der Arbeiterklasse. Reichskanzler Bismarck erkannte genau dies und ohne das gerade eben von ihm zitierte wie erkannte Übel wäre er nicht auf die Idee gekommen etwas Grundlegendes in Deutschland einzuführen: die ersten Gesetze und Versicherungen, welche die Menschen jener Zeit vor finanziellem Unheil bei drohender Arbeitslosigkeit bewahren sollte.
Im Rahmen dieses Essays soll daher versucht werden, eine Antwort darauf zu finden, inwiefern das deutsche System der sozialen Absicherung einem internationalen Vergleich standhält. Deshalb soll neben einer kleinen einführenden historischen Exkursion in die Thematik das System der sozialen Absicherung von Deutschland und Schweden vergleichend betrachtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie der sozialen Absicherung

2.1 Typologie der Wohlfahrtsstaaten nach Esping-Andersen

3. Praxisnaher Vergleich: Deutschland und Schweden

3.1 Das schwedische Modell

3.2 Das konservative Modell Deutschlands

4. Kritischer Vergleich und Fazit

Zielsetzung und Themen

Dieses Essay untersucht die Struktur und Funktionsweise des deutschen Systems der sozialen Absicherung im Kontext eines internationalen Vergleichs, insbesondere gegenüber dem schwedischen Wohlfahrtsmodell, um die Effizienz und Zukunftsfähigkeit der verschiedenen Ansätze zu bewerten.

  • Historische Entwicklung der Sozialgesetzgebung in Deutschland
  • Theoretische Grundlagen und Typologien von Wohlfahrtsstaaten
  • Vergleichende Analyse des deutschen und schwedischen Sicherungssystems
  • Herausforderungen der sozialen Sicherung im demografischen Wandel
  • Diskussion von Reformbedarf und Entbürokratisierung

Auszug aus dem Buch

Das schwedische Modell

Schweden besitzt ein umfassendes System der sozialen Sicherheit, welches an der Erwerbstätigkeit anknüpft, was in einem Land, welches sich die Vollbeschäftigung als Ziel gesetzt hat, dazu führt, dass alle, die sich legal auf schwedischem Boden aufhalten, versichert sind. Das schwedische Sozialsystem beruht auf drei Säulen: der allgemeinen Sozialversicherung, der Arbeitslosenversicherung und der sozialen Mindestsicherung. Grundlegend ist, dass in Schweden zwei Formen der Erwerbstätigkeit existieren: angestellt oder selbstständig. Für beide Gruppen gelten diverse Pflichtversicherungen wie z.B. die Pensionsversicherung, die Elternversicherung, die Krankenversicherung, die Hinterbliebenenversicherung und die Unfallversicherung. Diese Versicherungen bilden den ersten Bereich der sozialen Absicherung Schwedens, die allgemeinen Sozialversicherungen. Alle diese Versicherungen kosten Angestellte circa 32% des Bruttogehaltes, Selbstständige etwa 31% des Einkommens. Selbstständige können ihre Krankenversicherungskosten senken, indem sie drei bis 30 Karenztage ohne Krankengeld in Kauf nehmen.

Der zweite erwähnte Bereich, die Arbeitslosenversicherung, ist in Schweden keine gesetzliche Versicherung, was auch bedeutet, dass alle „Arbeitswilligen“ ab 20 Jahren, die keine Arbeit finden, Anspruch auf eine (sehr niedrige) Grundabgeltung haben. Im Gegensatz zu Deutschland handelt es sich bei dieser skandinavischen Variante der Arbeitslosenversicherung um eine freiwillige Versicherung. Wer ein einkommensbezogenes Arbeitslosengeld beziehen will, muss sich einer (meist gewerkschaftlich organisierten) „Arbeitslosenkassa“ anschließen, was selbstverständlich auch den Selbstständigen offen steht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Notwendigkeit der Einführung der ersten Sozialgesetze im 19. Jahrhundert unter Bismarck ein und formuliert die Zielsetzung des Vergleichs zwischen Deutschland und Schweden.

2. Theorie der sozialen Absicherung: Es werden die Grundbegriffe der sozialen Sicherung nach der Europäischen Kommission definiert und der theoretische Rahmen durch die Typologie von Esping-Andersen (liberale, konservative und sozialdemokratische Modelle) abgesteckt.

3. Praxisnaher Vergleich: Deutschland und Schweden: Dieses Kapitel analysiert detailliert die drei Säulen des schwedischen Modells sowie den Aufbau des deutschen, konservativ geprägten Sozialversicherungssystems inklusive der Finanzierungsstrukturen.

4. Kritischer Vergleich und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der unterschiedlichen Systeme ab und diskutiert die Herausforderungen wie Reformstau und demografischen Wandel.

Schlüsselwörter

Soziale Absicherung, Sozialstaat, Deutschland, Schweden, Wohlfahrtsstaat, Sozialversicherung, Bismarck-Typ, Beveridge-Typ, Reformstau, Alterspyramide, Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, Sozialhilfe, Erwerbstätigkeit, Wohlfahrtsmodell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich der sozialen Sicherungssysteme in Deutschland und Schweden, eingebettet in einen historischen und theoretischen Rahmen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die historische Genese der Sozialpolitik, die theoretische Einordnung moderner Wohlfahrtsstaaten sowie die konkrete Ausgestaltung der sozialen Sicherung in der Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu prüfen, inwieweit das deutsche Sozialsystem im internationalen Vergleich Bestand hat und welche Lehren aus anderen Modellen, wie dem schwedischen, gezogen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine vergleichende, analytische Methode gewählt, die sowohl historische Exkurse als auch eine theoretische Typisierung nach Esping-Andersen nutzt.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung des schwedischen Systems (mit Fokus auf Universalität) und des deutschen Systems (mit Fokus auf den konservativ-korporatistischen Ansatz).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Sozialstaat, Wohlfahrtsmodell, Sozialversicherung, Reformstau und interner Systemvergleich geprägt.

Was unterscheidet das schwedische vom deutschen Modell in Bezug auf die Arbeitslosenversicherung?

Während die Arbeitslosenversicherung in Deutschland ein gesetzlich verankertes Pflichtsystem ist, handelt es sich bei der schwedischen Variante um ein freiwilliges System, das oft gewerkschaftlich organisiert ist.

Welches Prinzip verfolgt Schweden bei der sozialen Sicherung laut dem Text?

Schweden verfolgt ein universalistisches Prinzip, das auf dem Bürgerrecht basiert und somit eine Absicherung für die gesamte Wohnbevölkerung anstrebt, unabhängig von einer spezifischen Erwerbstätigkeit.

Warum gilt das deutsche Sozialsystem laut Autor als problematisch?

Das System steht aufgrund der demografischen Entwicklung, einer niedrigen Geburtenrate, hoher Arbeitslosigkeit und der Lasten der Wiedervereinigung unter massivem Reformdruck.

Welche Empfehlung gibt der Autor zur Zukunft des deutschen Sozialsystems?

Der Autor legt nahe, dass eine stärkere Entbürokratisierung des deutschen Systems notwendig sein könnte, um neue Akzente zu setzen und die systemische Lethargie zu überwinden.

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Details

Title
Das deutsche System der sozialen Absicherung im internationalen Vergleich
Subtitle
Am Beispiel Schweden und Deutschland
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Grade
2,3
Author
Roman Behrens (Author)
Publication Year
2008
Pages
7
Catalog Number
V129790
ISBN (eBook)
9783640349555
Language
German
Tags
Bismarck Soziale Sicherheit Soziale Frage Soziale Absicherung Deutschland Schweden Folkhemmet Otto von Bismarck sozial
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Roman Behrens (Author), 2008, Das deutsche System der sozialen Absicherung im internationalen Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129790
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