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Kreuzigung und Tod Jesu im Markusevangelium

Title: Kreuzigung und Tod Jesu im Markusevangelium

Exegesis , 2008 , 14 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Liwia Kolodziej (Author)

Theology - Biblical Theology
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Das Markusevangelium lässt sich in drei Haupteile gliedern.¹ Im ersten Teil des Evangeliums (Mk 1,1- 8, 26) werden Jesu Wirken, Verkündigung und vor allem seine von Gott gegebene Heilsmacht (Wundergeschichten, Heilungen, Dämonenaustreibungen, Sündenvergebungen) beschrieben. Im zweiten Teil (Mk 8, 27- 10, 52) erzählt das Evangelium von Jesu Weg nach Jerusalem, seinem Passionsweg. Dieser Abschnitt enthält die drei Leidensankündigungen Jesu, in denen Jesus seinen Jüngern seinen bevorstehenden Tod und die Auferstehung verheißt und sie zur Leidensnachfolge aufruft (Mk 8, 31; 9, 31; 10, 32- 34). Diese Abschnitte (u.a.) verdeutlichen, dass die Erzählungen des Evangeliums und alles in ihnen Geschilderte direkt auf die Kreuzigung und den Tod Jesu zusteuern und dass das Markusevangelium in dieser Erzählung seinen Höhepunkt findet.² Dem Leser des Evangeliums wird somit schnell klar, dass sich Jesus unmittelbar auf dem Weg zum Leiden befindet. Die Leidensankündigungen spielen darauf an, noch bevor die eigentliche Passionsgeschichte beginnt. Die ersten beiden Hauptteile des Markusevangeliums können als Makrokontext von Mk 15, 20b- 41, der Erzählung von Kreuzigung und Tod Jesu, betrachtet werden.
Die eigentliche Passionsgeschichte beginnt im dritten Hauptteil (Mk 14,1- 16,8) mit dem Beschluss des Hohen Rates zur Tötung Jesu und endet mit der Auferstehung Jesu von den Toten. Die hier zu untersuchende Passionserzählung Mk 15, 20b-41 ist Teil der gesamten Passionsgeschichte und zugleich ihr Höhepunkt, da sich in ihr das ereignet, was zuvor vorausgesagt worden ist: Jesus wird schließlich gekreuzigt und stirbt am Kreuz. Der dritte Hauptteil des Markusevangeliums bildet somit den engeren Kontext (Mikrokontext) für den Kreuzigungs- und Todesbericht nach Markus.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Kontextanalyse

2. Formanalyse

3. Synoptischer Vergleich

3.1 Der Vergleich mit Matthäus

3.2 Der Vergleich mit Lukas

4. Historische Rekonstruktion

5. Interpretation: Sach- und Motivanalyse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Kreuzigungs- und Todesbericht Jesu im Markusevangelium (Mk 15, 20b-41) durch eine exegetische Analyse. Dabei wird der Fokus auf die Kontextualisierung, die formale Struktur und den Vergleich mit den synoptischen Evangelien gelegt, um die theologische Bedeutung und historische Einordnung des Passionsgeschehens herauszuarbeiten.

  • Kontextuelle Einbettung des Kreuzigungsberichts im Markusevangelium.
  • Formale Analyse der Erzählstruktur und dramatischer Elemente.
  • Synoptischer Vergleich mit den Passionsberichten bei Matthäus und Lukas.
  • Historische Rekonstruktion der Passionsgeschichte.
  • Sach- und Motivanalyse der theologischen Kernmotive (z.B. Gottes Sohnschaft, Tempelvorhang).

Auszug aus dem Buch

2. Formanalyse

Mk 15, 20b- 41 lässt sich in drei Sinnabschnitte teilen: Der Weg zum Kreuz (Verse 20b- 23), die Kreuzigung (Verse 24- 32) und der Tod Jesu (Verse 33- 41). Ab Vers 24 wird ein Einschnitt gemacht, da das „Und sie kreuzigten ihn“ eine neue aktive Handlung impliziert. Während die vorangegangenen Verse 20b- 23 direkt auf die Kreuzigung abzielen, vollzieht sie sich schließlich ab Vers 24. Ab Vers 33 ist das Thema der Kreuzigung abgeschlossen und der Tod Jesu steht im Mittelpunkt der Erzählung.

Die Verse 20b- 23 berichten von dem Kreuzesweg Jesu. Vers 20b greift zwei Personalpronomina zur Bezeichnung von den Soldaten („sie“) und für Jesus („ihn“) auf. Wie in der Kontextanalyse schon erwähnt, wird hier vorausgesetzt, dass diese Personen bekannt sind. Dadurch greift Vers 20b vorangegangene Verse auf. Zum einen Vers 16, in dem die Rede von den Soldaten ist und der Leser das „sie“ somit identifizieren kann. Zum anderen Vers 15 in dem Pilatus den Befehl gibt, Jesus zu kreuzigen.

Vers 21 erzählt, dass ein Mann- Symon aus Kyrene- Jesu Kreuz tragen soll. Auffällig ist, dass der Erzähler diesem Symon von Kyrene relativ viel Aufmerksamkeit schenkt. Es verwundert, dass er ausführlich vorgestellt wird in Relation mit der sonstigen Straffheit des Textes. Die Leser erfahren, 1. dass er grade vorbeigeht, 2. dass er vom Feld kommt und 3. dass er zwei Kinder hat, die auch noch mit Namen vorgestellt werden. Scheinbar hat dieser Symon eine besondere Bedeutung (s. Interpretation).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kontextanalyse: Dieses Kapitel verortet den Kreuzigungsbericht im Markusevangelium und definiert dessen Makro- sowie Mikrokontext innerhalb der Passionsgeschichte.

2. Formanalyse: Hier erfolgt eine Gliederung des Textes in drei Sinnabschnitte, wobei sprachliche Strukturen und narrative Merkmale detailliert untersucht werden.

3. Synoptischer Vergleich: Dieser Abschnitt kontrastiert den markinischen Bericht mit den Darstellungen von Matthäus und Lukas, um Gemeinsamkeiten und spezifisches Sondergut aufzuzeigen.

4. Historische Rekonstruktion: Hier werden die Entstehung des Markusevangeliums und die Bedeutung einer vermuteten vormarkinischen Passionsquelle für die historische Analyse beleuchtet.

5. Interpretation: Sach- und Motivanalyse: Das letzte Kapitel interpretiert zentrale Motive wie das Tragen des Kreuzes, die Finsternis und das Zerreißen des Tempelvorhangs hinsichtlich ihrer theologischen Aussagekraft.

Schlüsselwörter

Markusevangelium, Passion Jesu, Kreuzigung, Golgota, exegetische Analyse, Synoptiker, Matthäus, Lukas, historische Rekonstruktion, Gottessohnschaft, Tempelvorhang, Leiden, Elija, Passionsgeschichte, Exegese.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der exegetischen Untersuchung des Kreuzigungs- und Todesberichts Jesu im Markusevangelium (Mk 15, 20b-41).

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit analysiert den Kontext, die formale Struktur, den synoptischen Vergleich mit Matthäus und Lukas sowie die historische und theologische Interpretation der Passionsereignisse.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, durch eine detaillierte Textanalyse die Bedeutung des Leidens und Sterbens Jesu für das Markusevangelium und dessen theologische Aussagen zu erarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es werden methodische Ansätze der biblischen Exegese verwendet, insbesondere Kontextanalyse, Formanalyse und der synoptische Vergleich.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die strukturelle Analyse des Textabschnitts, den Vergleich mit anderen Evangelien sowie die inhaltliche Interpretation zentraler Motive wie der Verspottung oder des Todes Jesu.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind Markusevangelium, Passionsgeschichte, Exegese, Kreuzigung und synoptischer Vergleich.

Welche Rolle spielt die Person Symon aus Kyrene in der Analyse?

Die Arbeit hebt hervor, dass Symon auffällig detailliert eingeführt wird, was auf seine besondere Bedeutung für die markinische Gemeinde hindeutet.

Wie interpretiert der Autor das Zerreißen des Tempelvorhangs?

Der Autor legt dar, dass dies als Zeichen einer Neudefinition der Beziehung zwischen Gott und Mensch verstanden wird, bei der Gottes Heiligkeit für den Menschen erfahrbar wird.

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Details

Title
Kreuzigung und Tod Jesu im Markusevangelium
College
University of Wuppertal
Course
Einführung in die Exegese
Grade
1,0
Author
Liwia Kolodziej (Author)
Publication Year
2008
Pages
14
Catalog Number
V129826
ISBN (eBook)
9783640392452
ISBN (Book)
9783640392605
Language
German
Tags
Kreuzigung Jesu Markusevangelium
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Liwia Kolodziej (Author), 2008, Kreuzigung und Tod Jesu im Markusevangelium, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129826
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