In Fächern wie Biologie, Chemie oder Physik werden neben den typischen Klassenarbeiten und der mündlichen Beteiligung vor allem auch naturwissenschaftliche Kompetenzen in die Beurteilung miteinbezogen. Die Genauigkeit dieser Kompetenzeinschätzungen und inwieweit sich typische Beurteilungsfehler wie der Referenzgruppeneffekt auf diese auswirken, wurde in der vorliegenden Studie untersucht. Hierfür wurden N = 53 Lehramtsstudierende gebeten, unterschiedlich starke Klassen mit Hilfe des simulierten Klassenraums in den Kompetenzen einzuschätzen. Untersucht wurden Referenzgruppeneffekte auf die getätigten Einschätzungen, sowie die allgemeine Genauigkeit von diesen. Erwartungsgemäß konnten Kontexteffekte auf die indirekte Einschätzung rezipiert werden. Referenzgruppeneffekte auf die Kompetenzeinschätzungen zeigten sich nicht. Zusätzlich konnten Unterschiede in der Genauigkeit der Leistungs- und Kompetenzeinschätzung gefunden werden. Die Kommunikations- und Bewertungskompetenz wurden schlechter eingeschätzt als andere Komponenten. Zudem konnte gezeigt werden, dass die Einschätzungen genauer werden, wenn Lehrkräfte sich ausreichend mit den erbrachten Leistungen beschäftigen.
Inhaltsverzeichnis
- Zusammenfassung
- Abstract
- Einleitung
- Theoretischer Hintergrund
- Diagnostische Kompetenz
- Der Referenzgruppeneffekt
- Bewertete Kompetenz
- Fachspezifische Kompetenzen der Chemie
- Umgang mit Fachwissen
- Erkenntnisgewinnung
- Kommunikation
- Bewertung
- Kompetenzorientierte Aufgaben
- Der simulierte Klassenraum
- Ziel und Fragestellung
- Methode
- Stichprobe
- Schülerantworten
- Instrument
- Unabhängige Variablen
- Fähigkeit der simulierten Schüler*innen
- Beteiligung der simulierten Schüler*innen
- Leistungsniveau der Klasse
- Abhängige Variablen
- Direkte Einschätzungen
- Indirekte Einschätzungen
- Einschätzung der Kompetenzleistung
- Auswertung
- Ergebnisse
- Genauigkeit der direkten und indirekten Einschätzungen
- Genauigkeit der Kompetenzeinschätzungen
- Referenzgruppeneffekte auf die Leistungs- und Kompetenzeinschätzungen
- Einfluss der direkten Einschätzung der Antwortqualität
- Auswertung ausgewählter freier Angaben
- Diskussion
- Zusammenfassung der Ergebnisse
- Limitation der Studie
- Implikationen für die Beurteilung von Leistungen in naturwissenschaftlichen Fächern und Forschung
- Fazit
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Masterarbeit untersucht den Einfluss des Referenzgruppeneffektes auf die Leistungsbeurteilung von Kompetenzen im Fach Chemie. Im Fokus steht die Genauigkeit der Einschätzungen und die Frage, inwieweit typische Beurteilungsfehler wie der Referenzgruppeneffekt diese beeinflussen.
- Analyse des Referenzgruppeneffektes im Kontext der Leistungsbeurteilung in Chemie
- Bewertung der Genauigkeit von Kompetenzeinschätzungen
- Untersuchung des Einflusses von Kontextfaktoren auf die Einschätzungen
- Identifizierung von potenziellen Beurteilungsfehlern
- Entwicklung von Implikationen für die Praxis der Leistungsbeurteilung in naturwissenschaftlichen Fächern
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung liefert eine Einführung in das Thema der Masterarbeit und beschreibt die Relevanz des Referenzgruppeneffektes für die Leistungsbeurteilung in naturwissenschaftlichen Fächern.
- Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet die relevanten theoretischen Konzepte, darunter Diagnostische Kompetenz, Referenzgruppeneffekt, Bewertete Kompetenz, fachspezifische Kompetenzen der Chemie, kompetenzorientierte Aufgaben und der simulierte Klassenraum.
- Ziel und Fragestellung: Hier werden die Forschungsziele der Arbeit und die spezifischen Forschungsfragen formuliert.
- Methode: In diesem Kapitel wird die Methodik der Studie detailliert beschrieben, einschließlich der Stichprobe, der Schülerantworten, des Instruments, der unabhängigen und abhängigen Variablen sowie der Auswertungsmethode.
- Ergebnisse: Die Ergebnisse der Studie werden präsentiert, einschließlich der Genauigkeit der direkten und indirekten Einschätzungen, der Genauigkeit der Kompetenzeinschätzungen, der Referenzgruppeneffekte und des Einflusses der direkten Einschätzung der Antwortqualität.
- Diskussion: Die Ergebnisse werden diskutiert und in den Kontext der bestehenden Forschung eingeordnet. Es werden Limitationen der Studie betrachtet und Implikationen für die Praxis der Leistungsbeurteilung in naturwissenschaftlichen Fächern abgeleitet.
Schlüsselwörter
Die Arbeit fokussiert sich auf die Themen Referenzgruppeneffekt, naturwissenschaftliche Kompetenzen, Genauigkeit der Leistungsbeurteilung, simulierter Klassenraum, Gedächtnisleistung und Kompetenzdiagnostik im Fach Chemie. Diese Schlüsselbegriffe prägen die Forschungsrichtung und die Analyse der Ergebnisse.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Referenzgruppeneffekt?
Der Referenzgruppeneffekt beschreibt einen Beurteilungsfehler, bei dem die Leistung eines Einzelnen im Vergleich zum Durchschnittsniveau der restlichen Gruppe (Klasse) bewertet wird.
Welche Kompetenzen werden im Fach Chemie beurteilt?
Beurteilt werden der Umgang mit Fachwissen, die Erkenntnisgewinnung, die Kommunikationskompetenz und die Bewertungskompetenz.
Wie wurde die Studie durchgeführt?
Anhand eines simulierten Klassenraums schätzten 53 Lehramtsstudierende die Kompetenzen von Schülern in unterschiedlich starken fiktiven Klassen ein.
Welche Kompetenzen bereiten bei der Beurteilung die größten Probleme?
Die Studie zeigt, dass Kommunikations- und Bewertungskompetenz oft ungenauer eingeschätzt werden als das reine Fachwissen.
Konnte ein Referenzgruppeneffekt in der Studie nachgewiesen werden?
Während Kontexteffekte bei indirekten Einschätzungen auftraten, zeigten sich bei den direkten Kompetenzeinschätzungen keine signifikanten Referenzgruppeneffekte.
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- Anonym (Author), 2021, Der Einfluss des Referenzgruppeneffektes auf die Leistungsbeurteilung der Kompetenzen im Fach Chemie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1298528