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Die Selbstsorge des Subjekts. Die Selbstsorge der Gegenwart bei Michel Foucault

Titre: Die Selbstsorge des Subjekts. Die Selbstsorge der Gegenwart bei Michel Foucault

Dossier / Travail , 2018 , 14 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Philosophie - Philosophie du XXe siècle
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Michel Foucault beschäftigt sich in seinem Spätwerk „Hermeneutik des Subjekts“ sehr intensiv mit der Selbstsorge und der daraus resultierenden Selbstpraxis. Dabei richtet er seinen Blick hauptsächlich auf die Antike, die er in die sokratisch-platonische Zeit und das erste und zweite Jahrhundert unterteilt. In diesen beiden Epochen untersucht Foucault wie sich die Menschen um sich selbst gesorgt haben und erarbeitet eine Definition dieser Sorge.

Im Rahmen dieser Arbeit sollen zunächst die wesentlichen Gedankengänge Foucaults dargestellt werden. In den beiden Epochen wird zu untersuchen sein, wie sich die Selbstsorge in den genannten Zeiten darstellte und durch welche Handlungen und Verhaltensweisen sie zu erkennen war. Foucaults Ausführungen werden dabei von Gedanken anderer Philosophen und Autoren ergänzt, insbesondere sind hier Sokrates und Platon zu nennen. Zudem wird untersucht, wie sich die Selbstsorge zur Selbstpraxis gewandelt hat und welche Auswirkungen sich daraus für die Gegenwart ableiten lassen.
Im Anschluss an diese Analyse wird sich der Frage dieser Arbeit: „Inwiefern gibt es Selbstsorge in der Gegenwart?“ genähert. Die Selbstsorge der Gegenwart wird der Selbstpraxis der Antike gegenübergestellt und anhand von zuvor ausgearbeiteten Kriterien überprüft. Dabei werden sowohl Foucaults Gedanken unter anderem aus seinen „Schriften in Vier Bänden“ sowie eigene Überlegungen dargestellt.
Anhand eines abschließenden Ausblicks soll darüber informiert werden, wie vielleicht in Zukunft die Sorge um sich selbst auch in der Gegenwart wieder einen höheren Stellenwert bekommen könnte.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Selbstsorge der Antike

2.1 Die sokratisch-platonische Form

2.2 Das 1. und 2. Jahrhundert

3. Die Selbstsorge der Gegenwart

3.1 Michel Foucault über die Selbstsorge der Gegenwart

3.2 Eigene Einschätzung und Position

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht auf Basis von Michel Foucaults Spätwerk, insbesondere der „Hermeneutik des Subjekts“, das Konzept der „Selbstsorge“ (epimeleia heautou) und fragt nach deren Aktualität sowie Existenzformen in der heutigen Gesellschaft.

  • Analyse der sokratisch-platonischen Selbstsorge.
  • Untersuchung der Transformation der Selbstsorge im 1. und 2. Jahrhundert.
  • Auseinandersetzung mit Foucaults Perspektive auf das moderne Subjekt.
  • Kritische Reflexion über die Möglichkeit der Selbstpraxis unter gegenwärtigen Bedingungen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die sokratisch-platonische Form

Die Selbstsorge, die in der sokratisch-platonischen Zeit, also ca. ab 500 v. Ch., praktiziert wurde, entwickelt Foucault hauptsächlich am zweiten Teil des platonischen Dialoges „Alkibiades“. Obgleich unbekannt ist, ob der Dialog wirklich von Platon oder möglicherweise von einem seiner Schüler geschrieben wurde, bildet er für Foucault die Grundlage der Selbstsorge im ersten Zeitabschnitt der Antike.¹ Im dramatischen Dialog „Alkibiades“ findet sich ein Gespräch zwischen dem noch jungen Alkibiades und Sokrates. Alkibiades, der als junger Aristokrat sich bald am politischen Geschehen Athens beteiligen möchte, bekommt von Sokrates gezeigt, dass er über kein Wissen verfüge, das ihn dazu berechtige oder qualifiziere. Sokrates lässt Alkibiades mit seiner Verzweiflung aber nicht allein, sondern zeigt ihm, wie er zu diesem Wissen kommen kann: In dem er sich um sich selbst sorgt.² Im zweiten Teil des Alkibiades geht es dann um diese Selbstsorge, wie sie vollzogen werden kann und wie sie Alkibiades zu seinem Ziel bringen wird. Eben mit diesem Teil beschäftigt sich Foucault.

Wie schon oben erwähnt, ist Alkibiades ein junger Aristokrat, der als solcher eine gewisse Macht über seine Mitbürger hat. Um diese Macht ordnungsgemäß und zum Wohle der Bürger ausüben zu können, muss er zunächst lernen, sich um sich selbst zu sorgen, um dann wiederum dieses Wissen auf seine Regentschaft zu übertragen. Ein Wissen, welches Alkibiades zum Zeitpunkt des Dialoges noch fehlt. Foucault führt auch an, dass nur die höhere Gesellschaft überhaupt in der Lage ist, sich um sich selbst zu sorgen. Es geht also nicht nur um die Notwendigkeit der Selbstsorge der Aristokraten, sondern auch um die Möglichkeit. Sie haben die Möglichkeit, andere mit ihren materiellen Aufgaben zu betrauen und können sich der Selbstsorge widmen.³ Die „epimeleia heautou“ war 500 v. Ch. also zum einen eine Notwendigkeit der Aristokraten, zugleich hatten nur sie das politische Privileg dazu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in Foucaults Beschäftigung mit der Selbstsorge ein und formuliert die zentrale Fragestellung, inwiefern eine solche Sorge um sich selbst in der Gegenwart noch existiert.

2. Die Selbstsorge der Antike: In diesem Kapitel werden zwei antike historische Phasen beleuchtet, in denen die Selbstsorge erst als aristokratische Notwendigkeit des Wissenserwerbs und später als universelles Lebensprinzip definiert wurde.

3. Die Selbstsorge der Gegenwart: Dieses Kapitel prüft anhand von Foucaults Thesen zur Modernität und zum Machtkomplex, ob eine Selbstpraxis im heutigen, durch ständige äußere Einflüsse geprägten Leben noch möglich ist.

4. Fazit und Ausblick: Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass die Selbstsorge zwar aus dem öffentlichen Diskurs verschwunden, im Alltag des Einzelnen jedoch in verborgenen Formen weiterhin existent ist.

Schlüsselwörter

Michel Foucault, Selbstsorge, epimeleia heautou, Alkibiades, Selbsterkenntnis, Antike, Moderne, stultitia, Selbstpraxis, Macht, Subjekt, Philosophie, Lebensweise, Ethik, Wissen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem philosophischen Konzept der Selbstsorge, wie es Michel Foucault insbesondere in seinem Spätwerk „Hermeneutik des Subjekts“ analysiert hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die historische Entwicklung der Selbstsorge von der Antike über die Transformation im 1. und 2. Jahrhundert bis hin zur kritischen Bewertung ihrer Rolle in der modernen Gesellschaft.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der zentralen Frage nach: „Inwiefern gibt es Selbstsorge in der Gegenwart?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die auf der hermeneutischen Auseinandersetzung mit Foucaults Werken und ergänzender Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Ausarbeitung der antik-philosophischen Grundlagen bei Foucault sowie eine kritische Gegenüberstellung dieser Befunde mit den Bedingungen des modernen menschlichen Lebens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören unter anderem Foucault, Selbstsorge, Selbsterkenntnis, Antike, Moderne, Macht und stultitia.

Warum spielt der Dialog „Alkibiades“ eine so zentrale Rolle für Foucault?

Der Text dient als philologische Basis, um die Notwendigkeit der Selbstsorge als Vorstufe zu politischer Kompetenz und zur Erlangung von Wissen innerhalb der sokratischen Tradition zu begründen.

Wie unterscheidet sich die Selbstsorge der Antike von einem modernen Verständnis?

Während die Selbstsorge ursprünglich ein Instrument zur Erziehung des politischen Regenten war, wandelte sie sich später zu einer universellen, das ganze Leben begleitenden Aufgabe, die heute durch den Druck der Funktionalität und gesellschaftliche Anpassung erschwert wird.

Was bedeutet der Begriff „stultitia“ im Kontext dieser Arbeit?

Der Begriff beschreibt einen Zustand des gefangenen Subjekts, das sich den Strömungen der Außenwelt hingibt und dadurch die Fähigkeit verliert, ein reflektiertes, selbstbestimmtes Leben zu führen.

Gibt es laut der Arbeit eine Hoffnung für die Rückkehr der Selbstsorge?

Ja, der Autor sieht die Selbstsorge zwar als verdeckt an, findet jedoch Überreste in individuellen Lebensbereichen wie privaten Beziehungen oder Hobbys, die als Hoffnungsträger für eine künftige Praxis dienen können.

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Résumé des informations

Titre
Die Selbstsorge des Subjekts. Die Selbstsorge der Gegenwart bei Michel Foucault
Université
Christian-Albrechts-University of Kiel
Note
2,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
14
N° de catalogue
V1298531
ISBN (PDF)
9783346763136
ISBN (Livre)
9783346763143
Langue
allemand
mots-clé
selbstsorge subjekts gegenwart michel foucault
Sécurité des produits
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Citation du texte
Anonym (Auteur), 2018, Die Selbstsorge des Subjekts. Die Selbstsorge der Gegenwart bei Michel Foucault, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1298531
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