Diese Arbeit betrachtet die Rolle des Designers für das Fortleben einer Marke. Dabei wird der historische Kontext der Modebranche erarbeitet und einige Beispiele erörtert.
Inhaltsverzeichnis
Kapitel I: Zusammenfassung Simmel und Flügel
Kapitel II: Begriffe der Mode
Was bedeutet Fashion?
Ursprung des Modesystems
Kapitel III: Können Modemarken es ohne den Gründern überleben?
Die Rolle des Designers
Yves Saint Laurent
Jil Sander
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Forschungsfrage, ob und unter welchen Bedingungen eine Modemarke auch nach dem Tod oder dem Rückzug ihres Gründers bzw. Hauptdesigners erfolgreich im Modesystem bestehen kann.
- Analyse theoretischer Grundlagen zur Mode nach Simmel und Flügel
- Definition zentraler Fachbegriffe und des Modesystems
- Untersuchung der Bedeutung der Designerpersönlichkeit und des "Starfaktors"
- Fallstudie: Entwicklung der Marke Saint Laurent Paris
- Fallstudie: Entwicklung der Marke Jil Sander
Auszug aus dem Buch
Die Rolle des Designers
Kleidung, so wie wir sie heute kennen, war bis zum 12. Jahrhunderts stark mit religiösen Vorstellungen verbunden, denn bis zu dieser Zeit wurde diese entweder in „Klöstern oder innerhalb der Familie hergestellt“. Daher waren auch die kreativen Einflüsse und der Wunsch nach individueller Kleidung stark eingeschränkt. Erst im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich dieser Zustand und der Beruf des Schneiders entwickelte sich langsam zu dem, was wir heute kennen. Dennoch erhielt dieser Beruf und die damit verbundene Kreativität kaum Anerkennung. Auch innerhalb der Gesellschaft bekam die Person, die mit einem Schneiderauftrag zum Schneider ging, um sich zum Beispiel ein neues Kleid anfertigen zu lassen, das Lob für das geschneiderte Kleid. Schneider bekamen nicht die Anerkennung für die Mode, die sie geschaffen haben. Die Anerkennung galt ausschließlich der Person, die die Mode besaß.
Diese Ansicht veränderte sich jedoch im 19. Jahrhundert, als die Modeschöpfer in Paris ihre Mode mit ihren Namen signierten. Somit entwickelte sich der Beruf des „Haute Couturiers“. Dieser bekam eine bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannte Freiheit und Anerkennung für seine Modeschöpfung. So konnte er nun seine eigenen Auftraggeber selbst aussuchen und mit diesen, bezüglich des Designs zusammenarbeiten. Hierdurch gewann Design und die Herstellung von Einzelstücken an Interesse und wurde als eine Art von Handwerk angesehen.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel I: Zusammenfassung Simmel und Flügel: Dieses Kapitel vergleicht die Theorien von Georg Simmel und J.C. Flügel bezüglich der psychologischen Motive und gesellschaftlichen Funktionen von Kleidung.
Kapitel II: Begriffe der Mode: Es werden grundlegende Termini wie "Fashion" definiert und die historische Entstehung des Modesystems sowie die ökonomischen Faktoren der Industrialisierung beleuchtet.
Kapitel III: Können Modemarken es ohne den Gründern überleben?: Dies ist das Kernkapitel, welches die Bedeutung der Designerrolle anhand der Fallbeispiele Yves Saint Laurent und Jil Sander analysiert.
Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage positiv: Modemarken können den Gründer überleben, sofern Nachfolger gefunden werden, die sowohl die Vision als auch die Kernwerte der Marke erfolgreich weitertragen.
Schlüsselwörter
Mode, Modesystem, Designer, Marke, Markenidentität, Haute Couture, Trend, Individualisierung, Gruppenzugehörigkeit, Starfaktor, Yves Saint Laurent, Jil Sander, Unternehmensnachfolge, Fashion-Ology, Trickle-Down-Effekt
Häufig gestellte Fragen
Was ist das zentrale Thema dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht die Überlebensfähigkeit von Modemarken nach dem Ausscheiden oder dem Tod ihrer Gründerpersönlichkeiten.
Welche theoretischen Ansätze werden zur Analyse herangezogen?
Es werden primär die Theorien von Georg Simmel (u.a. Trickle-Down-Effekt, Individualisierung) und J.C. Flügel (psychologische Funktionen von Kleidung) verwendet.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, ob Modemarken dauerhaft erfolgreich bleiben können, wenn das Gesicht und der kreative Kopf hinter der Marke wegfallen.
Welche Forschungsmethodik wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Arbeit nutzt eine qualitative Analyse, basierend auf Literaturstudien und der Untersuchung zweier spezifischer Fallstudien (Yves Saint Laurent, Jil Sander).
Womit befasst sich der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der Rolle des Designers, den Einfluss des "Starfaktors" und die praktischen Erfolgsfaktoren (bzw. Misserfolge) bei Designerwechseln in den zwei gewählten Markenbeispielen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit am besten charakterisieren?
Markenidentität, Designer-Relevanz, Modesystem, Nachfolgestrategien und Konsumentenbindung sind zentrale Begriffe.
Warum ist die Person des Designers für den Erfolg einer Marke so entscheidend?
Laut der Arbeit sind moderne Modemarken stark mit dem Image und der Persönlichkeit ihres Designers verknüpft, was eine "emotionale Bindung" bei den Konsumenten erzeugt.
Welchen Einfluss hatte der Wechsel bei Jil Sander auf den Markenerfolg?
Der Abgang der Gründerin führte zunächst zu finanziellen Schwierigkeiten, bevor spätere Kreativchefs wie Raf Simons bewiesen, dass eine Marke durch die Bewahrung der Kernwerte auch ohne die Gründerin relevant bleiben kann.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2022, Ist das Überleben einer Marke ohne den Designer möglich?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1298535