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Das österreichische "Bankenpaket" und die Staatsfinanzen. Wie wirken sich die Maßnahmen des Bankenpakets auf den Staatshaushalt aus?

Titel: Das österreichische "Bankenpaket" und die Staatsfinanzen. Wie wirken sich die Maßnahmen des Bankenpakets auf den Staatshaushalt aus?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 13 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Andreas Landerl (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Seminararbeit gibt einen Überblick über die im Jahr 2008 beschlossenen Maßnahmen zur Stärkung des Finanzmarktes, die unter dem Sammelbegriff des österreichischen Bankenpakets zusammengefasst werden. Grundlage dieser Arbeit ist die Information des Büros des Fiskalrates vom 12. Jänner 2016. In dieser Arbeit werden folgende Forschungsfragen gestellt: "Welche Maßnahmen wurden im österreichischen Bankenpaket beschlossen?" und "Wie wirken sich diese Maßnahmen des Bankenpakets auf den Staatshaushalt aus?".

Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf den Auswirkungen des Bankenpakets auf den Schulden- und Defizitstand der Republik. Dabei werden die zugrunde liegenden Rechenwerke des "Europäischen Systems der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung" (ESVG 2010) erläutert, und mit einer administrativen Berechnung verglichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zentrale Fragestellungen

3 Hauptaussage des Artikels

3.1 Regelwerk der Buchungen:

3.2 Eckpunkte des österreichischen Bankenpakets

3.3 Maastricht Effekte

4 Methode, Argumentationskette sowie Kritikpunkte

5 Alternative Zugänge, alternative wissenschaftliche Papers

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit analysiert die im Jahr 2008 beschlossenen Maßnahmen des österreichischen Bankenpakets im Kontext der Finanzmarktkrise. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich diese Unterstützungsmaßnahmen auf den österreichischen Staatshaushalt, das Maastricht-Defizit und den Schuldenstand der Republik auswirken, wobei unterschiedliche Berechnungsmethoden wie das ESVG 2010 und administrative Ansätze kritisch gegenübergestellt werden.

  • Analyse der Maßnahmen des österreichischen Bankenpakets.
  • Untersuchung der fiskalischen Auswirkungen auf Staatsdefizit und Schuldenstand.
  • Vergleich der Berechnungsmethodik nach ESVG 2010 gegenüber administrativen Daten.
  • Diskussion zur Bankenverstaatlichung und den Problematiken von Moral-Hazard.
  • Kritische Würdigung der monetären und nichtmonetären Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort.

Auszug aus dem Buch

3.1 Regelwerk der Buchungen:

Bevor die Auswirkungen des Bankenpakets auf den Staatshaushalt analysiert werden, soll zuerst geklärt werden welche Transaktionen sich wie auf den Staatshaushalt auswirken.

Die Auswirkungen des Bankenpakets auf den Maastricht-Schuldenstand und das Maastricht-Defizit werden mit Hilfe des Regelwerkes des ESVG 2010 quantifiziert. Die Transaktionen werden nach dem Prinzip der „ökonomischen Realität“ verbucht. Im ersten Schritt werden Banken und Kreditinstitutionen dem Sektor Staat oder dem privaten Sektor zugeordnet. Ausschlaggebend ist hier vor allem, wem die potenziellen Gewinne zuzuordnen sind und wer das Unternehmen kontrolliert. Abwicklungsbanken oder „Bad Banks“ werden grundsätzlich dem Sektor Staat zugeordnet. Die Buchungszeitpunkte werden periodengerecht zugeordnet (Buchungszeitpunkt ist die Entstehung einer Forderung und nicht der Zeitpunkt des Geldflusses). Transaktionen werden in finanzielle Transaktionen und nicht finanzielle Transaktionen unterschieden. Finanzielle Transaktionen verändern das Nettofinanzvermögen des Staates nicht (beispielweise der Ankauf von Assets zum Marktwert). Nicht finanzielle Transaktionen haben allerdings Auswirkungen auf das Nettofinanzvermögen (beispielsweise staatliche Hilfsmaßnahmen ohne entsprechende Gegenleistung). Bei Rekapitalisierungsmaßnahmen von Banken ist ein „Kapitalerhöhungstest“ durchzuführen, bei dem geprüft wird, ob getätigte Investitionen mit privatwirtschaftlichen Investitionsentscheidungen vergleichbar sind. Privatwirtschaftliche Transaktionen werden defizitneutral verbucht, während Hilfsmaßnahmen zur Stabilisierung des Finanzsystems defiziterhöhend verbucht werden (Holler & Reiss, 2016).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt den historischen Kontext der Finanzmarktkrise ab 2007 und die daraus resultierende Notwendigkeit staatlicher Bankenstützungsmaßnahmen in Österreich.

2 Zentrale Fragestellungen: Definiert die Forschungsfragen hinsichtlich der Art der Maßnahmen, deren Auswirkungen auf den Staatshaushalt und die methodische Herangehensweise der Analyse.

3 Hauptaussage des Artikels: Erläutert das buchhalterische Regelwerk nach ESVG 2010 zur Erfassung von Transaktionen und die zentralen Eckpunkte des Bankenpakets sowie deren Maastricht-Effekte.

3.1 Regelwerk der Buchungen:: Detaillierte Darstellung der Prinzipien zur Zuordnung von Transaktionen zwischen Sektoren und der periodengerechten Verbuchung gemäß ökonomischer Realität.

3.2 Eckpunkte des österreichischen Bankenpakets: Aufzählung der wesentlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen und Instrumente wie Clearingbank-Einrichtung, Haftungsübernahmen und Rekapitalisierungen.

3.3 Maastricht Effekte: Zusammenfassender Hinweis auf die anhaltenden negativen Auswirkungen der getroffenen Maßnahmen auf die Schuldenquote und das Budget der Republik Österreich.

4 Methode, Argumentationskette sowie Kritikpunkte: Reflektion über die verwendete Datenbasis, Unterschiede in der Defizitberechnung zwischen Fiskalrat und Nationalbank sowie Grenzen der monetären Betrachtung.

5 Alternative Zugänge, alternative wissenschaftliche Papers: Einbettung der Thematik in den europäischen Kontext, Analyse von Moral-Hazard-Problematiken und der Trade-off zwischen Krisenprävention und Regulierungskosten.

Schlüsselwörter

Bankenpaket, Finanzmarktkrise, Fiskalrat, Maastricht-Defizit, Staatsschulden, ESVG 2010, Hypo Alpe-Adria-Bank, Rekapitalisierung, Haftungsübernahme, Moral-Hazard, Finanzmarktstabilität, Österreich, Staatsfinanzen, Wirtschaftspolitik, Bankenhilfspaket.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die fiskalischen Auswirkungen staatlicher Stützungsmaßnahmen, die im Zuge der Finanzkrise 2008 als „Bankenpaket“ in Österreich beschlossen wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder sind die buchhalterische Erfassung von Bankrestrukturierungen nach ESVG 2010, die Darstellung der Maastricht-Effekte auf das Staatsbudget sowie die ökonomische Kritik an den Rettungsmaßnahmen.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die Arbeit fokussiert auf zwei Fragen: Welche Maßnahmen wurden im Bankenpaket beschlossen und wie wirken sich diese quantitativ auf den österreichischen Staatshaushalt und die Schuldenquote aus?

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Primärdaten von Statistikinstitutionen basiert und diese nach den Regeln des ESVG 2010 (Europäisches System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen) kritisch aufbereitet.

Welche Aspekte werden im Hauptteil ausführlich behandelt?

Im Hauptteil werden das Regelwerk der Buchungen, die spezifischen Eckpunkte des Bankenpakets und die differierenden Defizit-Berechnungsmodelle des Fiskalrates und der Nationalbank detailliert analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Maastricht-Defizit, Bankenpaket, ESVG 2010, Staatsschuldenstand, Moral-Hazard und fiskalische Stützungsmaßnahmen.

Warum weichen die Defizitangaben von Fiskalrat und Nationalbank laut Autor voneinander ab?

Der Autor führt dies auf unterschiedliche methodische Annahmen zurück, insbesondere auf die Höhe der Liquidationserlöse der Abbaubanken und die unterschiedliche Einpreisung von Zinszahlungen.

Welche Rolle spielte die Hypo Alpe-Adria-Bank International AG für die Staatsfinanzen?

Sie wird als ein wesentlicher Belastungsfaktor genannt, dessen Maßnahmen bis Ende 2014 für einen signifikanten Großteil (78 %) des Defizits verantwortlich waren.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das österreichische "Bankenpaket" und die Staatsfinanzen. Wie wirken sich die Maßnahmen des Bankenpakets auf den Staatshaushalt aus?
Hochschule
Wirtschaftsuniversität Wien
Note
1,0
Autor
Andreas Landerl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
13
Katalognummer
V1299454
ISBN (PDF)
9783346771087
ISBN (Buch)
9783346771094
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bankenpaket staatsfinanzen maßnahmen bankenpakets staatshaushalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Landerl (Autor:in), 2021, Das österreichische "Bankenpaket" und die Staatsfinanzen. Wie wirken sich die Maßnahmen des Bankenpakets auf den Staatshaushalt aus?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1299454
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Leseprobe aus  13  Seiten
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