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Die steuerliche Verlustverrechnung bei Kapitalgesellschaften

Title: Die steuerliche Verlustverrechnung bei Kapitalgesellschaften

Bachelor Thesis , 2019 , 30 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Antonia Eberl (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Die Arbeit ist im Problemfeld mitunter komplexer Verlustverrechnungsvorschriften und -beschränkungen anzusiedeln. Die Verfassungsmäßigkeit dieser steuerrechtlichen Normen unterliegt zum Teil erheblichen Bedenken beziehungsweise wurde bereits eine Unvereinbarkeit mit den verfassungsrechtlichen Vorgaben festgestellt. Zunächst wird jedoch auf den wirtschaftlichen Wert körperschaftssteuerlicher Verluste eingegangen.

Ein ökonomischer Wert beziehungsweise ein Steuervorteil für den Steuerpflichtigen entsteht nur, wenn die Körperschaften ihre positiven Einkünfte mit den Verlusten verrechnen. Ob und in welcher Höhe ein Verlustvortrag genutzt werden kann, wird in der Arbeit erläutert. Um einen Überblick zu verschaffen, wird zunächst kurz auf die Behandlung erwirtschafteter Verluste im Einkommenssteuerrecht eingegangen.

Anschließend wird die Bedeutung der Verlustabzugsbeschränkungen im Körperschaftssteuerrecht dargestellt. Dabei wird die aktuelle Rechtslage betrachtet und damit verbundene Probleme skizziert, die sich unter anderem auch auf das Gewerbesteuerrecht auswirken. Weiter werden Vorschriften beleuchtet, die einen Verlustuntergang unterbinden, dabei wird insbesondere der Fokus auf die Regelungen des fortführungsgebundenen Verlustvortrags gelegt. Schließlich wird in einem Fazit Stellung zu den Regelungen rund um den Verlustabzug genommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Thematik

1.1 Bestand und ökonomischer Wert körperschaftsteuerlicher Verluste

2. Verlustabzugsbeschränkung nach § 8c KStG

2.1 Überblick über aktuelle Entwicklungen der Vorschrift § 8c KStG

2.2 Problemfelder im Zusammenhang mit § 8c KStG

2.2.1 Verfassungswidrigkeit des § 8c Abs. 1 S. 1 a. F. KStG

2.2.2 Aufhebung der Suspendierung der Sanierungsklausel § 8c Abs. 1a KStG

2.2.3 Aktuelle Diskussionen über den vollständigen Verlustuntergang

2.3 Ausnahmeregelungen im § 8c KStG

2.3.1 Die Konzernklausel

2.3.2 Die Stille-Reserven-Klausel

2.4 Konsequenzen der Neuregelungen des § 8c KStG

2.4.1 Behandlung von Gewerbeverlusten nach § 10a GewStG

2.4.2 Folgen für junge Unternehmen

3. Fortführungsgebundener Verlustvortrag § 8d KStG

3.1 Regelungsziel des Gesetzgebers

3.1.1 Verwendungsreihenfolge (Vorteilhaftigkeit des § 8d KStG)

3.1.2 Wirtschaftlicher Zweck § 8d KStG

3.2 Kritik am restriktiven § 8d KStG

3.3 Wechselwirkungen zwischen § 8c KStG und § 8d KStG

4. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen steuerrechtlichen Vorschriften zur Verlustverrechnung bei Kapitalgesellschaften im Spannungsfeld zwischen verfassungsrechtlich gebotener Verlustberücksichtigung und der Missbrauchsbekämpfung durch Mantelkäufe. Ziel ist es, die aktuelle Rechtslage sowie die rechtlichen Herausforderungen zu analysieren, insbesondere in Bezug auf die Konsequenzen der Neuregelungen des § 8c KStG und die Anwendung des fortführungsgebundenen Verlustvortrags gemäß § 8d KStG für Unternehmen und Investoren.

  • Wirtschaftliche Bedeutung und steuerrechtliche Einordnung von körperschaftsteuerlichen Verlusten.
  • Analyse der Verlustabzugsbeschränkungen nach § 8c KStG inklusive aktueller verfassungsrechtlicher Debatten.
  • Untersuchung der Sanierungsklausel und weiterer Ausnahmeregelungen.
  • Bewertung des fortführungsgebundenen Verlustvortrags gem. § 8d KStG als Instrument zur Verlustrettung.
  • Implikationen der Neuregelungen für die Praxis und junge, wachstumsorientierte Unternehmen.

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Aufhebung der Suspendierung der Sanierungsklausel § 8c Abs. 1a KStG

Mit der Regelung des § 8c Abs. 1a KStG intendiert der Gesetzgeber den Verlustuntergang nach § 8c KStG zu verhindern, falls es sich um einen Beteiligungserwerb zum Zweck der Sanierung der Körperschaft handelt. Eine Sanierung umfasst Maßnahmen, Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung zu verhindern oder zu beseitigen und zugleich die wesentlichen Betriebsstrukturen der Körperschaft zu erhalten. Von der Erhaltung der wesentlichen Betriebsstrukturen ist auszugehen, wenn die Körperschaft eine geschlossene Betriebsvereinbarung schließt, also ein Vertrag zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat, wesentliches Betriebsvermögen durch Einlagen zuführt, oder die Lohnsummenklausel beachtet. Die Lohnsummenklausel gibt vor, dass die Summe der jährlichen Lohnsummen der Körperschaft innerhalb von 5 Jahren nach dem Beteiligungserwerb nicht 400 % der Ausgangslohnsumme unterschreiten darf. Dieses Kriterium ist jedoch nur für Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten anwendbar.

Weiterhin ist für die Anwendbarkeit der Sanierungsklausel der Zeitpunkt des Anteilserwerbs maßgeblich: Der Erwerb ist zu dem Zeitpunkt durchzuführen, zu dem die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung droht oder bereits eingetreten ist. Die Vorschrift für den Anteilserwerb im Zeitraum vor dem Eintreten einer Krise ist nach der Rechtsprechung nicht anwendbar.

Diese Eingrenzung wird von der Literatur jedoch als zu restriktiv empfunden, mit der Begründung, dass die durch das Gesetz definierte Sanierung aus der Maßnahme besteht, Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit zu verhindern, also sehr wohl das Einschreiten vor der Krise beinhaltet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel erläutert den ökonomischen Stellenwert körperschaftsteuerlicher Verlustvorträge und führt in die Thematik der Verlustverrechnungsbeschränkungen ein.

2. Verlustabzugsbeschränkung nach § 8c KStG: Hier werden die Mantelkaufregelung, die verfassungsrechtliche Kritik an der Norm sowie die verschiedenen Ausnahmeregelungen wie die Konzern- und Stille-Reserven-Klausel detailliert analysiert.

3. Fortführungsgebundener Verlustvortrag § 8d KStG: Dieses Kapitel stellt das Regelungsziel und die Voraussetzungen für den fortführungsgebundenen Verlustvortrag als Alternative zum Verlustuntergang vor und diskutiert dessen restriktive Handhabung in der Praxis.

4. Fazit und Ausblick: Abschließend erfolgt eine zusammenfassende Bewertung der steuerlichen Situation und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Verlustabzugs angesichts laufender gerichtlicher Klärungen.

Schlüsselwörter

Körperschaftsteuer, Verlustverrechnung, § 8c KStG, § 8d KStG, Mantelkauf, Sanierungsklausel, Verlustvortrag, Steuerrecht, Unternehmensbesteuerung, Verlustuntergang, Stille-Reserven-Klausel, Konzernklausel, Beteiligungserwerb, Gewerbesteuer, Start-up.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Behandlung von Verlustverrechnungen bei Kapitalgesellschaften, insbesondere unter dem Aspekt der Beschränkungen beim Anteilseignerwechsel.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Mantelkaufregelung gemäß § 8c KStG, der fortführungsgebundene Verlustvortrag nach § 8d KStG sowie die verfassungsrechtliche Zulässigkeit dieser Normen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Beleuchtung der Verlustabzugsbeschränkungen und deren Auswirkungen auf die steuerliche Belastung sowie Investitionsentscheidungen von Unternehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, die Auswertung aktueller steuerrechtlicher Normen, Kommentierungen sowie die Analyse relevanter Rechtsprechung (u.a. BVerfG, EuGH).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Tatbestandsmerkmale des § 8c KStG, die verschiedenen Ausnahmeregelungen, die praktische Anwendung des § 8d KStG sowie die Wechselwirkungen dieser Vorschriften bei Anteilserwerb.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen Körperschaftsteuer, Verlustvortrag, Mantelkauf, Sanierungsklausel und die gesetzlichen Paragrafen §§ 8c, 8d KStG.

Welche Rolle spielt die Sanierungsklausel für Kapitalgesellschaften?

Die Sanierungsklausel (§ 8c Abs. 1a KStG) dient als Ausnahmevorschrift, die bei Beteiligungserwerben zum Zwecke der Sanierung den Untergang von Verlustvorträgen verhindern soll, um die wirtschaftliche Erholung der Gesellschaft zu ermöglichen.

Warum ist das Thema insbesondere für junge Unternehmen relevant?

Junge Unternehmen generieren in der Aufbauphase häufig Verluste. Aufgrund der strengen Verlustabzugsbeschränkungen kann eine Kapitalzufuhr oder ein Anteilseignerwechsel zum Verlust der steuerlichen Verlustvorträge führen, was die Attraktivität für Investoren und die Marktbewertung negativ beeinflussen kann.

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Details

Title
Die steuerliche Verlustverrechnung bei Kapitalgesellschaften
College
University of Regensburg
Grade
1.7
Author
Antonia Eberl (Author)
Publication Year
2019
Pages
30
Catalog Number
V1299472
ISBN (eBook)
9783346769442
ISBN (Book)
9783346769459
Language
German
Tags
verlustverrechnung kapitalgesellschaften
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antonia Eberl (Author), 2019, Die steuerliche Verlustverrechnung bei Kapitalgesellschaften, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1299472
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