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Stadt, Raum und Geschlecht

Titre: Stadt, Raum und Geschlecht

Dossier / Travail , 2008 , 26 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Reem Kadhum (Auteur), Robert Pelz (Auteur)

Sociologie - Relations et Famille
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Diese Arbeit befasst sich mit der Bedeutung des Raumes in Wechselwirkung mit dem Geschlecht. Beides sind Themen die so alt wie die Menschheit selbst sind. Die Verknüpfung der beiden in der wissenschaftlichen und besonders der soziologischen Betrachtung ist im Gegensatz dazu noch ziemlich jung. Dies lässt sich wahrscheinlich auf die Alltäglichkeit und Allgegenwärtigkeit der beiden Themenkomplexe zurückführen. Bei genauerer Betrachtung ist die Beschäftigung mit diesen Forschungsgegenständen jedoch genau aus diesem Grund unerlässlich, um vorhandene gesellschaftliche Strukturen besser verstehen zu können. Dieses Verständnis ist die Grundlage, um im Bedarfsfall Verbesserungen und Änderungen dieser Strukturen vornehmen zu können.
Diese Abhandlung soll nun die bisher gewonnen Erkenntnisse in kurzer Form skizzieren. Aus diesem Grund sollen zunächst die verwendeten Begrifflichkeiten, wie Stadt, Land und Geschlecht, in der allgemeinen soziologischen Verwendung erläutert werden. Darüberhinaus soll die historische Entwicklung der Wechselbeziehung zwischen den Begriffen dargestellt, sowie die wissenschaftlichen Betrachtungsweisen, bis hin zu ihrer Verbindung, veranschaulicht und nachvollziehbar gemacht werden. Vor allem soll dargelegt werden, wie sich die moderne, industrielle Großstadt des 19. Jahrhunderts erstmalig zum Emanzipationsraum der Frau entwickelt und wie sich gleichzeitig an dieser Stelle die Grundlagen einer, bis in die 1960er Jahre andauernden Repression herausbilden. Desweiteren ist es Ziel der Arbeit, die ersten Ansätze der Frauenforschung mit Blickpunkt „Stadt“ aufzuzeigen. Demfolgend soll der moderne Wissenschaftsdiskurs dargelegt und die darin festgestellten Probleme offenbart werden. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Angsträume, das individuelle Zeitmanagement und die Mobilität gelegt. Die weitere Zielsetzung besteht darin mögliche Lösungsansätze, zu den sich ergebenden Problemen des Verhältnisses zwischen Stadt und Geschlecht, zu präsentieren. Schließlich sollen im Fazit die wichtigsten Erkenntnisse noch einmal knapp zusammengefasst und mögliche Kritikpunkte angemerkt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Definitionen

1.1. Definition Raum

1.2. Definition Geschlecht und Gender

1.3. Definition Stadt/Urbanität/Öffentlichkeit – Privatheit

2. Historische Entwicklung des Zusammenhangs von Stadt und Geschlecht

3. Feministische Forschung/Genderforschung

4. Aktuelle Ergebnisse der Genderforschung zum Thema „Frau und Stadt“

4.a. Raum und Geschlecht

4.b. Mobilität

4.c. Angsträume

4.d. Zeitmanagement

5. Maßnahmen zur Verbesserung der Aneignung des Stadtraums durch die Frau

5.a. Hilfe zur Selbsthilfe

5.b. Umsetzung der Erkenntnisse (Gender Maintreaming)

6. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen städtischem Raum und dem Geschlechterverhältnis. Ziel ist es, die historische Entwicklung der Stadt als Emanzipations- wie auch Repressionsraum für Frauen aufzuzeigen, den modernen wissenschaftlichen Diskurs zu analysieren und Lösungsansätze für eine geschlechtergerechte Stadtplanung zu diskutieren.

  • Historische und soziologische Grundlagen des Raum- und Geschlechterbegriffs.
  • Einfluss von Mobilität, Zeitmanagement und Angst auf die Raumaneignung von Frauen.
  • Kritik an androzentrischen Strukturen in der traditionellen Stadtplanung.
  • Potenziale von Strategien wie Gender Mainstreaming zur Verbesserung der Teilhabe.

Auszug aus dem Buch

c. Angsträume

Diese Angst stellt das eigentliche Hauptproblem für die Frauen dar. Wie schon erwähnt gibt es dabei einen wichtigen Unterschied zwischen der tatsächlich vorhandenen Gefahr und der subjektiv empfundenen Angst.

Es gibt keinen nennenswerten Unterschied zwischen den Geschlechtern im Bezug auf ihr Angstempfinden, nur geben Männer diese Angst seltener zu und treten im öffentlichen Raum einfach selbstsicherer auf. Auch gibt es keine Unterschiede bei der Betroffenheit von Kriminalität. Jedoch unterscheiden sich vor allem die Arten der begangenen Delikte. So sind Frauen mehr von Vergewaltigungen und Handtaschendiebstahl betroffen als Männer, diese wiederum werden öfter Opfer von Raubüberfällen. Desweiteren ist zu erwähnen, dass sich die sozialen Gruppen vor denen sich am meisten gefürchtet wird, bei Männern und Frauen auch gleich sind. So lösen vor allem rechte Gruppierungen und Skinheads, gleichermaßen Gruppen von Halbstarken, Betrunkene und Mitglieder der Drogenszene, die meisten Beklemmungen aus. (vgl. Gebhardt/Warneken 2003)

Nicht nur bestimmte Personen, sondern auch bestimmte Orte, werden als beängstigend wahrgenommen. Hier wären vor allem, wie schon erwähnt, bestimmte Stadtviertel zu nennen die subjektiv als schlecht empfunden werden. Jedoch bergen auch die eigentlich als ungefährlich eingestuften Viertel solche Angsträume, wie zum Beispiel dunkele Parks, dunkele, uneinsehbare Unterführungen, schlechte beleuchtete Straßenabschnitte oder verlassene Bahnhöfe. (vgl. Gebhardt/Warneken)

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Untersuchung des Raumes in Wechselwirkung mit dem Geschlecht ein und benennt die Zielsetzung der Arbeit.

1. Definitionen: In diesem Kapitel werden zentrale Begriffe wie Raum, Geschlecht und Urbanität soziologisch hergeleitet und definiert.

2. Historische Entwicklung des Zusammenhangs von Stadt und Geschlecht: Das Kapitel beleuchtet den Wandel der Stadt als Ordnungssystem und den Einfluss der Industrialisierung auf weibliche Lebenswelten.

3. Feministische Forschung/Genderforschung: Es wird die Entstehung der Frauenbewegung und ihre Bedeutung für die Etablierung feministischer Stadtkritik in der Wissenschaft dargestellt.

4. Aktuelle Ergebnisse der Genderforschung zum Thema „Frau und Stadt“: Hier werden die Kernthemen Raumaneignung, Mobilität, Angsträume und Zeitmanagement differenziert analysiert.

5. Maßnahmen zur Verbesserung der Aneignung des Stadtraums durch die Frau: Das Kapitel diskutiert praktische Lösungsansätze und das Konzept des Gender Mainstreamings zur Verbesserung der Situation von Frauen.

6. Schluss: Der Schlussteil fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, die Dichotomie von Öffentlichkeit und Privatheit aufzuheben.

Schlüsselwörter

Stadtplanung, Geschlechterverhältnis, Gender, Urbanität, Feministische Stadtkritik, Raumsoziologie, Mobilität, Angsträume, Zeitmanagement, Gender Mainstreaming, Reproduktionsarbeit, Öffentlicher Raum, Privatsphäre, Emanzipation, Stadtentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie gesellschaftliche Geschlechterrollen und der städtische Raum miteinander interagieren und wie Frauen diesen Raum unter den Bedingungen von Angst, Mobilität und Zeitdruck nutzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die historischen Entwicklungen der Stadtplanung, die Rolle des Geschlechts bei der räumlichen Aneignung, die Analyse von Angsträumen und die Bedeutung von geschlechterspezifischem Zeitmanagement.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Probleme der weiblichen Teilhabe am städtischen Leben aufzuzeigen und Strategien zu diskutieren, wie durch geschlechtersensible Planung eine gerechtere Stadtgestaltung erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit nutzt eine soziologisch-historische Rekonstruktion sowie eine Literaturanalyse des bestehenden Diskurses der Gender Studies und der feministischen Stadtkritik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen, die feministische Forschungsperspektive, aktuelle Probleme wie Mobilitätsbarrieren und Angsträume sowie konkrete Lösungsansätze durch Gender Mainstreaming.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Stadtplanung, Gender, Raumaneignung, feministische Stadtkritik und Gender Mainstreaming.

Was sind „Angsträume“ im Kontext der Stadtplanung?

Angsträume sind Orte, die durch subjektives Angstempfinden, oft ausgelöst durch soziale Unsicherheit oder architektonische Mängel wie Dunkelheit, von Frauen gemieden oder nur unter hohem Stress genutzt werden.

Warum ist Gender Mainstreaming für die Stadtplanung relevant?

Es dient dazu, unterschiedliche Lebensrealitäten von Frauen und Männern in alle Planungsprozesse einzubeziehen, um eine geschlechtergerechte Infrastruktur und verbesserte Teilhabechancen zu schaffen.

Welche Rolle spielt die „Reproduktionsarbeit“ in der Analyse?

Die Zuständigkeit von Frauen für Hausarbeit und Familienbetreuung führt zu spezifischen Anforderungen an den Stadtraum und zeitlichen Engpässen, die in der traditionellen Planung oft ignoriert werden.

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Résumé des informations

Titre
Stadt, Raum und Geschlecht
Université
Dresden Technical University
Note
1,0
Auteurs
Reem Kadhum (Auteur), Robert Pelz (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
26
N° de catalogue
V129992
ISBN (ebook)
9783640361243
ISBN (Livre)
9783640360864
Langue
allemand
mots-clé
Stadt Raum Geschlecht
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Reem Kadhum (Auteur), Robert Pelz (Auteur), 2008, Stadt, Raum und Geschlecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/129992
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Extrait de  26  pages
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