In dieser Arbeit möchte ich eine Untersuchung des Spanischen in Mexiko durchführen und zeigen, welche Rolle die Geschichte und Kultur bei der Entstehung und Herausbildung einer Sprache spielen. Das Ziel der Arbeit ist es demnach, das Spanische in Mexiko zu untersuchen und die Hauptmerkmale des mexikanischen Spanisch im Vergleich zum Kastilischen aufzeigen. Die Arbeit ist hierzu in drei Kapitel aufgeteilt, die sich mit der Geschichte Mexikos, der aktuellen Sprachsituation in Mexiko und den Besonderheiten des Spanischen in Mexiko beschäftigen. Im ersten Kapitel möchte ich auf die Geschichte Mexikos eingehen und die wichtigsten Etappen in seiner Entwicklung zeigen. Dabei werde ich detaillierter auf die Etappe der spanischen Kolonisation Mexikos eingehen und belegen, warum diese Etappe in der mexikanischen Geschichte so wichtig ist. Im zweiten Kapitel werde ich die aktuelle Sprachsituation Mexikos analysieren. Unter anderem werde ich dabei auf Sprachpolitik und das Phänomen der Zweisprachigkeit eingehen. Im dritten Kapitel findet die eigentliche Untersuchung statt. In diesem Teil der Arbeit möchte ich die wichtigsten sprachlichen Hauptmerkmale des Spanischen in Mexiko aufzeigen. Anhand verschiedener Beispiele werde ich diese konkretisieren, damit es für den Leser weitaus verständlicher wird. Die Ergebnisse meiner Arbeit werde ich anschließend in der obligatorischen Zusammenfassung gebündelt darlegen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Geschichte Mexikos
2.1 Territoriale Kolonisation Mexikos
2.2 Sprachliche Kolonisation Mexikos
2.3 Aktuelle Situation Mexikos
3. Die spanische Sprache in Mexiko
3.1 Sprachsituation in Mexiko
3.2 Sprachpolitik und Phänomen der Zweisprachigkeit
3.2.1 Die Sprachpolitik
3.2.2 Das Phänomen der Zweisprachigkeit
3.2.3 Sprachstörungen
4. Hauptmerkmale des Spanischen in Mexiko
4.1 Lautliche Besonderheiten
4.1.1 Vokalismus
4.1.2 Konsonantismus
4.2 Morphosyntaktische Besonderheiten
4.3 Lexikalische Besonderheiten
4.3.1 Archaismen
4.3.2 Indigenismen:
5. Zusammenfassung
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Diese Arbeit untersucht das mexikanische Spanisch und analysiert dessen historische sowie kulturelle Herausbildung unter Berücksichtigung des Vergleichs zum Kastilischen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Identifikation sprachlicher Hauptmerkmale und den Einfluss der wechselvollen Geschichte Mexikos auf die heutige Sprachrealität.
- Historische Entwicklung der Sprache in Mexiko
- Aktuelle Sprachsituation und Sprachpolitik
- Phänomen der Zweisprachigkeit und Diglossie
- Lautliche, morphosyntaktische und lexikalische Besonderheiten
- Einfluss von indigenen Sprachen und Anglizismen
Auszug aus dem Buch
3.2.3 Sprachstörungen
Die Zweisprachigkeit, die in Mexiko vorherrscht, führt sehr oft zu Sprachstörungen bei den multilingualen Sprechern. In der Sprachwissenschaft unterscheidet man hier zahlreiche Arten der Sprachstörungen bei Kindern und Erwachsenen. Ich möchte im Folgenden speziell auf Code-Switching und Sprachmischungen eingehen.
• Code-Switching: Unter dem „Code-Switching“ versteht man den Wechsel zwischen den beiden Sprachen (Erst- und Zweitsprache) der zweisprachigen Personen. Dieser Wechsel findet meistens unbewusst und ohne Unterbrechungen statt. Code-Switching ist am häufigsten bei den Kindern zu beobachten. Es entsteht dadurch, dass den lernenden Kindern beim Sprechen bestimmte Wörter spontan einfach fehlen, wenn die erste Sprache im Sprachgebrauch noch nicht richtig etabliert ist. Damit ihre Aussage dann aber nicht ständig unterbrochen wird, benutzen sie das entsprechende Wort ihrer Muttersprache (vgl. Triarchie-Herrmann 2006:40). Dieses Phänomen verschwindet im Laufe der Zeit und stellt somit keinen Fehler dar, sondern wird von Wissenschaftlern als vielmehr „hohe kommunikative Leistung“ (Triarchie-Herrmann 2006:41) bewertet.
• Sprachmischungen: Bei den Sprachmischungen werden innerhalb einer Sprachäußerung Wörter der Erstsprache in die momentan gelernte Zweitsprache eingefügt (vgl. Triarchie-Herrmann 2006:42). Diese Einfügungen stören den Redefluss des Sprechakts und gestalten die Sprache zunehmend unverständlicher. Die Sprachmischungen treten zumeist bei kleinen Kindern auf und normalerweise verschwinden sie bis zum dritten Lebensjahr. Das Auftreten von Sprachmischungen variiert aber individuell von Kind zu Kind und hängt davon ab, ob die Eltern ebenfalls die Sprachen in dieser Art und Weise mischen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die kulturelle und sprachliche Geschichte Mexikos und legt das Ziel fest, die Merkmale des mexikanischen Spanisch zu analysieren.
2. Die Geschichte Mexikos: Dieses Kapitel beleuchtet die Besiedlung Mesoamerikas, die Bedeutung Tenochtitláns sowie den Prozess der territorialen und sprachlichen Kolonisation.
3. Die spanische Sprache in Mexiko: Es erfolgt eine Analyse der aktuellen Sprachsituation, der staatlichen Sprachpolitik sowie der soziolinguistischen Phänomene Zweisprachigkeit und Diglossie.
4. Hauptmerkmale des Spanischen in Mexiko: Der Hauptteil beschreibt detailliert die lautlichen, morphosyntaktischen und lexikalischen Besonderheiten, die das mexikanische Spanisch vom Standard abheben.
5. Zusammenfassung: Die Ergebnisse der Untersuchung werden hier gebündelt, wobei die signifikanten Unterschiede in den linguistischen Bereichen hervorgehoben werden.
Schlüsselwörter
Mexiko, Spanisch, Sprachgeschichte, Kolonisation, Zweisprachigkeit, Diglossie, Sprachpolitik, Náhuatl, Sprachmischung, Code-Switching, Morphosyntaktik, Phonetik, Lexik, Archaismen, Indigenismen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung des mexikanischen Spanisch und setzt dieses in den Kontext der historischen und kulturellen Entwicklung des Landes.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt die Kolonialgeschichte, die aktuelle Sprachsituation, die offizielle Sprachpolitik sowie die spezifischen linguistischen Abweichungen des mexikanischen Spanisch.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, das Spanische in Mexiko zu untersuchen und die spezifischen Hauptmerkmale im Vergleich zum kastilischen Standardspanisch aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Der Autor führt eine linguistische Analyse durch, die auf der Auswertung bestehender Fachliteratur und dialektaler sowie soziolinguistischer Studien basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der Historie, die Analyse der Sprachsituation, das Phänomen der Zweisprachigkeit und eine detaillierte Aufzählung lautlicher, morphosyntaktischer und lexikalischer Charakteristika.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Sprachvarietäten, Diglossie, Indigenismen, Archaismen sowie die Rolle des Náhuatl als Substrat.
Warum ist das Náhuatl für das mexikanische Spanisch so bedeutsam?
Die Forschung zeigt, dass viele lexikalische Entlehnungen und lautliche Einflüsse, wie etwa der Vokalismus, direkt auf den Einfluss des Náhuatl zurückzuführen sind.
Was genau versteht man in der Arbeit unter Diglossie?
Diglossie beschreibt eine Situation, in der zwei Sprachen oder Varietäten in einer Gemeinschaft koexistieren, wobei eine Sprache ein höheres soziales Prestige genießt und in formellen Bereichen verwendet wird, während die andere in familiären Kontexten dominiert.
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- Iryna Markovic (Author), 2008, Das Spanische in Mexiko, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130015