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Hat die Legalisierung der Abtreibung den Weg für die Präimplantationsdiagnostik geebnet? (Stand 2003)

Title: Hat die Legalisierung der Abtreibung den Weg für die Präimplantationsdiagnostik geebnet? (Stand 2003)

Seminar Paper , 2003 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sarah Brodhäcker (Author)

Politics - Miscellaneous
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In keinem Bereich der menschlichen Aktivitäten liegen die Kontroversen so weit von einander entfernt wie in der modernen Gentechnologie und die damit verbundenen Vergleiche zur Abtreibung1. Wünscht man sich heute ein Kind, sind viele Entscheidungen schon vor der Geburt, ja manche sogar schon vor der Zeugung zu treffen. In dieser Hausarbeit werde ich auf die Parallelen zwischen der Präimplantationsdiagnostik (PID) und dem frühzeitigen Schwangerschaftsabbruch eingehen.

Die These, die sich aus den Beobachtungen der Medien und der Forschung ergibt, formuliert sich wie folgt: „Durch die Legalisierung der Abtreibung haben wir den Weg für die PID geebnet.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Definitionen

2.1. Was ist Abtreibung?

2.2. Was ist die PID?

3. Techniken

3.1. Moderne Techniken der Abtreibung

3.1.1. Die RU 486

3.1.2. Der Kaiserschnitt

3.1.3. Die Curettage

3.1.4. Prostalgine

3.1.5. Die Absaug-Methode

3.1.6. Salzlösung

3.2. Techniken der PID

3.2.1. Polkörperbiopsie

3.2.2. Embryonenbiopsie

4. Geschichte

4.1. Die Abtreibung

4.1.1. Die Abtreibung in der griechischen Kultur

4.1.2. Die Abtreibung in der römischen Kultur

4.1.3. Die Abtreibung im Mittelalter

4.1.4. Die Abtreibung von 1500 bis 1700

4.1.5. Die Abtreibung von 1700 bis 1900

4.1.6. Die Abtreibung im 20. Jahrhundert

4.2. Die Entwicklung der PID

5. Gesetzliche Situation

5.1. Gesetzliche Situation der Abtreibung in der BRD

5.1.1. Gesetzessystematik

5.1.2. Die medizinisch – soziale Indikation

5.1.2.1. Lebensgefahr

5.1.2.2. Gesundheitsgefahr

5.1.2.3. Soziale Faktoren

5.1.3. Eugenische Indikation

5.1.4. Kriminologische Indikation

5.1.5. Fristen

5.1.6. Die Einwilligung

5.2. Gesetzliche Rahmenbedingungen der PID

5.2.1. Missbräuchliche Anwendung von Fortpflanzungstechniken

5.2.2. Missbräuchliche Verwendung menschlicher Embryonen

5.2.3. Klonen

6. Pro – Argumente

6.1. Argumente für die Abtreibung

6.2. Argumente für die PID

7. Contra – Argumente

7.1. Argumente gegen die Abtreibung

7.2. Argumente gegen die PID

8. Zusammenhänge und Zukunftsaussichten

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die moralischen und rechtlichen Parallelen zwischen der Legalisierung der Abtreibung und der Entwicklung der Präimplantationsdiagnostik (PID). Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob die gesellschaftliche Akzeptanz des Schwangerschaftsabbruchs den Weg für die PID geebnet hat.

  • Historische Entwicklung der Abtreibung und PID
  • Rechtliche Situation und Indikationen in der Bundesrepublik Deutschland
  • Techniken der Schwangerschaftsunterbrechung und Präimplantationsdiagnostik
  • Ethische Pro- und Contra-Argumente im Kontext der Gentechnologie
  • Zukunftsaussichten und gesellschaftliche Auswirkungen

Auszug aus dem Buch

Die Entwicklung der PID

Ende der 80er wurden verschiedene Techniken entwickelt, mit denen der genetischer Status von Eizellen oder in vitro-Embryonen festgestellt werden konnte. 1990 kam das erste Kind auf die Welt, an dem im Embryonalstadium in vitro eine solche Diagnostik durchgeführt wurde.

Die ersten Präimplantationsdiagnosen wurden durchgeführt, um herauszufinden, ob das Risiko für eine geschlechtschromosomal gebundene Erbkrankheit besteht, in dem das Geschlecht des Embryos identifiziert wurde. Da dem Embryo wegen seiner Kleinheit nicht mehr als eine oder zwei Zellen entnommen werden können, konzentrierten sich die ersten Versuche auf die Untersuchung von Merkmalen, die unter den gegebenen Bedingungen sicher zu bestimmen waren. 1992 wurde das erste Kind geboren, an dem in vitro eine auf die Identifizierung einer Genveränderung abzielende Diagnostik durchgeführt wurde.

Grundsätzlich kann man feststellen, dass – zumindest was die Zahl der bislang geborenen Kinder betrifft – die Präimplantationsdiagnostik relativ langsam voranschreitet. Dies kann man auf zwei Gründe zurückführen: Zum einen können nicht alle medizinischen Zentren klinische Programme zur PID etablieren, da sie auf genetische Untersuchung von Einzelzellen spezialisiert sein müssen. Zum anderen ist die Durchführung der PID zwar technisch relativ einfach, in personeller und organisatorischer Hinsicht jedoch außerordentlich voraussetzungsreich. Dies macht den langsamen Anstieg der Zahlen verständlich, die in Grafik 1 zusammenfassend dargestellt sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die These auf, dass die Legalisierung der Abtreibung den Weg für die PID geebnet hat.

2. Definitionen: Definiert die medizinischen Fachbegriffe Abtreibung und PID.

3. Techniken: Erläutert verschiedene medizinische Verfahren von der Abtreibung bis hin zur Polkörper- und Embryonenbiopsie.

4. Geschichte: Blickt auf den historischen Umgang mit Abtreibung seit der griechischen Antike und die Entstehung der PID zurück.

5. Gesetzliche Situation: Analysiert die aktuelle Rechtslage in Deutschland (StGB und Embryonenschutzgesetz).

6. Pro – Argumente: Fasst die Befürworter-Positionen bezüglich Selbstbestimmungsrecht und Erfüllung des Kinderwunsches zusammen.

7. Contra – Argumente: Beleuchtet die ethische und religiöse Kritik, insbesondere durch die katholische Kirche.

8. Zusammenhänge und Zukunftsaussichten: Zieht ein Fazit über die Parallelen und die wahrscheinliche zukünftige gesellschaftliche sowie rechtliche Entwicklung.

Schlüsselwörter

Abtreibung, PID, Präimplantationsdiagnostik, §218, Embryonenschutzgesetz, Gentechnologie, Medizinethik, Schwangerschaftsabbruch, Embryonenbiopsie, Indikationen, Rechtslage, Kinderwunsch, Lebensrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen der Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs und der Etablierung der Präimplantationsdiagnostik (PID).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung der Abtreibung, die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland sowie die technischen und ethischen Aspekte der PID.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Es soll untersucht werden, ob die Akzeptanz und Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs eine gesellschaftliche Vorstufe für die Akzeptanz der PID darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu rechtlichen, historischen und medizinischen Sachverhalten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die verschiedenen medizinischen Techniken, die historische Rechtsentwicklung, die aktuelle Gesetzeslage sowie die ethischen Pro- und Contra-Debatten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie PID, Abtreibung, Ethische Kontroverse, Embryonenselektion und Rechtliche Indikationen.

Wie unterscheidet sich die rechtliche Bewertung von in vitro-Embryonen zu Föten?

Das Embryonenschutzgesetz schützt Embryonen in vitro streng, während der Schwangerschaftsabbruch im Mutterleib unter bestimmten Indikationen gesetzlich geregelt und straffrei ist.

Warum wird die PID in Deutschland als problematisch angesehen?

Da sie mit der Selektion von Embryonen verbunden ist, steht sie im Konflikt mit dem Embryonenschutzgesetz, das eine solche Verwendung von Embryonen untersagt.

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Details

Title
Hat die Legalisierung der Abtreibung den Weg für die Präimplantationsdiagnostik geebnet? (Stand 2003)
College
University of Mannheim  (Sozialwissenschaften)
Course
Proseminar Rassepolitik und Rasseideologie im21. Jahrhundert
Grade
2,0
Author
Sarah Brodhäcker (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V13006
ISBN (eBook)
9783638187671
ISBN (Book)
9783638853316
Language
German
Tags
Abtreibung PID Präimplantationsdiagnostik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Brodhäcker (Author), 2003, Hat die Legalisierung der Abtreibung den Weg für die Präimplantationsdiagnostik geebnet? (Stand 2003), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13006
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