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Traumapädagogik und geistige Behinderung nach einem sexuellen Missbrauch. Umsetzung im stationären Setting

Titre: Traumapädagogik und geistige Behinderung nach einem sexuellen Missbrauch. Umsetzung im stationären Setting

Mémoire d'Examen Intermédiaire , 146 Pages

Autor:in: Selina Ehret (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
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Die vorliegende Arbeit möchte zeigen, wie die Traumapädagogik angepasst werden kann an Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung nach einem sexuellen Missbrauch. Daraus hat sich folgende Forschungsfrage herauskristallisiert: Wie kann Traumapädagogik mit seiner Pädagogik des sicheren Ortes und der Pädagogik der Selbstbemächtigung im stationären Setting gestaltet und angepasst werden an Kinder und Jugendliche mit einer geistigen Behinderung nach einer Traumatisierung durch einen sexuellen Missbrauch?

Um einen Einblick in das weite Themengebiet der Psychotraumatologie zu geben, wird in Kapitel eins des theoretischen Teils zunächst das Thema Trauma mit seinen Typologien und traumatischen Erfahrungen betrachtet. In Kapitel zwei wird sich konkreter auf Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung bezogen, die eine Traumatisierung durch einen sexuellen Missbrauch erleiden mussten. Kapitel drei befasst sich mit Traumafolgestörungen und anderen möglichen Hinweisen einer Traumatisierung bei Mädchen und Jungen mit geistiger Behinderung. Der größere Fokus liegt dann in Kapitel vier auf der Traumapädagogik und zwei ausgewählten traumapädagogischen Methoden.

Im empirischen Teil dieser wissenschaftlichen Arbeit wird in Kapitel eins zunächst das Forschungsdesign inklusive der Forschungsfrage und der Ziele dieser Arbeit dargestellt. Kapitel zwei befasst sich mit der gesamten Datenerhebung und Kapitel drei mit den Auswertungsverfahren. Im vierten Kapitel werden die Forschungsergebnisse dargestellt und mit der Theorie abgeglichen. Abgeschlossen wird diese Arbeit mit der Diskussion im fünften Kapitel.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Trauma

1.1 THEORETISCHE ANNÄHERUNG

1.2 TYPOLOGIE VON TRAUMATISIERUNGEN

1.3 TRAUMATISCHE ERFAHRUNGEN

2. KINDER UND JUGENDLICHE MIT GEISTIGER BEHINDERUNG NACH SEXUELLEM MISSBRAUCH

2.1 BEGRIFFSKLÄRUNG „GEISTIGE BEHINDERUNG“

2.2 PRÄVALENZ

3. TRAUMAFOLGESTÖRUNGEN

3.1 TRAUMAFOLGESTÖRUNGEN UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DER GEISTIGEN BEHINDERUNG

3.2 DIE AKUTE BELASTUNGSREAKTION

3.3 DIE POSTTRAUMATISCHE BELASTUNGSSTÖRUNG

3.4 KOMPLEXE POSTTRAUMATISCHE BELASTUNGSSTÖRUNG

3.5 WEITERE TRAUMAFOLGEN UND KOMORBIDITÄTEN

4. TRAUMAPÄDAGOGIK

4.1 GRUNDLAGEN DER TRAUMAPÄDAGOGIK

4.2 GRUNDHALTUNG DER TRAUMAPÄDAGOGIK

4.3 TRAUMAPÄDAGOGIK UNTER BESONDERER BERÜCKSICHTIGUNG DER GEISTIGEN BEHINDERUNG

4.4 TRAUMAPÄDAGOGISCHE METHODEN

4.4.1 Die Pädagogik des Sicheren Ortes

4.4.1.1 Der „sichere Ort“

4.4.1.2 Der „geschützte Handlungsraum“

4.4.1.3 Der „emotional-orientierte Dialog“

4.4.2 Die Pädagogik der Selbstbemächtigung

4.4.2.1 Selbstverstehen

4.4.2.2 Selbstakzeptanz

4.4.2.3 Körperwahrnehmung

4.4.2.4 Selbstregulation

5. FORSCHUNGSDESIGN

5.1 FORSCHUNGSFRAGE

5.2 ZIELE DER FORSCHUNGSARBEIT

6. DATENERHEBUNG

6.1 ERHEBUNGSMETHODE

6.2 KONSTRUKTION DES INTERVIEWLEITFADENS

6.3 SAMPLING

6.4 VORBEREITUNG UND DURCHFÜHRUNG DER EXPERT:INNENINTERVIEWS

6.5 KURZPROFILE DER INTERVIEWPARTNER: INNEN

7. AUSWERTUNGSVERFAHREN

7.1 TRANSKRIPTION DER INTERVIEWS

7.2 QUALITATIVE INHALTSANALYSE NACH KUCKARTZ

8. FORSCHUNGSERGEBNISSE

8.1 HINTERGRUNDINFORMATIONEN

8.1.1 Betroffenheit der Klient:innen von sexuellem Missbrauch

8.1.2 Kennzeichen einer Traumatisierung bei einer geistigen Behinderung

8.1.3 Schwierigkeiten in der Diagnose

8.2 KENNZEICHEN DER TRAUMAPÄDAGOGIK

8.2.1 PERSÖNLICHE ASSOZIATIONEN

8.3 PÄDAGOGIK DES SICHEREN ORTES

8.3.1 Pädagogik des inneren sicheren Ortes

8.3.1.1 Umsetzung

8.3.1.2 Schwierigkeiten in der Umsetzung

8.4 PÄDAGOGIK DER SELBSTBEMÄCHTIGUNG

8.4.1 Selbstverstehen

8.4.1.1 Umsetzung

8.4.1.2 Schwierigkeiten in der Umsetzung

8.4.2 Selbstakzeptanz

8.4.2.1 Umsetzung

8.4.2.2 Schwierigkeiten in der Umsetzung

8.4.3 Körperwahrnehmung

8.4.3.1 Umsetzung

8.4.3.2 Schwierigkeiten in der Umsetzung

8.4.4 Selbstregulation

8.4.4.1 Umsetzung

8.4.4.2 Schwierigkeiten in der Umsetzung

8.5 PERSÖNLICHE EINSTELLUNG ZU TRAUMAPÄDAGOGIK

8.5.1 Herausforderungen und Grenzen der Traumapädagogik

8.5.2 Chancen und Vorteile der Traumapädagogik

9. DISKUSSION

9.1 INTERPRETATION

9.2 METHODENKRITIK

9.3 FAZIT

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie traumapädagogische Konzepte – specifically die „Pädagogik des sicheren Ortes“ und die „Pädagogik der Selbstbemächtigung“ – im stationären Setting bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung nach einer traumatischen Erfahrung durch sexuellen Missbrauch angepasst und umgesetzt werden können.

  • Traumapädagogik bei Kindern mit geistiger Behinderung
  • Psychotraumatologie und Traumafolgestörungen
  • Methoden der Pädagogik des sicheren Ortes und der Selbstbemächtigung
  • Empirische Untersuchung der Umsetzung in stationären Einrichtungen
  • Herausforderungen und Chancen in der heilpädagogischen Praxis

Auszug aus dem Buch

Einleitung

„Erfahrungen von Belastungen und Bedrohungen aller Art auf allen Dimensionen des Lebens (körperliche, psychische und sozial) sind unvermeidlich“ (Hennicke, 2015, S. 4).

Das einführende Zitat von Klaus Hennicke beschreibt die Unvermeidlichkeit von Belastungen, Bedrängnissen oder Bedrohungen. Kein Mensch bleibt von traumatischen Erfahrungen bewahrt – auch keine Menschen mit geistiger Behinderung (gB). Die wenigen Studien, die es gibt, deuten sogar darauf hin, dass Menschen mit gB ein erhöhtes Risiko haben, sexuell missbraucht zu werden (Mattke, 2018, S. 31). Und ein solcher Gewaltakt wird von den Betroffenen fast immer als traumatisierend erlebt (ebd., S. 152). Obwohl ein erhöhtes „Risiko [besteht], von belastenden Ereignissen eher traumatisiert zu werden als nichtbehinderte Menschen“ (Hennicke, 2015, S. 9), werden viele Traumatisierungen gar nicht als solche erkannt, sondern die daraus resultierenden Verhaltensauffälligkeiten der Behinderung zugeschrieben (König, 2018, S. 59). Falls sie doch erkannt werden, müssen therapeutische Interventionen häufig abgebrochen werden (Interview 2, Absatz 20). Denn nach wie vor „gibt es keine ausreichenden pädagogischen oder psychologischen Verfahren und Konzepte, die für die Traumabearbeitung bei Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung konzipiert sind“ (König, 2018, S. 59).

Hier kommt die Traumapädagogik mit ins Spiel – eine Pädagogik, die Beziehungen und neues Vertrauen aufbauen, den beschädigten Dialog wieder erneuern und Teilhabe ermöglichen will (Kühn, 2017, 22f). Eine auf der Psychotraumatologie fußende Pädagogik (Schmid, 2020, S. 134), die nicht nur für die Kinder und Jugendlichen hilfreich sein kann, sondern auch für die Pädagog:innen selbst (Krautkrämer-Oberhoff & Haaser, 2013, S. 86f). Allerdings wird momentan noch recht zurückhaltend über traumapädagogische Konzepte und die Nutzung bei Menschen mit gB diskutiert, da angeblich häufig die niedrigeren kognitiven Fähigkeiten den Methoden im Wege stehen würden (Kühn & Bialek, 2017a, S. 231).

Daher möchte diese Arbeit an dieser vermeintlichen Schwachstelle ansetzen und zeigen, wie die Traumapädagogik angepasst werden kann an Kinder und Jugendliche mit gB nach einem sexuellen Missbrauch. Daraus hat sich folgende Forschungsfrage herauskristallisiert:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Trauma: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Psychotraumatologie, definiert den Traumabegriff sowie dessen Typologie und beleuchtet traumatische Erfahrungen.

2. KINDER UND JUGENDLICHE MIT GEISTIGER BEHINDERUNG NACH SEXUELLEM MISSBRAUCH: Hier werden Definitionen zur geistigen Behinderung sowie die Prävalenz von sexuellem Missbrauch innerhalb dieser Zielgruppe behandelt.

3. TRAUMAFOLGESTÖRUNGEN: Das Kapitel widmet sich den verschiedenen psychischen Folgen von Missbrauch, insbesondere im Kontext einer geistigen Behinderung sowie spezifischen Störungsbildern wie der PTBS.

4. TRAUMAPÄDAGOGIK: Es erfolgt eine theoretische Einbettung traumapädagogischer Grundhaltungen und eine methodische Darlegung der Pädagogik des sicheren Ortes und der Selbstbemächtigung.

5. FORSCHUNGSDESIGN: Dieses Kapitel dokumentiert die Forschungsfrage, die Zielsetzung und das methodische Vorgehen der vorliegenden Arbeit.

6. DATENERHEBUNG: Darstellung der gewählten Erhebungsmethode und der Konstruktion des Interviewleitfadens für die Experteninterviews.

7. AUSWERTUNGSVERFAHREN: Beschreibung des Prozesses der Transkription und der Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz für die Interviewdaten.

8. FORSCHUNGSERGEBNISSE: Zusammenführung und Analyse der gewonnenen Daten aus den Experteninterviews, kategorisiert in die thematischen Bereiche der Traumapädagogik.

9. DISKUSSION: Diskussion der Ergebnisse vor dem theoretischen Hintergrund, Reflexion der methodischen Vorgehensweise und ein Fazit zur Praxisrelevanz.

Schlüsselwörter

Traumapädagogik, Geistige Behinderung, Sexueller Missbrauch, Pädagogik des sicheren Ortes, Selbstbemächtigung, Stationäre Einrichtungen, Traumafolgestörungen, Qualitative Inhaltsanalyse, Bindung, Expert:inneninterviews, Krisenintervention, Psychotraumatologie, Pädagogische Konzepte, Teilhabe, Resilienz.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung und Anpassung traumapädagogischer Methoden, insbesondere der Pädagogik des sicheren Ortes und der Selbstbemächtigung, bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung, die sexuelle Gewalt erfahren haben.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Neben den theoretischen Grundlagen der Traumapädagogik und Psychotraumatologie steht die praktische Umsetzung dieser Konzepte in stationären Wohnformen sowie die spezifische Bedarfslage von Menschen mit geistiger Behinderung im Vordergrund.

Was ist die Zielsetzung der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie traumapädagogische Ansätze modifiziert werden können, damit sie auch bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung wirksam angewendet werden können.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Es wurde eine qualitative Forschungsstudie durchgeführt, die leitfadengestützte Experteninterviews mit pädagogischen Fachkräften nutzte, deren Ergebnisse mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil, der Traumatheorie und Traumapädagogik definiert, und einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse aus Experteninterviews zu den angewandten Methoden und deren praktischen Hürden analysiert werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Forschungsarbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Traumapädagogik, geistige Behinderung, sexueller Missbrauch, Pädagogik des sicheren Ortes und Selbstbemächtigung.

Warum ist die Umsetzung der Pädagogik des sicheren Ortes bei Menschen mit gB eine Herausforderung?

Die Experten betonen, dass kognitive Einschränkungen die Abstraktionsfähigkeit erschweren, weshalb Symbole oder konkrete Hilfsmittel oft notwendig sind, um Sicherheit erfahrbar zu machen.

Welche Rolle spielt die Beziehung in der Arbeit mit traumatisierten Kindern?

Die Beziehung wird als absolutes Fundament beschrieben, auf dem erst andere traumapädagogische Methoden aufbauen können, wobei stabile Bezugspersonen eine zentrale Ressource darstellen.

Fin de l'extrait de 146 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Traumapädagogik und geistige Behinderung nach einem sexuellen Missbrauch. Umsetzung im stationären Setting
Université
University of Würzburg
Auteur
Selina Ehret (Auteur)
Pages
146
N° de catalogue
V1300798
ISBN (PDF)
9783346766953
ISBN (Livre)
9783346766960
Langue
allemand
mots-clé
traumapädagogik behinderung missbrauch umsetzung setting
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Selina Ehret (Auteur), Traumapädagogik und geistige Behinderung nach einem sexuellen Missbrauch. Umsetzung im stationären Setting, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1300798
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Extrait de  146  pages
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