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Der Witz als Abweichung von der Normalität

Titre: Der Witz als Abweichung von der Normalität

Essai Scientifique , 2009 , 16 Pages

Autor:in: M.A. Sylwia Lindhorst (Auteur)

Philologie Allemande - Divers
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Der Witz kann eine kurze Erzählung, ein kurzer Text oder nur eine Frage mit einer Antwort sein, der die Zuhörer zum Lachen bringt. Der Sachverhalt des Witzes ist das Aktuelle und alles, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Das muss nicht unbedingt lustig sein und Lachen auslösen. Dafür sorgt die Pointe, die vom erwarteten Situationsverlauf abweicht. Das Aktuelle ist das Normale, das den Menschen umgibt. Der Witz und seine Form bieten die
Abweichung von der Normalität, vom Erwarteten an. Damit bringt er Heiterkeit in den Alltag.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Witz

2. Abweichung

3. Normen

4. Abweichung im Witz

5. Analyse der ausgewählten Beispiele

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des Witzes als eine Form der Abweichung von gesellschaftlichen Normen und analysiert, wie diese Verzerrung der Realität dazu dient, komische Effekte zu erzielen und gesellschaftliche Konventionen zu hinterfragen.

  • Definition und historische Entwicklung des Begriffs Witz
  • Theoretische Grundlagen zur Abweichung von sozialen und sprachlichen Normen
  • Die Rolle der Pointe als unerwartete Wendung
  • Analyse praktischer Witzbeispiele aus verschiedenen kulturellen Kontexten
  • Die Funktion des Witzes als Mittel zur Reflexion gesellschaftlicher Verhältnisse

Auszug aus dem Buch

1. Witz

Um den Begriff „Witz“ besser zu verstehen, bediene ich mich der Vorschläge von Wolfgang Preisendanz und Danuta Buttler, was man unter dem Witz versteht. Preisendanz bietet eine Unterscheidung an zwischen dem „Witz als geistige Veranlagung“ - was so viel bedeutet, wie, Witz zu haben, witzig zu sein- und dem Witz als „sprachliches Gebilde“, das wiederum bedeutet, dass jemand viele Witze kennt. Diese Diskrepanz des Begriffs hat seinen Ursprung in der Geschichte. Nach Preisendanz geht diese Unterscheidung auf das Mittelalter zurück. Damals bedeutete „diu wizze“ „Denkkraft, Klugheit, gesunder Menschenverstand“. Dabei handelte es sich jedoch beim gesunden Menschenverstand nicht um ein angeborenes Merkmal, sondern eher um Erworbenes. Im Laufe der Zeit änderte sich die Bedeutung des Begriffs „Witz“. Zum Beispiel kam Ende des 17. Jahrhunderts mit dem Französischen eine neue Bedeutung auf: „[...] geistreich und bezeichnete besonders die geschwinde Gedankenverbindung, die intellektuelle Kombination, die geistige Beweglichkeit, die Leichtigkeit des Beziehens und Assoziierens[.]“. Das 19. Jahrhundert brachte die heutige Bedeutung des Begriffs.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Witz: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen historischen und theoretischen Definitionen des Witzbegriffs sowie seine Wandlung vom menschlichen Vermögen zum sprachlichen Konstrukt.

2. Abweichung: Hier wird der Zusammenhang zwischen dem Witz und der bewussten Verletzung gesellschaftlicher Regeln oder Verhaltensnormen erörtert.

3. Normen: Das Kapitel beleuchtet, wie gesellschaftliche Normen als Referenzrahmen für Abweichungen fungieren und welche Bedeutung die überraschende Wendung (Pointe) innerhalb dieses Rahmens einnimmt.

4. Abweichung im Witz: Es wird analysiert, wie Mehrdeutigkeit und das bewusste Missverständnis als spezifische Formen der Abweichung innerhalb von Witzen genutzt werden.

5. Analyse der ausgewählten Beispiele: Anhand ausgewählter Witzbeispiele wird demonstriert, wie die theoretischen Konzepte von Abweichung und Normenverletzung in der Praxis funktionieren.

Schlüsselwörter

Witz, Abweichung, Normen, Pointe, Gesellschaft, Kommunikation, Mehrdeutigkeit, Sprache, Deviation, Humor, Lachen, Verfremdung, Realität, Kultur, Satire

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Witz als ein sprachliches und soziales Phänomen, das auf einer bewussten Abweichung von der gesellschaftlichen Normalität basiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Definition des Witzes, die theoretische Einordnung von Abweichungen sowie die Untersuchung von Humormechanismen in verschiedenen kulturellen Zusammenhängen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch die Verzerrung von Realität und die Verletzung von Normen im Witz eine komische Wirkung beim Rezipienten erzeugt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse wissenschaftlicher Positionen zum Witz und verknüpft diese theoretischen Ansätze mit einer qualitativen Analyse konkreter Witzbeispiele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe Witz, Abweichung und Normen sowie eine praktische Analyse, in der Witze hinsichtlich ihrer Abweichungsstruktur kommentiert werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Witz, Abweichung, Normen, Pointe, Kommunikation und gesellschaftliche Konventionen.

Welche Bedeutung hat die Pointe im Kontext der Arbeit?

Die Pointe wird als essenzielles Element des Witzes beschrieben, das für die unerwartete Wendung sorgt und den Bruch mit der gewohnten Wahrnehmung markiert.

Wie unterscheiden sich die analysierten Witze hinsichtlich ihrer kulturellen Ausprägung?

Die Analyse zeigt, dass Witze oft auf spezifischen kulturellen Klischees und nationalen Verhaltensnormen basieren, die durch das Spiel mit Erwartungen und Vorurteilen komisch wirken.

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Résumé des informations

Titre
Der Witz als Abweichung von der Normalität
Université
University of Constance
Auteur
M.A. Sylwia Lindhorst (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
16
N° de catalogue
V130090
ISBN (ebook)
9783640362547
ISBN (Livre)
9783640362288
Langue
allemand
mots-clé
Witz Abweichung Normalität
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
M.A. Sylwia Lindhorst (Auteur), 2009, Der Witz als Abweichung von der Normalität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130090
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Extrait de  16  pages
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