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Analyse des 5. Aktes von Gotthold E. Lessings 'Emilia Galotti' unter Verwendung seiner 'Hamburgischen Dramaturgie'

Título: Analyse des 5. Aktes von Gotthold E. Lessings 'Emilia Galotti' unter Verwendung seiner 'Hamburgischen Dramaturgie'

Trabajo Escrito , 2007 , 13 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Jessica Mohr (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Zweifelsfrei zählt die Tragödie „Emilia Galotti“ zu den bekanntesten Werken des Theaterdichters und Dramaturgen Gotthold E. Lessing. Sie ist nicht nur ein Musterbeispiel des deutschen bürgerlichen Trauerspiels, welches Lessing mitbegründet hat, sondern steht auch in der Tradition der aristotelischen Poetik, da Lessing sein Stückes stark nach den Vorgaben des griechischen Philosophen konzipiert. Dies ist vor allem in seiner dramentheoretischen Schrift der „Hamburgischen Dramaturgie“ zu sehen, in der der Dichter ausführlich die „Poetik des Aristoteles“ und ihren ästhetischen Wirkungszusammenhang analysiert.
Im ersten Teil meiner Arbeit werde ich zunächst auf die „Hamburgische Dramaturgie“ eingehen und einen Überblick über die, von Lessing verfolgten, Intentionen und Ziele geben. Dabei beschränke ich mich auf die Interpretation der Katharsis, die Wirkung auf den Zuschauer und die Gestaltung der Handlungsträger, die nach Lessing gemischten Charakteren entsprechen müssen. Ein Behandeln aller in der „Hamburgischen Dramaturgie“ erwähnten Voraussetzungen für die Tragödie, würde den Rahmen dieser Arbeit sprengen.
Der zweite Teil befasst sich dann mit der Umsetzung der oben erwähnten Termini in Lessings „Emilia Galotti“. Hierbei wird vor allem der fünfte Akt als Interpretationsgrundlage herangezogen. Ziel dieser Ausarbeitung soll die Klärung der Frage sein, ob Lessings bürgerliches Trauerspiel tatsächlich gänzlich auf den Voraussetzungen der „Hamburgischen Dramaturgie“ beruht oder doch von diesen abweicht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die „Hamburgische Dramaturgie“

2.1 Lessings Wirken am Hamburger Nationaltheater

2.2 Allgemeine Prinzipien und Ziele der „Hamburgischen Dramaturgie“

2.3 Von der Katharsis des Aristoteles zu Lessings gemischten Charakteren

3. Analyse des 5. Aktes der „Emilia Galotti“

3.1 Gemischte Charaktere

3.2 Die Umsetzung der Katharsis

4. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit Gotthold E. Lessings bürgerliches Trauerspiel „Emilia Galotti“ die theoretischen Vorgaben seiner eigenen „Hamburgischen Dramaturgie“ umsetzt. Im Fokus steht dabei die Analyse des fünften Aktes, insbesondere hinsichtlich der Anwendung aristotelischer Konzepte wie der Katharsis und der Gestaltung von gemischten Charakteren.

  • Die theoretischen Grundlagen der „Hamburgischen Dramaturgie“
  • Die Rolle und Bedeutung von gemischten Charakteren im bürgerlichen Trauerspiel
  • Die Interpretation der Katharsis nach Lessings Auffassung
  • Die kritische Überprüfung der Figurenkonstellation und Handlungslogik im 5. Akt

Auszug aus dem Buch

3.1 Gemischte Charaktere

Bei der Untersuchung der Charaktere in „Emilia Galotti“ werde ich mich auf den Prinzen, seinen Kammerherrn Marinelli, Odoardo Galotti sowie Emilia beschränken, da nur diese Figuren im 5. Akt des Stückes auftreten.

Eine der dramatischen Personen, die auf ihre Figurenanlegung hin untersucht werden sollen, ist der Antagonist des Stückes Hettore Gonzaga, Prinz von Guastalla. Als Vertreter des Hofes, der für die Amoral und Lasterhaftigkeit steht, wird er mit seinem Kammerherren Marinelli der bürgerlich tugendhaften Welt der Familie Galotti gegenübergestellt. Im Gegensatz zu Marinelli, der gänzlich in seiner Rolle des intriganten Falschspielers aufgeht und dieser auch bis zum Ende des Stückes bleibt, entspricht der Prinz nicht vollkommen dem Bild des antagonistischen Bösewichts. Während des gesamten Trauerspiels ist er selten als Herrscher zu sehen, sondern vielmehr als empfindsamer, liebender Mann, was so gar nicht zu „Affektkontrolle, kühle(r) Distanz und vor allem (dem) Verbergen der Gefühle“ am Hofe zu passen scheint. Der Prinz befindet sich jedoch in einer Ausnahmesituation, „aus der Reaktion seiner Untergebenen (kann man nämlich) immerhin rückschließen, daß er sonst sorgfältiger ist.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von „Emilia Galotti“ dar und erläutert das Ziel, das Stück auf Basis der „Hamburgischen Dramaturgie“ zu analysieren.

2. Die „Hamburgische Dramaturgie“: Dieses Kapitel erläutert Lessings Wirken am Hamburger Nationaltheater, die allgemeinen theoretischen Ziele seiner Dramaturgie sowie die Entwicklung vom aristotelischen Katharsis-Konzept hin zu seinen „gemischten Charakteren“.

3. Analyse des 5. Aktes der „Emilia Galotti“: Hier wird der fünfte Akt untersucht, wobei die Figurengestaltung und die Umsetzung der Katharsis kritisch analysiert werden.

4. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass Lessing bei der Konzeption seiner Figuren weitgehend seinen eigenen dramaturgischen Forderungen folgte.

Schlüsselwörter

Gotthold E. Lessing, Emilia Galotti, Hamburgische Dramaturgie, Trauerspiel, Aristoteles, Katharsis, gemischte Charaktere, Aufklärung, Dramentheorie, Theaterkritik, Mitleid, Furcht, Handlungsanalyse, Charakterzeichnung, Wirkungsästhetik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen und praktischen Anwendung von Lessings dramaturgischen Konzepten auf sein Stück „Emilia Galotti“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die „Hamburgische Dramaturgie“, die Theorie der „gemischten Charaktere“ und das Prinzip der Katharsis.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll geklärt werden, ob das bürgerliche Trauerspiel „Emilia Galotti“ konsequent auf den Voraussetzungen der „Hamburgischen Dramaturgie“ beruht oder davon abweicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine textanalytische Vorgehensweise, indem sie den fünften Akt des Stückes als Interpretationsgrundlage heranzieht und diese mit den theoretischen Forderungen Lessings vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Dramaturgie Lessings und eine detaillierte Figurenanalyse sowie eine Untersuchung der Katharsis-Umsetzung im fünften Akt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Lessing, Hamburgische Dramaturgie, Emilia Galotti, Katharsis, gemischte Charaktere und Aufklärung.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Prinzen von der eines klassischen Bösewichts?

Der Prinz wird nicht als rein antagonistischer Bösewicht gezeichnet, sondern zeigt sich oft als empfindsamer und liebender Mensch, was einen Kontrast zu seiner Rolle als absolutistischer Herrscher bildet.

Warum spielt das Konzept der „gemischten Charaktere“ eine zentrale Rolle?

Lessing fordert diese Charaktere, um Mitleid beim Zuschauer zu erzeugen, da dieser sich nur mit Figuren identifizieren kann, die „vom gleichen Schrot und Korne“ sind wie er selbst.

Wie wird Odoardo Galottis Charakterentwicklung im 5. Akt bewertet?

Odoardo zeigt sich anfangs tugendhaft, verliert jedoch im fünften Akt die Fassung und wirkt psychisch angeschlagen, was seine Unentschlossenheit und Verwirrtheit verdeutlicht.

Warum bleibt die Katharsis laut der Autorin am Ende des Stückes problematisch?

Die Autorin argumentiert, dass die schnelle Abfolge der Handlung im fünften Akt es dem Publikum erschwert, echtes Mitleid zu empfinden, wodurch die Katharsis losgelöst vom Bühnengeschehen bleibt.

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Detalles

Título
Analyse des 5. Aktes von Gotthold E. Lessings 'Emilia Galotti' unter Verwendung seiner 'Hamburgischen Dramaturgie'
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Curso
Tragödie und Trauerspiel im 18. Jahrhundert
Calificación
1,0
Autor
Jessica Mohr (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
13
No. de catálogo
V130105
ISBN (Ebook)
9783640362578
ISBN (Libro)
9783640362318
Idioma
Alemán
Etiqueta
Analyse Aktes Gotthold Lessings Emilia Galotti Verwendung Hamburgischen Dramaturgie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jessica Mohr (Autor), 2007, Analyse des 5. Aktes von Gotthold E. Lessings 'Emilia Galotti' unter Verwendung seiner 'Hamburgischen Dramaturgie', Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130105
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