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Die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen

Der Beitrag Deutschlands zu ihrer Umsetzung

Title: Die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen

Diploma Thesis , 2009 , 127 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Kauffrau (FH) Anja Croonenbroeck (Author)

Business economics - Economic Policy
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Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Schaffung eines detaillierten Überblicks über die deutsche Entwicklungspolitik im Rahmen der Umsetzung der zehn Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bis 2015.

Da das erste Ziel der Armutsbekämpfung das überwölbende Ziel darstellt, wird zuerst geklärt werden, wie Armut definiert werden kann. Anschließend wird die Entstehungsgeschichte der Millenniums-Entwicklungsziele erläutert und die einzelnen Ziele werden in einen Zusammenhang gebracht. Aufbauend darauf wird die Vorrangigkeit der Armutsbekämpfung in der Entwicklungszusammenarbeit dargestellt. Schließlich wird der Frage nachgegangen, ob die Ziele fristgerecht bis 2015 umsetzbar sind. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass ohne erhebliche Bemühungen der Geber- und Entwicklungsländer nicht in allen Weltregionen jedes Ziel vollständig erreicht werden kann.

Nach der allgemeinen Darstellung der Millenniums-Entwicklungsziele wird auf den deutschen Beitrag zu ihrer Umsetzung eingegangen. Zum einen werden Instrumente und Maßnahmen der deutschen bi- und multilateralen Entwicklungszusammenarbeit dargestellt und kritisch analysiert. Diese basieren auf dem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammen-arbeit und Entwicklung entwickelten Aktionsprogramm 2015 zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele. Des Weiteren wird das entwick-lungspolitische Engagement der Bundesregierung mit den G8-Staaten sowie innerhalb der EU diskutiert.

Insgesamt engagiert sich Deutschland auf mehreren Ebenen und auf eine vielseitige Art und Weise für die Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele. Weiterhin unternahm die Bundesregierung in den vergangenen Jahren deutliche Anstrengungen zur Verbesserung ihrer Ent-wicklungspolitik und wird diesen Trend auch beibehalten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Was ist Armut? Verschiedene Definitionen

I. Monetäre Armutsdefinition

II. Multidimensionale Armutsdefinition

III. Relative und absolute Armut

C. Die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen

I. Die Entstehung der Millenniums-Entwicklungsziele

II. Die MDGs im Einzelnen

III. MDG 1 als überwölbendes Ziel

IV. Maßnahmen der Armutsbekämpfung

V. Umsetzbarkeit der MDGs

D. Der Beitrag Deutschlands zur Umsetzung der MDGs

I. Das Aktionsprogramm 2015

1. Bilaterale Entwicklungszusammenarbeit: Darstellung und kritische Analyse

a. Die deutsche ODA-Quote und die Mittelverwendung

b. Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft

2. Multilaterale Entwicklungszusammenarbeit: Darstellung und kritische Analyse

a. Armutsbekämpfungsstrategien (Poverty Reduction Strategy Papers - PRSPs)

b. Programmorientierte Gemeinschaftsfinanzierung - PGF

c. Mikrofinanzierung

3. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit NGOs

II. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit internationalen Organisationen / Einrichtungen: Darstellung und kritische Analyse

1. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit innerhalb der G8

2. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit innerhalb der EU

E. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die deutsche Entwicklungspolitik mit einem spezifischen Fokus auf die Umsetzung der zehn Millenniums-Entwicklungsziele (MDGs) der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2015. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich dabei mit dem Umfang und der Effektivität des deutschen Engagements in der bi- und multilateralen Entwicklungszusammenarbeit sowie der Frage, wie wirksam diese Maßnahmen zur Armutsbekämpfung beitragen.

  • Analyse verschiedener Armutsdefinitionen und ihrer Bedeutung für die internationale Entwicklungspolitik.
  • Untersuchung der Entstehungsgeschichte und der Zielsetzungen der Millenniums-Entwicklungsziele.
  • Kritische Bewertung deutscher Instrumente und Maßnahmen zur Umsetzung der MDGs.
  • Diskussion des deutschen Engagements im Rahmen von G8-Gipfeln und der Zusammenarbeit mit der Europäischen Union.
  • Beurteilung der Rolle von NGOs und der Bedeutung von Mikrofinanzierung in der Armutsbekämpfung.

Auszug aus dem Buch

II. Multidimensionale Armutsdefinition

Wolfgang Sachs weist in seinem Artikel „Die Millenniums-Entwicklungsziele – (k)ein Entwicklungsparadigma“ darauf hin, dass Menschen mit einem Einkommen von weniger als 1 US-Dollar pro Tag sich oft selbst nicht als arm betrachten. Faktoren wie der Besitz von Land und Vieh sowie große Familien sind oftmals bedeutsamer. Im Gegensatz dazu kann sich jemand, der nach westlicher Sicht ein durchschnittliches Einkommen erzielt, arm vorkommen. Die Messgröße von einem Dollar am Tag berücksichtigt weiterhin nicht, dass die Kaufkraft dieses Dollars mit steigendem Lebensstandard abnimmt. So ist z. B. in China der Anteil der extrem Armen in den letzten Jahren deutlich gesunken. Ein Großteil der Bevölkerung verdient mittlerweile dreimal so viel. Also wird dieser Teil in der Statistik nicht berücksichtigt. Hierbei wurde jedoch die Tatsache außer Acht gelassen, dass die Preise mit dem steigendem Einkommen gestiegen sind und die Menschen sich daher nicht mehr leisten können als zuvor.

Weiterhin betont Sachs die Wichtigkeit der Unterscheidung zwischen Armut und Elend. Ist eine Kultur arm an Marktgütern, so kann sie trotzdem ein zufriedenes Leben führen, solange sie Zugang zu Land und einer Gemeinschaft hat. Elend hingegen erfahren diejenigen, denen auch letzteres verwehrt bleibt (z. B. Slumbewohner und Wanderarbeiter). Bei der Schaffung von neuem Wohlstand in einigen Schwellenländern wie China und Indien wurde auf der anderen Seite auch neues Elend geschaffen. Viele Landbewohner waren durch den Bau von Staudämmen gezwungen, in die Slums am Stadtrand zu ziehen. Die Arbeit auf den Feldern wurde mehr und mehr von Maschinen erledigt.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Entstehungskontext der Millenniumserklärung im Jahr 2000 sowie die Definition der MDGs als Rahmen für die internationale Entwicklungspolitik.

B. Was ist Armut? Verschiedene Definitionen: Dieses Kapitel analysiert sowohl monetäre als auch multidimensionale Konzepte von Armut, um ein tieferes Verständnis über die Messbarkeit und die tatsächliche Lebenssituation der Betroffenen zu erlangen.

C. Die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen: Hier wird die Genese der Ziele dargestellt, ihre inhaltliche Struktur beleuchtet und die Relevanz der Armutsbekämpfung als überwölbendes Ziel diskutiert.

D. Der Beitrag Deutschlands zur Umsetzung der MDGs: Dieses zentrale Kapitel analysiert das Aktionsprogramm 2015 sowie die verschiedenen Ebenen und Instrumente des deutschen Engagements, darunter bilaterale Zusammenarbeit, Mikrofinanzierung und die Kooperation mit internationalen Partnern.

E. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die bisherigen Fortschritte sowie die notwendigen zukünftigen Anstrengungen zur Erreichung der Ziele bis 2015.

Schlüsselwörter

Millenniums-Entwicklungsziele, Armutsbekämpfung, Entwicklungszusammenarbeit, Deutschland, Aktionsprogramm 2015, MDGs, Mikrofinanzierung, Good Governance, Schuldenerlass, ODA-Quote, Nachhaltigkeit, Entwicklungspolitik, G8, Europäische Union, NGO.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die deutsche Entwicklungspolitik im Kontext der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2015.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Armut, den verschiedenen Instrumenten der Entwicklungszusammenarbeit und der kritischen Analyse der deutschen Beiträge zur Erreichung der MDGs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, einen detaillierten Überblick über das deutsche Engagement zur Umsetzung der MDGs zu geben und kritisch zu hinterfragen, wie wirksam die Politik der Bundesregierung hierbei agiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse und wertet offizielle Statistiken sowie Berichte nationaler und internationaler Organisationen aus, um die Wirksamkeit der entwicklungspolitischen Maßnahmen zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Auseinandersetzung mit Armut, die Entstehung der MDGs sowie die detaillierte Analyse der deutschen Maßnahmen, unterteilt in bilaterale Hilfen, Mikrofinanzierung und das Engagement in internationalen Gremien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Millenniums-Entwicklungsziele, Armutsbekämpfung, Entwicklungszusammenarbeit, deutsche ODA-Politik und Good Governance.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Mikrofinanzierung?

Die Mikrofinanzierung wird als ein überwiegend positiv zu bewertendes Instrument gesehen, da sie direkt bei den Bedürftigen ansetzt, wenngleich kritische Stimmen vor einer zunehmenden Kommerzialisierung warnen.

Warum ist die Kooperation mit NGOs für die Bundesregierung relevant?

NGOs fungieren als „Fürsprecher der Armen“ und besitzen aufgrund ihrer engen Netzwerke vor Ort detailliertere Kenntnisse, was die Wirksamkeit der Projekthilfe erhöht und das Risiko der Zweckentfremdung von Geldern senkt.

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Details

Title
Die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen
Subtitle
Der Beitrag Deutschlands zu ihrer Umsetzung
College
Aachen University of Applied Sciences
Grade
1,3
Author
Dipl.-Kauffrau (FH) Anja Croonenbroeck (Author)
Publication Year
2009
Pages
127
Catalog Number
V130222
ISBN (eBook)
9783640357260
ISBN (Book)
9783640357093
Language
German
Tags
MDG UN Entwicklungspolitik Entwicklungszusammenarbeit Millenniums-Entwicklungsziele Vereinte Nationen Aktionsprogramm 2015
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kauffrau (FH) Anja Croonenbroeck (Author), 2009, Die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/130222
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