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Hannah Arendt. Die Anwendung ihrer Machttheorie auf den Kosovo-Konflikt

Titel: Hannah Arendt. Die Anwendung ihrer Machttheorie auf den Kosovo-Konflikt

Seminararbeit , 2020 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Ebru Antil (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser wissenschaftlichen Hausarbeit soll das theoretische Machtkonzept von Hannah Arendt beschrieben sowie analysiert werden, um im Anschluss der Analyse, die aufgeschlüsselte Theorie Arendts auf den Kosovo-Konflikt anzuwenden. Dabei wird der Versuch gewagt, an Hand der Arendt`schen Theorie, den Kosovo-Konflikt zu erklären. Der Fokus wird dabei auf die Interventionen der NATO in Jugoslawien gerichtet, das heißt Arendts Ansatz wird auf die Dimension internationaler Konflikte erweitert.
Von besonderem Interesse ist also die Frage, was passiert, wenn das Militärbündnis NATO, seine „Macht“ um jeden Preis und mit aller Gewalt, in einem anderen Staat entfalten möchte? Kurz: Wenn Macht auf Macht und Macht auf Gewalt trifft?

Zur Beantwortung der Frage, werden zunächst die zentralen, theoretischen Bestimmungen von Hannah Arendts normativem Machtkonzept dargelegt sowie diese mit den Definitionen von anderen bedeutenden Denkern verglichen. Im Hinblick auf die Fragestellung wird das Verhältnis zwischen Macht und Gewalt auch im Kontext totalitärer Herrschaften aufgeschlüsselt. Danach folgt die Darlegung eines Beispiels aus dem Kosovo-Konflikt, um im nächsten Schritt auf diese die Theorie Arendts anzuwenden. Auf Basis dieser Anwendung wird letztlich kritisch überprüft, inwiefern Arendts Überlegungen zutreffen und ggf. Grenzen oder Widersprüche ihrer Theorie identifiziert. Die Hausarbeit schließt mit einem Fazit ab, in welchem die zentralen Erkenntnisse zusammengefasst und die Machttheorie Arendts bewertet wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Machttheorie

2.1 Macht und Gewalt im Allgemeinen

2.2 Arendt im Vergleich

2.3 Zum Verhältnis von Macht und Gewalt im Hinblick auf das Phänomen der Revolutionen

2.4 Zum Verhältnis von Macht und Gewalt im Hinblick auf die totalitäre Herrschaft

3. Anwendung der Arendtschen Machttheorie auf den Kosovo-Konflikt

3.1 Hintergrund zum Kosovo- Konflikt

3.2 Die Anwendung der Machttheorie Arendts

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht das theoretische Machtkonzept von Hannah Arendt und wendet es auf den Kosovo-Konflikt an, um die Dynamiken zwischen internationaler Machtausübung und Gewaltanwendung kritisch zu beleuchten.

  • Analyse und Differenzierung der Begriffe Macht, Stärke und Gewalt nach Hannah Arendt.
  • Gegenüberstellung von Arendts Machttheorie mit den Auffassungen von Max Weber und Carl Schmitt.
  • Untersuchung des Verhältnisses von Macht und Gewalt im Kontext von totalitären Herrschaftsformen.
  • Anwendung des theoretischen Rahmens auf die Interventionen der NATO im Kosovo-Konflikt.
  • Kritische Evaluation der Anwendbarkeit von Arendts Theorie auf komplexe internationale Konfliktszenarien.

Auszug aus dem Buch

2.1 Macht und Gewalt im Allgemeinen

Hannah Arendt kritisiert die Fachsprache, welche zwischen Schlüsselbegriffen wie Macht, Stärke, Autorität, Kraft und Gewalt nicht unterscheidet. Zwar würden all diese Begriffe Mittel der Herrschaft bezeichnen und somit die gleiche Funktion haben, jedoch erschwere die Reduktion auf diesen gemeinsamen Bezugspunkt die Erfassung der Wirklichkeit (vgl. Arendt, 1970, S.44f). Da also eine differenzierte Betrachtung der Begriffe für das Verständnis des Theoriegerüsts von Arendt unabdingbar ist, werden diese in diesem Kapitel näher beschreiben und gegeneinander abgegrenzt.

Hannah Arendt posuliert eine politische Handlungstheorie, welche sich durch fünf Charakteristika auszeichnet: Erstens kann diese als topologisch angesehen werden, da der private vom öffentlich-politischen Raum des Handelns unterschieden wird. Zweitens zeichnet sich der politische Raum durch ein normatives Merkmal aus, da in diesem politische Freiheit entsteht und weiterbesteht. Dies kann nur durch die dritte modale Auszeichnung, dem Miteinander- Handeln der Bürgerinnen und Bürger, realisiert werden, wenn sie sich als politsiche Akteure zusammenschließen, differente Meinungen friedlich austragen und schließlich in Einigung gehandelt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der begrifflichen Vermengung von Macht und Gewalt ein und legt die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit dar.

2. Theoretische Machttheorie: Dieses Kapitel erörtert Arendts spezifisches Verständnis von Macht und Gewalt, grenzt diese von den Definitionen Webers und Schmitts ab und betrachtet das Phänomen im Kontext von Revolutionen und totalitärer Herrschaft.

3. Anwendung der Arendtschen Machttheorie auf den Kosovo-Konflikt: Hier werden die erarbeiteten theoretischen Grundlagen auf die Vorgehensweise der internationalen Organisationen UNO und NATO im Kosovo-Konflikt angewandt.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die analytischen Möglichkeiten sowie die Grenzen der Arendtschen Theorie angesichts moderner machtpolitischer Konflikte.

Schlüsselwörter

Hannah Arendt, Machttheorie, Gewalt, Kosovo-Konflikt, Politische Macht, Internationale Intervention, Souveränität, NATO, UNO, Totalitäre Herrschaft, Politische Freiheit, Pluralität, Machtverlust, Politische Handlungstheorie, Rechtsregulierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das politische Machtverständnis der Philosophin Hannah Arendt und hinterfragt kritisch die oft vorgenommene Gleichsetzung von Macht und Gewalt im politisch-wissenschaftlichen Diskurs.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die differenzierte Definition von Machtbegriffen, der Vergleich mit anderen klassischen Machttheorien sowie die Anwendung dieser Erkenntnisse auf reale internationale Krisenszenarien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das normative Machtkonzept Arendts theoretisch aufzuarbeiten und zu prüfen, inwieweit dieses zur Erklärung komplexer internationaler Konflikte wie dem Kosovo-Einsatz der NATO beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Textanalyse der Werke Arendts, einer komparativen Methode im Vergleich mit Max Weber und Carl Schmitt sowie einer fallbezogenen Anwendung der Theorie auf den Kosovo-Konflikt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche theoretische Herleitung der Machtbegriffe und einen praxisorientierten Anwendungsteil, der die Akteure UNO, NATO und die Bundesrepublik Jugoslawien analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Prägende Begriffe sind vor allem Macht, Gewalt, Pluralität, politischer Raum, Legitimität, Souveränität und das Verhältnis von internationalen Akteuren in Krisensituationen.

Warum betrachtet Arendt Macht und Gewalt als Antonyme?

Arendt sieht Gewalt als instrumentelles Werkzeug, das Macht ersetzen oder zerstören kann, während echte Macht für sie zwingend auf kommunikativem Handeln und dem Konsens einer Gruppe beruht.

Welche Erkenntnis gewinnt der Autor hinsichtlich der NATO im Kosovo-Konflikt?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die NATO im Arendtschen Sinne eher als Instrument der Gewaltherrschaft auftrat, da ihr Erfolg nicht auf einem herrschaftsfreien Machtkonsens, sondern auf materieller Gewaltüberlegenheit beruhte.

Wo sieht der Autor die Grenzen der Arendtschen Theorie?

Die Grenzen zeigen sich dort, wo Machtgruppen personell miteinander verflochten sind und gleichzeitig widersprüchliche Interessen vertreten, was Arendts strikte idealtypische Kategorisierung erschwert.

Welche Rolle spielt die Legitimität bei Arendt?

Legitimität ist für Arendt die Basis von Macht, da diese im Gegensatz zur Gewalt, die an die Zukunft gerichtet ist, immer im vergangenen Konsens einer menschlichen Gemeinschaft wurzelt.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hannah Arendt. Die Anwendung ihrer Machttheorie auf den Kosovo-Konflikt
Hochschule
Pädagogische Hochschule Heidelberg  (Institut für Philosophie und Theologie)
Veranstaltung
Masse, Macht, Medien. Theorien der Gewalt in Philosophie und Medientheorie
Note
1,0
Autor
Ebru Antil (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V1302975
ISBN (PDF)
9783346769084
ISBN (Buch)
9783346769091
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Machttheorien Kosovo- Konflikt Gewaltverständnis in der Philosophie Rechtsphilosphie Macht udn Gewalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ebru Antil (Autor:in), 2020, Hannah Arendt. Die Anwendung ihrer Machttheorie auf den Kosovo-Konflikt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1302975
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Leseprobe aus  17  Seiten
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